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Jack and the Giants

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Jack and the Giants Kritik

Jack and the Giants Kritik

Jack and the Giants Kritik
0 Kommentare - 04.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Jack and the Giants" ist.
Jack and the Giants

Bewertung: 3 / 5

Der Landarbeiter Jack (Nicholas Hoult) lernt die junge Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) kennen und verliebt sich sofort. Als sie von Riesen entführt wird, macht er sich mit einer Gruppe von Soldaten auf den Weg, um sie zu retten.

Fantasy in den 2010ern, ein leidvolles Unterfangen für all diejenigen, die etwas mehr als eine virtuelle Welt ohne etwas Greifbares erwarten. Daran scheiterten schon viele dieser Werke wie etwa Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (2012), Warcraft: The Beginning (2016) und Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben (2023). Nun unterscheidet sich Jack and the Giants zumindest in seiner Version kein bisschen von dieser Attitüde und man sollte nicht vergessen, daß auch die Vorlage in ihrer Einfachheit natürlich jetzt nichts ist, was Bäume oder Bohnenranken ausreißt. Dafür passieren im Film eben auch einfach Dinge zu beiläufig und routiniert. Ohnehin hat man den Eindruck, als sei das in diesem speziellen Fall das Problem von Bryan Singer gewesen. Was? Ihr braucht eine Romanze? Kein Problem! Auch ein aufsteigender Held soll es sein? Bitte, gerne doch. Und so weiter und so fort. Im Prinzip macht das den Film nicht grauenhaft, aber schon von Beginn an, ist er damit belanglos und es ist klar, daß er eben nie über diese Belanglosigkeit hinausgehen wird. Vielleicht sieht er aus heutiger Sicht schon noch ein wenig künstlerischer aus. Es ist aber eben auch nicht so, als wäre es unerträglich. Man kann ihn also schlicht und ergreifend weder Hassen noch Lieben.

Trailer zu Jack and the Giants

Dabei glänzt der Film, wenn man es denn so nennen will, schon ein wenig dadurch, daß er erkennt, daß man nicht ewig brauchen muss, um banale Ideen zu verbreiten. Man kennt das ja sowieso aus dem Märchen-Feudalismus. Die Manierismen der Geschichte unterscheiden sich auch da nicht wirklich zu einem Tolkien. Ein fieser Berater, ein junger, naiver und verliebter Held aus dem Bauernreich, ein gutmütiger und vollends liebender und geliebter König und eine Tochter, die versucht, ihrem eigenen, vorgesehenen Platz in der Geschichte zu entkommen. Nun, es ist eben eine naive Geschichte in einem Genre, das davon lebt, daß alles ein wenig naiv ist. Interessant ist aber, dass Singers Film durchaus darauf hinweist, daß seine Hauptfigur eigentlich jemand ist, der kein Glück im Leben hatte, aber eben das Herz am richtigen Fleck. Nun, wie sollte es auch anders sein, kommt er also anschließend auf die Idee, die Prinzessin, die er nicht als solche erkannte, irgendwie zu retten. Sie hatte natürlich Interesse am einfachen Volk, daß sie nie gesehen hat. Auch das, irgendwie kommen da Erinnerungen an Aladdin (1992) hoch. Grundlegend sympathisch ist das schon und man interessiert sich so auch für die Figuren. Wenngleich man natürlich schon bewusst ausklammert, daß der König seine eigenen Leute im Prinzip hungern lässt. Es ist eben ein Märchen und man kann sich schlecht vorstellen, daß man zur damaligen Zeit die Gelegenheit gehabt hätte, einen König schlecht dastehen zu lassen.

Nun handelt Jack and the Giants im Verlauf weiterhin vom großen, theatralischen Hollywoodfinale, daß in einer Schlacht mündet. Irgendwie wirkt das auch im gesamten Film ein wenig unpassend und dennoch hat es einen Reiz, wenn all diese Figuren in den Kampf ziehen. Spannung kann Singer da nicht wirklich erzeugen, liegt aber eher daran, dass man so was schon tausende Male in Superlativen gesehen hätte und nicht daran, daß er es schlecht inszenieren würde. Interessant ist, daß Jack and the Giants neben jenen Projekten der Traumfabrik aus den 2010ern vielleicht noch eine der bodenständigsten Varianten solcher modernen Verfilmungen darstellt. Nach Snow White and the Huntsman (2012) oder Hänsel und Gretel: Hexenjäger (2013) ist das schon erstaunlich, schließlich befindet man scih ja da schon irgendwie im B-Movie-Bereich und auch in den Folgejahren stellt das eine Art Novum dar. Schließlich neigen viele solcher Filme dazu, dass sie eigentlich bewusst auf cool und trendy gemünzt werden sollen. Hektische Schnitte, übergestylte Persönlichkeiten in den Hauptrollen. So was gab es ja auch dann später nochmal in King Arthur: Legend of the Sword (2017). Und das möchte man dem Film irgendwie hoch anrechnen, daß er eben nicht versucht sich bei den „Kids“ anzubiedern, sondern zumindest recht gradlinig seine Geschichte erzählt.

Die Chemie unter den Darstellern derweil ist ganz gut geraten und man hat auch hier wieder einen Cast, der erstaunlich groß anmutet. Mit Namen wie Stanley Tucci, Ewan McGregor, Ian McShane, dem damals moderat bekannten Nicholas Hoult, aber auch Bill Nighy und vielen weiteren britischen Darstellern, ist der Film eigentlich viel zu groß und gut aufgelegt, für das bisschen Inhalt. Dennoch sorgt gerade McGregor wieder dafür, daß man ihn einfach mag. Ein Talent, daß eben Menschen mit Charisma haben. Dann anschließend knallt und brummst es ein bisschen und dann ist das gesamte Drama auch schon vorbei. Der Film verärgert wohl niemanden, hinterlässt aber auch keinen bleibenden Eindruck.

Kurzweilige Fantasy-B-Ware liefert Jack and the Giants. Es ist kein sonderlich nachdenklicher Film, der aber auch nicht sonderlich aufregt. Insgesamt ganz kurzweilig und sehr stringent überrascht einen der Film letzten Endes in keinster Weise, regt aber auch nicht auf.

Jack and the Giants Bewertung
Bewertung des Films
610

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