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Bright

Kritik Details Trailer Galerie News
Auch Orks haben Menschenrechte!

Bright Kritik

Bright Kritik
0 Kommentare - 18.01.2018 von RonZo
In dieser Userkritik verrät euch RonZo, wie gut "Bright" ist.
Bright

Bewertung: 3.5 / 5

Nachdem ein freundlicher User hier auf MJ (Grüße an Sublim77) mir die Preisgestaltung von Netflix vor Augen geführt hat, habe ich mich dazu entschieden mir zu 3. einen Netflix-Account zu teilen. Das mein erster Film den ich mir dann auf dieser Plattform anschaue Bright werden würde, war mir nach allem was ich in den letzten Wochen von/über den Streifen gehört habe klar.

Trailer zu Bright

Zu Bright brauche ich wohl nicht viel zu sagen:

Smith, Edgerton, Ayer, Landis, 90.Mio $, Netflix-Original, kein Kino-Release... Das wird den Meisten ja Alles bekannt sein.

Damit direkt zu Meiner Kritik: Zuerst muss ich sagen das mich der Film gut unterhalten hat. Actionreich, witzig, und (Großteils) handwerklich Topp. Will Smith gefällt mir seit gefühlt 10 Jahren das Erste Mal wieder in einer Rolle als cooler, um keinen Spruch verlegenen Cop und Joel Edgerton überzeugt (unter einem Makeup das ihn fast unkenntlich macht) als loyaler aber auch etwas debiler Ork. Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Da passt für mich auch der recht hohe Humor-Anteil -etwas was in letzter Zeit bei vielen Filmen (für mich) eher ein Problem war. Einer der ganz großen Pluspunkte des Films.

In weiteren Rollen kriegen wir einen sehr coolen Edgar Ramirez, eine ängstlich schüchterne Lucy Fry und eine für mich total unterforderte Noomi Rapace zu sehen.

Die Welt in die uns Bright mitnimmt würde ich als extrem abgefahren bezeichnen. Menschen, Orks, Elfen, Feen, Zwerge, Drachen... Alle leben zusammen in dieser Version von Los Angeles. Das hört sich nicht nur cool an -es ist mMn extrem cool umgesetzt. Eine Mischung aus der Harry Potter Zauber-Welt und der hässlichen, knallharten Realität der Großstädte unserer Zeit . David Ayers Fantsy-L.A. ist toll anzusehen und er inszeniert Bright gut und routiniert: Die Action kann sich sehen lassen, die Effekte (vor Allem das Makeup der Orks) sind wirklich gut und die Härte der Gewaltdarstellung gefällt mir persönlich sehr gut. Für mich persönlich war der Film von seiner Inszenierung her eine Mischung aus seinen Werken Suicide Squad und End of Watch.

Die Rassismus-Parabel um die Orks die häufig eher kritisiert als gewürdigt wird finde ich persönlich äußerst gelungen: In Zeiten von Trump in den Staaten bzw. 17 % Wählerstimmen für die AFD hier in Deutschland kann man (oder muss es evtl. sogar) den Leuten auch mit der Brechstange klar machen: Es darf keinen Platz für Rassismus geben! Diese Message bringt der Film in meinen Augen klar, deutlich und gut rüber. Und das muss in meinen Augen gelobt und nicht kritisiert werden.

Bisher habe ich kein schlechtes Wort über Bright verloren... Aber der Film hat ein riesiges Problem in meinen Augen: Das Drehbuch! Die Story um ein Artefakt ist recht simpel. Aber Bright ist total überladen von Ideen und Anspielungen. Ich habe kein Problem damit als Zuschauer nicht zu wissen warum all diese Wesen und Menschen zusammenleben. Aber die Infos die ich kriege sind wertlos wenn sie nur schmückendes Beiwerk für eine sonst banale Geschichte sind.

Für die jenigen die den Film kennen -Es folgen Spoiler:

Die Prophezeiung als Intro -welche Prophezeiung? Der dunkele Lord (Voldemort?) , Schlacht der 6 Armeen vor 2000 Jahren, Schild des Lichts, Magie-Polizei, "Das Finanz/Kapital-Elfentum, die Orkrassen mit ihren Geschichten... Das ist alles sehr sehr cool. Aber auch etwas viel. Und nichts davon wird erklärt.

Ich persönlich hatte das Gefühl, dass das Drehbuch mit Ideen für 3 bis 5 Filmen vollgepumpt ist. Dieser Film aber nur an der Oberfläche dieser Welt kratzt. Und das fand ich leider dann doch etwas unbefriedigend.

Da aber Teil 2 schon angekündigt ist überwiegt meine Freude irgendwann wieder in diese Welt eintauchen zu können. Hoffentlich mit einem Drehbuch das viele der Fäden die uns in Teil 1 begegnet sind, aufnehmen und weiter spinnen wird.

Abschließend muss ich festhalten das Bright ein gelungener und vor Allem innovativer (etwas wonach wir Film-Fans doch alle dürsten) Fantasy-Actionfilm ist der über knapp 2 Stunden gut unterhält. Ich hatte meinen Spaß und kann den Film (im Wissen das es einen 2. Teil geben wird) nur empfehlen

Bright Bewertung
Bewertung des Films
710
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