Attraction

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Starman trifft E.T.

Attraction Kritik

Attraction Kritik
2 Kommentare - 03.07.2017 von Moviejones
Wir haben uns Attraction für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Attraction

Bewertung: 3 / 5

Attraction ist ein spannender Genrebeitrag aus Russland, der beweist, dass es nicht immer gigantische Budgets braucht, um etwas zu erreichen. Optisch sehenswert und mit vielen durchaus interessanten Ideen gespickt, bietet Attraction dem Zuschauer eine ganze Palette an Gründen, um einen Blick zu wagen. Leider ist das Endergebnis nicht ganz rund und Logikfehler und ein zum Finale hin kitschiger Grundton machen das Erlebte etwas kaputt. Wer damit aber leben kann und einfach mal sehen will, wie solch ein Film aussieht, wenn er nicht aus den USA kommt, dem dürfte das Resultat gefallen.

Attraction Kritik

Der Asteroidenschauer über Moskau soll ein ganz besonderes Ereignis werden und auch Yulya (Irina Starshenbaum), ihr Freund Artyom (Alexander Petrov) und ihre beste Freundin wollen das hautnah miterleben. Doch das Ereignis wird von einer Katastrophe überschattet, als ein außerirdisches Raumschiff mitten in Moskau abstürzt. Tote und Verletzte sind die Folge und niemand weiß, ob die Aliens in Freundschaft oder Feindschaft gekommen sind. Während das Militär beschließt, das Areal großräumig abzusperren, ist die Bevölkerung zunehmend unzufrieden - und auch Yulya und ihre Freunde haben mit den Aliens noch eine Rechnung offen. Als sie in die Sperrzone einbrechen, hat dies folgenreiche Konsequenzen...

Trailer zu Attraction

Es ist erstaunlich, wie es Russland schafft, mit überschaubaren Mitteln solch einen Film auf die Beine zu stellen. Während in den USA Attraction durchaus 70-80 Mio. $ gekostet hätte, kam Fedor Bondarchuk mit mageren 6 Mio. $ aus und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Statt auf Effektgewitter konzentriert sich Bondarchuk vor allem auf die zwischenmenschliche Ebene und dennoch versteht er es, immer wieder spannende Effektsequenzen einzubauen. So ist vor allem der Absturz des Raumschiffs sehenswert und braucht sich hinter vielen US-Produktionen nicht zu verstecken. Vor allem da sich hier auf das Wesentliche konzentriert und der Effekt so um ein Vielfaches verstärkt wird.

Obwohl in Attraction bei weitem auf (vor allem hierzulande) unbekannte Darsteller gesetzt wird, füllen diese ihre Rollen gut aus. Gerade Irina Starshenbaum legt eine solide Leistung hin und Alexander Petrov schafft es, dass man seinen Artyom hassen lernt. Den Kontrast dazu bietet Rinal Mukhametov, der als Alien in einer fremden Welt für ein wenig heitere, aber auch emotionale Momente sorgt. Was den Darstellern leider weniger gut gelingt - und das ist ihnen nur schwer anzulasten - ist, die Ungereimtheiten im Drehbuch zu kaschieren. So gibt es viele Stellen, die als Zuschauer einfach akzeptiert werden müssen. Wenn Jugendliche den Aufstand üben, mag dies noch im Rahmen des Möglichen sein, wenn aber Schüler in einem militärischen Sperrgebiet ein- und ausgehen und sogar riesige Alienartefakte rausschmuggeln, Krankenhäuser infiltrieren und Bluttransfusionen durchführen, dann wird es dämlich. Der Film versucht die Umstände zwar so gut es geht zu plausibilisieren, aber der Zweifel bleibt.

Thematisch versucht sich Attraction derweil vieler verschiedener Themen anzunehmen. So wird eine Parabel auf die Gesellschaft erzählt, passend dazu wird ein Alienabsturz eingebaut, werden die Schwächen der Menschheit thematisiert und gleichzeitig die Themen Liebe und Hass. Daraus entsteht eine Komplexität, die in der Laufzeit einfach nicht tief genug reicht und so werden viele Themen nur halbherzig angeschnitten. Auch wenn am Beispiel Hass/Liebe klar ist, was der Regisseur am Beispiel von Yulya zeigen will, so wirkt der Versuch doch unfertig und driftet zu oft in den Bereich Teenieschmonzette während einer Alieninvasion ab. Hier wäre es interessanter gewesen, ein konkretes Thema zu wählen und auch wirklich zu beleuchten, anstatt sich ein wenig zu übernehmen.

Trotz dieser Makel bleibt Attraction über die meiste Zeit spannend und unterhaltsam, vor allem wenn man die Schwächen einfach hinnimmt und sich überraschen lässt. Auch wenn man sich in der Darstellung westlichen Filmen anpasst, ist dennoch vieles einfach anders und wirkt erfrischend. So wird man mit deutlich weniger Patriotismus überschüttet und bekommt es statt mit Helden mit ganz normalen Menschen zu tun. Ein bisschen so, als würden E.T. - Der Außerirdische und Starman in Russland spielen.

Attraction erscheint am 25. August auf DVD und Blu-ray und läuft auch in ausgewählten Kinos.

Attraction Bewertung
Bewertung des Films
610
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2 Kommentare
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Aleks1986 : : Moviejones-Fan
11.07.2017 08:52 Uhr | Editiert am 11.07.2017 - 09:06 Uhr
0
Dabei seit: 10.07.17 | Posts: 31 | Reviews: 0 | Hüte: 0

@Rubbeldinger

Ich selbst beherrsche die russische Sprache und habe mir "Guardians" und "The Attraction" bereits vor Monaten auf russischen Sendern angeschaut...hmmm ja, was soll ich sagen

- "Guardians" verdient sich mit Stolz seine IMDB-Wertung! Am schlimmsten war echt die schauspielerische Leistung. Meiner Meinung nach steht und fällt alles mit der Qualität des Schauspielens der Actor und die war bei "Guardians" echt nicht gut

- "The Attraction" - besser als der o. g. Streifen, jedoch lohnt sich der Gang ins Kino gar nicht.

Was ich bisher ganz oft aber festgestellt habe, bei vielen Filmen aus Korea, Russland und noch ein paar Ländern, die filmtechnisch nicht oft auf dem Radar auftauchen, ist die deutsche Synchronisation unter aller Sau. Teilweise macht sie es echt unerträglich einen Film zu Ende zu schauen.

Death is not the greatest loss in life. The greatest loss is what dies inside while still alive.

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Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
07.07.2017 00:48 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 1.738 | Reviews: 7 | Hüte: 49

Erstmal sehr cool, das ihr dazu eine Kritik geschieben habt!

Einiges klingt ja schonmal die Kritik wert, aber wieviel diese vom fertigen Film einnehmen, bleibt ja in der Schwebe! Beeindruckend und gleichzeitig erschreckend, finde ich ja die Vergleiche der Effekte zwischen US und Russland! Da frag ich mich wiederholt, was zum Teufel denn in Amerika so viel Geld frisst bei einer Filmproduktion, das ein so kleiner FIlm derart große Effekte auffahren kann, die optisch Hollywood das Haupthaar streicheln!

Weiter so!

Und ich werd mir bei Gelegenheit erstmal "Guardians" reinziehn! Aber ich bin anderen Ländernwas Filme angeht immer offen, und werd mir auch diesen Film hier geben, sobald die Möglichkeit da ist!

All Hail To Skynet!

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