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Freitag der 13. - Jason kehrt zurück

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Freitag der 13. – Jason kehrt zurück Kritik

Freitag der 13. - Jason kehrt zurück Kritik

Freitag der 13. - Jason kehrt zurück Kritik
0 Kommentare - 05.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Freitag der 13. - Jason kehrt zurück" ist.

Bewertung: 2.5 / 5

Ein alter Mann warnt eine Gruppe junger Erwachsener vor den Geschehnissen im Camp Crystal Lake. Die Gruppe ignoriert den Mann und begibt sich trotz dessen zum Leiter Paul (John Furey), um dort alles über den Job des Aufpassers vor Ort zu lernen. Dennoch hat die Gruppe weit mehr Interesse an Partys und Sex, als an ihrer eigentlichen Aufgabe. Doch die Sorglosigkeit ist bald vorbei, als Jason Vorhees (Warrington Gillette) ihre Wege kreuzt.

Selten gelangt man sehr schnell an seine Grenzen, wenn man die großen Horrorikonen der 1980er mit Michael Myers, Freddy Krueger und Jason Vorhees – und vielleicht auch die kleinen mit Chucky – beleuchtet. Horrorfilme sind billig, Horrorfilme sind einfach und in der Regel das, was einem kapitalistischen Traum am nächsten kommt. Denn dadurch, daß sie so billig und so einfach sind, kann man sie natürlich am laufenden Band produzieren, also wenn nicht irgendwelche evangelikalen, wütenden Mamas da bei irgendeinem Fernsehsender anrufen. Aber ja, es sind einfache Filme und das merkt man tatsächlich auch hier. Denn Freitag der 13. – Jason kehrt zurück macht zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, daß er eine komplette Kopie vom Originalfilm ist. Wieder bumbsende Teenager, wieder irgendwelche Schauergeschichten und wieder gibt es einen Mörder, der sie alle zu Brei schlägt. Ja, wenn man den Slasher, oder den Horrorfilm auf das banalste runterbrechen möchte, was es wohl gibt, dann ist es dieser Film. Und daher fallen auch Worte über ihn so unglaublich schwer.

Es gibt hier einige Anleihen, die nach wie vor bemerkenswert sind. Wie auch im Vorgänger verwendet der Film eigentlich kaum Zeit darauf, seine Figuren zu durchleuchten. Man vergisst schon während des Schauens, wie diese Menschen heißen sollen. Und das liegt daran, daß sie nicht etwa einen schlechten Charakter hatten, sondern daran, daß sie gar keinen haben. Da geht es dann darum, daß Teenager alle miteinander schlafen und ansonsten irritiert das Werk noch mit einer viel zu langen Zusammenfassung des Originals am Anfang, die ja spätestens dann obsolet geworden ist, wenn man mit dieser Fortsetzung genau die gleiche Geschichte erzählt. Doch da hat man einen ganz guten Punkt gemacht. Eigentlich ist alles egal und das bisschen Substanz, daß das Original hatte, hat dieser Film schon nicht mehr. Wer nun einen cleveren Film erwartet, der wird ihn mit Freitrag der 13. – Jason kehrt zurück definitiv nicht erhalten. Unterdessen hat das aber dennoch einen gewissen Charme, den auch das Original schon hatte. Gerade wenn Jason einen Schrein seiner verstorbenen Mutter, irgendwo in einem verlassenen Haus aufgebaut hat, dann hat das schon etwas sehr Unterhaltsames. Da werden die ödipalen Strukturen dann noch deutlicher und irgendwie, scheint es dem Werk selber aber gar nicht so richtig aufzufallen.

Interessant ist unterdessen noch, daß man hier einen Querschnittgelähmten jungen Mann als Teil der Gruppe etabliert. Nun gibt es ja da den Gedanken, daß auch er, ähnlich wie alle anderen, im Verlauf der Geschichte sterben muss. An der Stelle zumindest hoffe ich, daß das kein Spoiler war. Und wenn doch, na ja, ist auch egal. Jedenfalls hat man diesen jungen Mann und man könnte sich die Frage stellen, warum er überhaupt im Film ist. Denn normalerweise sind Horrorfilme, die die makellosesten Menschen überhaupt zeichnen, eigentlich nicht so offen. Dann könnte man natürlich jetzt eine Diskussion über Perfektion führen, doch industriell ist die dann schnell erledigt, weil es Perfektion eben als Definition innerhalb der Gesellschaft schon gibt. Zurück zum Thema. Die Frage ist also, ist der junge Mann nur im Film, um auf eine körperliche Einschränkung hinzuweisen und einen möglichst kreativen Tod innerhalb des Films zu sterben. Oder geht um Inhalte und seine Figur wird gekonnt inkludiert. Nun, die Antwort auf diese Frage liegt zwischen den Zeilen. Denn einerseits stimmt es, er stirbt einen eher anderen Tod, als die anderen. Andererseits wird hier auch auf die Gründe der Behinderung angespielt, doch der Umgang damit, der ist doch recht offen. Die Figur erklärt es kurz und beiläufig und dann ist es auch schon fast kein Thema mehr. Insofern kann man wohl sagen, daß der Film durchaus inklusiv ist. Natürlich als Kind seiner Zeit, aber dafür doch recht gut.

Was dann verbleibt, sind vor allem Tode, die zwar in ihrer Drastik nicht ganz an das herankommen, was Saw (2004) oder Halloween Kills (2021) später pervertieren sollten. Doch insgesamt ist das für die damalige Zeit durchaus bemerkenswert. Gut wird es davon zwar auch keinen Meter, aber wem das genügt, der wird sicherlich auch seine helle Freude an diesem Wahnsinn haben. Unterdessen keimt natürlich die Romantik der Kleinstadtidylle ein wenig auf. Die Leute erzählen sich Geschichten und Tratschen, so wie sie es eben immer tun. Nun gibt es aber auch in dem Segment nur diese Ebene und nicht darüber hinaus. Was im ersten Teil noch ein Märchen und eine Behauptung blieb, wird in diesem Film zum festen Bestandteil der Geschichte. Unterdessen gelingt es Regisseur Steve Miner nicht nur mit der Geschichte von Freitag der 13. – Jason kehrt zurück auch keine neuen Akzente zu setzen. Auch in Sachen Inszenierung wirkt das hier nur noch wie Stangenware. Ja, daß geht natürlich auch schlechter. Aber es geht auch wesentlich besser. Wenn man eben alle einfach nur ablaufen lässt und das dann ebenso abfilmt, kann man sich wirklich kein bisschen wundern.

Müde Fortsetzung zu einem Film, der ohnehin nicht viel zu bieten hat. Freitag der 13. – Jason kehrt zurück ist ein Werk, dessen Belanglosigkeit nur noch von seiner Kunstlosigkeit übertroffen wird. Klar, man kann da auch gnädiger sein und es gibt auch schlimmeres, doch blutarm ist das jetzt schon.

Freitag der 13. - Jason kehrt zurück Bewertung
Bewertung des Films
510

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