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Sing

Ein Koala mit einem Traum

Sing Kritik

5 Kommentar(e) - 16.11.2016 von Moviejones
Filmkritik

Sing Bewertung: 4.5/5

Sing Kurzkritik

Kein Ahnung was Sing anders macht, aber irgendwas macht es perfekt und trifft so absolut die richtigen Noten. Was zu Beginn nach einer 08/15-Story aussieht, bei der wieder nur die gleichen stereotypen Animationsfiguren durchs Bild huschen, entpuppt sich schnell als wirklich rührende Geschichte und musikalischer Genuss. Damit reiht sich Sing als zweitbester Animationsfilm des Jahres direkt hinter Zoomania ein. Mehr Lob geht nicht!

Sing Kritik

Koala Buster Moon liebt das Theater, weswegen er seit Jahren die Leitung über ein solches Etablissement innehat. Nur mit dem Erfolg klappt es nicht so und die Gläubiger stehen auch schon Schlange. Doch dann die rettende Idee, ein Gesangswettbewerb soll Schwung in die Bude bringen! Und tatsächlich stehen kurz darauf hunderte Tiere vor seiner Tür und wollen in seiner neuen Show mitmachen. Dumm nur, dass Buster nicht mitbekommen hat, dass sein ausgeschriebenes Preisgeld von 1.000 $ durch einen Tippfehler als 100.000 $ an die begeisterten Teilnehmer kommuniziert wurde - und das wird schnell zu einem Problem...

Tiere, die in einer Stadt friedlich miteinander leben, klingt ein wenig vertraut und genau genommen hätte Sing auch einfach nur eine weitere Episode aus dem verrückten Zoomania sein können. Doch wenn einem zu Beginn Minions bereits "Illumiiiinatioooooon!" ins Ohr brüllen, weiß man bereits, hier wird eine andere Musik gespielt und tatsächlich ist Musik genau das, worum es in Sing geht. Denn der Status Quo der zusammen lebenden Tiere wird den Zuschauern regelrecht vor die Füße geworfen, friss es oder vergiss es, und näher wird darauf nicht eingegangen. Vergesst gesellschaftliche Parabeln, hier gilt das Motto: Es tanzt die Sau, es steppt der Bär, Singen ist so gar nicht schwer!

Was sich dabei zu Beginn als recht gewöhnliche Geschichte andeutet, ist überraschend genau das Gegenteil. So kann bei Sing zwar nicht von komplex gesprochen werden, aber der Verlauf ist immer wieder nicht abzusehen und das verleiht dem Film trotz seines augenscheinlich bekannten Konzepts eine frische Note. Hier spielen natürlich die Tiere eine Rolle, die zwar alle bestimmte Charakteristika verkörpern, die aber alle ein Traum eint. Deswegen ist es auch erfrischend, dass Buster Moon zu Beginn ein wenig unnahbar und unsympathisch wirkt, schnell aber klar wird, dass nicht etwa bloß die Wandlung vom griesgrämigen Koala zum liebenswerten Beuteltier gezeigt wird, sondern dass Buster wirklich ein guter Kerl ist, der einfach nur seinen Traum leben will. Dabei geht er aber nicht über Tierleichen, sondern gibt anderen wirklich eine Chance. Dieses fast schon heimelige Konzept ging bei uns absolut auf.

Was ebenfalls für Sing spricht, ist die gelungene Musikauswahl. Die gute Mischung aus alten und neuen Titeln lässt den Zuschauer im Kino unweigerlich mitwippen. Die Lieder wurden dabei immer auf die Szenen abgestimmt, was für zusätzliche Lacher sorgt. Die vorgetragenen Songs wurden dabei alle im englischen Original belassen, woran sich womöglich die Geister scheiden werden. Einerseits bleiben die Lieder somit authentischer und entsprechen eher den Originalfassungen, wer aber nicht genau zuhört oder aber jüngere Zuschauer, die Englisch noch nicht so gut können, verpassen dadurch ein paar Witze.

Natürlich könnte man bemängeln, dass überhaupt nicht geklärt wird, warum die Tiere hier in einer Stadt leben und die Rollen von Menschen einnehmen. Auch ist völlig unklar, warum hier Carnivoren und Herbivoren so friedvoll miteinander auskommen. Aber das wäre absolute Haarspalterei und ein sinnloser Versuch, das Koalahaar in der Suppe zu finden und bei dem Spaß, den wir bei Sing hatten, wollen wir das gar nicht erst versuchen!



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Sing Bewertung
Bewertung des Films
910
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5 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.12.2016 | 13:18 Uhr07.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Mit meinem Sohn brauche ich da leider nicht mehr rein. Der ist mittlerweile in einem Alter, wo man nicht mehr für solche Filme ins Kino geht. Mein Alibi (weil ich selbst solche Filme gerne sehe) ist also nicht mehr vorhanden^^

Spaß beiseite, ich werde mir den Film mit Sicherheit im heimischen TV-Kino ansehen. Wenn er so gut wie Zoomania ist, freue ich mich schon drauf.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.12.2016 | 12:00 Uhr07.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Huch, der Film ist ja komplett an mir vorbei gegangen, bis ich heute morgen ein Interview im Radio hört und zwar mit Stefanie Kloß von Silbermond. Sie spielt Ash, eine Stachelschweindame. Da stellt sich mir natürlich direkt die Frage, warum...!? Okay, keine Ahnung, ob sie eine gute Synchronsprecherin ist, aber offenbar wurde sie nicht gecasted, um zu singen. Wie in der Kritik erwähnt, sind ja die Originallieder von den Originalstimmen (hier Scarlett Johansson) beibehalten.

Wie auch immer, jetzt habe ich den Film auch auf dem Schirm. Könnte der nächste Kinobesuch mit den Kindern sein.

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

Tim
King of Pandora
Geschlecht | 05.12.2016 | 12:38 Uhr05.12.2016 | Kontakt
Jonesi

@Potsdame
Willkommen auf MJ. Ein echt schöner erster Kommentar. Bitte mehr davon. So sollten alle neuen User einsteigen. :-)

Potsdame
Moviejones-Fan
05.12.2016 | 10:52 Uhr05.12.2016 | Kontakt
Jonesi
1

Wir haben den Film letzte Woche als Vorpremiere gesehen. Die Musikauswahl ist wirklich toll und mit Katharina Thalbach als Stimme des holzäugigen Chamäleons hätte man es nicht besser treffen können. Die englischen Originalstimmen, u.a. Scarlett Johansson und Taron Egerton, sind in den Songs noch zu hören und so bekommt man eine schöne Mischung aus deutscher Synchro und englischer OV.

Der Film jagt jetzt nicht direkt von einem Schenkelklopfer zum nächsten, sondern hat auch den bereits erwähnten etwas ernsteren Subtext, den ich so nach dem Trailer nicht erwartet hatte. Es ist primär ein Unterhaltungsfilm, nicht mehr, aber auch nicht weniger, und mich hat er sehr gut unterhalten. Singende und tanzende Schweine find ich halt einfach lustig und auch der Nebenjob des Koalas in der Krise war eine sehr kreative, lustige Szene.

In 3D hätte ich ihn allerdings nicht unbedingt sehen müssen, 2D hätte auch gereicht.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 22.11.2016 | 09:55 Uhr22.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Überraschende Kritik und Bewertung, denn wenn die Trailer etwas verdeutlichten, dann dass wir ne typische 0815-Story haben. Bin deshalb überrascht, dass der Film so gut ankam. Nach dem großartigen Zoomania scheint dies hier dann jedoch wieder etwas für die Jüngeren zu sein, ein Kinobesuch war ohnehin nicht eingeplant.