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King Arthur - Legend of the Sword

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Eine Kritik von sid

King Arthur - Legend of the Sword Kritik

King Arthur - Legend of the Sword Kritik
0 Kommentare - 10.06.2017 von sid
In dieser Userkritik verrät euch sid, wie gut "King Arthur - Legend of the Sword" ist.
King Arthur - Legend of the Sword

Bewertung: 3.5 / 5

Da meine Einschätzung des Filmes „King Arthur - Legend of the Sword“ sehr knapp und dürfig unter die US-Charts-Kommentare gerutscht ist, will ich noch mal näher auf diesen Film eingehen.

Inhalt: Der Waisenjunge Arthur wächst in London auf, während sein Onkel Vortigern unrechtmäßig und nur auf den eigenen Vorteil bedacht über das Land herrscht. Als sich Arthur auf Befehl an Excalibur versucht, ist sein bisheriges Leben im Schatten vorbei...

Trailer zu King Arthur - Legend of the Sword

Kritik: Ich fange mit den Darstellern an. Die weibliche Hauptrolle ist mit Àstrid Bergès-Frisbey besetzt: Eine zarte Person, die häufig nicht älter als 18 Jahre alt wirkt, woraus sich ein sehr interessanter Kontrast zu ihrer Ernsthaftigkeit und „berufsbedingten“ Verantwortung ergibt. Ich finde, man nimmt ihr ihre Rolle voll und ganz ab. Dazu kommt noch der charmante französische Akzent (und die gute deutsche Synchronstimme). Sehr gelungene Besetzung.
Charlie Hunnam kommt als als Titelfigur nicht nur sehr sympathisch rüber, sondern er wirkt auch absolut sicher in seinem Auftreten (obwohl er natürlich in seiner Rolle noch viel lernen muss) und trägt den Film sehr gut. Auch finde ich es lobenswert, dass sich Hollywood endlich einmal getraut hat, einen noch jungen Darsteller zu wählen und keinen mittelalten mit einem evtl. bekannteren Namen.
Dafür ist Jude Law zuständig, der mich ebenfalls überzeugt hat in keiner ganz einfachen Rolle. Gefallen haben mir auch die späteren Gefährten, besonders Djimon Hounsou, der seine Rolle sehr ruhig spielt und damit dem Film etwas an sehr nötiger Geerdetheit verpasst. Ohne einen glaubwürdigen Arthur und mit sagen wir etwas gespinnerten Co-Stars hätte der Film leicht komplett abrutschen können.
Eric Bana (als Arthurs Vater Uther Pendragon) agiert zwar eher in einer Nebenrolle, aber gerade die Szenen mit ihm sind nicht nur mit die besten des Films, sondern sozusagen auch Schlüsselszenen, die immer wieder geschickt in den Handlungsverlauf und Arthurs Entwicklung eingebaut werden.
Und einen leicht skurrilen, aber einprägsamen Auftritt bekommt Mikael Persbrandt („Kommissar Beck“) als Wikingeranführer Kjartan.

Das CGI beeindruckt, sei es in der Szene mit der Herrin vom See oder wie Excalibur aufleutet, die jeweiligen Augen, der Funkenflug,..und auch das 3D ist prima und kriegt meine bestmögliche Bewertung. Nämlich, dass man mitten im Filmgeschehen ist und vergisst, dass man die Brille aufhat.

Zur Regie: Guy Ritchie hat einerseits den Film sehr flott, lebhaft und frisch inszeniert, aber er weiß nach meinem subjektiven Dafürhalten nicht so genau, wann es genug ist. Manchmal war mir der Film einfach zu laut (ok, das lässt sich daheim ändern), zu schnell, dann wieder zu langsam (manche Zeitlupen, keinesfalls alle) und es gibt zu viel Schnickschnack. Ein Beispiel dafür ist das erste Wikingergeplänkel, wo ich schon befürchtet hatte, dass das so weitergeht...tut es glücklicherweise nicht. Durch diese genannten Kritikpunkte wusste ich häufig nicht, was (überhaupt) noch kommt bzw. wie es weitergeht und so habe ich auch kein richtiges Vertrauen zum Film gefasst bis zur Szene, wo sie quer durch „Londinium“ rennen bzw. sich prügeln, die mir wirklich Spaß gemacht hat. Ab da hab ich mich drauf eingelassen.

Der Film-Soundtrack ist toll, manchmal etwas zu viel des Guten (auch weil zu laut im Kino), aber ein irrer Mix aus Melodien zwischen Warcraft (das Horn), neumodischen Klängen, dem Hobbit-Soundtrack, etc. Passt auf alle Fälle sehr gut zum sonstigen ungewöhnlichen Stil des Films.

Was ist mit den in diesem Falle sehr wichtigen Mythen? Nun, meiner Meinung nach sind hier Legende (sprich das, was jeder Geschichtsfan, Mythenfan, evtl. auch Spielefan eben erwartet von einem Film, der King Arthur heißt) und Moderne (so dass man nicht das Gefühl hat, Opas Lieblingsschinken zu gucken) sehr gut verflochten, was bei G. Ritchie leicht ein glücklicher Zufall sein könnte, aber es ist hier eben so. Auf der einen Seite erkennt man viele prominente Artus-Motive wieder, die auch „klassisch“ (wie im Märchenbuch abgebildet) eingefangen werden, andererseits ist der Stil des Films wie oben geschildert sehr modern.

Das gerügte PG-13: Wie bei Warcraft ist auch King Arthur eigentlich hintergründig und teilweise auch sichtbar ziemlich brutal (also von dem, was da gerade passiert, Ermordung des Vaters, der Tochter etc.). Aber es fließt eben trotzdem kaum Blut, teilweise dank den Rüstungen und dem Zauber (eben ähnlich wie bei Warcraft). Insofern konnte ich mit dem Rating besser leben als normalerweise, aber natürlich wäre eine direktere Art noch besser gewesen.

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Film, der sowohl Fans alter Legenden erfreut und die Zuschauer erfolgreich in ein früheres Jahrhundert versetzt als auch genug (neuzeitliche) Action bietet. Wäre G. Ritchie noch jemand zur Seite gestellt worden, der manchmal etwas Hektik herausgenommen hätte, hätte der Film für mich das Zeug zu einem meiner Lieblingsfilme gehabt.

7 von 10 möglichen Hüten.

King Arthur - Legend of the Sword Bewertung
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710
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