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Mute

Kritik Details Trailer Galerie News
Das wirre Moon-Paradox

Mute Kritik

Mute Kritik
7 Kommentare - 01.03.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Mute" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Mute

Bewertung: 2 / 5

Wer die Netflix-Serie Altered Carbon bereits gesehen hat und Moon von Duncan Jones kennt, erwartet nach der Trailersichtung von Jones´ neuestem Werk Mute einen Mix aus beidem, denn das Setting kommt schon im Trailer arg vertraut vor. So manche Szene wirkt visuell fast 1:1 aus Altered Carbon übernommen, etwa beim neo-poppigen Panorama-Überblick mit fliegenden Autos über die SciFi-Version von Berlin bei Nacht. Eine lose Anknüpfung an Moon von 2009 als im selben Universum angesiedelt wurde bereits zuvor verkündet, und die wird auch deutlich. Mehr als das haben die beiden Filme aber auch wirklich nicht gemein, weshalb man sich stark an das The Cloverfield Paradox erinnert fühlt.

Mute Kritik

In Mute macht sich der stumme Barkeeper Leo (Alexander Skarsgård) im alternativen SciFi-Berlin einer nahen Zukunft auf die Suche nach seiner blauhaarigen plötzlich verschwundenen großen Liebe Naadirah.(Seyneb Saleh), die in der gleichen Bar kellnert. Seine Suche wird neben seiner Stummheit noch dadurch erschwert, dass er sich zuvor schon bei seinem zwielichtigen Boss unbeliebt gemacht hat. Besagter Boss hat wiederum eine Verbindung zu Cactus Bill (Paul Rudd) und Duck (Justin Theroux), einem Paar ebenso zwielichtiger amerikanischer Army-Chirurgen. Leo versucht, über sie Antworten zu Naadirahs mysteriösem Verschwinden zu finden...

Trailer zu Mute

War Moon ein beeindruckendes beklemmendes SciFi-Kammerspiel auf dem Mond, kann Mute mit dieser Vorlage im Hinterkopf nur enttäuschen. Mehr als die vertraut klingende Musik, einen isoliert wirkenden Hauptcharakter und kleine bis größere Hinweise auf den Vorgänger haben die beiden Filme nicht gemein. Statt einem spannenden Krimi-Thriller in einer erhofft spannenden SciFi-Welt wird man durch ein belanglos wirkendes andauernd nächtliches wirres Berlin geführt entlang einem ebenso wirren Storyfaden, und lernt dabei nicht weniger belanglose Schauplätze und Charaktere kennen. Die außer ihrer Zwielichtigkeit und ihrer stupiden Stigmatisierung als diverse Unterweltgestalten oder finstere Charaktere kaum etwas zu bieten haben.

Dabei wirken die Figuren in Mute durch ihre Oberflächlichkeit allesamt trottelig, wodurch weder fiese Folter noch Pädophilie tatsächlich bedrohlich oder erschreckend wirken, sondern oftmals drohen, ins Lächerliche abzurutschen. Das betrifft auch den Hauptcharakter Leo, der zwar mit Blicken sein Leid und seine Verzweiflung so intensiv starrend raushaut, wie es nur irgend geht, aber eben außer ab und an kräftig zuzuschlagen kaum Handlung oder gar Charaktertiefe bekommt. Sondern wie ein trauriger Dackel von A nach B trottelt in der Hoffnung, seine Naadirah zu finden. Leider haut das den Spannungsbogen soweit runter, dass man irgendwann aufhört sich zu fragen, ab wann es denn spannend wird. Entsprechend plötzlich steht dann die Auflösung nach dem wirren Lauf durch Berlin da. An sich hätte es ein cooler verwickelter Fall sein können, doch die zu unbeteiligt und unberührt wirkenden Charaktere lassen das Ganze nur wie ein buntes Konstrukt wirken, bei dem man froh ist, wenn es endlich fertig ist.

Schade, denn die eigentliche Storyidee von Mute ist durchaus spannend angedacht. Auch das Universum hätte einiges zu bieten, doch die diversen Brocken und Themen desselben werden einem so lose und oberflächlich vor die Füße geworfen, dass sie völlig untergehen. Die Hinweise auf die Moon-Timeline merkt man zwar, und eine Szene macht sie besonders fraglos deutlich, doch mehr als den Cloverfield-Effekt gibt dies nicht her. Und wer Altered Carbon gesehen hat, fragt sich, warum das CGI so furchtbar schlecht ist, wenn es in der Serie mit erwähnt ähnlichem Look doch so viel besser aussehen konnte. Hätte sich Jones mehr Zeit gelassen, das Werk ausreifen zu lassen, hätte was draus werden können - doch so wünscht man sich eher, es hätte mit Moon nichts zu tun.

Mute Bewertung
Bewertung des Films
410
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7 Kommentare
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8balls : : Moviejones-Fan
01.03.2018 19:18 Uhr
0
Dabei seit: 05.01.15 | Posts: 161 | Reviews: 0 | Hüte: 8

Also auch ich muss eine Lanze für den Film brechen. Ja er ist nicht der nächste Oskaranwärter aber er unterhält gut und erweitert die Welt die Moon gschaffen hat seh schön. Auch wenn ich mir ein paar mehr Hintergrundinfos gewünscht hätte, wie zum Beispiel warum die Amis Berlin anscheinend besetzt haben und warum die Amisch in Deutschland "Kolonien" eröffnen dürfen. Was mich aber massiv gestört hat und dann auch wiede rausgerissen hat, war die teils sehr groben Handwerklichen Schnitzer. Da ist die ganze Stadt in ein Cyberpunkmäßiges Ambiente a la altered Carbon oder Ghost in the shell gehüllt und dann schaffen sie es nicht darauf zu achten, dass alle unserer heutigen Sachen rausretoushiert sind? Achtet mal auf die Sequenz als Leo dem Taxi folgt. Da sieht man immer wieder die normalen Autos und den "normalen" Berliner Verkehr. Sowas ist in meinen Augen einfach schlampige Arbeit und versaut einem das ganze Erlebnis. Aber abseits davon war er sehr unterhaltsam. Vor allem die Tatsache das Leo stumm ist und im endeffekt kein Wort sagt sondern nur über Mimik und Gestik arbeitet fand ich super. Und auch Paul Rudd als Antagonist hat mir sehr gut gefallen.

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Silencio : : Moviejones-Fan
01.03.2018 16:14 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 611 | Reviews: 39 | Hüte: 52

Ich schließe mich da den Vorrednern einfach mal an, "Mute" ist ein ganzes Stück besser als sein Ruf.

@MJ

"Statt einem spannenden Krimi-Thriller in einer erhofft spannenden SciFi-Welt wird man durch ein belanglos wirkendes andauernd nächtliches wirres Berlin geführt entlang einem ebenso wirren Storyfaden, und lernt dabei nicht weniger belanglose Schauplätze und Charaktere kennen. Die außer ihrer Zwielichtigkeit und ihrer stupiden Stigmatisierung als diverse Unterweltgestalten oder finstere Charaktere kaum etwas zu bieten haben."

Erstmal muss ich da mal fragen, was das Ganze mit "Stigmatisierung" zu tun haben soll. Dann hab ich so ein wenig das Gefühl, dass Jones Ansatz nicht gänzlich verstanden wurde: Die Charaktere sind als Spiegel gedacht; Leo, Cactus Bill und Duck (also Justin Theroux, nicht unser hauseigener Anch-Amun) stehen jeweils für diverse Spielarten der "Liebe". Es wäre jetzt nicht so, als wären die Charaktere nur irgendwelche Abziehbildchen (und der Film sympathisiert sogar noch ein bisschen mit Cactus in seiner letzten Szene) ohne Grautöne.

Was man jetzt von Neo Berlin hält, darf jeder für sich selbst entscheiden, aber persönlich empfand ich gerade sowas wie die wolkenkratzerhohen Plattenbauten und die arabisch beschrifteten Geschäfte (im Gegensatz zu "Blade Runners" asiatischen Touch) als nette Einfälle...

UNd wo wir gerade bei "Blade Runner" sind: Neo Noir/Cyberpunk und keine Nennung des Stammvaters des Genres? Stattdessen das eher grottige "Altered Carbon"? Naja...

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TiiN : : Pirat
01.03.2018 14:46 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.728 | Reviews: 89 | Hüte: 123

Ich sehe das ganz wie luhp92, nicht zu verkrampft an etwas klammern und dem Film eine Chance geben. Schlecht gemacht ist er ganz sicher nicht. Gefällt vielleicht nicht jedem, aber das ist immer so.

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luhp92 : : BOTman Begins
01.03.2018 13:21 Uhr | Editiert am 01.03.2018 - 14:31 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.933 | Reviews: 127 | Hüte: 310

Ich muss auch eine Lanze für "Mute" brechen. Für soo schlecht halte ich den Film nicht und an der "Moon"-Verknüpfung sollte man sich mMn echt nicht aufhängen. "Mute" spielt im gleichen Universum und ist der zweite Teil einer Anthology-Trilogie, mehr nicht.

Das Neo Berlin sieht klasse aus und bereichert den Film alleinstehend, die Schauspieler sind top, um den Inhalt zu verstehen, muss man sich allerdings mit Duncan Jones Kindheit auskennen.

Hier mein Review:
https://www.moviejones.de/kritiken/mute-kritik-4861.html

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
TiiN : : Pirat
01.03.2018 12:55 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.728 | Reviews: 89 | Hüte: 123

@sublim77
Leider ist die einhellige Meinung ziemlich ernüchternd.

Nicht ganz, mir hat der Film recht gut gefallen.

Wobei ich nun auch nicht verkrampft ein Moon-Franchise gesucht habe. Beide Filme sind lose miteinander verbunden, das kann man machen, ist ein netter Wink - aber das war es. Nicht zu vergleichen mit Cloverfield ... denn wenn ich so Wort im Filmtitel habe, dann erwarte ich eben auch diese Monster im Fokus, welche die Leute vor gut zehn Jahren überrascht haben.

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
01.03.2018 08:36 Uhr | Editiert am 01.03.2018 - 08:43 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.143 | Reviews: 24 | Hüte: 213

Hmmm...hört sich ja erstmal nicht so dolle anundecided

So bald ich dazu komme, werde ich mir mal ein eigenes Bild von dem Film verschaffen. Leider ist die einhellige Meinung ziemlich ernüchternd. Hätte ich bisher lediglich den Trailer gesehen, würde ich sehr viel von dem Film erwarten. Ich will zwar versuchen mich nicht allzu negativ im Vorfeld beeinflussen zu lassen, aber dass sich meine Erwartungen durch die negativen Stimmen schon sehr nach unten geschraubt hat, lässt sich leider nicht vermeiden (ja, ich weiss, ich hätte die Kritiken ja nicht lesen müssen...aber.wer mich kennt, der weiss, dass die Neugier bei mir meistens die Oberhand gewinnt^^).

Wie auch immer, der Film wird geschaut. Meine Meinung dazu werde ich euch selbstverständlich mitteilenlaughing

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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Schmorst : : Moviejones-Fan
01.03.2018 08:36 Uhr
0
Dabei seit: 12.12.17 | Posts: 2 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ich gebe der Kritik mal wieder absolut Recht. Ein langweiliger und völlig belangloser Film. Musste mich regelrecht durchkämpfen, um ihn komplett zu sehen.

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