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Mission: Impossible - Phantom Protokoll

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Mission: Impossible – Phantom Protokoll Kritik

Mission: Impossible - Phantom Protokoll Kritik

Mission: Impossible - Phantom Protokoll Kritik
0 Kommentare - 20.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

Nach einer Explosion im Kreml werden Ethan Hunt (Tom Cruise) zu den Hauptverdächtigen gezählt und verfolgt. Daher ruft der US-Präsident das Phantom-Protokoll aus und die IMF-Gruppe wird von nun an verleugnet. Unterdessen erbeutet der Soziopath Cobolt (Michael Nyqvist) geheime Abschusscodes russischer Nuklearraketen. Um Cobolt aufzuhalten, reist das Team um Ethan Hunt und William Brandt (Jeremy Renner) nach Dubai, um dort einen erneuten Kalten Krieg zwischen den Supermächten zu verhindern.

Mission: Impossible. Es wurde mal gesagt, daß die Geschichten dieser Filme um die Actionsequenzen herum getüftelt werden. Eventuell schon lange, spätestens aber, seitdem Christopher McQuarrie das Ruder übernommen hat. Ob das nun richtig oder falsch ist, ob das dem Kernsegment dienlich, oder der Film doch als Agentenfilm mehr auf Inhalte setzten sollte, daß sind Fragen, die man nicht so richtig beantworten kann. Jeder hat da sicherlich seinen eigenen Geschmack. Nun muss man aber wohl, selbst wenn man als reinem Film, mit diesem Werk sehr viel anfangen kann, daß das alles doch erschreckend albern wirkt, wenngleich man in den 2000er und 2010er Jahren sehr viele Filme über den „alten Feind“ produzierte, die heute sicherlich wieder eine gewisse Wucht und Aktualität besitzen. Aber es wirkt konfus, geht es doch eigentlich nur um so einen mächtigen Typen, der die Welt mit Atomwaffen bedroht. Dabei ist ja die Frage, ob das in einem Actionfilm reicht. Hier wird über die Geschichte zumindest deutlich, daß sie eigentlich ziemlich belanglos wirkt. Und so kann man natürlich streiten, ob dies wirklich die Form von Unterhaltung ist, die man verdient und die man braucht, oder ob ein Film nicht am Ende des Tages noch etwas mehr liefern könnte.

Trailer zu Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Natürlich haben Agentenfilme auch immer durch reine Schauwerte punkten wollen und können. Das sind zwar keine Happy Madison-Filme, wo man den Eindruck bekommt, Adam Sandler plane seinen Filmdreh um seinen Urlaub herum, doch insgesamt sind es natürlich oberflächliche Reize, mit denen auch Mission: Impossible – Phantom Protokoll zu bestechen versucht. Ob man das jetzt allerdings schlimm finden muss, oder eben nicht, na ja. Es ist eben doch genau das, worum es irgendwie im Kino und besonders im Blockbuster geht, oder? Denn dieser Film serviert teils absurde, ja wirklich schwindelerregende Bilder. Das absolute Highlight dessen dürfte ja bekannt sein, nehme ich an. Und insofern, ja, Tom Cruise findet schauspieltechnisch, wie auch ideologisch – ja, der kleine Seitenhieb passt hier ganz gut – in seiner eigenen Blase statt. Das absurde ist auch an diesem Werk wieder, daß die große Actionsequenz eben in ihrer Planung und Ausführung dermaßen wahnwitzig ist, daß man sich fragt, was wohl im Kopf eines Tom Cruise vor sich geht, daß er dermaßene Strapazen auf sich nimmt, um den Zuschauer zu unterhalten. Etwas unterbrochen wird das Staunen dann nur dadurch, daß der Film eben etwaige Franchise-Regeln, wie etwa das Verleugnen des eigenen Teams reproduziert. Muss jetzt nicht unbedingt sein, aber das ist wohl die Formel, auf die man sich um Zuge dessen einlassen muss.

Mission: Impossible – Phantom Protokoll ist in seiner Machart ein Film, der alte Feindbilder produziert, dabei aber zu einer anderen Lösung kommt, als es wohl moderne Filme täten, um eben einem kollektiven Antagonismus entgegenzuwirken. Natürlich könnte man einwenden, daß dabei die Figuren das Herz der gesamten Geschichte sind und ja, die sind schon ganz in Ordnung wie sie eben sind. Es ist natürlich klar, daß das eben auch auf einem Niveau von Fast & Furious 8 (2017) operiert, wenn es darum geht, die Komplexität der Strukturen untereinander zu erklären. Die Frage ist ja beim IMF oder besser gesagt bei dem Team um Ethan Hunt immer, als was sie zu verstehen sind. Denn wie auch in den Vorgängern werden sie vom Staat verstoßen. Das zeigt sich ja schon zu Beginn, wenn Ethan Hunt nur durch seine Freundschaften eben aus einem Gefängnis geholt wird. Damit ist klar, damit wird etwa auch eine konservative Haltung bedient, die eben ein Clint Eastwood in vielen seiner Werke einnimmt: Irgendwie versagt der Staat, irgendwie ist man trotzdem Patriot und irgendwie ist das wichtigste, der Mensch und die Freundschaft und Liebe untereinander. Das ist zugegebenermaßen eben purer Humanismus und damit nicht unsympathisch, sorgt aber auch dafür, daß ein Eastwood etwa nie erklären kann, worin das eigentliche Problem liegt. Mit dieser Systematik hält sich Brad Birds Film aber eben auch glücklicherweise weitestgehend zurück und fokussiert sich eben auf Blockbustersegmente.

Diese sind teils natürlich wieder spektakulär, wenngleich eben Ethan Hunt eben nie den Stil und Intellekt etwa eines James Bond einnimmt. Dafür ist das Thema zu seicht. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, daß eben der Film nicht ewig braucht, um seine Themen zu erklären. Wenn man denn von Themen sprechen kann. Besonders wird das also nie in Mission: Impossible – Phantom Protokoll, sondern eher, wie jeder andere Film auch. Da spielen Intrigen eine Rolle, Feindbilder, Gut, Böse, der Staat, als das, was man schon so kennt. Wirklich interessant dabei ist aber, daß Brad Bird den Fokus tatsächlich auf relativ viel Humor legt. Ungewohnt für die Reihe, die zwar immer einen gewissen Witz hatte, aber dennoch eher bis dato trocken daherkam. Bird weiß da um die richtige Mischung und wie man momentan aktuelle, politische Diskurse aufbereitet, ohne, daß sie peinlich wirkten. Insofern, alles richtig gemacht.

Neu ist Mission: Impossible – Phantom Protokoll sicherlich nicht. Das Thema gleicht dem, was man im amerikanischen Film von immer wieder gerne mal hervorholt. Klar, der Film ist damit auch nicht wesentlich intelligenter, aber als Kontrastprogramm für konservative Werte und mit absurd spektakulären Actionsequenzen kann sich der Film durchaus sehen lassen.

Mission: Impossible - Phantom Protokoll Bewertung
Bewertung des Films
710

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