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Terminator - Dark Fate

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Dark Fate - Im wahrsten Sinne des Wortes

Terminator - Dark Fate Kritik

Terminator - Dark Fate Kritik
7 Kommentare - 06.11.2019 von MrBond
In dieser Userkritik verrät euch MrBond, wie gut "Terminator - Dark Fate" ist.
Terminator - Dark Fate

Bewertung: 2.5 / 5

Warnung: Hier handelt es sich um eine Kritik, bei der ich nicht um Spoiler herumkomme.

Ein kleiner Rückblick:

Trailer zu Terminator - Dark Fate

1984 kam ein Film in die Kinos, der nicht nur Durchbruch für Regisseur und Hauptdarsteller sein, sondern auch Gesprächsthema über Jahre hinweg liefern sollte. Obwohl, oder gerade weil der Film ob seiner exzessiven Gewaltdarstellung nur eine Freigabe ab 18 Jahren und in der ungekürzten Fassung im Deutschen Giftschrank alias Index landete, war der Streifen Gesprächsthema auf jedem Schulhof. Die Rede ist natürlich von „The Terminator“, der, nicht nur für Erwachsene, eine ähnliche Anziehungskraft genoss, wie Rambo, Robocop, oder der Karate Tiger.

Was ist es, was dieser Film so „richtig“ macht? Man kann den Film eben nicht einfach nur auf die gruseligen Selbst-OP-Szenen des Terminators reduzieren, sondern auf die gesamte Inszenierung eines unverbrauchten Themas. Ein Zusammenspiel von düsterer Rahmenhandlung, furchteinflößender Darstellung der Maschine aus der Zukunft, für damalige Verhältnisse atemberaubende Effekte und unheimlich atmosphärischer Synthesizer-Musik, die mit ihrem künstlichen Ursprung nochmal die Künstlichkeit der Maschine unterstreicht.

Alleine der Start des Films weckt Ängste im Zuschauer: Es wird eine sehr düsteren Zukunft skizziert, in der die Menschheit gegen einen praktisch unschlagbaren Gegner – gepanzerte Maschinen, die keine Emotionen kennen – kämpfen muss. Und es wird direkt klar, dass auch am Ende des Films der unvermeidliche Krieg nicht verhindert werden wird. Er wird stattfinden, auch wenn wir, die Menschen, scheinbar eine kleine Hoffnung haben, diesen Krieg zu gewinnen. Düsterer kann die Ausgangssituation nicht sein.

Die Hoffnungslosigkeit wird auch gleich mit der Ankunft des Terminators klar gestellt. Majestätisch richtet sich die Maschine in den Nachthimmel auf. Die Szene ist in „Untersicht“ gefilmt, sprich: von schräg unten, was die Mächtigkeit des Protagonisten nochmals untermauert. Im Gegensatz dazu wird sein Gegner, ein Mensch, der ebenfalls aus der Zukunft geschickt wurde, verletzlich dargestellt. Statt ebenfalls hockend auf dem Boden zu materialisieren, taucht er in 3-4 Meter Höhe auf, um sich beim folgenden Sturz erst einmal die Nase blutig zu schlagen. Dem Zuschauer wird unweigerlich und plakativ klar gemacht: Nein, nicht der Mensch ist die Krone der Schöpfung.

Darauf aufbauend geht der Terminator auf die Jagd nach der Mutter der Zukunft: Sarah Connor. Mit unbarmherziger Präzision und Brutalität folgt er seiner Mission und Leichen pflastern seinen Weg. Es wird ein Wettlauf zwischen Beschützer und Feind, der unglaublich düster und treibend inszeniert ist. Jeder Kontakt mit dem Terminator endet tödlich. Man fiebert mit den „Guten“ sogar noch mit, als ihnen der Terminator schwer beschädigt und hinkend auf den Fersen ist. Er ist und bleibt eine Gefahr – da besteht nie ein Zweifel.

Wie sollte ein Zweiter Teil so etwas toppen? Eines scheint klar zu sein: Die düstere Grundstimmung muss auf jeden Fall beibehalten werden. Und so schafft es 7 Jahre später die Fortsetzung Terminator 2 den Spagat zwischen Neuem und Alten mit Bravour. Deutlich actiongeladener, als der Vorgänger und dennoch spürbar furchteinflößend kommen State of the Art Effekte und ein neuer, noch tödlicherer Gegner, um zu vollenden, was dem ersten Terminator nicht gelungen war, zum Einsatz. Die Konstante über beide Filme: Der Terminator ist eine tödliche Gefahr und Kontakt mit ihm wird konsequent und relativ endgültig bestraft.

Damit haben wir im Großen und Ganzen das Rezept für einen guten Terminator-Film. Ausgerechnet diese Erfolgsformel wurde bei weiteren Produktionen im Franchise missachtet (lediglich der dritte Teil konnte dies noch relativ gut umsetzen, auch wenn er mehr oder weniger eine Kopie seines Vorgängers war).

Dieses zugegeben lange Vorwort bildet die Grundlage dessen, woran der neue Film Terminator – Dark Fate schon einmal grundsätzlich krankt – neben anderen weiteren Problemen. Nachdem beim geneigten Terminator-Fan bereits eine Müdigkeit eingesetzt hatte (da mit allen Sequels zu den grandiosen ersten beiden Teilen einfach nichts erinnerungswürdiges mehr kam), horchte man schon einmal bei der Ankündigung auf: Cameron ist endlich wieder an Bord und Linda Hamilton bringt er auch noch mit. Und irgendwie wurde diese Vorfreude zumindest unterschwellig befeuert, als bekannt wurde, dass der neue Film an die ersten beiden „Cameron-Filme“ (= Messlatte) anschließen würde. Es wurde quasi impliziert, dass Cameron vielleicht schon seit Jahren ein Script in der Schublade liegen hatte und nun endlich eine würdige „Cameron-Umsetzung“ bzw. Weiterführung zu erwarten war.

Dieses schon einmal vorweg: Nachdem Sully und ich im Kino gewesen waren und uns hinterher über das Gesehene austauschten, waren wir uns sicher, dass der Name James Cameron lediglich zu PR-Zwecken auf dem Filmplakat stehen konnte. Es war in keiner Szene (außer im Vorspann ^^) seine Handschrift erkennbar. Natürlich, Regie führte Tim Miller. Cameron war „nur“ als Produzent aufgeführt und angeblich hatte er sogar die Story mitentwickelt. Aber was von der Ursprungsstory letztlich im Drehbuch landete und wie oft Cameron das Filmset bzw. Besprechungen besuchte, bleibt reine Spekulation.

Zwei Sichtweisen auf den McGuffin: Der Tod von – Achtung Spoiler – John Connor.

Sichtweise 1: Seid Ihr des Wahnsinns? Jetzt servieren die uns eine Fortsetzung von Terminator 2 und lassen gleich zu Beginn den Erlöser der Menschheit sterben? Warum? Konntet Ihr neben Linda Hamilton nicht an Edward Furlong als erwachsenen John kommen? Der dritte Teil der vermeintlichen „Trilogie“ sollte doch bitteschön mit der Hauptperson (neben Sarah) der ersten beiden Teile fortgesetzt werden. Das ist, als würde man in Star Wars Episode 5 Luke Skywalker sterben lassen und sich in Teil 6 einem anderen Jedi(-Schüler) widmen... Herrje...

Sichtweise 2: Super! John ist tot. Damit lässt sich das Franchise gewissermaßen rebooten. Der Reboot wäre btw. eine Möglichkeit gewesen, die ich persönlich begrüßt hätte. Aber warum dann noch an Schwarzenegger und Hamilton festhalten? Dark Fate bietet die, meiner Meinung nach mit Abstand dümmste Version des Reboots: Es wird darauf hingewiesen, dass der Tag des jüngsten Gerichts verhindert wurde und Skynet nie existierte. Dennoch wird John 2 Jahre nach den Ereignissen von Terminator 2 getötet. Also entweder wurden alle Terminatoren, die Jagd auf John machten, schon viel früher geschickt (zur Zeit, oder vor T2), oder es ergibt keinen Sinn, da Skynet nach T2 ja nicht mehr existierte. Auch weitere Terminatoren wurden nach Johns Tod in die Vergangenheit geschickt (Sarah erklärt ja, sie sei eine Expertin im „Terminatortöten“). Aber welche Mission verfolgten diese Terminatoren, die ja nun nicht mehr von Skynet, sondern von dieser neuen Organisation „Legion“ geschickt wurden. Gab`s neben Dani noch andere "Ziele zur Vernichtung"?

Egal, wie man es dreht und wendet: Dieser McGuffin ist bescheuert und tötet die unglaublich atmosphärische Einleitung in den Film: Der Rückblick zu Sarahs Psychiatrieaufenthalt.

Sehen wir über diese krassen Logikschnitzer hinweg (auch T1 und T2 strotzten von logischen Fehlern, derer man bei Zeitreisegeschichten in den seltensten Fällen umhin kommt) und nehmen das Geschehen als das an, was es ist: Ein Reboot mit neuem Gegner („Legend“), neuem Beschützer („Menschhybrid“), neuer Person of Interest („Dani“) und zwei Personen aus dem alten Universum, die dem ganzen noch das Prädikat „Soft“ (-Reboot) aufstempeln. Damit kann man leben. Arnie ist nicht mehr die Hauptperson und seine Entwicklung ist mehr als umstritten (ich versuche diese Entwicklung seiner KI als sinnvoll zu erachten).
Sarah bleibt eine Hauptfigur, was aus o.g. Gründen eigentlich nicht wirklich Sinn ergibt, aber hey, Linda is back. Apropos... war Sarah irgendwann in der Vergangenheit anwesend, als der Terminator seinen legendären Oneliner („Ich komme wieder“) zum Besten gab, oder warum genau annektiert und zelebriert sie den Satz direkt zu ihrer Einführung im Films so offensichtlich? Das führt mich zu einem zentralen Problem, was die Person Sarah Connor betrifft: War sie in Terminator 1 die zerbrechliche Frau der Mittelschicht, deren Entwicklung im Laufe des Films subtil „durchblitzen“ lässt, warum ausgerechnet ihr Sohn zum Retter der Welt avancieren soll („Das ist ein sehr guter Verband“, „Stehen Sie auf, Soldat!“), wird ihre Figur in Terminator 2 konsequent weiter zur Bad-Ass-Frau entwickelt, die ihren Körper trimmt und einen Killerinstinkt entwickelt, womit sie auf eindrucksvolle Art und Weise selbst zum Terminator „degradiert“ wird (Ihr selbst auferlegtes „Ziel zur Vernichtung“ in T2: Dr. Miles Bennett Dyson). Dennoch bleibt sie der Held, mit dem man sich identifizieren kann. Und dann kommt Terminator – Dark Fate... und irgendwie schafft diese toughe Frau es nicht mehr, meine Sympathie für sich zu gewinnen. Sie ist immer noch Bad-Ass, aber ihre arrogante und übertrieben coole Art will mich einfach nicht abholen. Davon abgesehen (aber das ist ein rein deutsches Synchro-Problem) fand ich es zwar toll, dass die Original-Synchronsprecherin Joseline Gassen wieder an Bord war, aber es machte einfach durchweg den Eindruck, als wäre sie während des Synchronisierens gelangweilt beim Stricken gesessen. Selten klang die „Auftragsarbeit“ so deutlich hörbar herunter gelesen. Auf der anderen Seite war Arnies Synchro eine tolle Überraschung: Mit Bernd Egger fand man einen beeindruckenden „Danneberg-Ersatz“!

Aber kommen wir zu den neuen Gesichtern:

Die gute Nachricht zuerst: Grace (Mackenzie Davis) konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. War ich beim ersten Filmposter noch skeptisch, konnte sie mich im Film voll und ganz abholen. Ihre Ausstrahlung und Präsenz war ein absoluter Lichtblick. Aufgrund ihrer durchtrainierten Statur nahm ich ihr die Kämpferin ab und die klare Linie (ihr Auftrag) war stets eindeutig nachvollziehbar und glaubhaft.

Auch die „neue“ Sarah Connor Dani (Natalia Reyes) fand ich gut besetzt. Sie machte ihre Arbeit gut und konnte schauspielerisch überzeugen. Dennoch fand ich ihre Entwicklung zu flott. Während sich Sarah in T1 noch andeutungsweise und behutsam zur Kämpferin entwickelte, war es bei Dani einfach zu abrupt – dies gehört jedoch zu einem anderen Problem, auf das ich später noch eingehe (Stichwort „Superheldengesellschaft“).

Die Rezension zur letzten Person im Bunde starte ich mit einer Frage: „Wieso muss ein Bösewicht heutzutage immer aussehen, wie ein Mädchenschwarm aus einer Boy-Group?". Ich konnte diesen Terminator Rev-9 (Gabriel Luna) zu keiner Sekunde wirklich ernst nehmen. Er sah einfach „zu niedlich“ aus. Klar, das macht einen Killer natürlich noch gefährlicher, aber sind wir ehrlich: Wollen wir das? Ich würde behaupten, sowohl Arnie (in T1), wie auch Robert Patrick (in T2) schöpften schon eine ganze Portion Bedrohungspotenzial aus ihrem bösartigen Aussehen.

Bedrohungspotenzial ist eine gute Überleitung. Was ist denn nun zur Bedrohung und Angsterzeugung, die das Erfolgsrezept in Terminator 1 und 2 beisteuerten, in Dark Fate zu sagen? Genau das ist ein riesiges Manko. Letztlich würden viele der oben genannten Probleme weit weniger wiegen, wenn zumindest die Inszenierung halten würde, was ich mir von einem Terminator-Film verspreche. Da der Terminator gegen unserer (Super-)Helden quasi machtlos war, versuchte man scheinbar das Bedrohungspotenzial durch ständige Omnipräsenz auf einem hohen Level zu halten. Ich zitiere mal bartacuda: „Man hatte das Gefühl, er hat schon da gewartet, wohin die anderen flohen“. Ist Sarah Connor früher noch vor dem Terminator geflohen und versuchte möglichst jeden Kontakt mit jenem zu vermeiden (weil „tödlich“ - das fühlte auch der Zuschauer und deswegen war der Puls auch ständig auf 580), so geht sie in Dark Fate keiner Konfrontation aus dem Weg und kämpft gefühlt mit bloßen Fäusten... Wenn sie spektakulär auf die Fresse fällt, steht sie wieder auf, als wäre nichts gewesen, schüttelt den Staub ab und macht weiter. Bedrohung ist komplett der Action gewichen.

Und damit kommen wir zu einem Folgeproblem (oder vielleicht auch die Ursache): Man merkt dem Film an, dass er im Zeitalter der Superheldenfilme entstanden ist und mit Tim Miller auch noch unter einem superhelderprobten Regisseur. Man bekommt ständig den Eindruck, in einem Superheldenfilm zu sitzen: Wenn Grace den Terminator mit einem Vorschlaghammer erwischt, wird derselbe nicht einfach nur von den Beinen gehauen, nein, er fliegt mit gefühlt fünffacher Schraube, doppeltem Rittberger und anschließendem Flickflack gegen die Wand, wo er einen Wolkenkratzer zum Einsturz bringt – bei dem natürlich nicht wirklich etwas Schlimmes passiert, außer etwas aufgewirbeltem Staub. Als ob das noch nicht genug Comicflair wäre, wurde nun auch der Terminator mit Superheldenfähigkeiten ausgestattet: So kann er nun springen, wie ein Hulk und an Wänden entlang rennen, wie ein Spiderman. Fehlen eigentlich nur noch Cape und Laserstrahlaugen, um das Paket zu vervollständigen. Eigentlich braucht er keine Autos mehr, da er theoretisch schneller als selbige rennen können müsste (was er auch macht, wenn es der Dramaturgie dient). Die superheldenhafte Absurdität gipfelt letztendlich in eine total übertriebene Transportflugzeug-Verfolgungsjagd, inklusive Absturz im Humvee in einen Stausee. Aller spätestens jetzt hat mich der Film verloren und ich frage mich, was dieser hanebüchene Unsinn eigentlich soll.

Nun gut, kommen wir zum filmtechnischen Aspekt. Effekttechnisch konnte zumindest T2 noch Maßstäbe setzen, und er kann auch heute noch überzeugen. Hier scheint man bei Dark Fate nicht mehr so viel Wert auf State of the Art Effekte gelegt zu haben. Computergenerierte Personen sehen wie Wachsfiguren aus (was absolut unverständlich ist, da man CGI-Charakter schon realistischer sah und selbst billige Deep Fake Animationen besser aussehen) und der Liquid-Terminator-Effekt weiß auch nur dann einigermaßen zu überzeugen, wenn er nicht mit realen Personen interagiert.

Ich weiß nicht, ob Dark Fate in HFR (High Frame Rate) gedreht wurde, aber auf jeden Fall sind mir die Soap-Effekte teilweise stark aufgefallen, gerade in ruhigeren Szenen. Dies ist natürlich eine subjektive Wahrnehmung und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er das mag, oder nicht. Was mich betrifft, so hat er mich unweigerlich aus dem Film/der Story gerissen, wenn ich ihn wahrnahm. Genauso, wie labernde Sitznachbarn, oder Ghostingeffekte bei 3D-Filmen, stören auch die technischen Verschlimmbesserungen, wie HFR, meinen „Flow“ - mein Abtauchen in die Geschichte. Dies kann ich dem Film selbst jedoch nicht vorwerfen.

Die musikalische Untermalung war solide und konnte natürlich Vorschusslorbeeren durch die Adaption des bekannten Themas ernten. Sonst wurden keine Bäume ausgerissen, jedoch fiel sie auch nicht negativ auf. Was mir soundtechnisch aufgefallen war (aber das kann auch an unserem Kino gelegen haben), war eine schlechte Abmischung von Soundeffekten und Dialogen. Ich merkte immer, wenn wieder etwas explodierte, wie mein Daumen unweigerlich zuckte, da er den Verstärker herunter regeln wollte. Aber das nur am Rande.

Fazit: Während ich direkt nach dem Kinobesuch noch etwas geflashed war, sank meine Wertung von Tag zu Tag, den der Besuch zurück liegt. Immer mehr fällt mir auf, wie unzufrieden ich mit dem Gesehenen bin. Ich hätte es tatsächlich befürwortet, wenn man einfach einen harten Schnitt gemacht hätte und das Ding, ganz ohne Beteiligung bekannter Gesichter, rebootet hätte (dann aber wieder zurück zu alten Tugenden der ersten beiden Filme) – oder das Franchise einfach hätte ruhen lassen, was ich als die sinnvollste Lösung erachte. Im Gegensatz zu anderen Fans interessiert mich auch der „Krieg in der Zukunft“ nicht sonderlich.

Mittlerweile bin ich von den ursprünglichen 6-7 Punkten bei 5 Punkten angelangt. Mehr gibt der Film einfach nicht her, egal wie schön ich es mir reden will. Als seichte Actionunterhaltung mag Terminator – Dark Fate unterhalten, aber mehr als einmal muss ich ihn nicht sehen und ich bleibe dabei, dass das Terminator-Franchise mit Teil 2 abgeschlossen ist. Wenn ich Superheldenfilme sehen möchte, schaue ich mir die Werke aus den Marvel- und DC-Studios an.

Terminator - Dark Fate Bewertung
Bewertung des Films
510
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7 Kommentare
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DeToren : : Moviejones-Fan
11.11.2019 08:36 Uhr
0
Dabei seit: 22.04.13 | Posts: 283 | Reviews: 19 | Hüte: 14

@ MrBond: Eine wirklich gute Kritik, der ich mich zu 100 % anschließe. Die Erfolgsfaktoren der ersten beiden Teile hast Du absolut trefflich auf den Punkt gebracht: „Der Terminator ist eine tödliche Gefahr und Kontakt mit ihm wird konsequent und relativ endgültig bestraft“.

Diese Bedrohungslage vermittelten nur die Teile 1 und 2. Die weiteren Teile der Filmreihe schafften dies gar nicht oder nur teilweise (T3).

@ Raven 13: Auch ich mag Terminator 3. Er ist im Grunde genommen ein sehr guter Film, der wahrscheinlich darunter zu leiden hatte, dass die Erwartungshaltung an diesen Film so immens hoch war. Aber er hat mindestens drei erzählerische Twists, die den Film so viel besser machen als seinen Ruf. Erstens: Die Terminatrix steuert Nano-Roboter. Das hätte der Regisseur dem Zuschauer aber besser erklären müssen, damit er die daraus resultierende Bedrohung besser versteht. So verkam dieser Clou ein wenig zum Actiongimmick (gemeint sind die actiongeladene Szenen, die in der Verfolgungsjagd mit dem Kranwagen münden). Zweitens: Nicht John Connor sondern Kate Brewster ist die eigentlich zu beschützende Person. Drittens: Der Krieg der Maschinen gegen die Menschen war niemals aufzuhalten. Es galt lediglich ihn zu überleben.

Wie gesagt – ein echt guter Film. Lediglich die ultimative, unaufhaltsame Bedrohung war aus meiner Sicht nicht mehr zu spüren.

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MrBond : : Imperialer Agent
07.11.2019 18:47 Uhr | Editiert am 07.11.2019 - 18:52 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.133 | Reviews: 23 | Hüte: 457

@Sully

Vielen Dank erstmal für Dein Lob. Es freut mich, dass Dir und den anderen Lesern meine Kritik gefällt!

"Im Auto lief bei mir vorhin das Stück "The Terminators Arrival" vom Terminator 1 Soundtrack. Die Bedrohlichkeit, die allein dieses völlig minimalistische, wabernde Stück, ohne den Film dabei zu sehen bei mir erzeugte, kroch mir in jede Pore."

Da sagst Du was... als ich die Review geschrieben habe und beim Erwähnen der T1-Filmmusik an eben jene dachte, hatte ich plötzlich die treibende "Verfolgungsmusik" im Kopf. Ohne sie tatsächlich abgespielt zu haben, hatte ich gute 2 Stunden `nen Ohrwurm... und drehte mich ständig verunsichert um, ob mir eine dunkle Gestalt auflauerte^^

...grad schnell gegoogelt:

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Sully : : Elvis Balboa
07.11.2019 14:43 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 10.446 | Reviews: 30 | Hüte: 497

@MrBond

Schöne Kritik, in der das Herzblut an erster Stelle steht. Das sind Kritiken die ich gern lese, da sie sich vom Zerreden und kaputt analysieren abheben. Wie man sieht, kann man einen Film auch aus emotionalen Gründen nicht so toll finden. Viele Deiner angeführten Punkte, habe ich ja in meiner Review unter der MJ-Kritik sehr ähnlich artikuliert. Im Grunde sehen wir den Film völlig gleich, nur ging er bei mir bezüglich der Punkte etwas schneller nach unten.

Ergänzen möchte ich nur eine Kleinigkeit, die mir vorhin einmal mehr vor Augen führte, wo der große Unterschied zwischen den ersten beiden Terminator Filmen und Dark Fate liegt. Im Auto lief bei mir vorhin das Stück "The Terminators Arrival" vom Terminator 1 Soundtrack. Die Bedrohlichkeit, die allein dieses völlig minimalistische, wabernde Stück, ohne den Film dabei zu sehen bei mir erzeugte, kroch mir in jede Pore. Und das ist etwas, dass Dark Fate den ganzen Film über in keiner einzigen Sekunde schaffte.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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MrBond : : Imperialer Agent
07.11.2019 11:57 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.133 | Reviews: 23 | Hüte: 457

@FoxMulder

Stimmt, Du hast recht. Vermutlich ging mir dieser Running Gag einfach nur auf die Nerven, nachdem er ja bereits bei den Expendables ausgeschlachtet wurde.

@Raven13

"Allerdings finde ich die Entwicklung des neuen Arnie-T-800 nicht wirklich gut, sondern unglaubwürdig und unlogisch."

Da bin ich absolut bei Dir. Nach dem Kinobesuch meinte ich bereits zu Sully ironisch, dass die Menschen der Zukunft ja eigentlich nur hätten warten müssen, bis alle Terminatoren plötzlich merkten, dass es falsch ist, was sie tun. Der Krieg hätte dann maximal 2 Jahre gedauert, bevor Mensch und Maschine in friedlicher Koexistenz auf die Invasion vom Mars gewartet hätten.

Insofern würde ich auch annehmen, dass sich der Terminator nach erfolgreicher Mission (realistisches Setting vorausgesetzt) selbst zerstören würde, um dem Feind keinen Zugriff auf die Technologie zu gewähren...

Und ja, ich fand T3 nicht so schlimm, wie er gerne geredet wird. Natürlich wurde etwas mit dem Humor übertrieben, aber die ernsten Szenen waren wunderbar düster inszeniert und gerade das Ende ließ mir den Atem stocken.

@bartacuda, Raven13, Kothoga und Sully

Herzlichen Dank für die Hüte!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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FoxMulder : : Moviejones-Fan
06.11.2019 21:30 Uhr | Editiert am 06.11.2019 - 21:31 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.15 | Posts: 157 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@MrBond

Sarah war tatsächlich anwesend, als "Arnie" sein "Ill be back" sagte, sie hat sogar direkt darauf reagiert. In T2 die Szene, kurz bevor der T-800 dem Swat Team in der Cyberdyne Eingangshalle die Beine zerschießt.

Sehr ausführliche und nachvollziehbare Kritik. Ich werd mir Terminator Dark Fate erst auf Bluray ansehen, aber sowohl die Trailer als auch allgemein mein Gefühl und auch deine Kritik haben anscheinend bestätigt, dass der Film im Grunde überflüssig ist.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
06.11.2019 20:23 Uhr | Editiert am 06.11.2019 - 20:24 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.695 | Reviews: 39 | Hüte: 174

@ MrBond

Eine richtig gut geschriebene Kritik, die sich wunderbar lesen lässt. Inhaltlich kann ich dir auch nur zum Großteil zustimmen.

Allerdings finde ich die Entwicklung des neuen Arnie-T-800 nicht wirklich gut, sondern unglaubwürdig und unlogisch. Logisch wäre für mich, wenn ein Terminator, der seine Mission erfolgreich abgeschlossen hat, sich selbst terminiert oder an einem abgelegenen Ort abschaltet und nicht plötzlich eigensinnig wird und sich dazu noch mit dem Feind verbrüdert, ohne dass er umprogrammiert wurde. In T2 war es noch nötig, den Lernchip zu aktivieren, wofür die CPU aus dem Schädel entfernt werden musste. Der neue T-800 hat das anscheinend selbst hinbekommen, so rein aus eigenem Antrieb.

"Damit haben wir im Großen und Ganzen das Rezept für einen guten Terminator-Film. Ausgerechnet diese Erfolgsformel wurde bei weiteren Produktionen im Franchise missachtet (lediglich der dritte Teil konnte dies noch relativ gut umsetzen, auch wenn er mehr oder weniger eine Kopie seines Vorgängers war)."

Vor dem von dir sehr gut erläuterten Erfolgsrezept von T1 und T2 kann ich mich nur verneigen. Deine Ausführungen treffen den Nagel auf den Kopf und sind zugleich die Hauptmerkmale, weshalb Dark Fate fast auf ganzer Linie als direkte Fortsetzung zu T2 versagt. Schön, dass ich bei T3 aus 2003 nicht alleine dastehe, als ich behauptet habe, dass dieser T1 und T2 noch am Nächsten kommt, was diese Erfolgsformel angeht. Daher ist T3 für mich nach T1 & T2 auch die bis heute noch stärkste Fortsetzung, weil sie eben zum Teil die Erfolgs-Regeln der Vorgänger beibehält. Dennoch erreicht T3 niemals die Qualität seiner Vorgänger, macht aber definitiv mehr richtig als T4, T5 oder Dark Fate.

Hut für deine tolle Kritik! wink

Avatar
MrBond : : Imperialer Agent
06.11.2019 17:54 Uhr
5
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.133 | Reviews: 23 | Hüte: 457

Etwas ausschweifend, aber hier ist meine Kritik zu Dark Fate... Achtung: Spoiler!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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