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The Great Wall

Monster gegen Monster

The Great Wall Kritik

13 Kommentar(e) - 11.01.2017 von Moviejones
Filmkritik

The Great Wall Bewertung: 3.5/5

Mit The Great Wall ist Universal Pictures ein kurzweiliges Fantasyabenteuer gelungen, das mit seinem chinesischen Setting auch jene packen dürfte, die Eastern sonst nicht so mögen, aber Monstern aufgeschlossen gegenüberstehen. Der Mix aus Genreelementen, Intellobestien und farbenfrohem Kampfspektakel macht Laune, auch wenn Regisseur Zhang Yimou hiermit freilich nicht seine bestechendste Arbeit abgeliefert hat.

The Great Wall Kritik

China vor langer, langer Zeit. William Garin (Matt Damon) kann sich mit seinem Gefährten Pero Tovar (Pedro Pascal) durch einen glücklichen Zufall in die Obhut des "Ordens ohne Namen" auf die Große Mauer retten und muss erfahren, wozu dieses gigantische Bauwerk einst geschaffen wurde: Eine schier unendliche Masse an grauenhaften Kreaturen sucht das Land periodisch heim und nur der wahrlich aufopferungsvolle Einsatz der Kämpfer vor Ort setzt den Angriffen etwas entgegen. William muss lernen, dass Eigennutz in manchen Situationen niemandem nutzt und dass es mitunter etwas bringen kann, jemandem zu vertrauen...

Freunde des chinesischen Films werden beim Namen Zhang Yimou wissend aufhorchen und den Regisseur prompt einordnen können. Hero, House of Flying Daggers und Der Fluch der goldenen Blume sind nur einige seiner bildgewaltigen Meisterwerke, die die Messlatte für die internationale Koproduktion The Great Wall entsprechend hoch anlegen. Vor diesem Hintergrund mag der hier verortete Fantasycharme mit unappetitlichen CGI-Monstern etwas robuster daherkommen, er unterhält trotzdem.

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Direkt zu Beginn lässt einem die Monströsität des Baus den Atem stocken und ziemlich flott wird ersichtlich, warum die Menschen so viel Zeit mit der Konstruktion verbracht haben. The Great Wall lässt kaum Zeit zum Durchatmen und besonders die einleitende Kampsequenz mit ihrer Choreographie, den einzelnen Kampfeinheiten und ihren Spezialitäten sowie die Brutalität der Angreifer machen klar, dass es in den folgenden Minuten nicht zimperlich zugehen wird. Hier wird man hineingesogen in den Film, der mit seiner Künstlichkeit in Kombination mit menschlicher Perfektion punktet.

Andererseits fielen schon beim Blick auf die Trailer vor allem die an der Mauer anbrandenden computergenerierten Monster auf und allen, die noch Hoffnung hatten, dass diese Tricks im finalen Film etwas kunstfertiger daherkommen mögen, müssen wir enttäuschen. The Great Wall lebt auf breiter Ebene von CGI, wirkt auch hier sehr unecht, aber das ist insgesamt auch als Stil zu begreifen, der packt, so man es denn zulässt. Blut gibt es natürlich reichlich, aber das zumeist in grüner Farbe beim Hauen und Stechen auf die Monster. Das ermöglicht ein FSK 12 und auch deswegen wird Emotionen kaum Raum geboten, selbst wenn Menschen getötet werden. An dieser Stelle ist die Künstlichkeit bedauerlich, denn hier unterscheidet sich "gut" von "grandios".

Matt Damon, der nicht per se als der aalglatte Held in Fernost präsentiert wird, spielt etwas hölzern, was seinem Charakter in der neuen Umgebung geschuldet ist, und wird von "Kumpel" Pedro Pascal bestens unterstützt. Allein noch Willem Dafoe macht als "Kaukasier" das, was er am besten kann und ansonsten besteht The Great Wall zu einem Großteil aus chinesischen Darstellern, die den Film in ihren Rollen auf glaubhafte Weise tragen. Besonders in den Vordergrund rückt die junge Schauspielerin Tian Jing als Kommandantin Lin Mei, die neben Damon einen Großteil des Films über zu sehen ist und beweist, dass auch Frauen in Führungsrollen aber so was von ihren Mann stehen können.

Wir fühlten uns gut hundert Minuten weitgehend bestens unterhalten und erlebten The Great Wall als Fantasyfilm, der besonders mit seiner visuellen Größe und Fülle an bunten Details und Landschaften besticht. Die Künstlichkeit der Monster wird wettgemacht durch deren cooles Aussehen und ihre Schwarmintelligenz, was schon in Starship Troopers und World War Z in seiner schieren Masse verängstigte. Irgendwann ist man drin in der Geschichte und erfreut sich an den überbordenden Kostümen und diesem für unsere Breiten eher ungeläufigen Stil.



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The Great Wall Bewertung
Bewertung des Films
710
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13 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
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GeneralGrievous
Moviejones-Fan
Geschlecht | 08.06.2017 | 09:13 Uhr08.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Habe mir den Film gestern Abend mal gegönnt. Ich stimme eurer Kritik im Wesentlichen überein. Ich wurde "gut" unterhalten, für "zwischendurch" genau der richtige Film. Kritisch ist in meinen Augen definitiv die viel zu kurze Laufzeit anzumerken, ich hätte mir gewünscht, dass man sich erheblich mehr Zeit für die Einführung und Beweggründe der (Haupt-)Figuren nimmt. Beispielsweise in Form von RÜckblenden - wie dies trotzdem perfekt mit Asia-Setting funktionieren kann, beweist ja insbesondere The Last Samurai. Dieser hatte im Gegensatz zu Great Wall zudem ein R-Rating, was dann die Atmosphäre sicherlich noch ein wenig mehr bedrohlich macht. Die Effekte - mhm, na ja, für meinen Geschmack zu künstlich. Schauspielerisch wirkten Damon und Dafoe doch arg gelangweilt bzw. unterfordert. Ihre Sache besser gemacht haben in meinen Augen Pedro Pascal (sehe ich sowieso immer gerne!) und Tian Jing.

Insgesamt wie gesagt ein "guter" Film, aber leider mit viel verschenktem Potenzial.

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 12.01.2017 | 22:32 Uhr12.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@theduke

Also Passengers als Liebesschnulze abzustempeln, ich weiß nicht. Ich habe Passengers noch nicht gesehen, aber ich hoffe mal und gehe eigentlich davon aus, dass der Romantikanteil sich noch immerhin so in Grenzen hält, dass es keine Schnulze wird. Ansonsten werde ich wohl eine böse Überraschung im Kino erleben^^

Que la loi soit avec toi!

theduke
Moviejones-Fan
Geschlecht | 12.01.2017 | 20:07 Uhr12.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@Snake Ok, nun hast du dich deutlicher ausgedrückt, denn mich hatte das bei dir ebenso gewundert wie ferdyf. AC hätte ich mir gerne angeschaut, doch noch bevor ich hier bei MJ Kritiken gelesen hatte, kamen einige Filmbewertungen bei uns im Radio, und der Vorwurf das die Figuren keine Tiefe besitzen reichte mir. Passengers. Eine Liebesschnulze im Weltraum benötige ich nicht, aus dem Alter bin ich raus laughing

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 12.01.2017 | 09:24 Uhr12.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 12.01.2017 09:30 Uhr editiert.

@ Duke:

Bei Assassins Creed hatte ich die Kritik nicht mal gelesen vorher und ich war in Begleitung drin. Ich wollte ihn als es so weit nicht mal sehen, aber die Vorstellung des Alternativfilms Passengers war bereits so voll, dass ich letztlich doch bereit war AC zu schauen - und er war grausig.

Bei The Great Wall war ich von Beginn an skeptisch, dass es eben ein belangloses und künstliches CGI-Fest werden könnte. Und genau das bestätigt die Kritik doch - "nette Berieselung" für 100 Minuten. Ich habe gehofft, dass - nachdem viele gemeint haben der Regisseur sei so ein Genie und der Film würde so episch werden - eben mehr dabei rauskommt als emotionslose CGI-Bilder mit fragwürdigem (die Trailer ließen schlimmes vermuten) Stil.

Heißt nicht, dass ich dem Film nicht ne Chance geben werde - wer mich kennt weiß, dass ich eine UCI-Unlimited Card, also eine Kinoflat habe. Da ist es egal ob der Film dann auch mal scheiße ist, ich zahl ja nix extra abgesehen von der verlorenen Lebenszeit. Aber es klingt eben alles nach reizlosem Effektfilm. 3,5 Hüte sind nicht schlecht, 3,5 Hüte sind okay - ne 2- oder 3+ halt. Der Film müsste aber bei den Voraussetzungen im Bereich 2+ bis 1- landen damit er wirklich interessant aussieht. Ein Film der mich von Beginn an von den Trailern her nicht packt muss mir mehr bieten als okaye 3,5 Hüte um spannend zu sein - weil der Begriff sich für mich hier von "gespannt auf den Film sein" ableitet. Und das bin ich eben garnicht mehr nach der Review.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
theduke
Moviejones-Fan
Geschlecht | 12.01.2017 | 00:09 Uhr12.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ohjemine. Wie sehr hatte ich den Trailer gegen alle Kritiker immer wieder verteidigt! Immer wieder nörgelte man an einem weißen Darsteller herum der unplaziert wirkt, wo ich gerade das super fand. Lese ich mir aber die Kritik durch, warte ich dann wohl doch eher auf die DVD und liege dann am Sofa. Warum? Wenn ich eines nicht ab kann, dann CGI das genauso aussieht, Monster denen man das CGI ansieht, und Filme die kein Herz und kein Charme besitzen.

@Snake Ok dir haben die Trailer nicht gefallen, aber bitte was hat deine Ablehnung nun wegen 3,5 Hüten noch gesteigert? Muß man nicht verstehen, oder? MJ vergab Assasins Creed nur 2 Hüte und du bist in den Film gegangen, und hier vergab man 3,5 Hüte und du nimmst diese hohe Hutvergabe als schlechte Bewertung auf ?

@ferdy du verstehst nichts falsch, denn ich kann Snake auch nicht verstehen. Wenn mir ein Trailer gefällt, ich den Film auch sehen will, dann juckt mich eine Hutvergabe nicht. Die Hutvergabe ist hier sogar ziemlich gut. Leider weiß man bei MJ nie, wer den Film gesichtet hat, aber schlechte CGI und kaum Emotionen reicht mir als Kritik. Wundert mich hier aber trotzdem, warum man den Film so hoch berwertete.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
ferdyf
Alienator
Geschlecht | 11.01.2017 | 20:21 Uhr11.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Seit wann ist eine 7 von 10 weniger spannend?

Oder verstehe ich das falsch?

The Great Wall lässt kaum Zeit zum Durchatmen und besonders die einleitende Kampsequenz mit ihrer Choreographie, den einzelnen Kampfeinheiten und ihren Spezialitäten sowie die Brutalität der Angreifer machen klar, dass es in den folgenden Minuten nicht zimperlich zugehen wird.

The Great Wall lebt auf breiter Ebene von CGI, wirkt auch hier sehr unecht, aber das ist insgesamt auch als Stil zu begreifen, der packt, so man es denn zulässt.

Denn die Kritik klingt ja eher nach einem ziemlich coolen Film

ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 11.01.2017 | 19:55 Uhr11.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Bin da bei Strubi und Sully. Der Film sah von Beginn an nicht besonders spannend aus und sieht mit ner 7/10 noch weniger spannend aus. 100 Minuten Laufzeit sind auch nicht grad ein Garant für eine epische Geschichte. Ich vermute ich werde gewisse "Seventh Son"-Vibes haben bei dem Film wink

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Thor17
Donnergott
Geschlecht | 11.01.2017 | 19:06 Uhr11.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Habe mir die Kritik noch nicht durchgelesen nur mal die Punktevergabe. Von dem her schaut das ganze schon in Ordnung aus und so hätte ich es auch erwartet.

Am Wochenende wird er schon gesichtet und hoffentlich der erste positive Kinobesuch im neuen Jahr smile

Strubi
Hexenmeister
Geschlecht | 11.01.2017 | 19:05 Uhr11.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich sehe das eher wie Sully. Eigentlich kann ich da gar nicht mehr so viel ergänzenwink. Filme, die aufgrund "großer" Bilder und viel Action beim erstmaligen Ansehen halbwegs unterhaltsam sind, gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Ins Kino locken oder gar begeistern tut mich davon aber nichts.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 11.01.2017 | 13:41 Uhr11.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich bin auf Grund dieser Bewertung ebenfalls etwas beruhigt, denn ich rechnete mit dem Schlimmsten. Dass der Film aber unterhalten, beängstigende Szenen und eine gewisse Brutalität haben soll, lässt einen positiv stimmen. Die Trailer nahmen mich überhaupt nicht ab, der Starttermin riecht nach Flop und die Künstlichkeit war/ist bisher immer noch ein Ärgernis, aber scheinbar schlitterte man laut MJ an eienr Vollkatastrophe gerade noch so vorbei.


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