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I Am Legend

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Der zweigeteilte Film

I am Legend Kritik

I am Legend Kritik
6 Kommentare - 09.01.2011 von Tim
In dieser Userkritik verrät euch Tim, wie gut "I Am Legend" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

I am Legend zu bewerten ist nicht leicht. Für mich ist der Film ein Paradebeispiel dafür, wie ein sehr guter Film in der zweiten Hälfte doch noch streckenweise kaputt gemacht wird.
 
Doch erst einmal zur Story. Diese handelt von einem Wunderheilmittel gegen Krebs. Doch statt diesen zu vernichten, entsteht dadurch eine weltweite Seuche. 90% der Menschen sterben, der Rest verwandelt sich in lichtscheue Nachtwesen, die sich in den Häusern der Großstädte am Tage verstecken und in der Nacht auf die wenigen immunen Menschen Jagd machen, bis es scheinbar keine Menschen mehr gibt.  Doch ein Mann hat überlebt, inmitten New Yorks versucht Dr. Robert Neville (Will Smith) ein Heilmittel für die Seuche zu finden. Bisher mit fraglichem Erfolg. Nevilles einziger Begleiter ist sein treuer Hund. So durchstreift Neville am Tag allein die Innenstadt und verbarrikadiert sich des Nachts. Bis zu dem Tag, an dem die scheinbar instinktgesteuerten Nachtwesen cleverer zu werden scheinen.
 
Was mir sehr gut an dem Film gefallen hat, war die Atmosphäre im Film. Besonders in der ersten Hälfte bekommt das der Regisseur in I am Legend wirklich sehr gut hin. Die Einsamkeit und Angst die Dr. Neville erlebt, ist greifbar und die Bindung zu seinem Hund besonders überzeugend. Wer eigene Tiere hat, wird das richtig nachvollziehen können. Es ist sogar so gut gelungen, dass die ganze emotionale Bindung zu diesem Tier und wie dessen Schicksal sich entwickelt stärker auf den Zuschauer wirkt, als nahezu jede gestellte Beziehungsstory zwischen Menschen in den meisten Filmen. Hier muss ich ein wirkliches Kompliment aussprechen, sowas sieht man nicht alle Tage. Auch das verlassene New York wurde überzeugend in Szene gesetzt und obwohl Will Smith die meiste Zeit des Films allein zu sehen ist, spielt er dies extrem souverän. Auch die Erklärung wie es zu dem Unglück kam, ist recht gut erklärt worden, doch die Rückblenden hätten etwas besser integriert werden können, sie sind oft zu abgehakt und bieten keinen sauberen Erzählfluss, auch wenn sie in die jeweiligen Filmstellen passen.
 
Leider beschränken sich diese positiven Aspekte von I am Legend sich nur auf den ersten Teil des Films, es gibt leider auch noch einen zweiten Abschnitt und der beginnt dann, wenn Robert Neville nicht mehr allein ist. Sofort verändert sich die Atmosphäre, wird generischer und viel blabla angereichert. Die zweite Hälfte ist nicht wirklich schlecht, sie steht leider nur in einem extrem starken Kontrast zum wirklich hervorragenden ersten Teil des Films und das macht es sehr bedauerlich, dass statt die Einsamkeit von Neville hier auszuarbeiten, auf Hollywoodstandards gesetzt wird. Verkraftbar aber traurig das ganze, auch die aufgesetzte Gott will es so Debatte, die dann einsetzt ist nicht zuträglich. Ein weiterer, wenn auch letzter Kritikpunkt sind die CGI-Effekte. Diese sind im Film eigentlich sehr gut, anders würde das verlassene New York nicht glaubwürdig erscheinen. Jedoch wieso müssen alle Sachen mit CGI realisiert werden? Monster, Tiere, Jagdszenen? Vor allem die vermeintlichen Vampire wirken dadurch extrem unnatürlich. Dann lieber Menschen mit einer guten Maske versehen und nur mit CGI unterstützen. Auch einen Löwen muss ich nicht am Computer generieren.
 
Vor wenigen Wochen habe ich auch mal gelesen, worauf der Titel von I am Legend in der Vorlage eigentlich abzielt und die finde ich recht interessant. Leider nutzt dies der Film nicht. Während in der Welt der Menschen Vampire zu den Mythen und Legenden gehören, ist in einer Welt voller Vampire hingegen der letzte überlebende Mensch diese Legende.
 
Trotz der Kritik bleibt immer noch ein sehr guter Film übrig. Wäre aber die zweite Hälfte nicht ein kompletter Stilbruch in I am Legend, dann hätten wir hier einen 9 wenn nicht sogar 10 Punkte Film vor uns. So bleiben gute wenn auch nicht perfekte 7/10 Punkte übrig.

Trailer zu I am Legend

I am Legend Bewertung
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710
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6 Kommentare
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patertom : : Fieser Fatalist
22.01.2011 22:28 Uhr
0
Dabei seit: 20.01.10 | Posts: 4.401 | Reviews: 95 | Hüte: 23
die kritik ist nicht schlecht, muss aber auch sagen, die erste hälfte des filmes gefällt mir wesentlich besser als die zweite hälfte.

ich habe die fassung mit dem alternativen ende gesehen, die nueuen szenen sind echt nicht schlecht.
(=0:
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Nothlia : : Man in Black
10.01.2011 13:52 Uhr
0
Dabei seit: 04.05.10 | Posts: 1.150 | Reviews: 54 | Hüte: 6
SPOILER:
Neville überlebt auch im Buch nicht - zumindest liegt das Ende das Nahe. Er wird von den Vampiren gefangengenommen und soll hingerichtet werden. Vor der Hinrichtung schluckt er jedoch eine Pille, um sich selbst zu töten. Außerdem erkennt er, dass er das ist, was im Vampirmythos die Vampire waren: Einer, der rücksichtslos tötet, um des Blutes willen (er untersucht das Blut und will ein Heilmittel finden. Allerdings ist er kein Arzt oder Biologe o.ä. und er findet auch kein funktionierendes Heilmittel). Die neue Gesellschaft der Vampire - schrittweise wieder intelligent geworden -, für die ist er die Gefahr, der Mythos, der letzte Mensch vor der Veränderung. Halt die Legende.
Der Film hat ein alternatives Ende, in dem Neville überlebt.
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MrNoname : : BOT Gott
10.01.2011 10:51 Uhr
0
Dabei seit: 16.06.10 | Posts: 1.679 | Reviews: 18 | Hüte: 23
wie geht es im buch aus ?
 
glaub mal irgendwo gelesen zu haben, dass auch im ursprünglich geplanten ende neville überlebt, aber das bei testscreenings nicht angekommen ist.
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Tim : : King of Pandora
10.01.2011 10:21 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.952 | Reviews: 192 | Hüte: 80
Ich habe hier die Kinofassung kritisiert, die alternative Version kenne ich nur von Schnittberichte.
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Nothlia : : Man in Black
10.01.2011 09:35 Uhr
0
Dabei seit: 04.05.10 | Posts: 1.150 | Reviews: 54 | Hüte: 6
Die Kritik ist, wie immer bei dir, gut geschrieben und ausgeführt.
Die meisten Punkte sehe ich ähnlich, würde aber sogar etwas mehr Punkte rausrücken. Wobei ich bisher nur die Kinoversion kenne.

Zu der Legende: Da der Titel vom Buch übernommen wurde und im Buch sich Neville nicht für die Menschheit opfert, ist der Titel sicher anders zu verstehen. Tim hat es in der Kritik angedeutet: Neville ist eine Legende unter den "Vampiren" (Vampire im klassischen Sinne sind es ja eigentlich nicht). Allerdings entfernt sich der Film im weiteren Verlauf immer deutlicher vom Buch, weshalb, gerade durch die Endszene, der Film für sich eine andere Deutung zulassen würde. Wäre auch mein größter Kritikpunkt: Man hat sich nicht getraut, Neville die Vielschichtigkeit und teilweise negativen Eigenschaften der Figur aus dem Buch zu geben. Der "böse" Twist im Buch existiert im Film nicht.
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MrNoname : : BOT Gott
10.01.2011 09:18 Uhr
0
Dabei seit: 16.06.10 | Posts: 1.679 | Reviews: 18 | Hüte: 23
wieder einmal eine sehr gute kritik von dir.
 
was mich noch interessieren würde ist: hast du da jetzt die kinoversion kritisiert, oder den dir. cut. dieser gefällt mir nämlich um welten besser. er zeigt, dass diese nachtwesen (ziemlich treffender ausdruck !!) ihre menschlichkeit nicht ganz verloren haben bzw. nicht rein instinktiv wie zombies handeln.
 
SPOILER
und dass er zur legende wird habe ich immer so interpretiert: er opfert sich zum schluss, damit die menschheit überleben kann.
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