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Maggies Plan

Vorhersehbar, aber niedlich

Maggies Plan Kritik

0 Kommentar(e) - 20.07.2016 von Moviejones
Filmkritik

Maggies Plan Bewertung: 3.5/5

Die Liebe ist das, was viele Filme verbindet und nicht selten ist New York der Schauplatz, wenn es um Irrungen und Wirrungen geht, die uns alle auf die ein oder andere Weise im Leben bewegen. Dass dabei nicht immer alles nach Plan verläuft, ist klar und selten gestaltet sich das eigene Leben wie ein Hollywoodfilm. Warum also nicht einen Film machen, wo eben alles ein wenig anders kommt als man es kennt?

Maggie (Greta Gerwig) ist Single und hat für sich festgestellt, so richtig klappt das mit ihr und der Liebe nicht. Zu schnell ist sie immer wieder entliebt und dann auch wieder Single, dabei hätte sie so gerne ein Kind. Eine Samenspende soll helfen, doch dann lernt sie John (Ethan Hawke) kennen, einen verheirateten und gebildeten Mann. Liebe kennt keine Hindernisse und so sind auch schnell John und Maggie verheiratet und das mit Kind. Hier enden die Geschichten üblicherweise, doch Maggies Geschichte fängt erst an, denn nach drei Jahren ist von Romantik nichts mehr zu spüren und da fasst sie den Plan, John wieder mit seiner Ex-Frau (Julianne Moore) zu verkuppeln. Doch die hat darauf erst mal genau so wenig Lust wie John...

Maggies Plan Filmkritik

Eine Dreiecksbeziehung der anderen Art, die wieder einmal zeigt, dass sich die Liebe nicht an Regeln hält, das müssen auch die Protagonisten in Maggies Plan erfahren. Allen voran Ethan Hawke, der zwischen zwei Frauen steht und mit seinem Jahrgang 1970 spürbar gealtert ist. Das verhilft ihm aber zu mehr Glaubwürdigkeit, um perfekt zwischen die deutlich jüngere Gerwig und zehn Jahre ältere Julianne Moore zu passen.

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Maggies Plan zehrt sehr davon, dass wir alle für unser Leben am liebsten einen perfekten Plan hätten, an dem sich alles auszurichten hat und jedes Puzzleteil idealerweise ineinander passt. Dass das Leben das oft nicht zulässt, ist eine Erfahrung, die jeder irgendwann mal machen muss und hier hält der Film uns deutlich den Spiegel vors Gesicht. Dabei versucht Maggies Plan aber nicht, alles ins Lächerliche zu ziehen, denn für eine romantische Komödie ist gerade der Witzfaktor erstaunlich niedrig angesiedelt und ergibt sich eher aus vereinzelten Dialogen, die zwar in der Form in der Realität seltener stattfinden würden, aber passend sind. Die Bodenhaftung bleibt damit weitestgehend bestehen und auch die Natürlichkeit.

An einigen Stellen erinnert Maggies Plan jedoch frappierend an Plan B für die Liebe aus dem Jahr 2010, Ähnlichkeiten zwischen beiden Filmen sind auf jeden Fall nicht wegzudiskutieren. Dennoch hat Maggies Plan seinen ganz eigenen Charme, der sich stellenweise über die gestreckten 90 Minuten entfaltet. Hier rächt sich dann ein wenig die eben beschriebene "Bodenhaftung", aber wir leben gern mit diesem Manko, da es sonst nur ein weiterer der üblichen Filme des Genres geworden wäre. So wurde es ein interessant, wenn auch nicht perfekt.

Maggies Plan Bewertung

Am besten findet Julianne Moores Georgette im Film die wohl treffendste Bezeichnung für das, was Liebe wirklich ausmacht: "Ich habe gemerkt, ich kann ohne dich leben, aber ich möchte das nicht." Liebe ist ein Gefühl, aber im Gegensatz zum Verliebtsein eines, für das man sich entscheidet. So ist auch Maggies Plan ein Film, ohne den man sehr gut leben könnte, aber man kann sich auch durchaus dafür entscheiden und wird diese Entscheidung sicherlich nicht bereuen. Dass am Ende alles doch irgendwie nach Plan läuft, ist zwar dann wieder ein wenig zu viel Hollywood in einem ansonsten schönen, nahezu klischeebefreiten Film, aber darüber sehen wir gnädig hinweg. Wird hier doch eine Liebeskomödie zelebriert, die mal ohne Tand und Glitter auskommt, der unser Miteinander schon genug verklärt.



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