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Freddy vs. Jason

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Freddy vs. Jason Kritik

Freddy vs. Jason Kritik

Freddy vs. Jason Kritik
0 Kommentare - 06.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Freddy vs. Jason" ist.
Freddy vs. Jason

Bewertung: 3 / 5

Fast zehn Jahre nach seinem letzten Blutrauch fristet Freddy Krueger (Robert Englund) sein Dasein in der Hölle. In Springwood hat man seine Gräueltaten weitestgehend verdrängt und niemand erinnert sich an den einstigen Schrecken. Potentielle Opfer werden unter Drogen gesetzt, sodass sie nicht träumen. In diesen Tagen erwacht der grausame Jason Voorhees (Ken Kirzinger) zu neuem Leben. Ein Umstand, den Freddy nutzt, um aus der Hölle zu entkommen.

Zwei Ikonen, zwei unterschiedliche Themen und eine scheinbar gemeinsame Fanbase. Zugegeben, es gibt von Grund auf auch absurderes, als irgendwelche Versus-Filme. Aber die Konzepte dahinter wirken doch eher wie irgendwelche feucht gewordenen Fan-Fictions, die irgendein Genie in Hollywood verfilmen wollte. Nun könnte man darüber streiten, in welches Franchise jenes Crossover hier doch eher hineinpasst, und man könnte natürlich diese einfachen Fragen stellen, wer stärker ist und wer eigentlich hätte gewinnen sollen. Dummerweise muss man sagen, daß da schon auffällt, daß sich der Film nicht unbedingt immer auch an den Stärken beider Reihen bedient. So etwa im Aufbau. Denn tatsächlich braucht Freddy vs. Jason eine ganze Weile, wie eben auch die Freitag der 13.-Filme häufig eine ganze Weile brauchten, um eigentlich offenkundiges zu erklären. Denn das Problem hierbei ist, daß der Zuschauer eben weiß, was da passiert und da ist es dann eben schon ein wenig sinnlos, den Originalen insofern Tribut zollen zu wollen, indem man eben ein Mysterium um einige Tote aufbaut, oder ähnliches. Vor allem, wenn man von einem Film spricht, der mit einer Laufzeit von etwa neunzig Minuten ohnehin relativ knapp bemessen ist.

Es ist ja ohnehin die Frage, was die grundsätzliche These von Freddy vs. Jason überhaupt sein soll. Gibt es da irgendeinen Subtext, irgendeinen Gedanken, abseits des Fantraums? Natürlich könnte man naiv, wie auch zynisch daran gehen und es als Dankbarkeit des Studios an die Fans, wie auch als Geldmacherei bezeichnen. Doch das ist kein sonderlich aufschlussreiches Gedankengut, wenn man sich mit einem Film befasst. Wobei man schon sagen kann, daß Regisseur Ronny Yu schon ein grundsätzliches Gespür für beide Reihen beweist. Gerade in der Inszenierung von Sexualität, Dunkelheit, aber auch dem ein oder anderen Albtraum und der zusätzlichen Komponente aus Trash und sinnloser Partys, dann findet er schon den richtigen Ton. Es fühlt sich zwar immer seltsam an, Figuren die so tief mit ihrer eigenen Zeit verankert sind im neuen Jahrtausend zu sehen. Aber irgendwie hat das auch einen gewissen Charme. Ebenso erstaunlich ist, daß man hier vielleicht erstmals im Freitag der 13.-Franchise sowas wie Figuren mit einer grundlegenden Motivation findet. Ja, wirklich, es geht um etwas. Wenngleich das natürlich nie allzu substantiell ist. Und auch in Sachen Red Herring gelingt es dem Film druchaus mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen und diese auf eine falsche Fährte zu locken.

Interessant ist ja, daß die beiden Figuren Freddy und Jason sowieso Lebewesen, oder was auch immer sind, die von Grund auf einen Kontrast darstellen können. Ruhe und Masse, gegen windig und gesprächig. Darüber hinaus greift das Thema die Grundängste beider Figuren auf. Zwar war das in den Filmen um Jason Vorhees mal mehr mal weniger konsequent gezeigt, was nochmals unterstreicht, daß es sich hier eher um Studio-Filme, als um wirkliche Kunst handelt, aber ja, es ist wieder da. Die Angst vor dem Wasser und interessant wird dabei auch, wenn beide Figuren mit ihren eigenen Ängsten konfrontiert werden. Das macht sie auf einer sehr seltsamen Ebene durchaus sehr nahbar, weswegen man auch das Gefühl hat, hier vielleicht wirklich die vollendeten Varianten ihrer selbst zu sehen. Das unterhält unter anderem aber auch deshalb so gut, weil es eben durch die trashige Inszenierung von Yu einen riesigen Spaß bedeutet. Natürlich bedeutet das auch, daß man sich hier auch am laufenden Band gängiger Slasher-Konventionen bedient und auch den ein oder anderen Verweis auf große Vorbilder bereithält. So wie für die Freitag der 13.-Filme auch üblich, eben wieder Psycho (1960). Ok, man muss vielleicht davon absehen, daß jede Szene in einer Dusche auch ein Hitchcock-Zitat ist, aber mal ehrlich, wer glaubt denn das noch in diesen Filmen.

Überdies ist es schon eine recht schaurige Atmosphäre, mitsamt großer Gewaltspitzen. Zwar lässt sich hier nicht sagen, ob das wirklich etwas ist, über das es sich zu reden lohnt, aber auch ansonsten kann Freddy vs. Jason vor allem durch Robert Englund und absurde Explosionen überzeugen. Englund spielt das gewohnt überhöht und absolut nicht schreckhaft und mausert sich, wenn es nach Präsenz geht, auch zum eigentlichen Star des Films. Mitunter ist sowieso nicht ganz klar, was die Menschen in diesem Film abseits vom Miteinanderschlafen und rumschreien eigentlich zum Film beizutragen haben. Wenngleich sie, wie gesagt schon deutlich tiefsinniger sind, als einige Figuren vorangegangener Teile.

Ein guter Film ist Freddy vs. Jason sicherlich nie. Dafür waren es viele Teile der einzelnen Reihen davor auch schon nicht und das Konzept ist halt Trash. Als dieser funktioniert der Film aber sehr gut und unterhält für die kurze Laufzeit sehr, sehr gut.

Freddy vs. Jason Bewertung
Bewertung des Films
610

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