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Drei Zinnen

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Vater Mutter Kind

Drei Zinnen Kritik

Drei Zinnen Kritik
0 Kommentare - 21.12.2017 von CEl
In dieser Userkritik verrät euch CEl, wie gut "Drei Zinnen" ist.

Bewertung: 4 / 5

Eigentlich sollten es gemeinsame Ferien in den Bergen werden, in denen die noch junge Familie zusammenwachsen sollte. Aaron (Alexander Fehling) übt mit dem achtjährigen Tristan (Arian Montgomery) das Tauchen in einem Schwimmbad direkt neben einem grossen Alpensee. Es ist Hochsommer. Bald wird es hinauf in die Berge gehen. Oben in der Hütte richtet man sich ein und geniesst das Alpenpanorama, während es langsam dämmert. So idyllisch wie die Geschichte beginnt, entwickelt sie sich bald nicht mehr weiter. Der kleine Tristan will sein inniges Verhältnis mit seiner Mutter Lea (Bérénice Bejo) nicht gestört sehen von einem Mann, den er immer noch als Fremden ansieht. Aaron ist der Freund der Mutter und Tristans leiblicher Vater George bleibt durch ein Mobiltelefon, das er seinem Sohn schenkte, auch in der abgelegenen Berghütte präsent. Mit der Mutter war das nicht abgesprochen und so schiebt sich ein Keil nicht nur zwischen die Geschiedenen, sondern auch zwischen Aaron und Lea. Aaron kümmert sich liebevoll um den Stiefsohn und nimmt ihn auch auf seine Bergwanderungen mit. Am Fuss der Drei Zinnen entsteht zwischen den beiden die ersehnte Vertraulichkeit und als Tristan zärtlich "Papa" flüstert, ist Aaron glücklich. Zurück in der Hütte trifft er bei Lea auf kalte Abwehr. Tristan solle vielmehr unterscheiden lernen, wer sein Vater sei und Aaron sei das eben nicht. So ist Tristan hin- und hergerissen, flüchtet sich zu seiner Mutter. Auf einer weiteren Bergwanderung hofft Aaron, das Verhältnis zu Tristan wieder kitten zu können. Doch der Junge hat sich längst zu einem Gegenspieler um die Gunst der Mutter entwickelt und spielt alle Hinterhältigkeiten aus, die ihm gerade einfallen. Schliesslich läuft er weg und die Bergtour wird zu einer verzweifelten Suche nach dem kleinen Jungen. Das Wetter verschlechtert sich, die Dunkelheit bricht herein und die Unwegsamkeiten der Natur tun ein Übriges. Als Aaron verletzt ist, sorgt er sich nur um das Wohlergehen Tristans, während dieser dessen eingeschränkte Bewegungsfreiheit nur ausnutzt. Angesichts des immer dichter werdenden Nebels wird unten in der Berghütte die Mutter unruhig und leitet schliesslich eine nächtliche Suchaktion ein, die bis zum Morgen kein Ergebnis gebracht hat. In seiner Erzähltechnik wechselt Regisseur Jan Zabeil zwischen langen stimmungsvollen Einstellungen und fragmentierenden Einzelbildern, die die Fragilität der Beziehungen unterstreichen. Das zwischen den drei Personen entstehende Drama intensiviert sich nicht nur aufgrund der Schnitttechnik, sondern vor allem durch die schauspielerischen Leistungen. Alexander Fehling, der noch durch seine Rolle als junger Anwalt in "Im Labyrinth des Schweigens" (2014) in Erinnerung ist, lässt Aaron als sportlichen Architekten auftreten, der alle Voraussetzungen für einen liebevollen Vater mitbringt. Diese weiss der noch ganz junge Arian Montgomery in der Rolle des Tristan gekonnt zu untergraben. Die kühle Schönheit der renommierten französischen Schauspielerin Bérénice Bejo ("Le Passé", "Fai bei sogni") kann ihr Gegenüber zuweilen zu Eis erstarren lassen. Die zugleich atemberaubende und unwirtliche Bergwelt untermalt das Zerbrechliche und Existenzbedrohende in den Beziehungen. Wie die Drei Zinnen bilden sie ein Ganzes und stehen doch getrennt. Der Film, in dem eigentlich an Handlung nicht viel passiert, wird zu einem intensiven innerlichen Erlebnis, das lange nachwirkt.

Drei Zinnen Bewertung
Bewertung des Films
810
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