Inception Kritik | Moviejones
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Inception

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Intelligentes Verwirrspiel

Inception Kritik

Inception Kritik
2 Kommentare - 04.08.2010 von Moviejones
Wir haben uns "Inception" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.

Bewertung: 4.5 / 5

Inception war das lange mit Spannung erwartete Zwischenwerk von Christopher Nolan, der von Warner Brothers einen Batzen Geld in die Hand gedrückt bekam, weil er The Dark Knight mit Summa cum laude umgesetzt hat und Warner ihn natürlich auch für Batman Begins 3 verpflichten wollte. Wie wir wissen, hat der Deal (so es denn einer war) geklappt und nun steht Inception vor den Toren und wartet darauf, auch vom deutschen Publikum geliebt zu werden. Ob das klappt?

Zum Filminhalt: Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein sogenannter Extraktor, der es genial versteht, Informationen aus dem Unterbewusstsein fremder Menschen zu entwenden. Und zwar im Traum. Aus diesem Grund ist Cobb zwar in der Welt der Industriespionage heiß begehrt, aber ebenso weltweit verfolgt. Mit seinem Team - darunter seinem Vertrauten Arthur (Joseph Gordon-Levitt), Eames (Tom Hardy), der sich um Täuschungen kümmert, der Architektin Ariadne (Ellen Page), die Traumwelten erschafft und dem Apotheker Yusuf (Dileep Rao), der sich mit Substanzen auskennt, die Traumphasen einleiten - steht er nun vor seiner schwierigsten Aufgabe: Er soll nichts extrahieren, sondern jemandem eine Idee einpflanzen, eine sogenannte Inception - mit der Aussicht, dass er danach wieder in die USA einreisen und seine Kinder wiedersehen kann. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, doch Cobb ist sich sicher, dass es möglich ist, verschiedene Bewusstseinsebenen zu durchdringen und die Aufgabe zu lösen. Wenn da nicht noch der Schatten seiner Vergangenheit wäre, seine große Liebe Mal (Marion Cotillard)...

Trailer zu Inception

Es ist schwierig, Inception in wenige Zeilen zu verpacken, ohne zuviel zu verraten. Chris Nolan hat es dagegen hinbekommen, innerhalb von 148 Minuten ein äußerst komplexes Kunstwerk zu erschaffen, das faszinierend und verstörend zugleich wirkt. Allein die Vorarbeit, die nötig gewesen sein muss, um sich Kenntnisse über das Träumen und Unterbewusste anzueigen, wird eine Zeitlang gedauert haben und kann man nur beklatschen. Die Traumwelten, die erschaffen werden, sind gigantisch, auch wenn wir uns kurz gefragt haben, warum sie stets so realistisch wirken - gibt es niemanden, der von Drachen, Werwölfen oder Schwarzen Löchern träumt?! Egal, darum geht es ja nicht in Inception. Es geht darum, eine Idee jemandem als seine eigene zu verkaufen und dieses Vorhaben, dass dies nur über die unterbewusste Ebene funktioniert, hat Nolan beeindruckend umgesetzt, was natürlich nur in einer realistischen Traumumwelt klappt. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass der Zuschauer Sympathien zu Menschen entwickelt, die eigentlich in einer Grauzone und darüber hinaus agieren, sprich illegal. Selbst die Aufgabe, die hinter der Inception steht, ist verwerflich, aber man sieht darüber hinweg und fragt sich nur, wird es Cobb und seinem Team gelingen? Eine realistische Darstellung unserer tatsächlichen Welt, denn wo gibt es wirklich Schwarz und Weiß außer im Denken von George W. Bush?

Abgesehen von der inhaltlichen Tiefe, ansprechenden Special Effects und faszinierenden Traumwelten ist die Besetzung von Inception zu loben. Jeder Darsteller spielt seine Rolle äußerst überzeugend, sei es Leonardo DiCaprio als ambitionierter Cobb, Marion Cotillard als zerbrechliche, aber auch gefährliche Femme Fatale, Ellen Page als zurückhaltende, aber glasklar denkende Ariadne, Joseph Gordon-Levitt als Teamorganisator oder Cillian Murphy als unwissendes "Opfer". Man fühlt sich aufgehoben und der Film wirkt in keiner Minute dämlich, auch wenn die Geschichte an sich schon sehr fantastisch daherkommt. Wie schnell driften ähnlich ambitionierte Filme ins Lächerliche ab, nur weil das Händchen beim Casting fehlte - aber Nolan hat es geschafft, einen wirklich eigenständigen und intelligenten Thriller zu kreiieren.

Unser Fazit: Negativpunkte fallen unserer Meinung nach recht subjektiv aus. Es gibt gegen Ende des Films einige Längen, der sonst aber rasant und flott geschnitten ist. Die Story geht intensiv los und das Ende...nun ja, bildet euch selbst eine Meinung, wir wollen nichts verraten. Wir sind aus dem Kino gegangen und haben noch länger über Inception nachgedacht und nach Logiklöchern gesucht, aber entweder haben wir sie übersehen oder der Film hat einfach keine. Wir hatten im Kinosessel jedenfalls unseren Spaß bei einem intelligenten Film, der einen sogar ins Grübeln bringt und vergeben 9 von 10 Punkten. Auf jeden Fall würdig, ihn ein zweites Mal zu sehen und nach und nach mehr spannende Details zu entdecken. Und zumindest waren wir nicht enttäuscht wie eine fremde Redakteurin, die nach Filmende rief "Was für ein bescheuerter Film!". Wir freuen uns auf eure Meinungen nach Filmstart.

Inception Bewertung
Bewertung des Films
910
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2 Kommentare
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Optimus13 : : Sith-Lord
19.12.2019 11:35 Uhr
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Dabei seit: 09.08.16 | Posts: 1.593 | Reviews: 2 | Hüte: 100

Ich habe Inception tatsächlich vor ca. einem Monat gesehen - zum 2. Mal nach ca. 5 Jahren. Nach wie vor ein absolut herausragender Film auch für Nolans Verhältnisse, ich schwanke zwischen 4,5 und 5 Hüten. Stand jetzt ist meine Bewertung bei 5, aber ich werde sicherlich mal eine 3. Sichtung vornehmen.

Never forget what you are. The rest of the world will not. Wear it like armor, and it can never be used to hurt you.

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
19.12.2019 11:11 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 6.042 | Reviews: 39 | Hüte: 315

Hm, nicht ein Kommentar unter dieser Kritik?

Bin nur zufällig hier, aber dann muss ich natürlich mal den Anfang machen: Tolle Kritik, volle Zustimmung. Es ist schon etwas länger her, dass ich den Film gesehen habe. Es wird mal wieder Zeit.smile

Finding the right comment signature is super easy, barely an inconveniance.

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