Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Kritik Details Trailer Galerie News
Fühlt sich richtig an...

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise Kritik

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise Kritik
26 Kommentare - 20.12.2012 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ist.
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Bewertung: 5 / 5

Lange hat es gedauert, doch endlich hat der Hobbit nach ewigem Hin und Her, langen Querelen um die Regie, einer Diskussion um die finale Fassung in zwei oder auch drei Filmen und sogar einem Beinahe-Bankrott von MGM seinen Weg in die Kinos gefunden. Ich persönlich hatte zweimal die Ehre ihn mir anzuschauen. Einmal am Tag der Vorpremiere am 13.12. und dann noch einmal eine Woche später am vergangenen Dienstag dem 18.12.. Was bleibt nach all der Wartenszeit zu sagen, über einen Film der von vielen hier und auf der ganzen Welt mit nicht minder großen Erwartungen als denen eines würdigen Herr der Ringe-Nachfolgers gehypt wurde? Nun ja, allem voran mal: Das Warten hat sich definitiv gelohnt!

Kritik:

Der Hobbit beginnt mit einem Gefühl - einer vagen Ahnung davon, was einen die nächsten knapp drei Stunden erwarten wird. Es ist das Gefühl von Größe, von Vertrautem und von einem „Nach-Hause-Kommen“. Der Film führt einen zurück dorthin, wo damals bereits der Herr der Ringe in Die Gefährten seinen Anfang nahm: Die Hobbit-Höhle von Bilbo Beutlin. Es ist der Vorabend des großen Festes anlässlich seines 111. Geburtstags und Bilbo entschließt sich seine Geschichte niederzuschreiben. Das große Abenteuer, dass ihn so grundlegend verändert hat und bei dem er in den Besitz des einen Ringes gekommen ist. Die Vorgeschichte um die Zwergenstadt Erebor im Einsamen Berg, den Drachen Smaug und den Verlust der Zwerge ist eines der Leitmotive des Films. Doch bevor sich Bilbo überhaupt entschließt sich auf Gandalfs Anraten hin auf die weite Reise zu machen und den Zwergen zu folgen vergeht einiges an Zeit.

Die ersten gut fünfundvierzig Minuten verbringen wir in Erinnerungen, beim Kennenlernen der Zwerge, mit der Einführung von etlichen Figuren und der Ausarbeitung der wichtigsten Protagonisten. Dabei lernen wir nicht nur Bilbo Beutlin von einer gänzlich anderen Seite kennen als das Bild des von Ian Holm verkörperten Bilbo vermittelt. Martin Freeman übernimmt etliche von Holms großartigen Nuancen für seine Interpretation des Hobbits, es gelingt ihm jedoch ein ums andere Mal der Figur viel Neues abzugewinnen. Sein Bilbo ist ein Beutlin, ein gesetzter Hobbit, der das Kaminfeuer und seine Speisekammer mehr liebt als die weite Welt. Er hat das Tuck-Blut in seinen Adern und die Abenteuerlust seiner Jugend hinter sich gelassen und zeigt anfänglich kein Interesse an der Unternehmung der Zwerge. Erst allmählich beginnt er sich mit der Idee anzufreunden und er benötigt anschließend weiterhin sehr viel Zeit um auch nur in die Nähe des bekannten Hobbits zu erwachsen. Diese Reise an Bilbos Seite, seine Entwicklung und sein wachsender Mut werden durch den Verlauf des Films gestützt, er wächst mit den steigenden Anforderungen.

An seiner Seite befindet sich der hier wieder graue Zauberer Gandalf. Mit seinem unvergleichlichen Spiel, dem leichten Augenzwinkern, der wohlmeinenden Art und sehr guter Stimmung vermittelt Ian McKellen das Bild des grauen Pilgers welches wir aus Die Gefährten gewohnt sind. Es freut einen ihn zu sehen und man fühlt sich an seiner Seite einfach gut platziert. Die Rückkehr zum weniger übermenschlichen grauen Zauberer im Gegensatz zum fast fehlerlosen und erhabenen weißen Magier vom Ende der Ring-Trilogie gelingt gut und fühlt sich richtig an. Dass McKellen die Rückkehr zu Gandalf dem Grauen sehr viel Spaß macht spürt man jedenfalls in jeder Sekunde. Die neue Synchronstimme kann mit der alten zwar nicht ganz konkurrieren, mir ist sie jedenfalls nicht negativ aufgefallen, nachdem die in den Trailern verwandte doch Grund zur Sorge gab.

Der dritte Protagonist im Bunde ist Thorin Eichenschild, der Zwergenkönig. Richard Armitage liefert einen absolut großartigen Job ab. Thorin ist erhaben, mitunter an Arroganz grenzend stolz und ein geborener Anführer. Spricht er, so lauschen die anderen Zwerge. Der leichte Vorwurf vieler Kritiker, dass die Figur sich in Bereichen eines Aragorn aus der Ring-Trilogie bewegt ist für mich nur bedingt nachvollziehbar. Selbstverständlich hat er einige der Attribute des Waldläufers. Er ist ebenfalls königlichen Blutes, ist stolz und mächtig und ein großer Anführer - das sind Gemeinsamkeiten die nachvollziehbar sind und die natürlich Parallelen darstellen. Andersrum ließe sich das auch nicht anders gestalten, da die Figuren sich von der Anlage her nun mal sehr ähneln. Zudem besitzt Thorin eine ihm zugrunde liegende tiefe Traurigkeit, die von Armitage mehr als genial immer wieder herausgespielt wird. Er sehnt sich nach seiner Heimat, er wünscht sich mehr für sein umherziehendes Volk und ist auch bereit dafür zu leiden und zu kämpfen. Diese Motivation der Figur macht sie sympathisch und lässt einen seinen Schmerz fast spüren.

Bei den restlichen Zwergen gibt es wenige die herausstechen. Fili (Dean O´Gorman) und Kili (Aidan Turner) sind ein wenig die ulkigen Stichwortgeber und haben fast schon Sidekick-Charakter, spielen sich dabei aber die Bälle immer gut zu und haben bereits den einen oder anderen Glanzmoment. Balin (Ken Stott), dessen trauriges Schicksal in Die Gefährten enthüllt wurde, lässt Weisheit und Erfahrung spüren. Der weißhaarige Zwerg ist zugleich treuer und alter Freund Thorins wie auch eine Art Mentor für den unerfahrenen Bilbo. Er vermittelt häufig zwischen den beiden und steht auch sonst als wachender Krieger hinter den Zwergen. Ein Großteil der Zwerge spielt hier ansonsten leider noch keine große Rolle und es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass sie dann mehr Profil entwickeln können. Trotzdem ist die gesamte Truppe grundsympathisch und macht viel Spaß. Bei den Rückkehrern aus der Ring-Trilogie wurde ebenfalls alles richtig gemacht. Frodos kurze Szene ist zwar eher ein Kopfnicken Richtung Fans, funktionierte aber als solche sehr gut. Elrond, Galadriel und Saruman haben insbesondere in der Szene um den Weißen Rat einen wichtigen Part im Film und tragen dort viel zur Stimmung bei. Überhaupt ist diese Szene von den vielen Dialogszenen eine der absolut überragenden des Films. Das Zusammenspiel der vier Schauspielgrößen ist hervorragend und sehr dicht inszeniert.

Nebendarsteller wie Andy Serkis in seiner Paraderolle als Gollum oder Sylvester McCoy als Radagast der Braune überzeugen überdies ebenfalls absolut und bleiben mit tollen oder (im Falle von Serkis) auch gewohnt genialen Darstellungen im Kopf. Dass sich Serkis mit Gollum bereits ein Denkmal gesetzt hat, dürfte ohnehin hinlänglich bekannt sein.

Bei der Handlung gibt es wenig zu bemängeln. Bereits im Herrn der Ringe gab es immer wieder Szenen und Elemente die für das Vorankommen der Handlung nicht zwangsläufig notwendig gewesen wären, doch einfach durch ihre Bildgewalt oder die dichte Atmosphäre und die meisterhafte Stimmung, die Jackson zu kreieren imstande ist, getragen wurden. Auf dieser Basis funktionieren auch etliche der Szenen, die dem Hobbit letztlich seine Länge verleihen. Grade an diesem Punkt schieden sich oft die Geister am Herrn der Ringe und hier werden sie es auch beim Hobbit tun. Manch einem ist das zu viel des Guten und er will lediglich die nächste Handlungsszene sehen. Doch im Hobbit gibt es eben diese großen Szenen auch häufig. Seien es majästätische Aufnahmen Neuseelands aka Mittelerdes auf der Reise der Zwerge, Bilder vom wunderschönen Bruchtal oder der große Augenöffner bei Betreten der Goblin-Höhlen. Alles sieht großartig aus und nicht selten erschaffen die Bilder ein Gefühl von Epik. Der Film wirkt an vielen Stellen einfach groß, auch wenn er klein beginnt. Der langsame Beginn ist klasse eingefangen und gipfelt in der Gesangsszene der Zwerge, die bereits aus dem Trailer bekannt war - Gänsehautgarantie inklusive.

Ein weiteres Element, welches zur Gänsehaut einen großen Beitrag leistet ist natürlich damals wie heute Howard Shores beispielloser Score. Die Stücke, welche exklusiv für den Hobbit geschrieben wurden stehen gleichberechtigt neben den alten aus der Ring-Trilogie und insbesondere das Thema der Zwerge Misty Mountains (cold) kann mehr als einmal für große Gefühle sorgen. Die Verwendung der bekannten Stücke sorgt zudem ein ums andere Mal dafür, dass man das Gefühl der alten Trilogie heraufbeschwört und damit die Epik des Hobbit noch unterstreicht.

Bei den Effekten gibt es sowohl Licht als auch Schatten. Auf der Haben-Seite sind die teilweise unglaublichen Effekte in den Goblin-Höhlen, beim Rätselspiel mit Gollum oder in Bruchtal. Andersrum gibt es einige Dinge, wie zum Beispiel die nun animierten Masken der Orks, die hinter dem großen Vorbild aus der Ring-Trilogie zurückbleiben. Die Warge sehen weit bedrohlicher und besser aus, ihre Reiter hingegen versprühen leider teils eher kalten CGI-Charme. Andersrum gibt es neben dem nach wie vor beispiellos genial gemachten Gollum auch den tollen Goblinkönig als animatorische Meisterleistung zu bewundern. Lediglich der weiße Ork Azog bleibt etwas hinter den Möglichkeiten zurück und wirkt insbesondere gegen Ende eher wie eine Wachsfigur als wie ein lebendes Wesen. Das Design weiß jedoch trotzdem durchgehend zu gefallen. Und wenn man mit diesen Möglichkeiten eine so intensive und geniale Szene wie das Rätselspiel zwischen Bilbo und Gollum präsentiert bekommt, die nahezu alle anderen Szenen noch einmal in den Schatten stellt, sieht man als Zuschauer dann auch bereitwillig über die eine oder andere eher holprige Animation hinweg.

Zur HFR und dem häufig thematisierten Soap-Effekt kann ich nichts sagen, da ich den Film zwar in 2D und in 3D, jedoch beide Male mit den gewohnten 24Fps gesehen habe. Das 3D ist ein Augenöffner und dem 2D meines Erachtens definitiv vorzuziehen. Auch in 2D ist der Film ein tolles Erlebnis und weiß wirklich zu gefallen, doch die großen Landschaftsszenen machen erst in 3D richtig Spaß und entfalten ihre volle Wirkung. Also hier auch von mir 3D-Skeptiker eine klare Empfehlung für die 3D-Version.

Der Film kommt natürlich, wie auch die Herr der Ringe Trilogie, nicht ohne Schwächen aus. Die bereits genannten teils etwas schwächeren Animationen sind da jedoch bereits eine der größten Schwierigkeiten, mit denen der Film zu kämpfen hat. Manch einer mag die Laufzeit bemängeln oder den langen Einstieg, mir persönlich gefiel es, dass man sich erst nach und nach auf den Film einstellen konnte und gemächlich zurück nach Mittelerde „gesaugt“ wurde. Zudem ist der „Gandalf ex Machina“ vielleicht einmal zu oft genutzt worden, um die Zwerge aus einer schwierigen Lage zu befreien. Ansonsten wäre vielleicht noch eine überaus übertriebene „Absturz-Szene“ mit „Rodelpartie“ in den Goblin-Höhlen zu nennen, die dann vielleicht doch etwas übers Ziel hinaus war. Aber andersrum, Die Zwei Türme hatte auch einen „Schild-Surfenden“ Legolas, also würde ich darüber ebenfalls hinweg sehen.

Das zentrale Motiv der Heimat, beziehungsweise ihres Verlustes seitens der Zwerge gefällt hingegen als Teil des Roten Fadens enorm gut. Bilbo, der nicht nur lernen muss seine Heimat hinter sich zu lassen und die Welt zu entdecken, hat ebenso teil an diesem Motiv wie auch die Zwerge, denen ihre Heimat fehlt. Das Suchen nach diesem Ziel und der Weg dorthin sollte in der Fortsetzung weiterhin thematisiert werden und gibt dem Film zudem eine Tiefe und eine Verbindung zum Zuschauer, die einfach schön ist.

Fazit:

Bei allem was der Hobbit richtig macht, kommt er wie seine großen Vorbilder nicht ohne Fehler aus. Die Logik krankt hier und da, man mag die eine oder andere Szene als „Over-the-Top“ beschimpfen und der langsame Einstieg ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Andersrum hat der Film etwas geschafft, dass nur wenigen Filmen gelingt: Er fühlt sich einfach richtig an. Man fühlt sich, als käme man nach Hause, als wäre man an einem Ort, den man lieben gelernt und über die Jahre sehr vermisst hat. Mittelerde, so wie Jackson es hier wieder aufleben lässt, ist bildschön, genial eingefangen und macht in 3D eine beeindruckende Figur. Die Welt wirkt lebendig, die Figuren glaubhaft und die Elemente gut komponiert. Der Score hält wie eine schützende Kuppel zudem alles klasse zusammen und verleiht dem Ganzen ein Gefühl von Epik und großem Abenteuer. Zudem entschädigt das furiose Finale, welches sich im Grunde über fast die gesamte letzte Stunde hinzieht, selbst den größten Nörgler für den behäbigen Einstieg. Für mich persönlich ist The Hobbit: An Unexpected Journey das erwartete Highlight des Jahres und steht der Ring-Trilogie in nichts nach.

Mit verdienten

10/10 Punkten bzw. 5/5 Hüten

möchte ich einen wunderschönen Film belohnen, der ein tolles Gefühl vermittelt und sich einfach richtig anfühlt. Wer hier nicht ins Kino geht, ist wirklich selbst schuld. Und meine Vorfreude auf Teil 2 ist jetzt schon fast unerträglich. [u]Edit:[/u] Ach, glatt vergessen: Natürlich eine 100% Anschau-Empfehlung für alle die großes Kino lieben. Dieser Film gehört auf die große Leinwand und sollte auch von jedem mindestens einmal dort gesehen werden.

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise Bewertung
Bewertung des Films
1010
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Im Netz der Versuchung Kritik

Glaubt nicht der Werbung des Films!

Poster Bild
Kritik vom 23.01.2020 von MobyDick - 3 Kommentare
Während ich also weiterhin mal so harre, dass der beste Film aller Zeiten, der jemals gedreht sein wird, in der MJ Datenbank auftaucht, revidiere ich mal ein interessantes Nebenprodukt, das sich gut und gerne eine Anomalie nennen darf! Gerade für umme auf Amazon zu bewundern. ich muss euc...
Kritik lesen »

Jojo Rabbit Kritik

Fuck off, Hitler!

Poster Bild
Kritik vom 22.01.2020 von Silencio - 8 Kommentare
Der Vater im Krieg, die Mutter dauernd beschäftigt, da kann sich eigentlich nur einer um den kleinen Jojo kümmern: Hitler. Als Superfan des Führers imaginiert sich der Zehnjährige sein Idol in die unterschiedlichsten Situationen, um mal einen Rat von einem väterlichen Freund...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
26 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
08.12.2019 11:36 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.092 | Reviews: 45 | Hüte: 218

@ ZSSnake

"Der Mix aus "Herr der Ringe"-Nostalgie und insbesondere heute, nachdem alle Filme vorbei sind, der Liebe zu den Charakteren, deren Schicksale man ja nun auch kennt, machten extrem viel aus."

Genau das ist eines der Dinge, die ich auch so an den sechs Teilen liebe: Ich schließe jeden Charakter ins Herz, weil die Charaktere eben so gut geschrieben und gespielt werden. Entsprechend stark sind dabei halt auch die Emotionen bei allem, was passiert. Und auch die deutsche Synchro ist echt stark und tut ihr übriges.

"Ich sehe die Reihe nach wie vor gerne und kann die gesamte Reihe heute nicht mehr getrennt betrachten, alle gemeinsam sind eine 6-Filme-10/10."

In der Tat, genauso sehe ich (und wir in der Familie) es auch. Ich freu mich schon, heute Abend geht es mit "Smaugs Einöde" weiter. Und dann weiterhin täglich ein Film. Es gibt nichts schöneres, als diese Reihe zu schauen.

MJ-Pat
Avatar
ZSSnake : : Expendable
08.12.2019 11:19 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.255 | Reviews: 172 | Hüte: 517

@Raven13:

Freut mich sehr, dass sie dir auch heute noch gefällt. Ja der Film hat heute wie damals einen starken emotionalen Aspekt dahinter. Der Mix aus "Herr der Ringe"-Nostalgie und insbesondere heute, nachdem alle Filme vorbei sind, der Liebe zu den Charakteren, deren Schicksale man ja nun auch kennt, machten extrem viel aus. Ich sehe die Reihe nach wie vor gerne und kann die gesamte Reihe heute nicht mehr getrennt betrachten, alle gemeinsam sind eine 6-Filme-10/10. Ich sehe keinen Sinn mehr darin, diese Reihe auseinanderzunehmen, wenn klar jeder Film nur Teil eines größeren Ganzen ist.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
08.12.2019 00:27 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.092 | Reviews: 45 | Hüte: 218

@ ZSSnake

Eine tolle Kritik, der ich zu 100 % zustimmen kann. Vor allem auch der Satz passt einfach perfekt:

"Er fühlt sich einfach richtig an. Man fühlt sich, als käme man nach Hause, als wäre man an einem Ort, den man lieben gelernt und über die Jahre sehr vermisst hat."

Genau so fühlt es sich wirklich an!

Hut für die Kritik, auch wenn sie sieben Jahre her ist. Mannoman, vergeht die Zeit.

Avatar
patertom : : Fieser Fatalist
10.01.2013 18:53 Uhr
0
Dabei seit: 20.01.10 | Posts: 4.401 | Reviews: 95 | Hüte: 23
@Snkae:

ja, geh in HFR 3D! am anfang dachte ich zwar auch zuerst WTF!? *_* spulen die den film grad vor, aber nach kurzer zeit wars echt gut.
ok, der filmlook ist leider wirklich ein klein, klein wengi weg. fällt einem aber auch nur eher auf, wenn man direkt daran denkt.

sehr flüssige kamerabewegungen und ein hammer scharfes bild waren zu sehen.
ich geh auch in teil 2 wieder in HFR 3D (und 24 fps 3D) und 2D.
(=0:
MJ-Pat
Avatar
ZSSnake : : Expendable
10.01.2013 16:42 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.255 | Reviews: 172 | Hüte: 517
@ Mr.Pillepalle:

Erstmal danke für das Feedback und danke für den Hinweis bezüglich HFR. Ich denke ja schon länger drüber nach, ob ich nicht vielleicht den Trip ins Cinemaxx doch noch wagen soll, aber die 13 € schrecken dann doch etwas ab. Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Der Geldbeutel schreit NEIN, aber der Kino-Nerd in mir ruft JA. Ich überleg nochmal, aber ich vermute dreimal ist einfach genug...Beim zweiten dann vielleicht direkt in HFR wink
"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Avatar
MrPillepalle : : Moviejones-Fan
10.01.2013 13:19 Uhr
0
Dabei seit: 10.01.13 | Posts: 1 | Reviews: 0 | Hüte: 0
erst einmal zu deiner kritik, die ist bis auf das was ich schreib tadellos und beschreibt mein gefühl, dass ich von dem film habe, perfekt.

HFR - um es kurz zu machen, der kritikpunkt des seifenoperneffekts ist absolut richtig und in den ersten minuten wollte ich nicht glauben, dass ich mir jetzt einen film ankucke, bei dem alle schnelleren szenen aussehen, als würde das ganze im vorspulmodus gezeigt werden.
zur beruhigung, das vergeht und wenn das gehirn sich daran gewöhnt hat, jetzt ein komplett neues kinobild präsentiert zu bekommen, dann lohnt sich der film noch einmal mehr. atemberaubende bilder, klar das schafft 3d sicherlich auch - hfr hingegen bringt schlierenfreie schwenks und das ist das ausergewöhnliche und wirklich neue.
mein eindruck von dem ganzen ist, dass hiermit ein ganz neues verfahren eingeführt wird, dass noch verbesserungswürdig ist aber wirklich ein buchstäbliches "eintauchen" in den film möglich macht.

deshalb lieber ZSSnake und damit spreche ich dich wirklich höchstpersönlich an, gib noch einmal das geld aus, such dir ein kino mit hfr und ich bin mir sicher, du vergibst noch den 11 punkt und den 6 hut.
MJ-Pat
Avatar
ZSSnake : : Expendable
06.01.2013 20:26 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.255 | Reviews: 172 | Hüte: 517
@ Eli4s:

Danke erstmal für das Feedback wink

Ja, das mit Gandalf sah ich ähnlich, hab ja sogar unabhängig von dir den gleichen Terminus benutzt was seine plötzlichen Auftritte anging. Aber da die laut meiner Erinnerung Buchgeschuldet waren und einfach ziemlich genial rüberkamen konnte ich das verzeihen.

Dass ich etwas euphorisch bin, jaaa das geb ich mal zu genau wie du zugegeben hast dass du etwas kritisch warst. Ich denke auch, das ein Destillat aus unseren beiden Kritiken die Wahrheit wohl gut trifft.

Was die Animationen anging ging es mir einfach so, lag aber vielleicht auch dran, dass ich am WE vor dem ersten Kinobesuch des Hobbit nochmal die Herr der Ringe-Trilogie gesehen hatte, wo die Orks nunmal alle mit Maske versehen waren. Dagegen können die CGI-Orks dann nur abstinken. Logistisch sicherlich einfacher das so zu lösen als wieder tonnenweise Statisten per Hand in Orks zu verwandeln, andersrum aber halt nicht so beeindruckend. Insbesondere bei Azog, der halt einfach diesen Wachsfiguren-Charme hatte, der etwas aus dem Rahmen fiel.

Über ne ausführliche HFR-Kritik würde ich mich ja auch mal freuen, aber alle HFR-Gucker haben leider nur bei "zuletzt gesehen" oder so ein kurzes Statement hinterlassen.
"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Avatar
eli4s : : Moviejones-Fan
30.12.2012 18:19 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.166 | Reviews: 33 | Hüte: 75
wie immer sehr ausführlich und anschaulich ...

war überrascht zu lesen, dass dich Gandalf auch gestört hat ... und du es ihm dann verziehen hast ...^^ ...

grundsätzlich treffen wir uns in der mitte ... wo ich vielleicht einen tick zu kritisch bin, bist du - so will ich meinen - ein wenig zu großzügig ...

hast sogar noch den ein oder anderen Kritikpunkt erwähnt, der mir nicht eingefallen ist .. gerade was die animationen angeht ..

das heimat motiv fand ich auch eigentlich super als grundlage ... wurde aber nicht genug einbezogen ... dass gandalf eine andere Stimme hat, ist mir überhaupt nicht aufgefallen ... ;)

ansonsten, schade, dass bisher niemand die HFR gesehen zu haben scheint .

gruß
Avatar
MarieTrin : : Urlaubserinnerin
24.12.2012 09:52 Uhr
0
Dabei seit: 11.09.11 | Posts: 1.769 | Reviews: 27 | Hüte: 40
@ZSSnake

Und, dass du dir selbst hohe Ansprüche stellst, spiegelt sich zum Beispiel auch qualitativ in dieser Kritik wieder. Man braucht viel Herzblut, um eine Kritik so ausführlich und gut zu schreiben. Ich habe mir selbst schon so oft vorgenommen, wieder eine Kritik zu schreiben. Nur komme ich dabei meistens nicht über den ersten Rohentwurf hinaus, der mir dann inhaltlich und stilistisch nicht gefällt.

Que la loi soit avec toi!

MJ-Pat
Avatar
ZSSnake : : Expendable
24.12.2012 00:56 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.255 | Reviews: 172 | Hüte: 517
@ MarieTrin:
Freut mich, dass sie dir gefällt. Ich habe immer so ein wenig den Anspruch an mich selbst, das die Kritiken zum einen natürlich das widerspiegeln, was ich im Film gesehen habe, gleichzeitig aber auch jedem der noch überlegt ein bestmögliche Anleitung geben, ob es sich für ihn/sie lohnt. Meine Gefühle zum Film sollen natürlich auch mit dabei sein...deshalb schreib ich ja überhaupt Kritiken/Reviews zu Filmen.
"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Avatar
MarieTrin : : Urlaubserinnerin
24.12.2012 00:21 Uhr
0
Dabei seit: 11.09.11 | Posts: 1.769 | Reviews: 27 | Hüte: 40
Schöne Kritik! Ich finde es vor allem gut, dass du es schaffst auch Nicht-Romanlesern, so viel Informationen zu geben, ohne zu viel zu verraten. Das ist wirklich eine Kunst.
Außerdem bestärkt mich das in meiner Hoffnung, dass der Film meinen hohen Erwartungen gerecht wird.
Da ich grds. nichts gegen 3D habe, wird der wohl auch darin geschaut, nur mit den 48 Fps hadere ich noch, weil ich Angst habe, mir den Film vielleicht damit zu "vermiesen".

Que la loi soit avec toi!

Avatar
Tim : : King of Pandora
23.12.2012 14:59 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.922 | Reviews: 192 | Hüte: 79
@patertom
Ja, die Anhänge kommen vor. Aber so stark wie sie im Vorfeld angekündigt wurden, sind sie eigentlich gar nicht integriert. Ich war sogar richtig überrascht, wie wenig Laufzeit denen im Film vergönnt war.

@ION
Hättest du 45 Minuten rausgenommen, wäre ein gänzlich anderer Film, der deutlich flacher ist bei rumgekommen. Wo hätte Jackson groß schneiden können? Die Trolle mögen zu albern inszeniert sein, aber sie sind für die Handlung dahingehend wichtig, dass sie die Brücke zur Extended Version von HdR schlagen. Auch der Fund der Waffen hängt damit zusammen. Der ruhige Anfang, der auch mir etwas zäh vorkam, wird dagegen für die Charaktereinführung benötigt. Klar ist es eine gewisse Geldschneiderei, aus einem Buch drei Filme zu machen. Nichtsdestotrotz gibt das der Hobbit her. Wenn 3 Filme mit Überlänge bei rumkommen, ist das für mich keine Geldschneiderei. Das ist eher der Fall bei Harry Potter und Twilight gewesen. Eben weil der Hobbit nun entsprechend lang wird, entfaltet er seine eigene Magie. Die besten Filme aller Zeiten sind nicht umsonst fast nur um die 3h lang. Nur dann ist es auch möglich eine echte Bindung Zuschauer/Figuren zu schaffen. Das mag manchmal zäh sein, aber der Effekt der sich daraus ergibt, ist unbezahlbar. Und jede Minute mehr die einigen Zwergen im Hobbit geschenkt wird, wird sich am Ende im dritten Teil auswirken. Denn das Finale ist hinsichtlich der gebrachten Opfer sogar deutlich emotionaler als das im HdR.
Avatar
patertom : : Fieser Fatalist
22.12.2012 13:38 Uhr
0
Dabei seit: 20.01.10 | Posts: 4.401 | Reviews: 95 | Hüte: 23
@ion:

es werden doch auch noch zusätzlich Anhänge benutzt, die tolkien glaub später geschrieben hat.

spoiler:

bpw. das mit dem weißen rat kommt in der hobbit gar nicht vor.
auch die sache mit azog und dieser feindschaft zu thorin, die in teil 1 mitbestimmend ist, gibt es so im buch nicht.

spoiler ende


alles in allem hat mir teil 1 schonmal gut-sehr gut gefallen, auch wenn es von der gesamtquali her nicht an einen HDR film heranreicht.

sicherlich kann man der hobbit schlecht mit hdr vergleichen, aber vom gefühl her fand ich einfach hdr besser.

denke aber, dass der hobbit 2 noch eins draufsetzen wird auf den tollen ersten teil.

was ich aber sehr kritisieren muss ist, dass in der hobbit außer thorin höchstens balin, bofur und hin und wieder auch mal fili und kili was sagen. der rest der zwerge rennt praktisch nur mit und bleibt ein haufen unbedeutender statisten, was ich schade finde.
(=0:
Avatar
ION : : Moviejones-Fan
22.12.2012 13:18 Uhr
0
Dabei seit: 27.09.10 | Posts: 1.225 | Reviews: 0 | Hüte: 11
Wie viele Seiten hat das Buch der Hobbit gleich nochmal ? und wie viele Filme mit Überlänge werden es im gesamten geben ?!

Wie ich davon hörte, viel mir nur das Wort >Geldmacherei wieder in den Kopf denn eine Logik kann ich hier nicht erkennen nach dem ich den Film gesehen hab. Es sei denn, es handelt sich um Geld.

Der Film ist gut geworden, leider kein zweiter Herr der Ringe aber man kann ihn sich ansehen. Leider muss man schon nach relative kurzer Zeit feststellen das der Film locker um 45min gekürzt hätte werden können. Für mein Geschmack kommt auch etwas zuviel Fantasy drin vor. Selbst für Herr der Ringe aber irgendwie muss man ja die Zeit auf 2,5 Stunden strecken können um das Publikum bei Laune zu halten. Hat bei mir leider nur bedingt funktioniert.

Ich hoffe doch sehr das bei dem nächsten Teil das Sprichwort "weniger ist manchmal mehr" angewendet wird^^

Kann dem Film gut gemeinte 7/10 abgewinnen aber mehr auch nicht.
Avatar
Umleitung : : Moviejones-Fan
22.12.2012 12:22 Uhr
0
Dabei seit: 22.10.11 | Posts: 673 | Reviews: 2 | Hüte: 16
Ein großer Film, keine Frage, doch stellenweise etwas ZU albern, ich sage nur, "die Trolle am Lagerfeuer" usw.!
Forum Neues Thema