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Regeln spielen keine Rolle

Kritik Details Trailer Galerie News
Hommage mit Hindernissen

Regeln spielen keine Rolle Kritik

Regeln spielen keine Rolle Kritik
1 Kommentar - 14.08.2019 von CINEAST
In dieser Userkritik verrät euch CINEAST, wie gut "Regeln spielen keine Rolle" ist.
Regeln spielen keine Rolle

Bewertung: 4 / 5

Regeln spielen keine Rolle ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Regisseur Warren Beatty aus dem Jahre 2017.


Regeln spielen keine Rolle ist ein zweischneidiges Schwert geworden, gerade wer vorher die Trailer gesehen hat, wird hier vielleicht etwas überraschter aus der Wäsche gucken, als alle die ihn sich unvoreingenommen ansehen.

Trailer zu Regeln spielen keine Rolle

Die erste Stunde ist wunderbar...ein Hollywood-Film durch und durch. Er fängt die Atmosphäre im L.A. der 60er und 70er Jahre bildlich und musikalisch wunderbar ein, die Darsteller spielen gut auf, auch wenn Lilly Collins manchmal etwas zu gewollt agiert. Alden Ehrenreich macht an ihrer Seite ebenfalls eine gute Figur. Auch das Pacing stimmt hier noch, springt der Film zwar etwas episodenhaft von Station zu Station, hält aber dennoch die Balance zwischen allen Aspekten, die er beleuchten möchte. Es ist im Grunde eine einzige Hommage an das Hollywood dieser Zeit und beleuchtet das Leben der ambitionierten, aufstrebenden jungen Menschen, die ihre Träume verwirklichen wollen. Dazu kommt ein Cast, den man sich mal und der Zunge zergehen lassen muss. Warren Beatty, der selbst eine sehr solide Leistung abliefert, ist es gelungen eine Darstellerriege zusammenzutrommeln, die vor bekannten Namen zwar nur so strotzt, was im Film aber - angenehm - nicht so stark auffällt, wodurch der Fokus mehr auf den Charakteren liegt, als auf den Schauspielern die sie verkörpern. Es ist schön, im Verlauf des Films immer wieder altbekannte Gesichter zu sehen, Matthew Broderick sei hier stellvertretend erwähnt, die vielleicht nicht oder nicht mehr die ganz großen Nummern sind, für jeden Filmfan aber gewisse Überaschungsmomente zu bieten.

Nach einer Stunde allerdings gibt es zwei Dinge, die diesem Film in gewisser Hinsicht das Bein brechen (können). Zum Einen ist es ein Charaktermoment, der einen von jetzt auf gleich aus der Atmosphäre reißt und der meiner Ansicht nach deutlich zu intensiv und überzogen zelebriert wird und zum Anderen verliert der Film ab hier seinen Fokus und weiß nicht mehr so genau ob er jetzt ein Liebesdrama oder ein Howard Hughes-Biopic sein möchte. Dazu muss ich wohl sagen, dass der erste Punkt wohl auch unterschiedlich stark gewichtet werden kann: Man kann ihn als konsequent und dem Thema und der Zeit in der der Film spielt, entsprechend realistisch finden oder (wie ich) deutlich übers Ziel hinausgeschossen für das was in der ersten Stunde an Atmosphäre für diesen Film aufgebaut wird.

In diesem Sinne ist es nicht mehr das, auch in den Trailern angepriesene typische Feel-Good-Liebelei-Hollywood-Drama, sondern eindeutig - ein Drama! Wer darüber hinwegsehen kann, wird einen Film sehen, der sehr facettenreich eine große Bandbreite an Themen aufgreift und diese mit dem bewegten Leben des Howard Hughes verknüpft. Hier ist in jedem Fall eine kleine Vorablektüre der Biografie dieses Mannes nicht die schlechteste Idee, da durch die vielen Zeit und Ortswechsel doch vieles nur angeschnitten wird und man etwas den Überblick verlieren kann, wo dieser nicht wirklich greifbare Tausendsassa denn jetzt überall seine Finger im Spiel hat. Für alle Anderen wird der Film aber der Hälfte einiges an Magie einbüßen, die er zuvor versprüht hat und in ein etwas zähes Gemisch aus vielen Zutaten verfallen, die durchaus auch funktionieren können, insgesamt aber einfach nicht zu der ersten Filmhälfte passen wollen.

Fazit

Es hängt letztendlich viel davon ab, wie man die angesprochenen Punkte bewertet. Den Film kann man im Grunde genommen also nur mit einer 4/5 oder einer 2,5/5 bewerten, eine Mitte zu finden fällt hier schwer. Ich gebe der der ersten Filmhälfte die 4/5 und der Zweiten die 2,5/5, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann, was schwerer wiegt.

Regeln spielen keine Rolle Bewertung
Bewertung des Films
810
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1 Kommentar
MJ-Pat
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CINEAST : : ReReleaser
26.08.2019 22:42 Uhr | Editiert am 26.08.2019 - 22:48 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.393 | Reviews: 5 | Hüte: 35

Unabhängig von Tarantinos "Once Upon A Time...in Hollywood", habe ich mir nach langer Aufschieberei kurz vorher diesen Film endlich zu Gemüte geführt.

Für alle, die nach dem Besuch von Tarantinos neuestem Streich gerne noch einmal in die Zeit der 60er Jahre Hollywoods zurückkehren wollen, ist das hier vielleicht eine interessante Ergänzung. Auch wenn der Stil und die Ausrichtung gänzlich andere sind, macht es dennoch Spaß den Flair dieser Zeit aufzusaugen und zu sehen wie zwei Filme, gänzlich unterschiedliche Blickwinkel auf ein und die selbe Zeit werfen.

- CINEAST -

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