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Oblivion

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Hochglanzlangeweile

Oblivion Kritik

Oblivion Kritik
1 Kommentar - 10.05.2013 von Ganvai
In dieser Userkritik verrät euch Ganvai, wie gut "Oblivion" ist.
Oblivion

Bewertung: 2.5 / 5

Die Erde ist zerstört, Jack (Tom Cruise) und Victoria (eine hinreißende Andrea Riseborough) gehören zu den wenigen Überlebenden eines Krieges mit außerirdischen, welche die Welt zerstört haben. Sie arbeiten auf der Erde als Wartungstechniker für die Abbaumaschinen, welche die letzten Rohstoffe der Erde ernten um sie zum Saturnmond Titan zu bringen wo die letzten Überreste der Menschheit leben. Kontrolliert werden sie dabei von dem Kommando auf Tet, einer tetraedischen Raumstation im Orbit der Erde. Bald dürfen sie ihre Schicht beenden und ebenfalls auf den Titan. Während Victoria das gemeinsame Leben auf dem Titan mit Jack kaum erwarten kann, will dieser viel lieber auf der Erde bleiben. Doch dann findet Jack Rettungskapseln mit anderen Menschen an Bord… Regisseur Joseph Kosinksi hatte sich mit Tron Legacy zumindest verdient, einen weiteren Science Fiction zu drehen. Basierend auf einer Comic-Geschichte die er selbst geschrieben hatte wurde daraus dann Oblivion. Schon von Anfang an ist klar, dass auf diesem Planeten nichts so ist wie es scheint. Im Gegensatz zum Trend in Hollywood nimmt sich der Film zu Beginn auch viel Zeit, seine Charaktere einzuführen. Keine Zusammenfassung im Musikvideostil, sondern ruhige Bilder bringen einem auf eindringliche Art und Weise die zerstörte Erde näher und man lernt die beiden Charaktere Jack und Vica ausführlich kennen. Doch dann kommen die Twists! Ein schwieriger Punkt für einen solchen Film. Wie baut man sie richtig auf, wie führt man sie richtig weiter? Leider schafft man es trotz drei Drehbuchautoren nicht, dem Film Spannung durch seine Handlung zu verleihen. Zu früh ist alles schon klar, nach dem ersten Twist ist der Rest geschmacklose Rohkost für Sci-Fi Fans. Die Story wird vorhersehbar und das schon nach 30 Minuten. Man könnte Spoilern ohne Ende, denn die Ideen sind aus den erfolgreichen Filmen der letzten Jahre so unverschämt zusammengeklaut das man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen will. Ab hier gilt leider Spoileralarm, denn mehr kann man leider über den Film nicht erzählen, ohne es zu tun. Alleine das ist schon ein Armutszeugnis für einen Sci-Fi Film, der mit seiner Geschichte auftrumpfen will. Keine der im Film gegebenen Auflösung schockiert. Erfahrenen Sci-Fi Fans stößt schon der in den ersten Minuten fallende Begriff „Gedächtnislöschung“ bitter auf. Wer da noch nicht das Wort Klon auf der Zunge liegen hat, hat wohl „Moon“ verpasst (ein Fehler, der nun sofort zu korrigieren ist). Überrascht ist man nur, wie skrupellos geklaut wird. Wenn dann Jack Nr. 2 auftaucht fühlt man sich fast ums Kinogeld betrogen. Aber da hat man noch nicht das Finale erlebt, was wir vor knapp 17 Jahren fast genau so schonmal in Independence Day gesehen haben. Das es Statt Jeff Goldblum und Will Smith diesmal Morgan Freeman und Tom Cruise sind, macht es nicht besser. Viel schlimmer ist noch, dass die letzten 15 MInuten des Films wirken, als würden sie zu einem ganz anderen Film gehören. Die Stimmung des Films scheint plötzlich eine ganz andere zu werden. Wenn sich nach dem Kinobesuch die Geschichte über 125 Minuten immer genau so entwickelt hat, wie man es vorhersah, dann bleibt einem nur noch das Design in Erinnerung, was an den feuchten Traum eines Apple-Designers erinnert. Selbst die zerstörten Landschaften wirken irgendwie klinisch und starr. Abwechslung bringen da nur die Plünderer, die Computerspieler aber an Storyähnlich gelagerte Spiele erinnern. Da bleibt dann zum Schluss die Frage was dem Film eigenes bleibt. Es gibt eine Szene die so heraus sticht das sie erwähnenswert ist. Als Jack mit Julia zu Vica zurückkehrt sieht man wie Andrea Riseborough alle Darsteller dieses Filmes an die Wand spielt und nur wenige Augenblicke später, das Kosinski doch auch mal ein großes und gut Inszeniertes Bild in den Film bringen kann. Das waren drei Minuten bei denen dieser Film einen packte. Leider zu wenig. Trotzdem muss man Riseborough Respekt aussprechen. Sie wirkt als einzige als hätte sie wirklich eine Motivation und spaß daran zu spielen. Tom Cruise sieht so aus als wäre es ihm alles ziemlich egal, Olga Kurylenko schmollt sich mit einem Gesichtsausdruck über ihre Leinwandzeit und selbst Morgan Freeman bleibt blass über die kurzen Momente, die er zu sehen ist. Die Effekte sehen gut aus, die Action ist allerdings banal und uninteressant Inszeniert. Was bei dieser sehr vorhersehbaren und wenig Orginellen Geschichte stört sind dann die Grundsätzlichen Plotholes! Drei Drehbuchautoren und fünf Produzenten und keinem fällt was auf. Hallo Hollywood! Was macht ihr da? Da bekommt man das Gefühl das die Drehbuchautoren ihren Streit verlagert haben. Sie schreiben zwar Drehbücher, aber nur noch im Rudel um so viele Löcher wie möglich Reinzustricken. Wie kann man den Film nun zusammenfassen? Die Actionszenen sind einfallslos, die Geschichte so vorhersehbar das dagegen ein Donald Duck Comicstrip wie ein Shakespear aussieht, die Schauspieler wirken unmotiviert (ausgenommen Riseborough) und das Design sieht aus wie von einem iPad generiert. Trotz Twists und dramatischen Lovestorys, bleibt dieser Film flach und ohne Tiefgang und erzeugt nur Hochglanzlangeweile. Nach diesem Film merkt man sich zwei Namen: Andrea Riseborough und MI8, die den fantastischen Soundtrack beisteuerten. 2,5 Hüte

Oblivion Bewertung
Bewertung des Films
510
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DeToren : : Moviejones-Fan
12.06.2013 12:00 Uhr
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Hochglanzlangeweile.

Das Wort trifft es perfekt!

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