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Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger

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3D-Referenz mit kleinen filmerischen Schwächen

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger Kritik

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger Kritik
0 Kommentare - 30.12.2012 von KinoUser
In dieser Userkritik verrät euch KinoUser, wie gut "Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger" ist.
Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger

Bewertung: 4 / 5

Inhalt: In Ang Lees "Life of Pi" geht es um den jungen Inder Pi, der mit seiner Familie und dem dazugehörigen Zoo Indien in Richtung Kanada verlassen muss. Doch während der Überfahrt geht das Schiff unter und nur Pi kann sich mit einigen Tieren auf einem Rettungsboot flüchten. Unter den überlebenden Tieren ist auch der Tiger Richard Parker, mit dem sich der Junge alsbald um die wenigen Ressourcen streiten muss. Inszenierung: Lees "Life of Pi" stellt im Gegensatz zum farbenfrohen, scheinbar "indisch"-überzogenen Trailer einen realistischen Film über den Überlebenskampf auf dem offenen Meer dar. Und während der Trailer sogar vermittelt, dass dies ein Film mitunter für Kinder sein kann, so ist dem keineswegs so. Bereits in der ersten halben Stunde, in der Pis Leben erzählt und bis zum Punkt des Beginns der Überfahrt gebracht wird, ergeht sich Lee eher in der Philosophie über die Religionen als die Handlung voranzutreiben. Auch wenn die Geschichte bis dorthin mitunter vor sich herdümpelt und zeitweilig keinen weiteren Bezug zur folgenden Handlung aufweist, so kann sie durch wunderbare Bilder unterhalten. Wie gut aber Lee wirklich ist, erfährt man erst ab der Schiffsreise. Lee versteht es meisterhaft das Meer in seiner Güte und seiner Grausamkeit zu zeigen; die Schönheit des Ozeans mit seiner gleichzeitigen vollkommenen Leere und Einsamkeit einzufangen. Vor allem der Schiffsuntergang selbst und die hereinbrechenden Stürme sind von einer nicht abzusprechenden bildlichen Ästhetik. Und in dieser gesamten Situation lässt Lee auf engstem Raum verschiedene Tiere und einen Menschen auf einem Rettungsboot ausharren. Das alsbald der Hunger zur Dezimierung der Gruppe führt, ist sehr realistisch, wenn auch in ihrer Darstellung zu drastisch. Dennoch ist auch dieser Teil durchaus sehenswert. Kritisch zu bemerken sind eher das Ende, [Achtung: Spoiler] indem Lee u.a. die gesamte Geschichte erneut erzählen lässt (diesmal mit anderen handelnden Personen) und leider auch die gesamte Geschichte rund um die Insel, die unglaubwürdig ist. Leider muss man auch festhalten, dass die Rahmenhandlung im Jetzt hätte wegfallen können (wie sie glücklicherweise auch den größten Teil des Films ist), da sie lediglich die Einzelszenen verbinden soll. Das Lee derartige Übergänge besser kann, beweist er im Verlauf des Films. Technik: "Life of Pi" wurde vor allem wegen seiner 3D-Technik gelobt und diese ist auch perfekt eingesetzt. Anstatt dem Publikum pausenlos Gegenstände entgegen zu werfen, bindet der Film über das 3D sein Publikum regelrecht ein. Ebenso besonders gut gelungen sind die Tieranimationen. Der Tiger ist stellenweise von einem echten nicht zu unterscheiden. Leider ist das Niveau der Tieranimationen nicht überall auf gleichhohem Niveau. Vor allem das allzu perfekte Verhalten der Tiere im Sinne der Filmdarstellung führt ihre Computerherkunft vor Augen. Ebenso ihr Verhalten an einigen Stellen (v.a. die Vorstellung von Richard Parker wirkte eher wie die einer großen Katze anstatt wie die eines Raubtieres). Auch die Filmmusik hätte an einigen Stellen weniger aufdringlich sein können. Darsteller: Neben den vielen Nebenfiguren, die allesamt ihren Zweck erfüllen, gibt Suraj Sharma einen glaubwürdigen verzweifelten Jungen, der eine leider zu starke Charakterisierung hinsichtlich seines Glaubens aufweist. Fazit: "Life of Pi" ist ein absolut sehenswerter 3D-Film, der mit wunderbaren Tieranimationen aufwartet und ein gespenstisch geniale Atmosphäre auf dem Meer verbreitet. Abzüge gibt es für die stellenweisen, v.a. unglaubwürdigen Handlungsfüller und die manchmal nicht nachvollziehbaren Aktionen ([Achtung: Spoiler]Stichwort Pi holt Richard Parker zurück ins Boot).

Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger Bewertung
Bewertung des Films
810
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