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Tierisch wild

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Tierisch wild Kritik

Tierisch wild Kritik

Tierisch wild Kritik
0 Kommentare - 28.03.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Tierisch wild" ist.

Bewertung: 1.5 / 5

Während die Menschen schlafen, übernehmen im New Yorker Zoo Nachts die Tiere die Kontrolle über das Gebiet. Allen voran der majestätische Löwe Samson (Kiefer Sutherland), dessen kleiner Sohn Ryan (Greg Cipes) nie aus dem Schatten seines Vaters entfliehen konnte und nicht wie dieser aus der Wildnis stammt. Eines Tages wird der junge Löwe aus dem Zoo verschifft und nach Afrika transportiert. Zusammen mit seinen Freunden Benny (James Belushi), Nigel (Eddie Izzard), Bridget (Janeane Garofalo) und Larry (Richard Kind) muss Samson nun eine Reise antreten um seinen Sohn zu retten.

Estaunlicherweise gibt es zu diesem Film aus dem Hause Disney erschreckend wenig zu sagen außer der Tatsache, daß hier versucht wurde ein bekanntes Konzept zu kopieren. Es ist kein Geheimnis, daß Tierisch wild im Fahrwasser von DreamWorks Kassenschlager Madagascar schwamm und darin völlig ertrank. Wenngleich hier die Motivation der Protagonisten wesentlich emotionaler, aber auch für Disney typisch wesentlich Konservativer gestrickt ist, so kann man diesen Film gar nicht mehr ohne das Wissen um Madagascar rezipieren.

Darüberhinaus bietet der Film ein ganz nettes Pacing, ganz nette Charaktere und Animationen. Zudem bricht er in einigen Momenten tatsächlich mit dem Stereotypen Männlichkeitsbild des Löwen auf. Aber auch hier war Madagascar wesentlich besser.

In meinen Augen reden wir im Falle von Tierisch wild eindeutig von einem Remake, aber mal wieder von einem furchtbar schlechten. Denn Tatsache ist, daß die Charaktere viel zu platt bleiben. So könnte ich ein zwei Tage nach Ersichtigung des Films nicht mal mehr anhand des Posters die Namen der einzelnen Charaktere bennenen wenn man mich fragte.

Zudem macht der Film Twists aus Dingen, die gar nicht der Rede wert sind, oder mir völlig egal gewesen sind, weil der Film nicht in Fahrt kommt. Ein wichtiger Moment - sozusagen der Schlüßelpunkt der Story - ist, daß Samson nicht aus der Wildnis kommt und daher den Respekt seines Sohnes und seiner Freunde verliert. Der Film baut diesen Pseudotwist mit einer eher unangebrachten Dramatik aus und setzt ihn zuvor aber viel zu wenig in Szene um ihn überhaupt noch im Gedächtnis zu haben.

Desweiteren haben es auch einige unglaublich schlecht gealterte Witze in den Film geschafft. So beläsigt James Belushis Charakter Benny andauernd die Giraffe Briddget, und zieht darauß irgendwelche Witze die zur damaligen Zeit tatsächlich auch noch Gang und Gäbe waren. Auch hier muss man den Vergleich zu Melman und Gloria aus Madagascar ziehen und auch hier wird Tierisch wild in jedem Fall abstinken.

Doch nicht genug des Sexismus in diesem Film. Denn zu allem Überfluss wünscht sich Glori... ich meine Bridget nichts sehnlicher als Mutter zu werden. Denn das ist es, was Frauen tun wollen... Oder nicht?

Ich bin normalerweise keiner dieser Menschern, die es für richtig halten retrospektiv die Geschichte anzupassen und vehement nach allem zu Suchen was falsch lief in der Vergangenheit, dennoch macht es Tierisch wild einem da nicht einfach. Es ist offensichtlich, daß dieses Seelenlose Projekt nur im Fahrwasser von einem Film entstanden ist, den man auch nicht unbedingt zu den besten siner Zunft zählen würde. Allerdings sind die Charaktere dort charmanter, die Witze (wenngleich nicht für meine Zielgruppe gedacht) pointierter und wesentlich weniger Konservativ und der Film ist bei weitem nicht so sexsitisch wie Tierisch wild, ganz im Gegenteil. Dabei ist der Konservatismus im Grundsatz kein Problem, nur in seiner Umsetzung hier dramatisch peinlich. Gut, daß der Film so ziemlich vergessen wurde.

Tierisch wild Bewertung
Bewertung des Films
310
DVD & Blu-ray

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