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Sonic the Hedgehog 2

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Sonic the Hedgehog 2 Kritik

Sonic the Hedgehog 2 Kritik

Sonic the Hedgehog 2 Kritik
2 Kommentare - 07.07.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Sonic the Hedgehog 2" ist.
Sonic the Hedgehog 2

Bewertung: 3 / 5

Sonic (Ben Schwartz) lebt mittlerweile ein gewöhnliches Leben in Green Hills. Doch er hat noch nicht bewiesen, daß er ein echter Held ist. Als eines Tages Dr. Robotnik (Jim Carrey) mit seinem Gefährten Knuckles (Idris Elba) auf der Bildfläche erscheint, droht Gefahr. Die beiden wollen einen mächtigen Smaragd finden, der die gesamte Menschheit auslöschen soll. Sonic möchte sie aufhalten und schließt sich dafür mit Tails (Colleen OShaughnessey) zusammen, um den Plan zu vereiteln. Also begeben sich auch die Helden auf die Suche nach dem Stein.

Das Komplexe im Banalen zu suchen ist das Bedürfnis, alles auf der gleichen Ebene zu betrachten. Es ist fast ultimativ inklusiv, wenn man sich der Bedeutung hingibt und sich fragen muss, was dieser oder jener Satz, Vergleich, Witz und jene Handlungsweise in einem bestimmten Moment bedeutet. Ob man Blockbuster, insbesondere Blockbuster für jüngere, auf dem gleichen Level betrachten sollte, wie man in etwa The Father (2020) oder einen Belfast (2021) betrachtet, ist dann die zentrale Frage. Was ist denn eigentlich diese besagte Tiefgründigkeit, von der alle sprechen? Klar, die Grenze zwischen eigentlichem Arthouse und dem, was man im Mainstream für Arthouse hält, geht ja auch noch einmal deutlich auseinander. Aber ja, abseits von ihren Kernthemen sind auch benannte Beispiele – wenn überhaupt – nicht wesentlich schwerer zu verstehen, als etwa Sonic the Hedgehog 2. Es ist also kaum ein inhaltliches Problem, daß hier dafür sorgen könnte, daß man durchaus recht passiv auf diesen Film blickt. Viel eher ist es offenkundig das Problem, daß man hier einen Film präsentiert, der in Teilen durchaus starke Pacingproblme hat. Da kommt es dann zu einer Hochzeit zwischen Rachel, der sehr aufdringlich unlustigen Schwester von Maddie und Randall Handel. Und auf dieser passiert dann so einiges, Zeug, was irgendwie irgendwen interessieren soll. Also, daß zumindest nehme ich mal an.

Denn was man hier ja deutlich merkt, ist die Tatsache, daß Sonic the Hedgehog 2 ganz eindeutig nicht wusste, was man mit dem menschlichen Cast um die Familie Wachowski anfangen sollte. Ist auch ehrlich gesagt nicht so einfach, denn immerhin erfüllte Tom Wachowski im Vorgänger auch eine klare Aufgabe, die im Sinne einer Fish-out-of-Water-Geschichte für jedes andere Franchise mit einem Nachfolger schwer mit Sinn zu füllen gewesen wäre. Warum man dann nicht den Mut besitzt, diese lästigen Menschen einfach rauszuschreiben, bleibt unerklärt. Denn ja, sind haben einen Sinn in der Geschichte, aber über Familienpropaganda und Werte-Quatsch geht der halt nie hinaus und so können einem die Beteiligten einfach nur leidtun, weil sie Sidekicks zu einem CGI-Igel darstellen. Also, bis auf eine bestimmte Ausnahme natürlich. Aber zu der an anderer Stelle mehr. Um das vielleicht noch einmal abzuschließen, liegt ja in der Kernthese keinerlei Streitpotential. Man hat also auch hier wieder einen Familien-Unterhaltungsfilm, in welchem eine Zweckfamilie – also Sonic, Tom und Maddie – dem Zuschauer vermitteln, wie wichtig doch Familie ist. Nun, was soll man denn als Zuschauer da entgegenhalten? Nein, oder was? Soll ich irgendwie mich darüber streiten, daß ich der Auffassung bin, Familie habe keinen Nutzen? Ist ja Quatsch und damit ein Universalismus, in welchem nichts mehr diskutiert werden muss.

Nun kann man sagen, daß jener Subplot also nicht wirklich zündet. Die Hauptgeschichte hingegen sieht da schon ein wenig anders aus. Und so ist es vor allem der Konflikt zwischen Knuckles und Sonic, der auch durch die Miteinnahme von Tails durchaus zu überzeugen weiß. Da fliegen sie von A nach B, suchen irgendwas und bekämpfen sich. Hin und wieder fühlt man sich dabei stark an so etwas wie Dragon Ball (1986 – 1989) erinnert, in welcher auch hin und wieder mal die ein oder andere übertriebene Materialschlacht stattfand. So ganz nachvollziehen kann man als Zuschauer zwar nicht, warum sich hier überhaupt dermaßen gestritten wird, aber für einen absurd seichten Plot dieser Art, ist das schon ok und so verbringt man dann vor allem seine Zeit im CGI-Gewitter. Unterdessen stiehlt noch Jim Carrey allen die Show, in dem er herrlichstes Overacting und Grimassenspiel veranstaltet. Was für ein Trauerspiel, wenn ein richtiger Schauspieler cartooniger wirkt, als animierte Figuren. Aber ja, so ist es nun mal. Und allgemein kann man gar nicht sagen, wie langweilig und auch uninteressant diese Filme historisch wären, wenn Carrey hier nicht mitspielen würde. Durch ihn wird auch Sonic the Hedgehog 2 auf ein ganz anderes Niveau gehoben. Grundsätzlich kann man überdies aber auch zur Beruhigung sagen, daß der Film durchaus durch sein schnelles Pacing, ohnehin vergessen lässt, was davor und dazwischen mal passiert. Die Geschichte wird auf angenehme Weise irrelevant, weil sie ohnehin auf einen Bierdeckel gepasst hätte.

Und so steigert sich Jeff Fowler cleverer Weise auch in dieser Fortsetzung ganz gut, in dem er den klaren Reiz nun aus Parallelwelten zieht und damit auch die Videospiele näher trifft, als es der Vorgänger tat. Zum Finale fühlt man sich dann an ein anderes, klassisches Franchise erinnert und bekommt den Eindruck, daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das inzwischen zum Trio gewordene Igel-Team zu einem Megazord zusammenschließt. Schade ist natürlich dennoch, daß diese Hochzeit all den Spaß und das Tempo deutlich ausbremst, aber das braucht man natürlich um die noch seichteren Erwachsenen Gemüter zufriedenzustellen. So zumindest der Eindruck.

Wild, bunt, schrill, irgendwie anachronistisch und dennoch spaßig ist Sonic the Hedgehog 2 eine Fortsetzung, wie sie im Buche steht. Nicht falsch verstehen, tiefer geht das nie. Figuren bleiben eben Figuren und werden nicht zu Lebewesen. Doch durch Jim Carrey und das Pacing kann man darüber durchaus hinwegsehen.

Trailer zu Sonic the Hedgehog 2

Sonic the Hedgehog 2 Bewertung
Bewertung des Films
610

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2 Kommentare
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ProfessorX : : Moviejones-Fan
08.07.2024 16:27 Uhr
0
Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 961 | Reviews: 1.184 | Hüte: 43

@sanchosfreddy

Kann ich absolut nachvollziehen. Sind unterhaltsame und angenehme Filme.

smile

Consider that a divorce!

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sanchosfreddy : : Moviejones-Fan
08.07.2024 08:18 Uhr
0
Dabei seit: 27.08.14 | Posts: 41 | Reviews: 4 | Hüte: 2

Und wieder muss ich dir schon recht. ^^

Vorallem Jim Carrey zeigt mir immer wieder - er ist weiterhin eine liebsten Komödienten. Immer wieder erwische ich mich dabei, dass mein persöhnlich geprägter Humor sehr mit Ihm in Verbindung steht. Wenn ich mit meinen Kindern quatsch mache, mit meinen und den Kindern von Freunden spiele und und und.

Sei es in Ace Ventura, Der Dummschwätzer, der Riddler ^^, die Maske und und und.

Und deshalb funktionieren die Sonic Filme auch für mich. Neben der Tatsache, dass man bei der Animation von Sonic auf die Fans gehört hat und man diesen auch liebgewinnt. Aber Jim Carrey ist klar das Highlight.Der Schauspieler hat sich bereits für einen 3 Teil (sein wahrscheinlich letzter Film) bestätigen lassen.

Außerdem hat er auch eine interessante Ansicht zu seiner Depression.

Es gibt also so viel, die diesen Film einem Platz in meinem Herzen gibt. Allen voran, dass es einer der letzten Filme von Carrey sein soll.

Der Platz ist teilweise wie von dir beschrieben Quatsch, die Menschen teilweise nervig (und nicht Lustig). Mit Ausnahme von James Marsden funktionieren nur sehr wenig. Seine Frau kann für meine Begriff nicht schauspielern, Ihre Schwester ist auch penetrant und Ihre Hochzeit und das resultierend Drama total unnötig.

wenn man sich mehr auf Sonic und maximal auf JameMarsden konzentriert und diese Komponente bissl ergänzt, wäre es bestimmt zuträglich.

Aber trotzdem hat diese Filmreihe einen Platz bei mir. smile

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