Assassin’s Creed

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Der emotionslose Raum - Assassins Creed

Assassins Creed Kritik

Assassins Creed Kritik
15 Kommentare - 06.01.2017 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake wie gut Assassin’s Creed wirklich ist.
Assassins Creed

Bewertung: 1.5 / 5

2016 liegt hinter uns, 2017 startete für mich mit einem Film aus dem Dezember den ich noch nachholen musste, durfte, wollte? Assassins Creed (im Folgenden mit AC abgekürzt). Nachdem ich keine allzu guten Meinungen dazu gehört hatte waren meine Erwartungen gemäßigt bis nicht vorhanden, die Trailer waren okay, die Musik grausam und alles in allem dachte ich mir, dass der Film durchaus Potenzial hätte eine spaßige Videospielverfilmung zu liefern. Oh, ich armer Tor, wie falsch ich doch lag.

Trailer zu Assassins Creed

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Inhalt:
Michael Fassbender ist ein kleiner Junge auf einem BMX-Rad in den 80ern bevor er 30 Sekunden bzw 30 Jahre später in Texas hingerichtet wird, weil er einen Zuhälter getötet hat. Danach wird er von Marion Cotillard und ihrem Papa Jeremy Irons in einer Einrichtung in eine Maschine namens Animus geschnallt und darf ein bisschen Assassins Creed spielen, damit er einen Metallapfel finden kann der einem die Weltherrschaft bringt.

Kritik:
Man möge mir die etwas unmotivierte Zusammenfassung der Handlung verzeihen, aber AC macht es dem Zuschauer unglaublich schwer sich für irgendetwas von dem zu interessieren was dort auf der Leinwand geschieht. Nicht, dass ein Michael Fassbender, eine Marion Cotillard, ein Jeremy Irons oder ein Brendan Gleeson - ja, der macht hier auch mit, auch wenn er wirkt als wäre er am liebsten ganz schnell ganz woanders - nicht imstande wären ohne große Mühe einen Film zu tragen, der an sich nur okay wäre. Hier gibt das Skript ihnen allen jedoch so extrem wenig zum arbeiten, dass sie selbst an dieser kleinen Hürde gnadenlos scheitern.

Während sich die meisten "Figuren" im Film - eine Bezeichnung die ich SEHR lose nutze, da keine "Figur" im Film irgendeine Entwicklung hat, alle starren sich nur bedeutungsschwanger an und schwurbeln philosophisches oder pseudowissenschaftliches Zeug vor sich hin - damit zufrieden geben vorhanden zu sein, versucht Fassbender zumindest ein wenig Einsatz zu zeigen und rettet ein wenig sein Gesicht gegenüber den scheintoten anderen Darstellern. Jeremy Irons wankt dermaßen blutleer durch den Film, dass es nicht überrascht, dass ein Schnitt den er davonträgt nichts vom roten Lebenssaft verspritzt. Cotillard trifft es noch schlimmer, ihre gesamte Figur schadet dem Film sogar noch, weil sie nicht nur keine Entwicklung durchmacht, sie teast sogar eine an, um letztlich wieder exakt bei 0 zu landen. Unspannender kann man einen "Charakter" nicht schreiben.

Die Handlung tut es ihr jedoch gleich und startet mit einer visuell ganz interessanten Rückblende ins Jahr 1492, wo wir Michael Fassbender - dieses Mal mit Tattoos im Gesicht, offensichlich ein Assassine - sehen, wie er sich den Ringfinger abschneiden lässt (tolle Idee seinen Meisterassassinen zu handycappen bevor er eine wichtige Mission antreten soll) und anschließend auf Spanisch das Kredo der Assassinen schwört. Ohoo, i see what you did there movie, think you´re clever don´t you? Nein, absolut nicht. Der Großteil des Films spielt sich nämlich leider in der - extrem langweiligen - Gegenwart ab, in der allerlei visuell ansprechendes Zeug passiert, das die Handlung (darf man das überhaupt so nennen? In Ermangelung eines besseren Begriffes bleib ich mal dabei) zwar kein Stück voranbringt, aber immerhin dem Film einen netten Look verschafft. Ist zumindest besser als was Hässlichem beim "Nichts-sein" zuzuschauen.

Die drei größeren Rückblenden in die Vergangenheit sind optisch ebenfalls nett in Szene gesetzt, jeder Schritt zurück in die Gegenwart macht jedoch nur umso stärker spürbar, wieviel mehr von der Handlung in der Vergangenheit hätte spielen sollen, um den Film interessant zu halten. Dabei wäre es garnicht so schwer gewesen - man hätte die Figuren ein wenig Konfliktpotenzial geben können. Beispielsweise hätte es Fassbenders Vater gewesen sein können, der Cotillards Mutter getötet hat. Fassbender hätte als Junge etwas über das Kredo lernen können, nur um dann später aus Gründen, die er nicht begreift, seiner Mutter beraubt zu werden - überhaupt, was hat der Film gegen Frauen? Überall sterben Mütter und Geliebte - sodass man mit seiner Figur irgendwie mitfühlt oder eine Verbindung dazu hat. Stattdessen ergeht sich der Film jedoch gefühlt 80% seiner Laufzeit darin praktisch nichts zu erzählen und immer wieder zu erwähnen, dass die Templer den Adamsapfel (ich weiß er heißt anders, es ist mir aber egal) brauchen, um die Welt zu beherrschen, weil sie seit Jahrhunderten gegen die Assassinen kämpfen. Warum die bösen Templer und die, eigentlich auch irgendwie bösen, Assassinen so einen Groll gegeneinander haben wird zwar erwähnt, aber wirklich sehen tut man den Konflikt viel zu selten.

Generell sieht man in den Konflikten selten überhaupt irgendwas. Die Action-Regie ist scheußlich, der Schnitt nimmt oftmals jeden Ansatz von Übersicht und alles was nur entfernt nach Gewalt aussieht wird vorsorglich verschwommen, als Schattenriss oder vorzugsweise garnicht gezeigt. Blut fließt auch keins, sind ja nur Leute mit Schwertern und Messern die sich gegenseitig die Lichter ausknipsen. Diese Blutleere wirkt wie eine traurige Metapher für den Film an sich und ist nur ein weitere Nagel im Sarg dieser vom Potenzial her eigentlich interessanten Videospielverfilmung.

Gibt es noch Positives zu vermelden? Der Score ist nicht so mies wie die Trailer vermuten ließen. Moderner Action-Blockbuster-Score trifft es wohl am ehesten. Er ist da, hat keine Highlights, aber auch keine extremen Ausreißer nach unten. Der Score ist neben Fassbender wohl das einzige am Film was seinen Job macht.

Fazit:
Diese humorlose, emotionslose, todernste, handlungsfreie und sterbenslangweilige Grütze ist also die Verfilmung der Assassins Creed Videospielreihe. Ich würde mir wünschen die zwei Stunden Lebenszeit wiederbekommen zu können, um sie für etwas Anderes zu nutzen. Da das nun aber nicht geht, dachte ich mir mit dieser Review wenigstens den einen oder anderen vor meinem Fehler bewahren zu können. Fassbender gibt sich sichtlich Mühe, scheitert aber wie alle anderen Darsteller am grausigen Skript. Die Action ist okay, wenn man grade was erkennen kann, der Score ist funktional, alles andere ist auf katastrophalem Niveau. Das Schlimmste an AC ist jedoch die Tatsache, dass man aus einer eigentlich spannenden Idee einen Film bar jedweder Handlung kredenzt hat, der nur als weiterer Beweis dient, dass Videospielverfilmungen scheinbar zu 90% zum Scheitern verurteilt sind.

3/10 Punkte bzw 1,5/5 Hüte für dieses Machwerk,

mit der dringenden Empfehlung vom Kinobesuch abzusehen und sich lieber der witzigen Angry Birds oder den ziemlich gelungenen Warcraft-Film anzusehen. AC ist sein Geld jedenfalls zu keinem Zeitpunkt wert.

Assassins Creed Bewertung
Bewertung des Films
310
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15 Kommentare
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sublim77 - Moviejones-Fan
15.01.2017 11:47 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Kommentare: 2.266 | Kritiken: 17 | Hüte: 146

Obwohl ich nach all den negativen Aussagen zum Film mittlerweile selbst nicht mehr glaube, dass er mir gefallen wird, bin ich jetzt richtig neugierig darauf geworden. Schon alleine weil ich jetzt wissen will, wie ich das selbst hinterher sehe. Allerdings ist mir mein Geld dafür zu schade, um unter diesen Voraussetzungen ins Kino zu gehen. So werde ich wohl doch bis zum Homerelease warten müssen. Auf jeden Fall ist es mal wieder sehr spannend, wie sehr sich die Meinungen unterscheiden.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!
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ZSSnake - Expendable
15.01.2017 11:33 Uhr | Editiert am 15.01.2017 - 11:38 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

Vorab @ Digit - der Kritiker war in dem Fall ich wink

Eben daran störte ich mich halt auch, alle guten Grundideen des Spiels sind vielleicht da, aber solange man nicht selbst die Missionen spielt und sich damit beschäftigen kann, reicht eine öde Story nicht. In Spielen ist es okay, wenn der eigene Charakter nicht so viel Persönlichkeit hat, sodass man als Spieler die Rolle besser selbst übernehmen kann - bestes Beispiel wäre The Legend of Zelda und warum ich konsequent gegen eine Verfilmung wäre. Link spricht nicht, er wird zwar als heldenhaft porträtiert, aber alles was ihn ausmacht muss vom Spieler kommen (daher auch der Name, er ist der Link des Spielers zum Spiel). Würde man das verfilmen, müsste man Link eine Stimme und einen Charakter geben, weil er in einem Film nicht stumm umherwandern könnte. Dabei würde man aber eben das Kernelement - die Anlage zu perfekten Spielerimmersion - der Figur wegnehmen.

Bei Assassins Creed haben die Spielerfiguren ein Gesicht, einen Charakter und eine Stimme, aber bleiben trotzdem eher reduziert, um die Immersion nicht zu stören. In einem Film MUSS man den Figuren allerdings eben vor allem Charakter geben, damit man im Zuschauer eine emotionale Reaktion, oder idealerweise sogar Bindung hervorruft. Denn nur so interessiert man sich für das was im Film passiert. Selbst von der Kritik gehassten Filmen wie Kampf der Titanen 2010 kann man etwas abgewinnen, wenn man hinter den Figuren steht. Perseus ist nicht perfekt, aber er hat eine nachvollziehbare Motivation - er verliert seine gesamte Familie und erfährt später, dass er quasi sogar mit dem Mörder verwandt ist. Was ihn nicht zu zu einer zerrissenen Figur macht, es gibt ihm eine spürbare Motivation sich von den Göttern abzukapseln und auf die Seite der Menschen zu stellen, um den Kraken aufzuhalten. Dazu ein toller Score und selbst ein eher episodenhafter Film wie Kampf der Titanen macht ne Menge Freude, eben weil man Interesse an dem hat was passiert.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MarieTrin - Mrs. Justice
15.01.2017 10:29 Uhr
0
Dabei seit: 11.09.11 | Kommentare: 1.629 | Kritiken: 23 | Hüte: 33

@Digit

Aber das ist doch gerade eines der Hauptprobleme von Videospielverfilmungen. Wenn das Spiel schon keine breite Handlung hat (habe es (noch) nicht gespielt, steht aber für irgendwann auf der Liste), wie soll dann ein Film mit der wenigen Handlung funktionieren, wenn der Film als anderes Medium nicht den Vorteil bietet, selbst Teil der Handlung sein zu können? In Videospielen liegt der Reiz gerade darin, dass man den Protagonisten steuert, aus welcher Perspektive auch immer, und man genießt ab und zu mal ein paar Videosequenzen. Ein Film, der diesen Vorteil nicht bietet, der kann höchstwahrscheinlich nicht die breite Masse (= Nichtspieler und teilweise Spieler) überzeugen.

Ich für meinen Teil habe dem Film die größten Chancen gegeben (dabei habe ich die MJ-Kritik vorher noch gelesen) und habe beim Schauen mich an jeden möglichen guten Ansatz geklammert und gehofft, dass da etwas daraus werden könnte. Bsp.: Als Callum anfängt, die Fähigkeiten aus der Vergangenheit real zu erlernen. Aber, das wird geradezu lieblos abgewürgt in der nachfolgenden Szene, als die Wächter ihn dann trotzdem überwältigen. Wird da weiter darauf eingegangen? Das erklärt? Nein, es wird einfach als gegeben vorausgesetzt, damit später der "Showdown" kommt, der ebenfalls einen genialen Ansatz (!) hat, nämlich den Krieg aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu übertragen.
Da sterben die Figuren vor sich hin und man denkt sich... nichts. Denn vorher wurde kein Charakter näher umrissen, so dass man irgendeine Art von Beziehung zu den Figuren hat und ein bisschen traurig ist. Natürlich, es ist ein Film über Assassins Creed, da weint man den Gegnern etc. schließlich auch keine Träne nach. Aber das führt wieder auf das hinaus, was ich am Anfang meinte, im Spiel funktioniert das, im Film eher nicht. Zur Handlung gehört im Film (jedenfalls für mich, will ich dabei betonen) irgendeine Art von Charakterentwicklung bzw. ein Aufbau von Beziehungen zu den Charakteren. Und das fehlt. Wäre das gemacht worden, dann hätte die sehr simple Grundhandlung, Templer wollen Edenapfel, Assassinen haben und verlieren ihn und holen sich ihn rechtzeitig zurück , eine ganz andere Wirkung.

Que la loi soit avec toi!
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Digit - Moviejones-Fan
14.01.2017 22:26 Uhr
0
Dabei seit: 20.12.16 | Kommentare: 5 | Kritiken: 0 | Hüte: 1

Da hab ich mich verlesen - kommt vor.

@Smartphone:

Ich habe zumindest dem Titel nach, den gleichen Film gesehen wie der Kritiker, aber da ich das Problem, das er mit der Handlung sieht, nicht sehe - steht die Vermutung im Raume, daß er irgendwie abgelenkt war.

Die Handlung im Film war auch nicht viel dicker als in den Spielen (vor allem dem ersten), aber es gab eine.

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MarieTrin - Mrs. Justice
14.01.2017 21:18 Uhr | Editiert am 14.01.2017 - 21:20 Uhr
0
Dabei seit: 11.09.11 | Kommentare: 1.629 | Kritiken: 23 | Hüte: 33

@Digit

Edit: auch ich sollte mal lieber genauer lesen, es ging um Rikkins Mutter, nicht Calllums Mutter.

Aber jemandem einfach vorzuwerfen, man hätte nicht den Film geschaut und dazu noch andere gestört, in dem man auf seinem Handy rumspielt (was meiner Meinung nach im Kino ein unentschuldbares Verhalten ist), finde ich etwas - vorsichtig formuliert - etwas voreilig bis hin zu unhöflich.

Que la loi soit avec toi!
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ZSSnake - Expendable
14.01.2017 21:09 Uhr | Editiert am 14.01.2017 - 21:59 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

@ Digit:

Und wieder jemand der nicht lesen kann. Ich hab geschrieben, es "hätte Callums Vater sein können, der Cotillards Mutter getötet hat" - der Kontext hier war, dass dies die Dynamik zwischen den Figuten interessanter gemacht hätte. Es hätte Cotillards Figur eine Motivation gegeben und die Beziehung zwischen Callum und ihr schlichtweg interessanter gemacht. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es so im Film war. Aber wäre es so gewesen, hätte es die Figuren für mich interessanter gemacht.

Es gibt praktisch keine Handling und nicht das Setting ist düster, sondern der Film durch das grausige 3D. Der Film ist blutleer und das ach so düstere Mittelalter sieht überwiegend aus wie ein entspanntes Kostümfest.

Und zu dem Smartphone-Kommentar: mein Telefon ist im Kino lautlos, nichtmal die Vibration ist an und das Internet ist aus. Wer in meiner Gegenwart wagt sein Smartphone im Film auch nur anzuschauen bekommt mächtig ärger mit mir. Also laber nicht so nen Unsinn.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Digit - Moviejones-Fan
14.01.2017 20:23 Uhr
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Dabei seit: 20.12.16 | Kommentare: 5 | Kritiken: 0 | Hüte: 1

Wieder einer, der sich den Film nur halb angeschaut hat.

Nirgendwo wird erwähnt, daß Callums Vater, Rikkins Mutter getötet hat.

Vielleicht hätte man doch der (angeblich nicht vorhandenen) Filmhandlung folgen sollen und nicht auf dem Smartphone datteln sollen, oder dir hat man im Kino einen anderen Film gezeigt als mir eben.

Und ja der Film ist insgesamt düster, aber das ist dem Setting geschuldet und passender als hochpoliertes und steriles Mittelalter (was es nicht gibt).

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ZSSnake - Expendable
08.01.2017 11:20 Uhr | Editiert am 08.01.2017 - 11:23 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

@ Beowe:

1. Welche Story, da passiert dich 2 Stunden lang nichts von Relevanz?

2. Die Schauspieler liefern gute Arbeit ab? Die stehen den Film über mit finsterer Miene da und schmeißen sich abgedroschenen, pseudo-philosophischen Nonsens um die Ohren...

3. Das 3D ist ziemlich grausig, fast nicht spürbar und macht den Film viel zu dunkel...

4. Allein dieses Schwachsinns-McGuffin Edenapfel ist so dämlich, allein die Idee "enthält den genetischen Code zum freien Willen" - was für ein ausgemachter Bullshit...

5. Der Animus macht so weniger Sinn als je zuvor. Klar, in den Actionszenen gibt es diese sinnlosen Cuts, wo sich in der Gegenwart Fassbender so bewegt wie sein Vorfahre. Aber was passiert wenn er nur rumläuft? Läuft er im Kreis? Die meisten Körperlichen Aktionen könnte er mit dem Arm am Rücken nicht mal durchführen. Das ganze Ding ist einzig um hübsch auszusehen, kein Stück funktional wenn man 3 Sekunden drüber nachdenkt.

6. Ich hab nie gesagt, bzw behauptet man hätte den ersten Teil verfilmt, aber der Film ist so ein kruder Mix aus "Sachen die man sich erschließen kann, weil man die Spiele kennt" und "Film der ohne Vorwissen kein Stück für sich allein steht", dass es weh tat. Außerdem hat er keinen Anfang und kein Ende...nur ne Szene am Anfang und Sequelbait am Ende, der jedwede Szenen in der Vergangenheit in einer (hoffentlich nie kommenden Fortsetzung) völlig irellevant macht. Den Edenapfel haben wir ja nun in der Gegenwart, es gibt also keine Motivation nochmal irgendwas in dee Vergangenheit zu zeigen. So dumm...

Und dazu diese Null-Charaktere...keiner ist liebenswert, keiner hat ne echte Backstory, keiner tut irgendwas signifikantes und keiner entwickelt sich auch nur einen Millimeter im Laufe des Films. Callum kommt dem Begriff Charakter am nächsten, weil er am Ende eine Bestimmung hat, die er am Anfang nicht hatte. Aber das ist zu keinem Zeitpunkt ausreichend, um ihn abgesehen von der Tatsache, dass er von Fassbender gespielt wird auch nur halbwegs interessant oder gar spannend zu machen. Man hat einfach 2 Stunden Scheiß auf die Leinwand geworfen und mal gehofft, dass die Fans durch die Referenzen den Mist schon fressen werden...

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Beowe - Moviejones-Fan
08.01.2017 03:02 Uhr
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Dabei seit: 06.02.14 | Kommentare: 192 | Kritiken: 0 | Hüte: 3

Komme gerade aus der Spät Vorstellung von Assassins Creed und meiner Meinung nach ist es die beste Spielverfilmung die es bis dato gibt. Kann die schlechten Kritiken einfach nicht nachvollziehen, allein das Argument das man den ersten Teil verfilmt habe, stimmt sowas von überhaupt nicht ja es geht auch um einen Eden Apfel, aber wie wir aus den Spielen Wissen gibt es davon mehrere und zum anderen ist die Geschichte drumherum eine andere.

Jedenfalls ist die Optik top, das 3D sehr gut umgesetzt, die Schauspieler liefern gute Arbeit ab und die Story stimmig. Der Animus zwar ungewohnt, aber eine super neu Erfindung, die so mehr Sinn macht als der Stuhl/Couch zuvor.

Klar die Gegenwart ist das Haupt setting, was natürlich daran geschuldet ist, das es der erste Film ist und man den Zuschauer erstmal einführen muss, was mir aber an den Vergangenheitssequenzen gefallen hat, ist das man diese nur per Untertitel übersetzt hat und man alle schön Spanisch sprechen ließ laughing

So nu lasse ich erstmal die Eindrücke sacken und geh erstmal schlafen, aber ich hoffe jedenfalls auf ein Teil 2 smile

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ZSSnake - Expendable
07.01.2017 11:20 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

@ sublim:

Ich hatte auch die Hoffnung, dass er ganz cool werden könnte. Halt so leichte Kost und solide Unterhaltung mit hübschen Bildern. Dafür müsste man sich aber halt für irgendwas von dem interessieren was auf der Leinwand passiert und der Film tut praktisch ALLES um sicherzustellen, dass man genau das nicht tut. Somit bleibt es echt einer dieser "guck ihn dir vielleicht im Free TV oder im kostenlosen Stream bei Amazon mal an, wenn er im Prime drin ist" - der Film verdient keine Fortsetzung...eigentlich nicht mal angesehen zu werden...

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sublim77 - Moviejones-Fan
07.01.2017 10:50 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Kommentare: 2.266 | Kritiken: 17 | Hüte: 146

Schon interessant wie sich die Dinge ändern können. Ich hatte ja nie die Spiele gezockt, hatte also zuerst kein großes Interesse an dem Film. Wurde dann durch den Trailer neugierig und von der ersten Begeisterung mitgezogen. Sogar ein Kinobesuch stand plötzlich im Raum. Dann kam die MJ Kritik. Na gut, zum Leihen reicht es auch noch. Jetzt nach deiner Kritik, will ich noch nicht einmal mehr das. Schätze wenn der Film irgendwann mal kostenlos zum Stream zur Verfügung steht, werde ich ihn mir erst ansehen. So ändern sich halt die Ansichten.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!
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ZSSnake - Expendable
07.01.2017 10:38 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

Neugier auf die Katastrophe, Mr. Sully? Ja, einfach mal reinschauen und über die schiere Schlechtigkeit erstaunt sein ^^

Fast schon beeindruckend, wie man so ne Prämisse mit so nem Cast dermaßen versauen kann...

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Sully - Elvis Balboa
07.01.2017 09:35 Uhr | Editiert am 07.01.2017 - 09:37 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Kommentare: 9.208 | Kritiken: 30 | Hüte: 270

Na das nenne ich doch mal eine liebevolle Abarbeitung eines tollen Films. -)

Es ist mir eigentlich ein Rätsel, dass man eine so interessante Grundidee, bei einer filmischen Umsetzung, so dermaßen verhunzen kann. Aber gut, das erste AC Videospiel habe ich damals ja auch abgebrochen. Es hatte zwar eine tolle Optik, aber war so dermaßen langweilig, dass die Spieleumsetzung des Telefonbuches von Hintertupfingen wohl mehr mitgerissen hätte. Letztlich bot es 5 Minuten Handlungsabfolge, die sich dann nur noch wiederholt hat. Das war mal gar nichts.

In den AC Film werde ich wohl aus Neugier mal reinschauen, wenn er irgendwo läuft

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!
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ZSSnake - Expendable
07.01.2017 01:01 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.638 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

@ luph:

Dass ich auf was interessantes gehofft hatte lag auch mehr am Ausgangsmaterial. Die Spiele hatten ja zumindest ne relativ interessante Story. Im Film wars dann bestenfalls ne mäßige Verwurstung einiger Kernideen in eine uninspirierte und schlecht geschriebene Story...

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luhp92 - BOTman Begins
07.01.2017 00:20 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Kommentare: 8.985 | Kritiken: 91 | Hüte: 261

Ich habe meine Hoffnungen auch schon längst aufgegeben.

Zunächst haben mir die Trailer - zumindest die Bilder - ja ganz gut gefallen, aber nachdem ich die Trailer mehrere Wochen habe reifen lassen und sie mir ein paar mal im Kino anschauen musste, kann ich da absolut nichts Interessantes mehr entdecken. Ich befürchte einen 08/15-Blockbuster mit Filteroptik, wie man sie heute wie Sand am Meer findet (siehe Ben Hur, King Arthur) und dementsprechend ziemlich schnell wieder vergessen hat.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."- "Willkommen in Amerika!"
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