Justice League

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Justice League Kritik von Ohzee

Justice League Kritik

Justice League Kritik
0 Kommentare - 18.11.2017 von Ohzee
In dieser Userkritik verrät euch Ohzee wie gut Justice League wirklich ist.
Justice League

Bewertung: 3.5 / 5

Natürlich nicht ohne Spoiler! Vor allem im letzten Absatz


Inhalt

Kurz zum Inhalt der schnell erzählt ist. Die DC Helden raufen sich zusammen (erste Hälfte des Films) um dann das Böse zu bekämpfen (zweite Hälfte). Ein paar Steine und ein eindimensionaler Gegner kommen dann auch noch zum tragen und fertig ist die grobe Handlung.

In meiner Kritik konzentriere ich mich auf die einzelnen Figuren und einen Vergleich der sich für mich anbietet.

Figuren

Zu aller erst ist Wonder Woman wieder das Highlight des Films, ihre Story aus ihrem Film wird passend weitererzählt und mit der Handlung verwoben, sodass es sehr stimmig wirkt. Ansonsten spielt Gal Gadot die Rolle wieder so vorzüglich, man wünscht sich, sie würden den 2 Teil von Wonder Woman direkt hinterher schieben...

Weiter zu Aquaman, ein weiterer Held der absolut überzeugt. Jason Mormoa bringt die Bad-Ass-Attitüde genau auf den Punkt und auch hier kann man sich den Aquaman-Solofilm nur schnellstmöglich herbeiwünschen, da man noch mehr über ihn erfahren möchte. Seine Hintergründe kommen hier natürlich zu kurz.

Bei Flash hatte man durch die Trailer ein extrem positives Bild vor Augen und Lust ihn im Film als lustigen Part zu sehen, wie es beispielsweise Spiderman in Civil War war. Nur leider wurde dieses Potential völlig verschenkt. Er verkommt durch seine Witze und Handeln zum dümmlichen Neuling, der zwar irgendwie Spaß macht und Genialität in sich trägt, das aber nur zu kurz angerissen wird. Der Serienversion "rennt" er hier Meilenweit hinterher... da sehe ich überraschend viel Schwierigkeiten für den Einzelfilm.

An Cyborg wird sehr deutlich, dass man vorher einen Solofilm dringend nötig gehabt hätte. Die Figur und seine Entstehung bringen so viele interessante Konflikte und Schwierigkeiten mit sich, die viel mehr Leinwandzeit nötig gehabt hätten. Trotz dessen ist seine Darstellung sehr gelungen und man will mehr davon sehen.

Ben Affleck ist für mich einfach die Idealbesetzung für Batman im DCEU. Da stimmt alles, seine Darstellung in Anlehnung an die Dark Knight Comics, seine Rolle als Anführer, seine Verletzlichkeit als Mensch, sein fortgeschrittenes alter und einhergehende Müdigkeit und Beziehung zu Superman wirken wie aus einem Guss. Man kann nur hoffen, dass da noch mehr kommt, und seine Figur noch weiter ergründet wird, bitte mit Affleck.

Supermans Storybogen wird ähnlich wie bei Wonder Woman passend weiter erzählt ohne aufgesetzt und zu konstruiert zu wirken. Er hat leider weniger Leinwandzeit als die anderen fünf, es mach aber wieder viel Spass ihm zuzusehen wie er austeilt.

Vergleich zu Marvel.

Wie bei keinem anderen Film aus dem DCEU vorher, muss man diesen Vergleich ziehen. Wie aus meinen Figurenbeschreibungen hervorgeht, hätten Flash, Aquaman und Cyborg Originfilme dringen nötig gehabt und vor allem vor Justice League spielen sollen. So hätte man die übergeordnete Geschichte um Steppenwolf einführen können (ein kurzer Schwenk auf ein Bild zählt da für mich nicht) und den Personen und ihrer Entstehung mehr Raum geben können. Die Intention von Steppenwolf wird nicht deutlich (auch wenn es nur Eroberung sei) und auch das kosmische kommt zu kurz (wie kann man hier keinen Green Lantern bei haben, macht der grad Urlaub wenn die Erde angegriffen wird?). Wie es funktioniert macht Marvel seit Jahren vor, Originfilm - großen Konflikt anreißen -Zusammenkunft von allen. Das Wonder Woman, Batman und Superman ihre Einführungen schon hatten merkt man deutlich. Ihre Auftritte und Handlungen wirken viel stimmiger als bei Cyborg, Flash und Aquaman.

Der Anschein, der auch aus den News rund um das DCEU erzeugt wird, bewahrheitet sich hier. Der Erfolg muss schnell her, die Filme mit vielen Charakteren die Kohle reinholen, um dann die Einzelfilme zu rechtfertigen. Zeit, um zuerst die Figuren einzuführen, bleibt da nicht. Und einen Plan wo alles hinführen soll, scheint kein Mensch zu haben. Da merkt man auch, wie gut es Marvel in den letzten Jahren hinbekommen hat.

Was beide gleich schlecht machen, sind die austauschbaren Bösewichte. Die Bedrohung an sich wirkt zwar bei Justice League ernster, Steppenwolf an sich, bleibt aber zu blass und zu einfach gestrickt. Einfach nur zerstören und erobern ist da zu wenig.

Was aber wiederum besser als bei Marvel klapp, ist der Grundton des Films. Ernsthaftigkeit und Bedrohung stehen im Vordergrund, der Witz wird an einigen passenden Stellen eingestreut. Auch die immer noch düstere Stimmung und Bildsprache trägt dazu bei. Sehr gut so. Das quietschbunte und zum Teil zu lustige MCU müsste sich da einen Teil abschneiden.

Fazit

Wie bewertet man das nun? Die Helden machen Spaß, dazu kommt aber eine austauschbare Story und Gegenspieler. Das ergibt trotz allem solide Unterhaltung und keines Wegs einen schlechten Film. Wenn man aber genau hinschaut, sieht man die Probleme, die Warner und DC haben. So ganz Rund und Stimmig wirkt das alles nicht.

Man kann nur hoffen, das man das potential in Zukunft nutzt, Anhaltspunkte dafür gibt es genug. Da wären z.B. der Pinguin, dessen Existenz bestätigt wird, die Post Credit Scene mit Lex Luthor und Death Stroke, eine grüne Green Lantern Faust die man kurz sieht und ein großer Tisch in der Wayne Manor, der viel Platz hat...

Justice League Bewertung
Bewertung des Films
710
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