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Creed 2 - Rocky’s Legacy

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Geht ans Herz, bleibt im Kopf - Creed 2

Creed 2 - Rocky’s Legacy Kritik

Creed 2 - Rocky’s Legacy Kritik
15 Kommentare - 25.01.2019 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Creed 2 - Rocky’s Legacy" ist.
Creed 2 - Rocky’s Legacy

Bewertung: 5 / 5

Creed 2 erreicht uns hier in Deutschland einige Monate nach dem internationalen Release (21. November 2018) und setzt nicht nur das Original von 2015 fort, sondern einmal mehr auch die Rocky-Reihe, deren indirekten achten Beitrag der Film darstellt. Ob man sich vom Edeltrash der Achtziger lösen kann, obgleich man Ivan Drago und dessen Sohn Viktor (Florian Munteanu) als Bösewichte hinzuholt? Mehr dazu im Folgenden.

Trailer zu Creed 2 - Rocky’s Legacy

Inhalt:
Adonis Creed hat es einige Jahre nach der legendären, aber sehr knappen, Niederlage gegen "Pretty" Ricky Conlan geschafft, sich bis an die Spitze zu boxen und schlägt sehr eindeutig Weltmeister Danny "Stuntman" Wheeler. Doch das Glück über den gewonnenen Titel währt nicht lange, als Boxpromoter Buddy Marcelle Ivan Drago und dessen Sohn Viktor als Herausforderer aus deren Exil in der Ukraine holt, um das Duell Drago vs. Creed wieder aufleben zu lassen, dessen Ausgang vor 30 Jahren Adonis Vater das Leben kostete. Doch wird sich die Vergangenheit wiederholen, oder schafft Adonis das, was Vater Apollo nicht gelingen sollte?

Kritik:
Creed 2 hat es nicht leicht. Der Film muss nicht nur in die großen Fußstapfen des exzellenten Vorgängers treten, sondern versucht zudem, den, für viele, wohl indiskutabel trashigsten Beitrag der ursprünglichen Rocky-Reihe, Rocky IV, fortzusetzen und aus dessen Schurken, Ivan Drago (Dolph Lundgren), einen dreidimensionalen Charakter zu machen. Erstaunlicherweise gelingt es Steven Caple Jr. und seinem Team vergleichsweise mühelos uns für die Dragos, deren nicht minder tragische Hintergrundgeschichte und auch das, was für sie auf dem Spiel steht, zu gewinnen. Sicher, Adonis (Michael B. Jordan), Rocky (Sylvester Stallone) und Bianca (Tessa Thompson) bleiben das Herz und Zentrum dieser Geschichte um Väter und Söhne, Entfremdung zwischen Eltern und Kindern und auch, ganz klar, Vermächtnisse, die einen als Kind schier erdrücken können, aber erstmals seit Apollo in Rocky 1 und 2 fühlen wir uns wieder auch zur anderen Seite hingezogen und bekommen gut realisierte Antagonisten.

Während wir in Creed einem Adonis folgten, der seinen Platz in der Welt sucht und vor der Herausforderung stand, sich seines Namens würdig zu erweisen, ist es in Creed 2 vor allem dieser innere Zwang, sich der Vergangenheit zu stellen, die ihn zu dem formte, was er heute ist. Wäre er ohne Apollos Tod als Boxer an der Spitze gelandet? Letztlich kann Donnie nicht von diesem Kampf zurückschrecken, er muss sich der Wahrheit stellen und für sich und alle Welt das Unrecht grade rücken, das ihn seinen Vater kostete, den er nie kennenlernen durfte. Über alledem schwebt dabei natürlich auch Rocky, der Apollo sterben sah und seinen Schützling um jeden Preis vor diesem Schicksal bewahren will. Stallones Performance bleibt so genial wie im Vorgänger und natürlich ist viel davon getragen von langen Gesprächen über Vermächtnisse, darüber wie einen die Vergangenheit zerstören kann und wie man niemandem etwas schuldig ist außer sich selbst...und über die Schuld darüber damals das Handtuch nicht geworfen zu haben, mit der er ganz alleine Leben muss.

Das war und ist ein zentraler Bestandteil der Reihe und heute wie damals essenziell für mein persönliches Herangehen an die Filme. Sie motivieren, sie lehren, sie zeigen Wege auf und vermitteln einem dieses triumphale Gefühl unglaubliche Dinge vollbringen zu können, wenn man nur hart genug dafür kämpft. Doch warum kämpfen wir, wenn wir doch wissen was wir verlieren könnten? Die Botschaft bleibt im Kern die, die auch Rocky 2 und 3 begleitete und viele Kritiker werden sich sicherlich daran stoßen. Natürlich hatten wir die Themen zu einem Grad schon: Scheitern, Aufstehen und sich nicht vor dem Schmerz und der Angst verstecken, sondern ihnen mit stolz geschwellter Brust entgegentreten. Aber darum liebt man die Rocky-Reihe doch, darum kehrt man immer wieder zu ihr zurück. Man sieht und bewundert diese Figuren, die so real sind, dass sie sich wie Familie anfühlen und kämpft, leidet und siegt mit ihnen gemeinsam.

Die Vergangenheit der Dragos wird hier jedoch genauso thematisiert und für die beiden geht es genauso um alles wie für Adonis. In Ungnade gefallen, aus dem eigenen Heimatland verstoßen, die Frau und Mutter verloren. Die Dragos suchen ihren Platz in dieser Welt und während Ivan von dem getrieben wird, was er einmal hatte, ist es für Viktor vor allem die Hoffnung auf all das, was ihm durch seines Vaters Niederlage nie gegeben war. Und ja, auch Mutter Ludmilla (Brigitte Nielsen) spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. So wird aus der tumben, eindimensionalen Kampfmaschine, die stellvertretend für "Die Russen" aus der Reagan-Ära des Kalten Krieges stand, ein Mensch mit eigenen Sorgen, Problemen und Dämonen, die wir als Zuschauer verstehen und nachvollziehen können. So sehr man auf Adonis und Rockys Seite in diesem Konflikt steht, hier steht eben auch die Erlösung einer anderen getriebenen Seele auf dem Spiel und wir wünschen uns, diese auch zu erleben.

Dass dabei Rocky nicht mehr im Zentrum steht, wird von der ersten Szene an klargemacht, in der es um Adonis geht, nachdem das Intro des Films uns zu allererst die Dragos gezeigt hat. Rocky tritt erst nach Minuten aus dem Schatten und während des Films wird er zwar immer wieder ausgesprochen relevant und besitzt auch seinen eigenen, grade für mich als Fan, sehr wichtigen Subplot, doch er fühlt sich, mehr noch als im ersten Film, wie die erste Nebenfigur neben dem Lead-Duo Adonis und Bianca an. Aber es stört nicht, da wir trotzdem noch sehr viel Zeit mit unserem alten Freund verbringen können und dürfen. Wir folgen ihm gerne, wollen ihn ermuntern, den Kontakt zu Sohn Robert wieder aufzunehmen, und spüren zu jedem Zeitpunkt wie wichtig er nach wie vor als Herz der Reihe bleibt.

Trotzdem hat das Ende des Films eine Endgültigkeit, die mich als Fan sagen lässt: Der Film wäre der perfekte Schlussstrich für die Reihe.

Fazit:
Als streng genommen achter Film einer Reihe, die uns seit über 40 Jahren begleitet, hätte Creed 2 vermutlich auf allen Ebenen grandios scheitern können, insbesondere daran, dass man all das igendwie schonmal gesehen hat. Doch er trumpft mit einem der interessantesten Antagonisten der Reihe auf, der sich auch noch aus einem der ursprünglich schwächsten herausentwickelt und das allein ist eine spektakuläre Leistung. Die Regie ist gekonnt, ohne jedoch Cooglers Brillianz zu erreichen, das Skript zu weiten Teilen extrem nah an den liebgewonnenen Charakteren und die Musik (Ludwig Göransson) liefert den perfekten Rahmen für ein weiteres "One Step, One Punch, One Round at a time". Ich wollte hier ebenso nah an den Figuren bleiben und vor allem auf die Themen von Creed 2 eingehen, da ich denke, dass das, gewohnt gute, technische Framework für diese Filme eben seit langem schon nur noch zweitrangig ist. Wer der Rocky/Creed-Reihe heute noch folgt, der tut es weil er nah an seinen Figuren sein will, weil er wissen will, wie es mit ihnen weitergeht. Natürlich gehören Boxkämpfe, Siege, Niederlagen und lange Ansprachen über das Leben dazu. Und davon liefert Creed 2 alles, was ich mir als Fan wünsche. Er trifft mich tief im Herzen, verursacht Gänsehaut, lässt mich angespannt mitfiebern und ausgelassen mitfeiern und hält mich für die gesamte Laufzeit völlig in seinem Bann.

Und mehr kann ich von diesem Film nicht verlangen. Sicher, seit langem wünsche ich mir, dass man erfährt was aus Little Marie und ihrem Sohn Steps aus Rocky Balboa geworden ist, aber abgesehen davon verließ ich das Kino mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit und der völligen Gewissheit: "Ja, das war ein Rocky-Film und er fühlte sich richtig an."

Bei der Wertung würde ich aus filmkritischer Sicht vermutlich mit Moviejones 7/10 konform gehen, persönlich habe ich aber eine weit subjektivere, persönlichere und intimere Verbindung zu diesen Filmen und dementsprechend kann ich allein für das Feeling und die Entwicklung der Figuren nur die

10/10 Punkte bzw. 5/5 Hüte zücken,

wohlwissend, dass Creed 2 da ganz oben mit Creed, Rocky II und Rocky Balboa ist und vermutlich lediglich vom Original überschattet wird. Der Film war alles, was ich mir erhofft habe und noch mehr und ich kann jedem Fan der Filme nur voll empfehlen, ihn im Kino zu genießen.

Creed 2 - Rocky’s Legacy Bewertung
Bewertung des Films
1010
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15 Kommentare
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MobyDick : : Moviejones-Fan
16.04.2019 11:11 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.724 | Reviews: 49 | Hüte: 250

ZSSnake:

Danke dir auch für den Hut :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
15.04.2019 17:07 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ MobyDick:

Danke fürs Lesen und auch lieben Dank für den Hut :-)

Ich hab deine auch mal gelesen und direkt gedacht, dass da ja viele Punkte angesprochen werden, die mir sehr ähnlich gingen. Ich kann auch deine Kritik verstehen, empfand aber den "Steh auf, Adonis!"-Aspekt als völlig okay. Klar, das Gefühl, dass Rocky da über seine eigenen Dämonen steigt und wieder nicht das Handtuch wirft ist schwierig, aber ich hab es so empfunden, dass er irgendwann begriffen hat, dass es Adonis Kampf ist und er dessen Urteil vertrauen muss. Er hat ihm lange genug erklärt, dass er das nicht tun sollte. Als es dann so weit ist erkennt er vermutlich auch sich selbst und seinen Unwillen jemals aufzugeben wieder.

Wie dem auch sei, sehr cool, dass er dir auch so gut gefiel und ja, auch ich war sehr überrascht, dass Sly auf Basis des relativen Edel-Trashfests in Rocky IV einen der interessantesten Schurken der gesamten Reihe erschaffen konnte, heraus aus dem diskutierbar schwächsten/plakativsten.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MobyDick : : Moviejones-Fan
15.04.2019 16:45 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.724 | Reviews: 49 | Hüte: 250

Habe einen großen Bogen um deine Kritik gemacht bis ich meine eingestellt habe. Stimme dir in sehr vielen Punkten vollkommen zu und muss sogar sagen, dass ich deine Kritik doch einen Tick besser als meine finde, da du hier ebenso ganzheiztlich und mit Herzblut reingehst. Ich kann deine Bewertung vollkommen verstehen und selbst da sind wir uns ja einig, bis auf die finale Bewertung, aber da war ich seit Rocky 2 ja allgemein immer schon kritischer gewesen wink

Wie dem auch sei, Hut!

Dünyayi Kurtaran Adam
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TiiN : : Goldkerlchen 2019
03.02.2019 17:04 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.265 | Reviews: 102 | Hüte: 170

Naja den runden Abschluss für Rocky hatte man eigentlich schon vor über 10 Jahren mit Rocky Balboa gehabt. Aber nach Creed stand die Geschichte um Rocky wirklich noch in der Luft und mit Creed 2 hat man die Figur quasi wieder zu dem Punkt von Rocky Balboa geführt, bloß das die Figur nun eben schon über 10 Jahre älter ist. Aber mir reicht das auch als Abschluss und ich würde mir wünschen, wenn man sich lieber etwas neues einfallen lässt für die Zukunft.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
03.02.2019 11:56 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ Kothoga:

Jep, dass Danneberg fehlte stimmt schon. Wobei ich mich so schnell daran gewöhnt hatte, dass es letztlich nicht weiter ins Gewicht fiel. Liegt aber eventuell auch daran dass die letzten paar Sichtungen der reihe auf englisch passierten, sodass der Unterschied weniger spürbar war.

Ich sehe den Film auch als runden Abschluss und Strich unter das Thema Rocky. Für mich gibt es keinen Anlass für einen Creed 3, insbesondere ohne Stallone. Falls er doch passiert, was ja nicht SO unwahrscheinlich ist, hoffe ich, dass man weiterhin so gewissenhaft mit dem Franchise umgeht.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Kothoga : : Moviejones-Fan
03.02.2019 09:23 Uhr
0
Dabei seit: 05.03.17 | Posts: 530 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Schade das Thomas Danneberg aus gesundheitlichen Gründen Stallone nicht mehr sprechen konnte. Auch wenn mit Prochnows Stimme der Sprecher aus Rocky 1+2 geholt wurde, fand ich sie teilweise deplaziert, was wohl 38 Jahre Danneberg zu verdanken ist. Das schmälert gewiss nicht die Klasse des Films, war aber schon gewöhnungsbedürftig.

Am besten fand ich Rockys Ansprache für was Adonis eigentlich kämpft, für das es sich zu kämpfen lohnt und für das jeder Vater kämpft - für das Wohlergehen der eigenen Familie. Symptomatisch wächst Adonis im letzten Kampf über sich hinaus! Das ist Leben, das ist Rocky!

Für mich ist der Film auch der perfekte Schlußakt in Stallones Rocky-Lebenswerk, es ist alles erzählt, alles ist in guten Bahnen, selbst Vater+Sohn Drago haben einen würdigen menschlichen Anstrich bekommen, alles gut!

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
31.01.2019 16:11 Uhr | Editiert am 31.01.2019 - 16:14 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ TiiN:

Ich habs so verstanden, dass es einfach bloß deshalb war, weil der erste Kampf in den USA war und nun der Rückkampf aus Höflichkeit/Fairness in Russland stattfinden soll.

Letztlich ging es ja in beiden Kämpfen um exakt dasselbe: Die Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Klar, die beschissene Disqualifikation aus Unfairness war dabei, aber abgesehen davon war es quasi einfach der Fairness halber n Hinspiel bei Creed daheim und das Rückspiel nun in Viktors Heimat...

Warum Adonis das wollte, war sicherlich, dass er sich selbst als Verlierer des ersten Kampfes verstand, nachdem er ja nur deshalb den Titel behalten hat, weil der Niederschlag kam, nachdem er bereits unten war. Er wusste mit Sicherheit, dass er den Titel verloren hätte, wenn er nochmal aufgestanden wäre, weil Viktor ihn dann K.O. geschlagen hätte. So war es denke ich aus Adonis Perspektive ein Titelkampf in der Heimat des wahren Weltmeisters, um sich diesen Gürtel wiederzuholen, selbst wenn er eigentlich noch Weltmeister war.

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
31.01.2019 16:00 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.265 | Reviews: 102 | Hüte: 170

Das einzige was ein bisschen unnötig war, oder ich habe die Beweggründe nicht gerafft: Warum musste der Rückkampf in Russland stattfinden? Das war mir zu sehr an Rocky 4 angelehnt wo es mit dem kalten Krieg noch eine andere Thematik gab.
Ich fand das Setting in Russland toll, aber ich hab nicht geschnallt warum Adonis das wollte.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
30.01.2019 22:44 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ TiiN:

Danke für den Hut und zu allen Punkten ein klares "Ja!"

Vor allem der Fokus auf Familie und was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen war extrem stark. Wie Adonis für seine vermutlich taube Tochter Verantwortung übernimmt, Rocky für seine Familie diese wieder übernehmen will und eben Ivan am Ende auch endlich beginnt sich nicht mehr über andere zu definieren und darüber, was er mal hatte. Richtig stark und hochemotional. Fand ich extrem gelungen. Der erste war in vielerlei Hinsicht natürlich Setup der Figuren für diese neue Geschichte und unterm Strich in vielen Punkten auch n Retelling der Rocky-Underdog-Geschichte, dieser zweite greift natürlich auch klar Themen aus Rocky (IV) auf, definiert sie aber in vielerlei Hinsicht für sich neu. Klar, da ist ne Masse an Nostalgie drin, soll ja auch so sein, aber ich fand ihn trotzdem in allen wichtigen Punkten eigenständig genug und richtig stark.

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
30.01.2019 20:57 Uhr | Editiert am 31.01.2019 - 15:58 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.265 | Reviews: 102 | Hüte: 170

@ZSSnake

Tolle Kritik, dafür einen Hut von mir! Ich habe mir den Film gestern angeschaut und überlegt ob ich eine eigene Kritik scheiben mag. Aber irgendwie hast du doch schon alles auf dem Punkt gebracht und ich mag viel lieber über den Inhalt des Films reden. Daher keine Kritik von mir sondern ein Kommentar bei dir smile Es folgen Spoiler smile

Ich fand den Film richtig klasse und das hat mich durchaus überrascht, habe ich nicht erwartet. Es ist weniger ein Boxfilm sondern mehr ein Familiendrama. Die ersten beiden Boxkämpfe in von Adonis Creed im Film fand ich zwar etwas zu einfach inszeniert, dafür reißt der letzte Kampf alles raus. Rocky selbst ist mehr denn je ein Nebendarsteller, aber ihm passt die Rolle des alten Mannes sehr gut und auch die kleine Nebenhandlung mit seinem Sohn runden das Filmreihenbild ab.
Toll ist der Werdegang der Creeds, wie sie nach L.A. ziehen, gemeinsam die Zukunft planen und wie nicht alles nach Plan läuft. Das ist kein 0815 Hollywoodskript sondern die Realität.

Aber am meisten hat mich wirklich Ivan Drago beeindruckt . während er quasi zwei Stunden lang der miese Typ aus Rocky 4 ist legt er im Finalkampf eine großartige Wandlung hin. Die Handtuch-Werf-Thematik wurde in Creed 2 mehrfach thematisiert und es zeigt Größe, dass der scheinbare kalte russische Riese dann das fertig bringt, zudem vorher niemand in Stande war.

In gewisser Hinsicht fand ich Creed 2 gar stimmiger als seinenen Vorgänger, ein schönes Drama mit Boxelementen.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.01.2019 11:26 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ Sublim:

Ich hoffe er packt dich genau wie mich. Ich persönlich denke, dass er insbesondere Rocky-Fans, bzw. eben Fans dieser Reihe aus Rocky und Creed genau das bringt, was sie sich wünschen. Ich hatte durchgehend eine Anspannung in mir, eine regelrechte Gier zu sehen wie es weitergeht und am Ende dieses zutiefst zufriedene Gefühl etwas Großartiges gesehen zu haben. Ja, die Review ist 100% der subjektive Fan der Reihe, aber ich könnte mich halt inzwischen auch niemals mehr so weit von Rocky distanzieren, um richtig neutral zu bleiben. Auch wenn meine Reviews der originalen Reihe definitiv neutraler sind als die zu Creed 1 und 2 oder Balboa.

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MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
25.01.2019 11:07 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.117 | Reviews: 34 | Hüte: 337

@ZSSnake:

Ich hab deine Kritik zwar noch nicht gelesen, aber deine Bewertung ist mir sofort ins Auge gefallen. Auf alle Fälle macht es mir gleich richtig Lust den Film zu schauen. Wenn ich ihn gesehen habe, werde ich mich deiner Kritik nochmal annehmenlaughing

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.01.2019 11:01 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

@ Moviejones:

Danke ^^ und ja, auf Sullys Meinung bin ich ebenfalls sehr gespannt.

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Moviejones : : Das Original
25.01.2019 10:50 Uhr
0
Dabei seit: 15.10.08 | Posts: 1.807 | Reviews: 860 | Hüte: 82

@ZSSnake
Schön, dass dir der Film gefallen hat und du so flott mit der Kritik zur Stelle warst. Freut uns. Jetzt warten wir alle nur noch gespannt auf die Kritik von @Sully .

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.01.2019 10:35 Uhr
3
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.759 | Reviews: 149 | Hüte: 415

Gestern im Kino genossen und abseits mal davon, dass die heutige Generation eine Generation von Arschgeigen ist, die keine 5 Minuten ohne das verblödete Smartphone klarkommt und in die ruhigen und dramatischen Szenen mit Bahnhofsatmosphäre reinlabern muss, war ich richtig glücklich mit dem Film. Ich werde ihn vermutlich nächste oder übernächste Woche nochmal schauen, damit ich mehr Ruhe dabei habe. Ich wollte aber eben nicht noch länger warten, nachdem der Film hier ja nochmal 2 Monate länger auf sich warten ließ als in den USA. Trotzdem konnte ich mich sehr gut fallen lassen und wollte dieses Erlebnis irgendwie in einen Text packen. Also viel Spaß beim Lesen

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