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Shazam!

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Ein Mann trägt Rot

Shazam! Kritik

Shazam! Kritik
1 Kommentar - 05.04.2019 von DrStrange
In dieser Userkritik verrät euch DrStrange, wie gut "Shazam!" ist.
Shazam!

Bewertung: 3 / 5

Gestern war es wieder soweit. Das Dynamische Duo macht sich auf, einen neuen Superheldenfilm zu sichten. Wird das Gute am Ende siegen, oder werden unsere beiden zweifelhaften Helden am Ende doch an den überteuerten Preisen für Snacks und Getränke scheitern ? Bleibt dran und erfährt mehr... to be continued.

**SPOILERFREI** (soweit es geht)

Trailer zu Shazam!

Der Junge Billy Batson (Asher Angel) verliert seine Mutter auf einem "Rummelbesuch" und wird fortan von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht, immer auf der Suche nach seiner wirklichen Mutter. Als er eines Tages von einem Zauberer aus einer anderen Welt zu sich gerufen wird um sein Champion zu werden, erhält Billy unglaubliche Superkräfte. Jedes mal wenn er das Zauberwort "Shazam" ausspricht, verwandelt er sich von nun an in sein "Super-Ich". Gerade als er lernt seine neuen Kräfte in Griff zu bekommen, taucht aber der böse Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) auf, um ihm seine neu gewonnenen Kräfte wieder zu stehlen.

Der Film hat eine gewisse sympathische Ader, die vor allem dem gelungenen Cast zu verdanken ist. Allen voran ist Zachary Levi sehr gut gewählt für die Rolle des Shazam und spielt diese auch passend mit einer lebensfrohen, kindlichen Naivität, die einem die Begeisterung über seine neu gewonnenen Kräfte jederzeit vermitteln kann. Hier wird etwas Neues ausprobiert und Grenzen ausgelotet und wenn man auf die Schnauze fällt, grinst man schelmisch, freut sich wie ein Honigkuchenpferd und steht wieder auf, um erneut loszulegen. Sehr passend und wie eingangs erwähnt sehr sympathisch.

Auch Jungdarsteller Asher Angel spielt seine Rolle als Pflegekind, das hin und hergereicht wird hervorragend. Zumindest solange es ihm der Storyplot gestattet. Seine verzweifelte Suche nach seiner echten Mutter nimmt man ihm ab und gibt der Figur eine gewisse Zerissenheit und Tiefe.

Mark Strong ist natürlich ein starker (höhö) Schauspieler, den ich gerne in einem Film sehe. Auch seine Figur Dr. Sivana wird zuerst interessant eingeführt, bevor er... tja.. irgendwie vergessen wird. Mehr dazu später.

Ich will an der Stelle noch im Nebencast Djimon Hounsou erwähnen, den ich für eine gute Wahl für die Rolle des Zauberers halte, der leider storytechnisch sehr wenig Zeit im Film abbekommt. Gut, einen Gandalf sollte man hier nicht erwarten, aber mit mehr Screentime wäre hier schon was möglich gewesen.

Kommen wir mal zu den "Rundumbedingungen". Die Effekte bzw. das CGI hat sicher nicht das Budget von anderen Filmen des Genres, wurde dafür aber sehr anständig eingesetzt. Man hat mit den möglichen Mitteln das Beste rausgeholt und damit kann ich gut leben. Ich empfande keine Szene als "billig" oder schlecht gesetzt. Wobei man sagen muss das "Shazam" nun auch kein "Action-Overkill" ist, welches eine Kampfszene an die nächste reiht, sondern auch viel mit ruhigen und privaten Szenen seine Story erzählt.

Zu den 3D Effekten kann ich nichts sagen, weil wir zwar in einer 3D Vorstellung waren, der Film aber versehentlich in 2D gezeigt wurde.

Der Filmscore war... Moment, war da eigentlich einer ? Also hier kann der Film leider so gar nicht punkten. Der Score war schön gesagt "anwesend", aber zu keinem Zeitpunkt erinnerungswürdig. Die eingesetzten Songs waren ok, einige kannte ich nicht, aber hier haben andere Filme schon bessere Arbeit geleistet um eine Szene aufzuwerten.

So, das waren jetzt so ziemlich die positiven Seiten des Films. Von jetzt an geht es eher bergab.

Die Story des Films ist sicherlich nicht die Schlechteste, welche das Genre bisher hergab, aber sie ist auch nicht spannend erzählt. Irgendwie (nach einem gelungen Einstieg) quält man sich ab einem bestimmten Punkt von Szene zu Szene, bis man Shazam und Dr. Sivana aufeinandertreffen lassen kann. Dabei wird gerade der Mittelteil des Films aufgefüllt mit der Beziehung von Billy/Shazam mit seinem Freund/Sidekick Freddy aus seiner neuen Pflegefamilie und dem experimentieren seiner erhaltenen Kräfte. Dabei werden einige Gags gesetzt, die aus diesen Situationen entstehen, welche teils recht witzig daherkommen, aber eher zu großen Teilen lahm wirken und nicht mal ein Schmunzeln bei mir erzeugt haben. Das wirkte mir einfach zu erzwungen oder es war einfach nicht die Art von Humor, mit der ich was anfangen kann.

Die neue Pflegefamilie von Billy nimmt natürlich auch einen gewissen Platz ein und man lässt die Figuren ein wenig miteinander agieren. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob dies zuviel oder doch zuwenig war, eine richtige Aussage wurde hier aber nicht getroffen. Überhaupt... wenn man sich die bunte Vielfalt der Pflegekinder anschaut... sollte das ein Gag werden oder wollte man wirklich zu 100% politisch korrekt werden ?!?

Kommen wir zurück zu Mark Strong und seinem Dr. Sivana. Der Mann kann die Figur prima darstellen und tragen... wenn man ihn lässt bzw. hätte lassen. Leider verkommt die Figur zu einem plakativen Bösewicht, wie es den Marvel-Schurken oft vorgeworfen wird. Hier wird eine interessante Figur eingeführt die ein richtiges Potential vorzuweisen hat und dann... schwenkt der Film zu Billy & Co. um und Sivana tritt bis auf ein paar eingestreute Szenen in den Hintergrund. Ich hatte schon fast den Eindruck man hat ihn vergessen. Natürlich wird er zum Ende hin wieder ausgepackt um den fürchterlich langweiligen Showdown einzuläuten, aber bis dahin ist der Zug schon abgefahren und ein weiterer Schurke verschenkt.

Der besagte Showdown ist dann wirklich sehr unaufregend in Szene gesetzt. Die große Überraschung bleibt schlichtweg aus. Man hat hier quasi nach den ganzen "Overkill-Showdowns" aus anderen DC Filmen umgeschwenkt und geht die Sache etwas gelassener und entspannter an, aber leider passt auch das nicht so richtig. Es fehlt einfach an der notwendigen Dramaturgie um hierbei mitzufiebern und man hat zu diesem Zeitpunkt, wie bereits erwähnt, verpasst Sivana die benötigte Tiefe und Motivation zu verleihen. Man handelt den Showdown nach bewährten Mustern ab und das war es dann auch - Punkt.

Am Ende bleibt die Frage für wen der Film gemacht ist. DC Fans sollten bestimmt ihre Freude daran haben. Ich hatte mit meinem gesetzteren Alter den Eindruck, das ich nicht komplett die Zielgruppe bin. Irgendwie wirkt der Film eher wie auf Jungendliche oder Familien zugeschnitten. Aber gerade wegen der Darstellung der "Todsünden" wieder so gar nicht geeignet um den Film mit den Kindern zu gucken. Sehe ich als etwas zwiespältig an.

Ich will am Ende betonen, das der Film vor allem das Herz am rechten Fleck hat. Man merkt das hier alle wirklich bemüht vorgehen und gerade der sehr gelungene Cast konnte mich überzeugen. Aber letztendlich sind mir hier zuviele Dämpfer und Ungereimtheiten welche für mich den Film auf ein "ganz nett" herunterdrücken. Immer noch einer der besseren Beitrage aus dem DC Universum, aber Aquaman hat mich wesentlich begeisterter aus dem Kino entlassen.

Von mir daher 6 von 10 Punkten. Gnade vor Recht.

Shazam! Bewertung
Bewertung des Films
610
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1 Kommentar
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
05.04.2019 13:56 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 13.757 | Reviews: 3 | Hüte: 284

Schönen Kritik. Bei Dr. Sivana sehe ich auch so. Man hätte bei so ein Schauspieler wie Strong mehr wert auf seinen Szenen geben müssen..

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