Star Trek - Picard

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Dawson: Erst in "The Mandalorian", dann "Picard"?

Negatives "Picard"-Feedback? Frakes Antwort + Rosario Dawson will Q spielen!

Negatives "Picard"-Feedback? Frakes Antwort + Rosario Dawson will Q spielen!
12 Kommentare - Fr, 17.04.2020 von S. Spichala
Jonathan Frakes war bei der GalaxyCon Live dabei und sprach über Fanreaktionen früher und heute. Rosario Dawson wiederum umreisst ihren Traum, neben "Star Wars" auch in "Star Trek" dabei zu sein, etwas deutlicher.
Negatives "Picard"-Feedback? Frakes Antwort + Rosario Dawson will Q spielen!

Ja, auf Star Trek - Picard fieberten die Fans hin, und ja, viele lieben die erste Staffel - aber es gibt (wie immer) auch die Kritiker. Wenn auch unter ihnen die Mehrzahl Picard immer noch Star Trek - Discovery vorzieht, das Urteil, dies sei kein Star Trek mehr, trifft aber beide Serien - wenn auch mit verschiedenen Begründungen. Über Fanreaktionen ließ sich auch Jonathan Frakes bei der GalaxyCon Live aus. Ja, manche Cons finden noch statt, nur eben digital.

Frakes, unbestritten als Riker einer der Herz-Charakter-Darsteller des Star Trek-Universums und zudem derweil auch in diversen Serien des Franchises als Regisseur aktiv, hat bekanntlich auch in Star Trek - Picard mit Regie geführt und tut dies derzeit auch für Star Trek - Discovery Staffel 3. Auf der Con erinnerte er sich an Cons zu Zeiten von Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert, und machte deutlich, dass auch zu dieser Zeit die neue Serie höchst skeptisch beäugt wurde:

Das wie auf Cons meist übliche eher Die Hard-Publikum habe sein Kirk, Spock und Bones-Star Trek gewollt und nahm einen Briten mit französischem Namen als Captain (Patrick Stewart als Jean-Luc Picard) samt weiterem komplett neuen Cast damals eher widerwillig auf.

Ähnlich lasse man eben nun auch Discovery nur widerwillig in sein Star Trek-Herz. Picard dagegen habe immerhin einen vertraut geliebten Captain, so ein Anknüpfungspunkt sei sehr wichtig für Fans, sie würden deutliche Berührungspunkte mit dem Star Trek-Universum wollen, wie eben mit dem Kanon, und man war gespannt, egal welche Abenteuer der Captain nun erleben werde. Und das habe funktioniert, weil Picard eben auch wundervoll sei. Nun gibt es aber eben auch hier Kritiker, für die hat Frakes eine recht simple Antwort:

"Aber sie schauen es! Sie schauen es nur, um sicher zu sein, es hassen zu können!" Nun, mit der Antwort werden die Kritiker sicher nicht so glücklich sein. ;-)

Und wie cool oder auch nicht cool fänden es wohl die Fans, wenn Rosario Dawson als Q ins Star Trek-Universum einsteigen würde?

Rosario Dawson als Q?

Rosario Dawson setzt bekanntlich mit Star Wars - The Mandalorian Staffel 2 bald bereits ihren Fuss (und vielleicht auch mehr) ins Star Wars-Universum, könnte Star Trek folgen? Träumen tut sie ja von beiden Universen, sie sprach kürzlich noch davon, dass sie danach dann happy in Rente gehen könne.

Bei einem Interview in der Varietys After Show sprach sie noch deutlicher über Star Trek und wiederholte zuerst ein paar mögliche Rollen, die sie schon früher zur Zeit der letzten Star Trek-Filme ansprach: Sie würde alles spielen, auch ohne Text, und mit viel Maske. Eine Klingonin, die einmal durchs Bild läuft, ein Rothemd, eine sexy Vulkanierin oder Romulanerin wäre sicher auch toll.

Ihre Star Trek liebende Familie sah es anders, ihr Bruder sähe sie gern als Captain, doch ihr Dad kam auf die Idee, sie wäre ein toller Q - beziehungsweise eine tolle. Männlicher Q, weiblicher und junger - sie seien doch alle Q. Ein Q-Continuum, das fände auch sie toll. Dann könnte sie sowohl in Star Trek - Discovery springen wie auch in Star Trek - Picard. Sie würde sehr gern bei Jean-Luc Picard sein. Wer würde das wohl nicht...

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12 Kommentare
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Uatu : : The Watcher
17.04.2020 20:31 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 20:35 Uhr
0
Dabei seit: 12.10.11 | Posts: 1.352 | Reviews: 1 | Hüte: 125

@zodiwil:

"Die Handlungsweise der Förderation wurde ja stark durch die inszenierten Anschläge und die Unterwanderung bis in die Führungsebene in die neue Richtung gelenkt. "

Die in Picard gezeigte erpressbare, pragmatische und egoistische Föderation ist doch nicht nur mit der Infiltration einer(!) Romulanerin zu erklären. Das Benutzen einer Sklavenrasse von Androiden und die erpresste unterlassene Hilfeleistung für die Romulaner beispielsweise, geschah bereits vor der Unterwanderung. Dies sind extreme Widersprüche zu den Werten und Idealen der Föderation.
Auch wenn dies unsere heutige nationalistische Gesellschaft gut wiedergibt, erwarte ich von einer Star Trek Serie, daß man sich damit auseinandersetzt, das wie und warum erörtert und dies nicht einfach unkommentiert, als gegebene Ordnung auftischt.

Dass sich Picard´s Entwicklung irgendwie nachvollziehen lässt, hab ich ja auch eingeräumt. Dass Picard aber auch komplett seine Führungsqualitäten verloren zu haben scheint, nie von seiner langjährigen Erfahrung profitiert und ihm generell der Respekt versagt wird ist nur schwer nachvollziehbar und wird weder dem Charakter gerecht noch kann man dies mit seinem ergreifenden Appell zum Ende der Staffel ungeschehen machen. Es ist einfach unwürdig.

Dies, Das und Jenes war damals schon nicht so gut? Ja und? Damit kann man doch nicht jeden Quark rechtfertigen.

Ja, Trek hat sich immer weiter entwickelt, aber ohne dabei seine Kernelemente zu verlieren. Ganz im Gegenteil, diese wurden dabei immer weiter vertieft und ausgebaut. Picard und Discovery allerdings opfern viele der etablierten Elemente um sich einem neuen, anspruchsloserem Publikum anzubiedern.
Naja und weil... Kurtzman eben.

MJ-Pat
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zodiwil : : Moviejones-Fan
17.04.2020 18:49 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 18:50 Uhr
0
Dabei seit: 11.12.10 | Posts: 32 | Reviews: 0 | Hüte: 4

@Uatu:
"Generell ist von Roddenberry´s optimistischer Zukunftvision in Picard nicht viel zu sehen. Die Menschheit, die in Star Trek einst ihre Probleme überkam und ihre Hand mit Toleranz und in Frieden jedem Fremden entgegen streckte, ist nun nicht mehr als ein Spiegelbild unserer heutigen ängstlichen, xenophoben und egoistischen Gesellschaft. [...] Die bedrohliche Kulisse eines dunklen Borgcube funktionierte damals so gut, da es im direkten Kontrast mit den hellen Fluren der Enterprise stand."


Hast du die letzte Folge gesehen? Die Handlungsweise der Förderation wurde ja stark durch die inszenierten Anschläge und die Unterwanderung bis in die Führungsebene in die neue Richtung gelenkt. Am Ende der ersten Staffel wendet sich doch vieles wieder genau in die von dir geforderte Richtung...

Fortschritte erhalten sich doch nicht von alleine, sondern müssen verteidigt werden. In Zentraleuropa hatten wir doch auch 70 Jahre Frieden und Demokratie, trotzdem findet nun ein Erstarken der Nationalisten statt. Und Star Trek war schon immer auch eine Reaktion auf unsere Gesellschaft.

"Der verdienteste Offizier der Sternenflotte wird in einer Tour, vornehmlich von lautstarken Frauen, "in die Ecke geschickt". Er nimmt in seiner eigenen Serie auf dem Rücksitz platz und nimmt keine einzige Gelegenheit war, seine Stärken auszuspielen. Zu keinem Zeitpunkt macht er Gebrauch von seiner Erfahrung als Anführer oder Diplomat."

Wie es soweit kam, wird doch in der Serie plausibel erklärt. Und auch das ändert sich doch am Ende der ersten Staffel, wer erreicht den, dass die Föderation in Betrittsverhandlungen einsteigt und als Schutzmacht auftritt?

Discovery und Picard sind sicher nicht die herausragensten SciFi-Serien der TV-Geschichte, aber auch bei weitem nicht so schlecht, wie manche Kritik glauben lässt. Auch TOS, TNG und Voyager hatten ihre Schwächen. Und gute Space Operas gibt es heutzutage eh viel zu wenige...

Zudem haben sich die Sehgewohnheiten und Ansprüche nunmal geändert, u.a. durch die technischen Möglichkeiten und möglicherweise auch durch Streaming. Wenn man z.B. die Klingonen in Discovery wie in TOS dargestellt hätte, wären zwar diejenigen begeistert gewesen, welche bereits die Erstastrahlung von TOS im TV verfolgt haben, eine neue Zuschauergeneration hätte man aber nicht erreicht. Und episodenübergreifende Handlungen sind heute auch deutlich verbreiter als früher.

Mir hat damals TNG/DS9/VOY gefallen, ENT nach einigen Startschwierigkeiten ebenfalls und fühle mich nun auch durch DIS/PIC trotz allem ganz gut unterhalten, auch wenn nicht alles hundertprozentig zu den alten Serien passt und mir Burnham gelegentlich auf den Zeiger geht...

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MobyDick : : Moviejones-Fan
17.04.2020 16:21 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.590 | Reviews: 116 | Hüte: 395

Also ich bin auch mit Star Trek aufgewachsen, würde mich aber nicht als Trekkie ansehen, obwohl ich alles zu einem Punkt mal aufgesaugt habe, bin ich nach ein paar in meinen Augen fatalen Fehlentscheidungen seitens der Produzenten abgesprungen. Ich meckere nicht, sondern springe einfach ab. (Wer mehr zu meiner Meinung zum Franchise lesen will, kann gerne meine Reviews zur TNG Serie und First Contact lesen) Mit meinen Ü40 habe ich auch einfach auch keinen Bock, mich mit irgendwelchem Nerdgejammer bzgl. ob Picard seinen Earl Grey lauwarm trinkt, einen Hund haben würde oder sonstwas, auseinander zu setzen. Wenn es den Leuten gefällt, dann umso besser, wenn nicht, auch gut.

Mir hat das KinoReboot Reboot ganz gut gefallen, bis JJ zu dem wurde, der er mittlerweile ist, und Picard habe ich natürlich seine Chance gegeben, aber nach 3 Folgen gemerkt, dass es nichts für mich ist.

Schlecht würde ich die Serie aber nicht nennen. Daher wem es Spass macht, umso besser :-)

Live and let live, um den reichsten Pilzkopf zu zitieren :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
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Kal-El : : Moviejones-Fan
17.04.2020 15:52 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 16:15 Uhr
0
Dabei seit: 13.03.17 | Posts: 775 | Reviews: 2 | Hüte: 19

Hier spricht ein echter Star Trek Fan und ja ich bin genau der, der die ganze Zeit meckert und ich habe meine Gründe dafür, könnte fast ein Buch schreiben o_O aber Utua hat ja die wesentlichen Punkte aufgegriffen. Und ich bleibe Standhaft und schaue mir die weiteren Folgen auch nicht mehr an. Für mich erinnert, bis nur auf wenige Dinge, wie Picard selbst und das auch noch nicht so wie der TNG Picard, nichts mehr an Star Trek, weder Discovery noch ST Picard. Und wenn die ganzen Leute, die Picard toll finden: ich habe großen Respekt davor dass ihr Picard trotz der vielen Fehler und Logiklöscher (Größer als schwarze Löscher) mögt und weiterschaut. Thumbs up.

Für meinesgleichen: bitte bitte The Orville schauen! Ja als Star Trek Fan war ich sehr skeptisch, vor allem vor dem Hintergrund wer The Orville erschaffen hat. Ja es gibt öfters mal peinlche Witze unter der Gürtellinie, aber The Orville ist definitiv besser als Picard und Discovery zusammen.

Gerade in der zweiten Staffel gehts wirklich rund. Die beiden Folgen "Identität" haben mich umgehauen. Sprechen sogar die gleich Thematik hat wie ST Picard. ABER in absolut jeder Hinsicht besser als STar Trek Picard. Ich freue mich schon tierisch auf die dritte Staffel.

Solang (ein) Star Wars Fan(s) Star Trek mach(en)t werde ich auch Star Trek fernbleiben.

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Uatu : : The Watcher
17.04.2020 15:36 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 15:48 Uhr
2
Dabei seit: 12.10.11 | Posts: 1.352 | Reviews: 1 | Hüte: 125

Ich kann diese Ausrede nicht mehr hören. Ja, jeder neue Ansatz wurde vom Fandom Anfangs mit Skepsis und Kritik begegnet und mit der Zeit dann doch akzeptiert und gefeiert.
Sind die negativen Reaktionen auf Picard und Discovery also wieder einfach nur die üblichen Trotzmechanismen eines, sich nur langsam anpassendem, Fandom?

Nein!

Star Trek hatte in allen Inkarnationen einige wesentliche Merkmale und Motive welche nicht nur alle ST-Serien teilten, sondern diese auch von allen anderen Sci-Fi-Serien unterschieden.
Allem voran die Utopie. Eine Zukunftvision der Menschheit, welche die Probleme unserer Zeit gelöst hat und sich weiterentwickelt hat. Während ST Picard den selben Weg geht wie so viele andere generische Science Fiction. Unsere heutige, korrupte, egoistische Gesellschaft projeziert in die Zukunft.
Besonders der Punkt, daß in Picard geflucht wird, zeigt dies eigentlich ganz gut. Für Viele nicht mehr als ein unverständlicher, nebensächlicher Kritikpunkt, offenbart dieser aber deutlich, wie wenig sich die Gesellschaft weiterentwichelt hat. In der Star Trek-Utopie hat man keine Verwendung mehr für Kraftausdrücke, Fluchen ist dieser weiterentwickelten, sensibleren Gesellschaft völlig fremd. Ein Merkmal dem die Menschheit entwachsen ist.
Generell ist von Roddenberry´s optimistischer Zukunftvision in Picard nicht viel zu sehen. Die Menschheit, die in Star Trek einst ihre Probleme überkam und ihre Hand mit Toleranz und in Frieden jedem Fremden entgegen streckte, ist nun nicht mehr als ein Spiegelbild unserer heutigen ängstlichen, xenophoben und egoistischen Gesellschaft.
Auch die allgemeine Atmosphäre der Serie ist deprimierend und von Angst, Intoleranz, Tod und Verderben geprägt, was zusätzlich mit düsteren und bedrückenden Kulissen unterstrichen wird. Die bedrohliche Kulisse eines dunklen Borgcube funktionierte damals so gut, da es im direkten Kontrast mit den hellen Fluren der Enterprise stand. In Picard allerdings wirkt fast jede Kulisse dunkel und bedrückend.

Während Star Trek´s Leitmotiv "to boldly go where no man has gone before!" Aufbruchstimmung in ein neues Zeitalter voller Abenteuer und Entdeckungen propagierte, erleben wir nun eine isolierte, intolerante und angstzerfressen Föderation.
Star Trek gelang es immer die beängstigenden Probleme unsere Zeit, trotz optimistischer Grundstimmung, überzeugend wiederzugeben. Anders als bei Picard und Discovery, bedurfte es dabei keiner deprimierenden und bedrückenden Atmosphäre um die Schwere der Themen zu vermitteln.

Darüber hinaus war Trek auch stets durch wissentschaftliches Verständniss und Rationalität geprägt. Probleme wurden logisch und analytisch behandelt und wissenschaftlich gelöst. Discovery und Picard hingegen propagieren Schicksal und irrationalen Glaube, welches im direkten Konflikt mit der Wissenschaft steht.
Auf das Star Trek-typische "Techno-Gebabbel", was diesen wissenschaftlichen Ansatz bezeugte, wurde in Picard gänzlich verzichtet und in Discovery geradezu lächerlich dämlich, ohne jegliches wissenschaftliche Verständniss, immitiert.

Ein weiterer Schwachpunkt der Serie ist Picard selbst. Der verdienteste Offizier der Sternenflotte wird in einer Tour, vornehmlich von lautstarken Frauen, "in die Ecke geschickt". Er nimmt in seiner eigenen Serie auf dem Rücksitz platz und nimmt keine einzige Gelegenheit war, seine Stärken auszuspielen. Zu keinem Zeitpunkt macht er Gebrauch von seiner Erfahrung als Anführer oder Diplomat. Aus diesem einst so glorreichen Helden der Föderation ist ein alter, seniler Opa geworden, der von seiner Junkie-Freundin ins Zimmer geschickt wird. Ein Schatten seiner selbst, der nicht mehr ernst genommen wird. Er wird zum Sinnbild was dieses "neue Trek" aus Star Trek macht.
Selbst wenn sich diese Entwicklung sogar irgendwie rechtfertigen lässt und er in "All good things" ähnlich porträtiert wurde, ist dies sicherlich keine würdige Darstellung des Charakters in einer Serie die seinen Namen trägt.

Leider gibt es neben all dem noch unzählige Kritikpunkte, allem vorran die unglaublich schlechte Erzählweise der Serie. Auch wenn die alten Serien einen sehr vorhersehbaren und simplen Spannungsbogen hatten, sind die galaxiegroßen Plotholes und die unlogischen Begebenheiten und Verhaltensweisen der Charaktere in Picard eines Star Trek´s nicht würdig.

Nach einem vielversprechendem Beginn mit viel Potential, entfernte sich Picard sehr schnell von allem was Star Trek einst auszeichnete und wurde zu einer generischen Sci-Fi-Dystopie, die bekannte Star Trek Elemente wie beispielsweise die Borg zu Alibi-Identifikation degradiert und seine Story mit einem furchtbar generischen "Portal zur A.I.-Hölle mit Robo-Tentakeln"-Höhepunkt krönt.

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Majestix83 : : Moviejones-Fan
17.04.2020 13:18 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 16:30 Uhr
1
Dabei seit: 31.03.16 | Posts: 151 | Reviews: 0 | Hüte: 14

Zitat: "Aber sie schauen es! Sie schauen es nur, um sicher zu sein, es hassen zu können!"

Hierbei wird jedoch vergessen, dass das nur eine bestimmte Zeit funktionieren wird. Irgendwann ist bei diesen Fans dann auch die Schmerzgrenze erreicht, und man hat einfach keine Lust mehr, sich jede Staffel aufs neue verarschen zu lassen.

Zusammenfassung des folgenden Textes:

Die neuen Star Trek Serien sind das Resultat, wenn man versucht, Serien wie BSG, GoT, Westworld oder The Expanse am Fließband zu produzieren.
Und ich denke dass das im Kern auch das Hauptproblem ist, das die kritischen Fans mit den neuen Serien haben. Ebenso wie auch bei den drei Disney Star Wars Filmen, selbes Resultat, selbe Ursache.

Im Detail:

Es ist doch offensichtlich das da kein Mensch mehr mit Interesse an Star Trek an den neuen Serien arbeitet, das fing schon bei Discovery damit an, das man keine Designer mehr für neue Schiffdesigns beauftragt hat, wie das in den alten Serien noch der Fall war, sondern ein (abgelehntes) Schiffdesign für Star Trek TMP (oder Phase 2?) verwendet hat. Das Resultat sind herzlos hingeklatschte CGI-Assets, in allen neuen Serien, ausser bei der Enterprise selbst, da war aber die Hauptarbeit bereits in den 60ern erledigt worden. Weiter geht das über die Interface-Designs, die von TNG bis Voyager auf Michael Okudas LCARS-Design aufgebaut haben, das auch heute noch viele Fans hat. Die damaligen Macher haben sich wirklich Gedanken zu diesen ganzen Details gemacht, daher sind diese Elemente auch bis heute Zeitlos. Bei den aktuellen Serien sind es stattdessen generisch Holografische Interfaces, bei denen sich keiner Gedanken über deren Sinnhaftigkeit gemacht hat (ebenso wie bei den Discovery Aufzugsschächten). Natürlich sind das im Endeffekt nur Nebensächlichkeiten, aber wenn man das summiert und dann auch noch die Story und die Plots nicht gut genug sind, um von diesen Fehlern abzulenken, dann ist doch klar das diejenigen, die deutlich besseres aus der Vergangenheit gewohnt sind, meckern.

Den das schlimme ist, das die Plots und die Staffelüberfreifenden Storys offensichtlich mit dem gleichen Desinteresse geschrieben wurden, auch da wird nicht mehr auf Details geachtet, sondern man klatscht einfach nur irgendwelche Elemente in einander und hofft dass das funktioniert. Das Ergebnis ist dann wie Star Trek "Picard" Staffel 1 das im Grundegenommen vier Staffeln Battlestar Galactica auf 10 Folgen komprimiert und in der irgendwie nichts wirklich sinnvoll ineinander passt.

Auch was das Wiedersehen mit alten Figuren angeht, Nostalgie schön und gut, aber mann muss diese Nostalgie Elemente auch Sinnvoll weiterentwickeln wenn sie nicht zu einem reinem selbstzweck verkommen soll. Beispiel hierfür: Hugh, das hätte auch irgendwer anderes sein können. Nepthe, so schön das wiedersehen mit den beiden auch war, ebenso "zufällig" und irrelevant für den Plotverlauf war es. Von Seven of Nine und Data gar nicht erst anzufangen.

Babylon 5, DS9, Battlestar Galactica, GoT, Westworld, The Expanse usw. haben alle gezeigt, das es Möglich ist, spannende und in sich stimmige Serien mit Staffelübergreifenden Handlungen und Plots zu schreiben die auch etwas vermitteln, alleine Apollos legendäres Plädoyer für Baltar in BSG, welches mal eben unserer gesammten Gesellschaft den Spiegel vorhält, oder die eigentliche Aufgabe des Protomoleküls in The Expanse ebenso wie die Erfindung des Epstein-Antriebes, das sind alles Details die mit Liebe zum erdachten Ausgangsmaterial geschrieben wurden und eben auch für die Zukunft relevante Ideen beinhalten. Sowas fehlt bei den neuen Star Trek Serien komplett.

Man hat das Gefühl das keiner, der an den neuen Star Trek Serien im Hintergrund arbeitet, auch wirklich Bock darauf hat, sondern das ganze lediglich als lieblose Fließbandarbeit abliefert. Und auch das Argument, dass bislang bei allen Star Trek-Serien die ersten Staffeln Problematisch waren, kann heutzutage, 15 Jahre nach der letzten Star Trek Serie und mit einem komplett neuen Team das an diesen Serien arbeitet, nicht mehr gelten. Das gilt ebenso für die TOS vs. TNG Argumentation, wieviele TOS Fans aus den 60ern die damals gegen TNG gemeckert haben, gibt es denn noch? Und wieviele von denen sehen das heute noch genauso?

In meinen Augen sind das alles nur Floskeln um sich der eigentlichen Kritik nicht stellen zu müssen. Nämlich das man mit großen Versprechungen gestartet ist (Discovery wurde ja als eine Art Star Trek GoT angekündigt) und durch ignorieren alles Grundlegende, was diese Vorbilder, an denen man sich orientieren wollte, so erfolgreich gemacht hat, gescheitert ist.

Ich vermute aber auch, das seitens CBS eine gewisse Durchindustrialisierung der Serienproduktionen eine massive Mitschuld daran trägt. Ein Indiz was das untermauert sieht man in der Final-Episode von Picard in der sich zwei überdimensionierte Flotten aus identischen Schiffen gegenüberstehen. Weil die beauftrage CGI-Firma angeblich keine Zeit hatte, mehrere Assets zu entwerfen.

Anmerkung:
Ich habe zufällig auch eine interessante Kritik in Bezug auf die hummanistische Komponente der aktuellen Star Trek Serien entdeckt, dich ich nur empfehlen kann, und der ich komplett beipflichte:

Der Humanismus in "Star Trek" von Fabian Krahe

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T4URUS : : Moviejones-Fan
17.04.2020 12:25 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 221 | Reviews: 3 | Hüte: 11

@Fox4Movie

Sehr schön geschrieben!

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

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Fox4Movie : : Moviejones-Fan
17.04.2020 11:18 Uhr | Editiert am 17.04.2020 - 11:21 Uhr
0
Dabei seit: 21.04.15 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Die Kritiker sollen nölen so viel sie wollen.

Ich mag sowohl Discovery als auch Picard!

Ja die Serien sind vom Ansatz unterschiedlich aber gerade diesen Sachverhalt finde ich so sensationel, im gleichen Umfeld von Star Strek wird Abwechslung geboten.

Ich finde es gut immer mal was Neues zu erleben und zu sehen.

Sei es Enterprise mit Archer, TNG, Voyager da wird einfach für jeden was geboten. Das soll mal erstmal nachmachen.

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T4URUS : : Moviejones-Fan
17.04.2020 10:43 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 221 | Reviews: 3 | Hüte: 11

Also ich bin ein großer Star Trek Fan...TOS hab ich nie komplett gesehen,aber viele Folgen kenne ich. TNG und DS9,hab ich gefeiert ohne Ende und Voyager war ok. Enterprise.ging auch noch.

Habe Picard durchgesehen...und ja, ich bin total begeistert. Das ist Star Trek...gut,was auch viel an Patrick Steward und den anderen Schauspielern aus TNG liegt. Ich finde es hat sich weiterentwickelt...gut man erforscht nicht mehr die Galaxie in der Serie,aber dazu muss es auch erstmal gute Stories geben. Und, ich finde es auch mal ok, in die normale Welt von Star Trek zu sehen...was ich damit meine...in den Randbereichen der Föderation...es sieht sicher nich überall aus,wie auf der Erde. Es gibt eben auch Bereiche die von Geld und Macht geprägt sind. Das ist mehr realistisch...wenn die Erde sich vereint und das Geld abschafft und es gibt zig Zivilisationen,heißt es nich gleich das das jede Zivilisation tut...und Ferengis gibts ja auch noch. ;)

Und Star Trek Discovery...muss zugeben,ich hatte am Anfang meine Probleme damit,vor allem mit den Klingonen.Aber ich denke in Staffel 2 (bin mitten drin) bekommen sie die Kurve eigentlich ganz ok hin bis zu TOS...man darf eben auch nich vergessen das CGI nen gewaltigen Sprung gemacht hat in den letzten 50 Jahren. Und ich finde es ok,die Serie etwas aufzufrischen um sie für jüngeres Publikum interessant zu machen. Früher wars eben toll wenn sich Kirk mit nem Alien geprügelt hat...heute braucht man einfach etwas mehr CGI...und der Weltraum in beiden Serien,sieht einfach nur toll aus,Grafisch gesehen!

Und es war der Hammer die Original Enterprise zu sehen! smile

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

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GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
17.04.2020 10:40 Uhr
0
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.531 | Reviews: 0 | Hüte: 50

Ich habe Picard leider noch nicht sehen können, werde dies aber bald nahholen und freue mich schon sehr drauf. :-)

@Jokinlightus:

Nichts gegen Jonathan Frakes - hat er doch für mich persönlich den bisher besten Star Trek-Film (First Contact) abgeliefert. Zudem fand/finde ich sein augenzwinkerndes Schauspiel tatsächlich sehr bereichernd.

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Rotschi : : M. Myers
17.04.2020 09:57 Uhr
0
Dabei seit: 17.12.09 | Posts: 1.399 | Reviews: 6 | Hüte: 34

Ich kann deine Meinung natürlich verstehen und auch akzeptieren. Aber wenn jemand das Star Trek Universum bereichert hat, dann eben Jonathan Frakes. Seine Folgen als Regisseur gehören sowohl bei Discovery als auch Picard definitiv zu den besten.

Über seine schauspielerische Qualität will ich gar nicht urteilen. Aber da ich momentan Mal wieder TNG durchbinge , lässt sich das mit Sicherheit bei vielen sagen.

Mir sagt bei Picard auch nicht alles zu. Aber Sie ist deutlich näher an Star Trek dran als es für mich Discovery ist. ( und ja auch Discovery, ist in mein Herz gelangt und ich freue mich auf die dritte Staffel.

Und Frakes zieht nicht über seine Fans her sondern belächelt das Ganze mit einem Augenzwinkern. Und genau das ist für mich die richtige Reaktion.

Picard ist kein TNG und Discovery erst Recht nicht. Und ja es gibt dann eben die Hardcore-Trekkies (ich bin keiner, kann aber allen Serien und Filmen etwas abgewinnen), außer TOS (früher geliebt, heute einfach nicht mehr anschaubar für mich, da einfach zuuuuu Trashig) - die Filme um Kirk sind aber immer noch super, die können sich schwer mit den neuen Serien auseinandersetzen. Und nur darauf zielt Frakes mit seinem Augenzwinkern ab mMn.

Denn auch die Trekkies gucken sich diese Serien an um dann festzustellen wie toll tNG etc sind. Dich auch da gibt es Folgen wo man sich einfach nur an den Schädel fassen kann.

Na und ich liebe sie trotzdem.

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Jokinlightus : : Moviejones-Fan
17.04.2020 07:58 Uhr
0
Dabei seit: 28.01.15 | Posts: 18 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ich schaue es eben nicht mehr. Nach der dritten oder vierten Episode war ich nicht mehr interessiert. Superschlechte Story. War aber auch nie ein großer Trekie.

Jonathan Frakes kann froh sein, dass die Leute, über die er da herzieht, ihn all die Jahre finanziell unterstützt haben. Er ist als Schauspieler eine Niete. An seiner Stelle wäre ich etwas zurückhaltender.

"Man, gegen diesen Film sieht Battlefield Earth aus wie Metropolis!"

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