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Wunder

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Starker kleiner Mann

Wunder Kritik

Wunder Kritik
0 Kommentare - 22.01.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Wunder" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Wunder

Bewertung: 4 / 5

Wunder hätte um die Weihnachtszeit herum noch so viel mehr reißen können. Ein wahrhaftig herzerwärmender Film, der zwar einige Längen und typisch amerikanisches Chichi erkennen lässt, aber dennoch einen wirklich schönen Moment beschert. Und das liegt vor allem an dem großen kleinen Jacob Tremblay!

Wunder Kritik

Der zehnjährige August Pullmann, genannt Auggie, ist ein Sonnenschein und überaus clever - doch ein seltener Gendefekt zwang den Jungen, seit seiner Geburt unzählige Operationen über sich ergehen zu lassen. Sein Gesicht ist entstellt, welches er meist unter einem Astronautenhelm versteckt, doch nun ist der Moment gekommen, sich dem Ernst des Lebens zu stellen: Seine Eltern melden ihn in einer normalen Schule an, um ihren Jungen auf das Leben vorzubereiten. Und wie zu erwarten ist, hat Auggie mehr noch als andere unter der neuen Herausforderung zu leiden...

Trailer zu Wunder

Hauptdarstellerin Julia Roberts, die schon sehr früh in das Filmprojekt involviert war, ist ein großer Fan des Romans von R.J. Palacio und stellte sich der Herausforderung, die Mutter eines von einer heimtückischen Krankheit betroffenen Kindes zu spielen. An ihrer Seite spielt Owen Wilson den liebenden Familienvater, der seinen Kindern in allen erdenklichen Situationen beiseite steht und genug Angst vor seiner Frau hat, um mit so manchem lustigen Spruch den Zuschauern deutlich zu machen, wer eigentlich Herr im Haus ist.

Allen voran setzt er sich für Auggie ein und an dieser Stelle lasst uns mal kurz innehalten und frotzeln: Die halbe Welt brüllt White Washing bei der kleinsten Pigmentstörung, aber dass ein gesunder Junge einen entstellten spielt ... so what? Genau, einfach mal die Klappe halten, denn was Jacob Tremblay hier erneut abliefert, ist beeindruckend und darauf kommt es an. Man fühlt mit Auggie, man sieht mit seinen Augen und würde sich aller Wahrscheinlichkeit nach schämen, hätte man auf dem Schulhof einst gegen Schwächere gepöbelt. Der Film holt alles hoch und Auggie lässt einen erleben, was der Kleine tagtäglich durchmachen muss und zeigt dennoch eine gigantische Kraft, sich den Widrigkeiten zu stellen. Und dennoch ist auch er kein durchgehender Sonnenschein, was der eine oder andere Moment beweist und ihm besonders seine Schwester Via (Izabela Vidovic) nahelegt. Denn die Welt dreht sich die Welt trotz aller Schwierigkeiten nie nur um einen selbst.

Ein besonders interessanter dramaturgischer Kniff ist dabei die Fokussierung auf mehrere Personen in einer Art Kapitelstil. Man blickt auf das Poster, man sieht den Trailer, doch Wunder rückt schlussendlich auch Auggies Mitstreiter in den Fokus, seien es Schulkameraden, Schwester oder Freunde. Einerseits erleben wir, wie der Kleine Einfluss auf sein persönliches Umfeld nimmt, andererseits auch etwas in den Hintergrund rückt, was andere Charaktere atmen lässt und ihre mitunter distanzierten bis fiesen Entscheidungen nachvollziehbar macht.

Vielleicht macht es sich die Buchverfilmung auch ein bisschen zu leicht, denn selbst wenn es Entwicklungen und Freundschaften wie in Wunder gibt, schlägt das Leben eben oft nicht den positiven Weg ein. Bleibt man ein Außenseiter, von anderen bloßgestellt, ohne Freunde und Moment im Rampenlicht. Sicherlich darf ein Wunder erzählt werden, um an das Gute im Menschen zu erinnern und an die Hoffnung zu appellieren, etwas weniger Schmalz hätte aber auch für ein gutes Gefühl nach Wunder gereicht.

Wunder Bewertung
Bewertung des Films
810
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