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MJ-Spieletipp

Der MJ-Spieletipp: Teuflisch gute Unterhaltung!

Der MJ-Spieletipp: Teuflisch gute Unterhaltung!
3 Kommentare - Mo, 12.06.2023 von Moviejones
Wir präsentieren euch den MJ-Spieletipp und steigen mit euch in Diablo IV in die Hölle hinab und haben auch sonst ein paar teuflische Spiele im Angebot.
Der MJ-Spieletipp: Teuflisch gute Unterhaltung!

Diablo IV (PC, Xbox, PS)

Der Teufel ist zurück, oder besser gesagt die Teufelin, denn mit Lilith präsentiert Diablo IV eine zwar bekannte, aber dennoch neue Oberschurkin. Jahrzehnte sind seit Diablo III vergangen und ein himmlischer Ort ist Sanktuario in der Zeit nicht geworden. Das Erscheinen von Lilith bedroht nun die ganze Welt und es liegt wieder am Spieler, dies zu verhindern. Also werden auch in Diablo IV die typischen Klassen wie Barbar, Totenbeschwörer, Druide, Zauberin oder Ranger gewählt und dann geht es in die typische Lootspirale. Monster töten, Beute einsammeln, stärker werden und wieder von vorn. Grafisch spielt Diablo IV in der Reihe ganz weit vorne, endlich ist es wieder schön düster, die Musik schummerig und das Gameplay einfach stimmig. Auch cineastisch hat sich viel getan, denn neben den obligatorischen Zwischensequenzen, die Blizzard weiterhin wie kein anderes Studio beherrscht, gibt es nun auch deutlich mehr Ingame-Cutscenes, die die Story vorantreiben und den Spieler näher am Geschehen teilhaben lassen.

Zwar wird das Spiel teilweise als Mini-MMORPG verkauft, aber darüber kann man hinwegsehen, da es auch gut allein gespielt werden kann und der Multiplayer ignoriert werden kann. Sollte man natürlich nicht machen, denn gerade mit Freunden spielt sich das Spiel noch einmal ganz anders. Was uns weniger gefällt, ist die Preispolitik des Spiels. Neben dem stolzen Kaufpreis stehen eine Reihe von fast schon pervers überteuerten optischen Items im Shop zur Verfügung, hinzu kommt der ab Juli startende Battle Pass, bei dem die Spieler pro Season zur Kasse gebeten werden, wenn man das volle Angebot haben möchte. Wie sich das mittelfristig auf Diablo IV auswirken wird, ist noch offen.

Street Fighter 6 (PC, Xbox, PS)

Sich gemütlich und schmerzfrei die Fresse polieren? Endlich geht das mal wieder und dazu noch in schicker Grafik. Street Fighter 6 schickt sich an, den Thron der Prügelspiele für sich zu beanspruchen, und nach den ersten Runden können wir sagen, dass es dem Spiel auch gelingen dürfte. Was Capcom mit Street Fighter 6 schafft, hat es in der Form in dem Genre noch nicht gegeben. Zwar ist das Spielprinzip weiterhin klassisch und so steht ein Kämpfer einem anderen gegenüber, und wer die besten Moves drauf hat, der gewinnt das Match, doch hat Capcom die Einstiegshürde für Neueinsteiger radikal gesenkt, ohne dabei aber die Komplexität für Profis missen zu lassen! Wie das gelingt? Indem die klassische Steuerung, welche filigrane und sekundengenaue Kommandos benötigt, um eine moderne und einsteigerfreundliche Steuerung erweitert wurde. Hier reichen einfache Klicks auf Buttons, um teils fulminante Kombos auszulösen und so den Gegner in Grund und Boden zu prügeln. Macht das das Spiel nicht zu einfach? Nein, denn um die Steuerungen gleichwertig zu machen, wird in Street Fighter 6 beim "einfachen" Modus etwas weniger Schaden ausgeteilt. Das Ergebnis ist jedoch, dass sowohl Profis als auch Neueinsteiger sich an das Spiel herantrauen können, und es kann auch damit schnell zu spannenden Matches kommen.

Die Riege der Kämpfer setzt sich neben üblichen Verdächtigen wie Ryu, Guile, Chun Li oder Blanka auch aus einigen neuen Figuren wie Kimberly, Luke oder Manon zusammen. Dazu gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, seine eigene Figur in einem umfangreichen Editor zu erstellen. Wenn es Capcom nun schafft, Street Fighter 6 sukzessive zu erweitern und den guten Netzcode beizubehalten, wird dieses Spiel eine glorreiche Zukunft haben.

Etrian Odyssey HD (PC, Switch)

Auf dem Nintendo DS feierte vor sehr vielen Jahren ein sympathischer Dungeon Crawler seine Premiere. Jetzt kommt die Etrian Odyssey HD-Collection auf den Markt und bringt die grafisch deutlich aufgewerteten Teile 1-3 erneut heraus. Diese entsprechen erst einmal inhaltlich den Nintendo DS-Varianten, erwachen aber auf PC und Switch zu neuem Leben. Die Spiele wurden in HD neu aufgelegt, die Steuerung wurde an das jeweilige Medium angepasst, und auch einige Verbesserungen der moderneren Teile fanden nun Einzug in die originalen Teile. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: perfekte Anime Dungeon Crawler, bei denen jeder Abenteurer seine eigene Karte zeichnen und seine Heldentruppe hochleveln kann. Die einzelnen Teile sind mit jeweils 40 Euro zwar recht hochpreisig, doch da es in dem Genre kaum Auswahl gibt, kommen Fans nicht umhin, sich Etrian Odyssey 1-3 auf diese Weise anzuschaffen. Es handelt sich einfach um tolle Spiele, die etliche Stunden Spielspaß versprechen und auf Switch und Steam Deck wunderbar unterwegs gezockt werden können.

Amnesia - The Bunker (PC, Xbox, PS)

Du wirst während des Ersten Weltkriegs allein in einem trostlosen Bunker zurückgelassen. Mit nur einer Kugel in der Trommel musst du dich den Schrecken der Dunkelheit stellen. Sorge dafür, dass das Licht unter keinen Umständen ausgeht, halte durch und schaffe es lebend hinaus. Ein überaus intensives Horrorerlebnis. Die Amnesia-Reihe ist bekannt für ihren immersiven Horror, und Amnesia - The Bunker ist dabei keine Ausnahme. In diesem First-Person-Horrorabenteuer kann man die Atmosphäre förmlich schneiden. Der neueste Teil ist grafisch ein Sprung nach vorn und steht in allen anderen Aspekten den bisherigen Teilen in nichts nach. Wer die Reihe bereits kennt, wird sich über ein paar neue Überlebensmechaniken freuen, der Rest kann sich auf einen fantastischen und kreativen Horrorritt einstellen.

Layers of Fear (PC)

Und noch einmal Horror! Jede Geschichte muss enden, auch die unheimlichen. Die Leinwand. Die Bühne. Der Roman. Dieses narrative Psycho-Horror-Erlebnis ist bereit für die letzten Pinselstriche, den letzten Vorhang, das letzte Kapitel. Bist du bereit zurückzukehren und dich ein letztes Mal deinen Ängsten zu stellen? Das neueste Kapitel von Layers of Fear ist eigentlich keine eigenständige Erweiterung, sondern eine grafisch deutlich aufpolierte Version von Layers of Fear, Layers of Fear 2, den DLCs und dem neuen DLC Final Note. Wie Amnesia gehört auch Layers of Fear zu den Klassikern des Survival-Horror und sollte unter keinen Umständen verpasst werden.

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3 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
12.06.2023 15:58 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 7.020 | Reviews: 95 | Hüte: 626

Diablo 4 hält mich fest im Griff, und trotz geilem Wetter sitze ich mehr vorm PC als mich draußen aufzuhalten. Leider gibt es im Spiel keinen Stundenzähler, aber ich denke, dass ich bereits locker 50 Stunden seit Release investiert habe.

Das beste an Diablo 4 ist für mich die extrem düstere Atmosphäre, der endlich mal wieder realistischere Look und das gesamte düstere und ernste Design. Grandios bis jetzt (noch in Akt 2) ist für mich die Story, die locker wieder an die düstere Story von Diablo 1 & 2 anknüpfen kann. Klasse sind auch das Sounddesign und die Musikuntermalung, welche frappierend oft an Diablo 1 & 2 erinnert.

Das Gameplay funktioniert tadellos und geht flott und leichtgängig von der Hand und die Kämpfe sind rasant und grandios inszeniert. Die Lootspirale ist natürlich großartig wie eh und jeh. Ich bin mit meiner Zauberin gerade auf Level 50 aufgestiegen und habe nun den Paragon-Skilltree freigeschaltet. Alle Achtung, das ist komplexer, als ich es erwartet hätte.

Mein liebster Teil bleibt aber nach wie vor Diablo 1. Für mich bis heute unerreicht, was Leveldesign, Art-Design, Sounddesign, Musik, Atmosphäre und das "einfache" Gamedesign betrifft. Für mich ist mehr Komplexität nicht gleich besser. Mir ist Diablo 4 schon wieder zu komplex, sodass ich jetzt schon den Überblick über die vielen Möglichkeiten verliere. Ich liebe bis heute die extreme Einfachheit des Itemsystems von Diablo 1. Funktioniert ebenfalls sehr gut und macht ebenfalls süchtig, nur eben in viel einfacher, sodass ich mich mehr auf das Spielen als auf die dauernde Item- und Skillplanung konzentrieren muss. Die Komplexität von Diablo 4 bringt zudem einen weiteren Nachteil mit sich: das Balancing. Nicht jeder Charakter spielt sich gleich leicht und gut und so mancher Skill und so manche legändere Item-Eigenschaft ist nutzlos, während andere übermächtig wirken. In Diablo 1 hat jeder Charakter gleichgut funktioniert und die Erfahrung ist für jeden Spieler dadurch relativ identisch, was das Balancing betrifft.

Aber wie gesagt, Diablo 4 macht unheimlich viel Spaß!

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
12.06.2023 08:45 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 3.100 | Reviews: 53 | Hüte: 114

Diablo IV ist überraschend gut geworden und ich habe mich ertappt, wie ich bereits einige Stunden in der "Loot-Spirale" gefangen wurde. Auch das Crossplay zwischen den Plattformen ist eine echte Bereicherung, wenn man mit jemand zocken will, der z.B. keine PS-Konsole hat. Der angeheftete "MMO-Anteil" hält sich zum Glück derzeit in Grenzen. In den Städten sind halt Spieler und in der freien Wildbahn sichtet man auch mal einen hier und da. Es ist noch im erträglichen Bereich. Ja, es ist überraschend gut geworden, aber andererseits ist es auch sehr in seinen klassischen (veralteten ?) Mustern verhaftet. So muss ich hier eher die "Open World" absprechen. Das sind nur sehr große Schlauchlevel (die Worldmap), die alle miteinander verbunden sind. Open World sieht 2023 schon etwas anders aus. Auch die Story ist sehr, sehr, sehr dünn und reicht gerade mal dafür, das man sowas wie einen berechtigten Antrieb für den Charakter hat. NPC-Charaktere sind auch alle auf ein paar Zeilen beschränkt. Was für Ü20 Jahren noch frisch war, ist halt heute dann am Ende doch sehr vorhersehbar. Aber man kann seinen Spaß damit haben, wenn ich persönlich aber bereits sehe, das ich diesem "Hack n Slay" Gameplay einfach entwachsen bin und sowas wie "Endgame" mich hier nicht interessiert.

"Etrian Odyssey" ist schon ein ganz anderes Biest, wenn auch sogar noch viel mehr "old school" als Diablo. Waren das noch Zeiten, Anfang der 90er auf meinem rasanten DOS-Computer und all die geilen Spiel wie Bards Tale, Wizardy, Might & Magic, Eye of the Beholder, usw.; der klassische 2D-Dungeoncrawler halt. Etrian Odyssey hab ich zuvor nie gespielt, weil ich nunmal kein 3ds hatte, aber von der Reihe habe ich bisher nur positives gehört. Jetzt einige Stunden im Spiel später muss ich sagen, richtig genialer Nostalgiekick. Allein das man wie früher die Option hat, die Map noch selbst mitzuzeichnen, (ja früher gab es kein Auto-Mapping, sondern nur Stift und Papier) da kann ich so richtig darin versumpfen. EO ist defintiv ein Nischenprodukt, aber das will nicht heißen das nicht auch heute jemand an sowas gefallen finden kann. 80 Flocken für die Collection 1-3 ist happig und €60 wäre wohl gerechtfertigter gewesen, aber man bekommt verdammt viel Spiel(e) für sein Geld.

Die große Frage bei all den Spielen ist, (und dabei darf ich gar nicht in Richtung der Switch und Zelda gucken) wann soll man das denn alles spielen ? Als drohender Schatten hängt doch eh schon Final Fantasy XVI mit seinem Release in zwei Wochen über uns.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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DrGonzo : : Drachenzähmer
12.06.2023 07:09 Uhr
0
Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 3.006 | Reviews: 0 | Hüte: 128

Diablo 4 macht mega Bock - vor allem da man Plattformübergreifend mit seinen Freunden in der Gruppe zocken kann. Bin auf das Endgame gespannt (das fand ich in D3 sehr langweilig).

"Fuck the kingsguard, fuck the city, fuck the king."

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