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Freitag der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch

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Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch

Freitag der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch Kritik

Freitag der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch Kritik
0 Kommentare - 06.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Freitag der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch" ist.

Bewertung: 3 / 5

Als Tinas (Lar Park-Lincoln) Vater stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Eines Tages erhält sie telekinetische Fähigkeiten. Nun begibt sie sich zum Chrystal Lake, um Kontakt zu ihrem Vater herzustellen. Doch damit erweckt sie Jason (Kane Hodder) zum Leben, der auf Rache sinnt.

Bereits in Freitag der 13. – Das letzte Kapitel (1984) konnte ja man schon Anleihen von einem Genrewechsel innerhalb der Filmreihe erkennen. Ein Thema, an dem sich dieser Teil hier ebenso bedient, ist quasi das besessene Kind. Oder das Kind, daß überirdische Kräfte hat. Es ist quasi aus den großen Dreien des Teufelskinos entnommen und insofern ja, so ein wenig ist die Auseinandersetzung mit der Geisterwelt, dem Medium, daß hier ungeahnte Kräfte besitzt eben das, was in Werken wie Der Exorzist (1973) so richtig salonfähig gemacht wurde. Dabei beginnt der Film auch schon wie großer Nonsens. Und so beobachtet der Zuschauer eine dysfunktionale Familie, in der der Vater, die Mutter verdrischt. Das Kind flieht auf einen Dock am Crystal Lake, ihr Vater folgt ihr und verspricht ihr bunte Wunder oder sowas und joah, dann setzten sich halt ihre telekinetischen Kräfte frei und der Vater wird in den See gesaugt und stirbt. Nun, wer bei dieser kurzen Zusammenfassung des Einstiegs schon Kopfschütteln bekommt, dem wird auch der Rest des Films sicherlich nicht gefallen. Man wird ja langsam auch ein wenig müde zu betonen, daß man sich in Freitag der 13. auf dem Level absurdesten Trashs befindet und es darüber hinaus, wenig zu sagen gibt.

Dabei muss jedem ebenso klar sein, daß auch die Inszenierung des Films wieder deutlich zu wünschen übrig lässt. Jene Figurenkonstellation ist ebenso Wiederholung, wie auch peinlich geschrieben und am Ende verbleibt man bei Dilettanten-Theater, daß über peinliche Szenen, die völlig unnatürliche Gespräche zutage fördern, nicht hinausgeht. Man kann da schon recht leicht Magenschmerzen bekommen, zumal man ja auch da, sicherlich andere Erwartungen hat. Nackte Haut hingegen, oder absurde Gewaltspitzen, nun die wurden zugunsten höheren Profits schon ein wenig zurückgeschraubt. Ist auch sicherlich besser, immerhin erfüllt beides hier keinen wirklichen Zweck mehr. Die wahrhaft großartige Allegorie auf den Film findet sich dann wiederum in Jason als Figur selbst. Denn nicht einmal der Tod verschafft ihm die Ruhe, die eigentlich verdient und viel mehr noch der Zuschauer verdient. Ja, ich schweife hier ab vom Inhalt. Schon klar. Wobei man da sagen muss, es gibt ja eigentlich kaum etwas zu besprechen. Therapeutisch wird hier so semi gearbeitet, die Begleitung und Errettung aus einem vergangenen Trauma soll es sein. Auch das hat sicherlich nicht so viel mit wahrer Psychologie zu tun, ist aber immerhin etwas, was der Film versucht anzusprechen. Nur bei dysfunktionalen Familien und Gewalt und wie diese sich eben auf Kinder in unmittelbarer Umgebung auswirkt, tja, da scheitert der Film einfach.

Daß Jason hier immer noch als Mörder der Jugend fungiert ist ebenso auserzählt. Ja, ja, ich meckere nur offenkundig. Ok, Drogen, Sex und Party, alles Dinge, die die Republikaner so genial verteufeln und heute noch so weit wie möglich zu kippen versuchen. Oder wie war das mit der Abtreibung? Natürlich ist der Versuch sich dessen zu nähern und vielleicht sogar eine Kritik an diesen Strukturen zu üben, vielleicht auch die Angst vor den Themen zu nehmen aber gescheitert. Denn was, wenn nicht der Vertreter des Konservatismus ist Jason, wenn er Teenager beim Rumhuren und Drogennehmen abschlachtet? Aber auch das ist eigentlich ein Thema, daß der Film, mitsamt schäbiger Waldhütte und peinlichem Auftreten einiger Schauspieler nur wiederholt. Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch sucht nicht vergeblich nach einer Daseinsberechtigung zu fragen, er versucht ja eigentlich gar nichts. Abseits dessen gelingt es dem Film aber deutlich in das Segment einer Komödie abzutauchen. Es ist schon so eine Art Pseudo-Mythos, mitsamt sinnlosen, aufeinanderfolgenden Sequenzen, die irgendwie einen Film ergeben sollen. Ja, daß klingt jetzt besonders dramatisch. Ist es aber eigentlich so auch nicht.

Hier zieht nicht einmal mehr die Phrase, daß die Macher ja steht’s bemüht waren. Es ist ein unglaublich zynisches Produkt, welches sich da offenbart. Aber am Ende überwiegt doch der Spaß. Ja, die Witze sind gut aufbaut, entpuppen ein besonderes Gespür für Timing, die Figuren sind so herrlich ironisch, daß sie es selber fast kaum bemerken. Und der eigentliche Scence-Stealer ist dabei Jason. Meine Güte, hat der einen Humor. Ja, davon könnten sich einige Komödien eine Scheibe abschneiden.

Inhaltslos, völliger Nonsens, peinliche Dialoge und so weiter und so fort. Freitag der 13. Teil VII – Jason im Blutrausch ist eine tolle Komödie, mit miserablen Schauspielern, die alle, alle besseres verdient hätten. Aber am Ende des Tages überwiegt der Spaß.

Freitag der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch Bewertung
Bewertung des Films
610

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