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Dicker Fisch für Streamingdienst

Cooper, Scorsese, Spielberg: Netflix-Coup mit Bernstein-Biopic

Cooper, Scorsese, Spielberg: Netflix-Coup mit Bernstein-Biopic
1 Kommentar - Do, 23.01.2020 von R. Lukas
Bradley Coopers Film über Leonard Bernstein hat Produzenten, von denen die meisten anderen Filme nur träumen können. Daher kann man Netflix zu diesem dollen Deal wohl nur beglückwünschen.

Wenn zwei Filme gleichzeitig auf die Idee kommen, dasselbe Thema zu behandeln, zieht meistens einer den Kürzeren. Im Falle der rivalisierenden Biopics über den berühmten Dirigenten und West Side Story-Komponisten Leonard Bernstein waren das Jake Gyllenhaal, der Bernstein spielen wollte, und Cary Joji Fukunaga, der stattdessen James Bond-Regisseur wurde, mit The American, denn diesem Projekt der Bron Studios kam Bradley Cooper mit seinem eigenen zuvor. Beim Kampf um die exklusiven Musikrechte erhielt er den Zuschlag, was den anderen Film praktisch zunichtemachte.

Vielleicht war es das beneidenswerte Aufgebot an Produzenten, das Bernsteins Familie von Coopers Version überzeugte - Produzenten wie Martin Scorsese, Steven Spielberg und Todd Phillips. Vielleicht aber auch die Tatsache, dass es kein traditionelles Biopic ist, da sich der Film über dreißig Jahre erstreckt und die komplexe Geschichte der Ehe zwischen Bernstein und seiner Frau, der chilenischen Schauspielerin Felicia Montealegre, erzählt. Scorsese wollte ihn vor mehreren Jahren noch selbst machen, als Josh Singer (Spotlight) der alleinige Autor war, steckte seine kostbare Zeit dann aber doch lieber in The Irishman und ließ Cooper den Vortritt, der seither mit Singer das Drehbuch überarbeitet hat. Es wird seine zweite Regiearbeit nach A Star Is Born. Spielberg wiederum nutzt Bernsteins Musik aus dem Originalfilm für seine neue West Side Story, hat also auch einen direkten Bezug dazu.

Nun ist das Projekt nicht länger bei Paramount Pictures beheimatet, sondern dort gelandet, wo immer mehr solcher Projekte landen: bei Netflix. Der Streaming-Gigant hat sich sämtliche Rechte daran gesichert und beabsichtigt, dem Film - wie all seinen anderen Award-Anwärtern auch - zunächst ein beträchtliches Kino-Verwertungsfenster einzuräumen, bevor er zum Streaming angeboten wird. Erst mal muss er aber gedreht werden, was zu Beginn des nächsten Jahres passieren soll.

Quelle: Deadline
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1 Kommentar
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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.01.2020 20:41 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.417 | Reviews: 133 | Hüte: 373

Ich fand Coopers Regie wirklich gut in A Star is Born und freue mich auf seine weitere Arbeit, allerdings hätte das Thema ruhig etwas spannenderes sein dürfen als " I want to live in America...!"

Dünyayi Kurtaran Adam
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