Anzeige
Anzeige
Anzeige

Godzilla vs. Kong

Kritik Details Trailer News
Godzilla vs. Kong Kritik

Godzilla vs. Kong Kritik

Godzilla vs. Kong Kritik
0 Kommentare - 12.06.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Godzilla vs. Kong" ist.
Godzilla vs. Kong

Bewertung: 1.5 / 5

Nachdem der Riesenaffe Kong in den 1970 Jahren das erste Mal Kontakt zu Menschen hatte, lebt das Wesen in Ruhe auf Skull Island. Die Wissenschaftlerin Ilene Andrews (Rebecca Hall) betreut das Tier, welches sich mit der gehörlosen Adoptivtochter Andrews Jia (Kaylee Hottle) angefreundet hat. Doch dann soll er von der Insel weggeschafft werden, um die Welt zu retten und die wütende Echse Godzilla, die mittlerweile angefangen hat jedes Forschungszentrum der Welt anzugreifen. Um die Gefahr zu eliminieren, hat der Konzern Apex eine neue Technologie entwickelt, deren Energie aus dem Kern der Erste stammt. Kong soll Apex dort hinführen, doch sein Transportschiff wird von Godzilla angegriffen.

Was ist Godzilla vs. Kong? Eine Frage, derer sich wohl niemand so richtig stellen mag. Erscheint ja auch unnötig anhand eines so offenkundigen Titels von etwas zu sprechen, was etwas sein könnte. Doch die Frage ist wichtig, erklärt sie doch Dinge, die an Filmen oftmals falsch laufen. Inmitten der 2010er Jahre startete mit Godzilla (2014) der zweite amerikanische Versuch die Riesenechse Japans wiederzubeleben. Wie das ausging für Warner Bros. Braucht man an der Stelle wohl nicht zu erklären. Doch wie es weiterging, ist durchaus interessant. Zumindest auf einem produktionstechnischem Level. Denn in Zeiten der cinematischen Universen, war klar, daß jede Kuh gemolken werden muss, die noch irgendwie Milch gibt. Keine sonderlich originelle Analogie, aber mit dem Verweis kann man wohl auch sagen, daß das irgendwie erwartbar war. Und dann, im Jahr 2021, inmitten der Pandemie kam dann Godzilla vs. Kong in die Kinos. Ein Film, der keine wirklich guten Vorzeichen hatte, hatte er doch mit dem eben genannten Godzilla, Kong: Skull Island (2017) und Godzilla II: King of the Monsters (2019) drei seelenlose Vorgänger zu bieten, die nichts Gutes erahnen ließen, wenn es um Inhalte oder salopp gesagt die Qualität der Filme ging.

Und leider ist auch Godzilla vs. Kong nicht wirklich ein stimulierender Film. Nun erwarten Fans von solchen Kaijū-Filmen natürlich andere Dinge, als jemand, der sich hauptsächlich mit Metaphern und Dramen befasst. Das mag schon sein, große Unterhaltung im wahrsten Sinne des Wortes will dieser Film liefern. Die Frage ist aber bei allem, was das gesamte Treiben mit der Gesellschaft, mit dieser speziellen Gesellschaftsform zu tun hat. Die Metaphern und Analogien, die das Werk von Regisseur Adam Wingard bereithält, berufen sich auf die üblichen Manierismen. Selbstzerstörungstrieb der Menschen, Umweltverschmutzung und die Gier nach Macht in Form von Kapital. Das ist leider Hollywood-Schreibe für ganz arme und zeigt, wie wenig Inhalt die Macher hier in ein Drehbuch zu stecken versuchten. Darüber hinaus soll das Familiendrama wieder alles regulieren. War ja auch bei den Vorgängern nicht anders und so handelt der Film von der Frage, ob sich die Familie und die Freunde in dieser schweren Zeit noch als letztes Bollwerk erweisen. Irgendwie gibt es dann wohl noch halbgare Romanzen und einen Cast, der vermuten lässt, daß es sich hierbei eigentlich um einen besseren Ensemble-Film der 1970er Jahre handelt. Doch dem ist nicht so. Wie bereits die Vorgänger bewiesen, will Warner Bros. Den Zuschauer ins Stauen versetzen. Das wiederum ist aber eben nur überteure Effekthascherei, die in einer sinnlosen Zerstörungsorgie mündet, wie das letzte drittel von Man of Steel (2013).

Dinge, wie große Entscheidungen oder Fragen, die das Leben beeinflussen könnten, kann Godzilla vs. Kong weder stellen und somit auch nicht beantworten. Der Film ist dabei ungefähr so befriedigend wie den Klebstoff nach dem Schnüffeln noch in den Mund zu nehmen und zu probieren. Nämlich gar nicht. Vermutlich ist das aber eine wesentlich bessere Beschäftigung, schließlich hört das relativ schnell wieder auf. Im Falle von Godzilla vs. Kong muss man allerdings knappe 100 Minuten investieren und wertvolle Lebenszeit verschwenden, die man, sofern die Buddhisten nicht recht haben, auch nie wieder bekommt. Darüber hinaus serviert der Film die große Kost einer Tiefkühllasagne und zeichnet Figuren, deren klischeehafte Schreibe einen fast erhoffen lässt, man hätte Salmonellen zu sich genommen und müsste gerade mal dringend den Raum verlassen. Hacker, Nerds, Wissenschaftler und die Helden, ja all das so endlos langweilig, daß man kaum anders kann, als immer wieder auf die Uhr zu starren und zu hoffen, daß es endlich vorbei ist. Dabei ist es ja erstaunlich, daß diese Filme eigentlich mit einem Ensemble-Cast aufwarten, dann aber kein bisschen was mit den Figuren anfangen. Es geht darum, daß Godzilla und King Kong kämpfen. Die einen wollens so, die anderen so und unterdessen wird halbgare Kritik an der amerikanischen Armee geäußert, während ganz klammheimlich noch die Hohlerde-Theorie bestätigt wird. Doch das hat eben nicht den absurden Charme eines Moonfall (2022). Nein, es hat gar keinen Charme.

Damit erweist sich Godzilla vs. Kong nicht nur als konservativer Film, der die Familie ins Zentrum rückt, sondern auch ein wenig als rechter Film. Aber seis drum, ist ja schließlich auch alles egal. Nun legitimiert sich der Film bei Menschen in der Regel durch einen gewissen falschen Anspruch. Es sei ja falsch einen solchen Film zu sehen und dann große, menschliche Emotionen zu sehen. Nun, da aber jeder Film vom Leben handelt und damit unweigerlich immer wieder als Metapher auf menschliches Leben zurückzuführen ist, darf auch die Frage gestellt werden, wo die Inhalte hier bleiben. Was soll das? Als Metapher auf die Umweltverschmutzung verstand sich Godzilla (1954) bereits und auch King Kong und die weiße Frau (1933) war seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Dieser Film steckt aber in der Gegenwart und bedient Pseudo-Emotionen, wodurch er jetzt schon Vergangenheit ist. Man danke an der Stelle für nichts.

Nase-Popeln, Achselhaare zählen und Raufaser-Tapeten-Anstarren sind sinnvollerer Beschäftigungen, als Godzilla vs. Kong zu sehen. Seelenloses Werk, Perlen vor die Säue und so viele, bessere Filme, die man mit dem durchaus guten Cast hätte drehen können, schwimmen da in einem überdimensional großen Geldtopf, der nur noch Kleinkinder zum Staunen bringt.

Trailer zu Godzilla vs. Kong

Godzilla vs. Kong Bewertung
Bewertung des Films
310

Weitere spannende Kritiken

Kill Bill - Vol. 1 Kritik

Kill Bill – Volume 1 Kritik

Poster Bild
Kritik vom 15.07.2024 von ProfessorX - 0 Kommentare
„Die Braut“ (Uma Thurman) hat ihr altes Leben hinter sich gelassen. Eigentlich. Auf ihrer eigenen Hochzeit verwandeln ihre ehemaligen Weggefährten O-Ren Ishi (Lucy Liu), Vernita Green (Vivica A. Fox), Budd (Michael Madsen) und Elle Driver (Daryl Hannah) den schönsten Tag ihres ...
Kritik lesen »

Mad Max Kritik

Mad Max Kritik

Poster Bild
Kritik vom 15.07.2024 von ProfessorX - 0 Kommentare
Die Zukunft versinkt im Chaos. Ordnung und Strukturen gelten nicht mehr. Die Polizei liefert sich erbitterte Gefechte mit Banden auf den Highways. Unter ihnen ist auch der junge Polizist Max Rockatansky (Mel Gibson). Dieser hat nach einer Verfolgungsjagd seinen Kollegen und besten Freund verloren. D...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Was denkst du?
Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!

Forum Neues Thema
AnzeigeN