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Suicide Squad

Der größte Quatsch der Blockbuster 2016

Suicide Squad Kritik

1 Kommentar(e) - 18.09.2016 von TiiN
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von TiiN.
Filmkritik

Suicide Squad Bewertung: 2/5

Suicide Squad ist ein Film von 2016 und der dritte Teil der neu entstehenden Suicide Squad. Regie führte augenscheinlich David Ayver und diese Kritik ist NICHT spoilerfrei.

Trailer zu Suicide Squad
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Handlung

Nur das allernötigste zur Geschichte: Man hat durch das Auftauchen von Superman gemerkt, wie wehrlos man doch gegen sogenannte Meta-Wesen & Co ist und beschließt daher eine Gruppe von Menschen mit besonderen Fähigkeiten zusammen zustellen. Diese Menschen sind aber keine Superhelden sondern Schurken, welche überwiegend dank Batman nach und nach ins Gefängnis gebracht wurden.

Kritik

Suicide Squad war für viele Menschen aufgrund sehr stimmungsvoller Trailer und einer vielversprechenden Thematik ein Wunschfilm aus dem DC Universum. Inzwischen ist der Film schon einige Zeit in den Kinos gelaufen und kann finanziell durchaus als Erfolg für das Filmstudio angesehen werden.

Wenn man das Selbstmordkommando jedoch inhaltlich betrachtet, dann kann sich einem mehrmals der Magen umdrehen. Denn die 123 Minuten Laufzeit servieren überwiegend ganz furchtbare Mischungen der Filmschaffenden.

Aber zunächst sollte das positive betrachtet werden, denn Suicide Squad bietet durchaus ein paar sehr gelungene Aspekte. Diese bestehen im Wesentlichen aus drei Figuren, welche durch ihre Besetzung wunderbar zum Leben erweckt wurden. Angefangen mit Deadshot, dargestellt von Will Smith. Der Film nimmt sich für seine Geschichte glücklicherweise viel Zeit und Smith verkörpert den Scharfschützen der zeitgleich auch ein liebender Vater ist wirklich gut. Ein gleiches Szenario finden wir bei Margot Robbie und ihrer Figur der Harley Quinn wieder. Wurde sie in Film und Fernsehen bislang überwiegend durch die Zeichentrickserie der 90er Jahre geprägt, so gelingt es auch Robbie, dieser Figur Leben einzuhauen. Das in Stein gemeißelte Lachen was sie dauerhaft im Gesicht trägt passt wunderbar zu der Figur und dadurch, dass sich ähnlich wie bei Deadshot der Film auch viel Zeit für ihre Figur nimmt, kann man auch hier mit Harley Quinn viel anfangen.

Die dritte Figur die mir gut gefallen hat, hat zeitgleich einen riesigen Nachteil ... sie verkommt zur Randfigur und gemeint ist der Joker, neu dargestellt von Jared Leto. Nach Jack Nicholson und Heath Ledger eine wunderbare psychopatische Neuinterpretation die unglaublich viel Potential hat liegen lassen.

So, das war es. Mehr positives mag mir zu diesem Stück Film ehrlich gesagt kaum einfallen. Wie groß das Suicide Squad genau ist kann man gar nicht genau sagen. Es wird vollgestopft mit Figuren, welche allesamt keine Daseinsberechtigung haben. Killer Croc z.B. darf gegen Ende durch eine Kanalisation schwimmen, läuft ansonsten nur artig mit und guckt grimmig. Das gleiche kann man weitestgehend zu Captain Boomerang sagen. Slipknot und Katana sind so wichtig für das Team, dass sie einfach kurz vor Einsatzbeginn dazu gestopft werden ... Slipknot darf bereits schon wenige Minuten später seine Arbeiten am Film beenden und man fragt sich: Wofür war der gut? Einzig Diablo hat etwas Hintergrund spendiert bekommen. Die weiteren Begleiter des Squad waren so einprägsam, dass ich sie nicht mal namentlich wiedergeben kann.

Man hat also eine Handvoll Schurken, von denen zwei wirklich gut gezeichnet und interessant sind und der Rest ist ein leeres Beiwerk.

Soweit ok, das soll ja vorkommen, solange die Filmhandlung alles gut verpackt und eine spannende Geschichte erzählt. Die Trailer haben in der Hinsicht sehr neugierig gemacht. Muss das Selbstmordkommando gegen einen wahnsinnigen Joker antreten? Will man gar Batmans brutalen Weg gegen das Verbrechen mit Verbrechern stoppen? Nein! Viel besser! Die fiktive Stadt Midway City wurde von einer Hexe in Besitz genommen und gemeinsam mit ihrem Hexenbruder prügeln sie dort alles kurz und klein und erschaffen sich eine Hexenarmee! Das klingt so bescheuert, dass man es gar nicht glauben möchte...

Für die Stadt Midway City hat man u.a. Chicago als Vorlage genommen. Eine dichtbebaute Millionenstadt mit vielen Hochhäusern. Trotzdem ist die Stadt komplett leer, außer ein paar böse Hexensoldaten, damit das Team etwas zum Kloppen hat. Vielleicht erinnert sich noch jemand an Stirb Langsam 5, als zu Beginn des Films nach der Explosion im Gerichtssaal nicht nur der Saal sondern auch die umliegenden Stadtteile menschenleer war und McClane ohne jegliche Polizeiunterstützung gemeinsam mit seinem Sohn allein in der offenbar verlassenen Weltmetropole Moskau die Schurken jagen konnte. Genau den gleichen Quatsch hat man in Suicide Squad fabriziert...

Umgesetzt wurde dieses ganze Machwerk angeblich von Regisseur und Drehbuchautor David Ayer. Dieser Mann könnte vielen Leuten durch Filme wie End of Watch, Herz aus Stahl oder Sabotage bekannt sein. Filme mit schwankender Qualität, welche jedoch eines gemeinsam haben: Man erkennt bei jedem einzelnen Streifen die Handschrift und den Stil von Ayer. In Suicide Squad findet man von diesem Stil überhaupt nichts. Auch wenn sich der Film dunkel und böse präsentieren möchte, so ist er doch über weite Strecken weichgespült.

In diesen Zusammenhang sind Gerüchte in der Vergangenheit interessant, wonach Suicide Squad durch erhebliche Nachdrehs auf Wunsch des Filmstudios verändert wurde. Aussagen von Jared Leto, dass erhebliche Teile seiner Szenen gar nicht erst gezeigt wurden, erhärten diesen Verdacht. Es bringt überhaupt nichts, wenn man einen authentischen Filmemacher engagiert und ihm Drehbuch und Regie überlässt, wenn er aber nicht die tatsächliche Entscheidungsgewalt über den Film besitzt. Wenn man sich das Endprodukt von Suicide Squad anschaut, dann scheint David Ayer kastriert wurden zu sein. Auf ein Wortspiel mit den Eiern möchte ich an dieser Stelle verzichten. Suicide Squad strahlt absolut 0 von dem aus, was David Ayer auszeichnet.

Über die kurzen Auftritte von Batman, die Abziehbildschurkin Amanda Waller oder die schlechte visuelle Umsetzung der Hexin soll an dieser Stelle gar nicht viel mehr erzählt werden. Dass der ganze Zwei-Stunden-Film die Thematik im DC Universum kaum voran bringt und am Ende die Figuren genau wieder dort sind, wo sie bereits zu Beginn waren rundet das Gesamtbild nur ab.

Fazit

Suicide Squad ist ein Musterbeispiel dafür, was passiert, wenn die Filmstudios zu viel Einfluss in die Produktionen erhalten. Es ist ein Film resultiert, der durchaus vereinzelte unterhaltsame Momente besitzt und damit zeigt, wie man doch das Potential mit Füßen getreten hat. Das schlimme daran ist tatsächlich, dass sich Suicide Squad durchaus als finanzieller Erfolg gemausert hat und man daher in Zukunft mit weiteren solcher Streifen rechnen muss.

4 von 10 für Suicide Squad



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Suicide Squad Bewertung
Bewertung des Films
410
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TiiN
Pirat
Geschlecht | 20.09.2016 | 17:57 Uhr20.09.2016 | Kontakt
Jonesi

Ich glaube Suicide Squad ist für meine Kinobesuchstatistik 2016 wohl der Flop des Jahres geworden.