Silence

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Religion, die Geisel der Menschheit?

Silence Kritik

Silence Kritik
7 Kommentare - 13.12.2017 von sublim77
In dieser Userkritik verrät euch sublim77 wie gut Silence wirklich ist.
Silence

Bewertung: 4 / 5

Ich möchte gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass diese Review zweigeteilt sein wird. Zum einen möchte ich über den Film als solchen berichten und zum anderen werde ich auf die Gedanken, die ich mir durch Silence zu dessen Thema gemacht habe, eingehen. Bis zum Fazit werden keine Spoiler zum Film enthalten sein. Man kann also die Review als solche lesen. Danach werde ich aber auf einige (zur Sicherheit als Spoiler markierte) Punkte eingehen und meine persönlichen Gedanken dazu äussern, was nur geht, wenn ich auf den Plot und dessen Ende eingehe.

Trailer zu Silence

Worum geht es in Silence:

Nun, kurz gesagt, geht es um die Verbreitung des Christentums im Japan des siebzehnten Jahrhunderts oder vielmehr um den Versuch der japanischen Machthaber eben jene Verbreitung aufzuhalten.

Zwei junge Jesuiten reisen nach Japan, um ihren angeblich vom Glauben abgefallenen Menthor zu finden. Sie glauben an ihn und begeben sich, zusammen mit einem ebenfalls vom Glauben abgefallenen Japaner, auf die gefährliche Suche nach ihrem Mentor. Kaum in Japan angekommen, treffen sie auf Japaner, die heimlich ihren christlichen Glauben leben. Denn die japanischen Machthaber dulden kein Christentum in Japan und verfolgen jegliche Form des Christentums. So sind die beiden Geistlichen vor allem damit beschäftigt, sich zu verstecken und am Leben zu bleiben, während sie den christlichen Dorfbewohnern die heiligen Sakramente spenden und so wenigstens ihrer christlichen Pflicht nachkommen. Doch die japanischen Inquisitoren sind ihnen ständig auf den Fersen und die beiden Priester sind gezwungen im Verborgenen zu leben, sich ständig zu verstecken und sind dazu verdammt, das Leid der Dorfbewohner aus der Ferne tatenlos zu beobachten. Sie werden wegen ihres Glaubens und ihrer Weigerung, die Priester auszuliefern, gefoltert und letztlich auch getötet. So trennen sich die beiden Priester und es kommt, wie es kommen muss. Man verrät sie letztendlich. Doch die Japaner wollen die Priester, die mittlerweile die letzten in japan sind, nicht einfach zu Märtyrern machen, sondern wollen sie dazu bringen, sich ebenfalls von ihrem Glauben loszusagen und sie erkennen lassen, dass das Christentum in Japan keinen fruchtbaren Boden finden kann. Die Methoden dafür sind ebenso grausam, wie effektiv. So wird dies die größte Prüfung ihres Glaubens, der sich die beiden Jesuiten jemals stellen mussten.

Zur Review:

Der Film hat mich schockiert, wütend gemacht und nachdenklich werden lassen, doch eines hat er nicht, nämlich mich gelangweilt. Ich kann garnicht genug betonen, wie sehr der Film von meinen üblichen Sehgewohnheiten entfernt ist. Auch hier möchte ich erwähnen, dass ich mir Silence nie angesehen hätte, wenn er nicht bei einem großen Streaminganbieter kostenlos zu sehen gewesen wäre. Immer öfter kommt es vor, dass ich mich so an Filme heranwage, die sonst nie mein Interesse geweckt hätten. So war es nun auch bei Silence, den ich mehr oder weniger mit der Annahme eingeschaltet hatte, ihn nach wenigen Minuten sowieso wieder abzuschalten. Doch weit gefehlt. Denn sogleich ich in der Thematik des Films drin war, bannte mich die Reise der beiden Jesuiten fest an den Schirm. Ihr zu Beginn unerschütterlicher Glaube und die Weigernung zu glauben, dass ihr Mentor kein Priester, noch nicht einmal mehr bekennender Christ, sein sollte und der absolute Wille der leidenden und unterdrückten japanischen Dorfbewohner, die sich der Order der Inquisitoren nicht beugen wollen, ist unglaublich intensiv dargestellt. Hierbei machen besonders Andrew Garfield und Adam Driver einen fantastischen Job. Man kauft ihnen die christliche Überzeugung zu jedem Zeitpunkt ab. Ihr Leidensweg ist spürbar, ihre Angst, die lediglich durch ihren absoluten Willen Gottes Wort zu verbreiten, überdeckt wird, ist so stark dargestellt, dass man garnicht anders kann, als ihnen Respekt zu zollen. Martin Scorsese hat hier ein Meisterwerk mit Nachklang geschaffen, denn kaum ein Film hat es geschafft, mich so dermaßen über dessen Bedeutung nachdenken zu lassen. Die Mischung aus abstoßenden Foltermomenten und der Hoffnung der Leidenden und Unterdrückten ist in einer Art dargestellt, die einen Fesseln muss. Das japanische Setting des siebzehnten Jahrunderts ist absolut stimmig. Allzu oft kommt es bei Filmen vor, dass man es optisch nicht so genau nimmt und sich einfach nicht die richtige Stimmung zum gezegten einstellen will. Doch bei Silence verliert man sich sofort in dieser Welt. Man spürt das Entsetzen, das die Menschen jener Zeit erleiden mussten und ist heilfroh, nicht in solchen Zeiten zu leben, beziehungsweise, in einem Land leben zu können, indem Menschen aufgrund ihrer Religion keine Verfolgung erleiden zu müssen. Bis zur letzten Minute des Films bleibt man gespannt, wie die Geschichte wohl enden wird. Werden die Priester vom Glauben abfallen? War ihr Mentor wirklich vom Glauben abgefallen? Letzen Endes gibt der Film viele Antworten, lässt einen aber auch mit vielen Fragen, vor allem aber den eigenen Gedanken, zurück. Doch vor allem auf eines gibt Silence keine Antworten, nämlich auf Sinn und Unsinn des ganzen Unterfangens. Doch bevor ich darauf noch näher eingehe, möchte ich zuerst den Film als solchen bewerten.

Filmfazit:

Silence ist ein absolut fesselnder und sehenswerter Film. Egal ob man nun dem Thema Religion zugetan ist oder nicht, sollte man sich den unter Martin Scorseses Regie entstandenen Streifen ansehen. Die Schauspieler leisten großartige Arbeit. Allen voran Andrew Garfield hat mich absolut überzeugt. Meiner Meinung nach, liefert er hier sein Meisterstück ab. Von mir bekommt Silence vier von fünf Hüten, beziehungsweise, acht von zehn Punkten.

Meine ganz persönlichen Gedanken zum Thema des Films:

Ab hier möchte ich auf zwei Dinge hinweisen. Erstens: Es folgen Spoiler zum Filmende (die ich zur Sicherheit aber markiere).

Zweitens: Religiöse Menschen, die sich von so unspirituellen Menschen wie mir nicht über Religion belehren, beziehungsweise, ihre Religion schlechtreden lassen wollen, sollten hier nicht weiterlesen Es ist nicht meine Absicht, irgendeine Religion im einzelnen zu denunzieren. Ich möchte es mir aber auch nicht nehmen lassen, meine eigene Meinung dazu zu äussern.

Für mich wirft der Film einmal mehr die Frage auf, was soll das Ganze? Am Ende des Films gibt im Prinzip jeder seinen Glauben auf oder stirbt. Die beiden Priester haben sich ihrer Religion geopfert. Ein priester stirbt (Francisco), der andere konspiriert(Sebatiao). Auch wenn er sich seinen Glauben für sich selbst offensichtlich bewahrt hat, so hat er ihn dennoch verraten. Zusammen mit seinem ebenfalls vom Glauben abgefallenen Mentor (Ferreira) entlarft er christliche Gegenstände und fristet sein Leben in Gefangenschaft. Sowohl die christlichen Dorfbewohner, als auch die Priester, haben ihr Leben der Religion geopfert, die ihnen im Prinzip, ausser Leid und Tod, nichts zurückgegeben hat. Man mag über Glauben und Religion denken was man will, doch für mich zeigt dieser Film einmal mehr, dass Religion einzig und allein zur Unterdrückung der Menschen da ist. Es geht um Menschen, die anderen Menschen ihren Willen aufzwängen wollen. Wieviele Kriege wären wohl nicht geführt worden, gäbe es keine Religionen? Man darf mich hier nicht falsch verstehen, ich will niemandem seiner Religion berauben, gescheige denn verbieten. In meiner Familie besteht absolute Religionsfreiheit und das meine ich wörtlich. Meine Frau, aus Frankreich stammend, ist selbst katholikin und lebt ihren Glauben neben mir (seit dem fünfzehnten Lebensjahr konfessionslos) in vollen Zügen aus. Normalerweise äussere ich mich nicht zu religiösen Themen, doch dieser Film hat bei uns Zuhause eine heisse Diskussion zum Thema Religion ausgelöst. So komme ich einmal mehr zu dem Schluss, dass die Menschheit ohne Religion besser dran wäre, was nicht heissen soll, das eine Welt ohne Glaube besser dran wäre. Denn ich kann Glaube und Religion zurchaus trennen.

Silence Bewertung
Bewertung des Films
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7 Kommentare
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sublim77 : : Moviejones-Fan
15.12.2017 12:01 Uhr | Editiert am 15.12.2017 - 12:19 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 2.543 | Reviews: 21 | Hüte: 162

@Pantalaimon77:

Ersteinmal danke ich dir, für den Hinweis auf meinen Schreibfehler im Titel. Leider kann ich ihn nicht mehr korrigieren, da die Editierung nicht mehr möglich ist. Also sehe es mir nach.

Die eigene Meinung zu äußern, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber warum muss man es immer entschuldigen, wenn man etwas gegen Religion sagt?

Das ist eine gute Frage, die ich mir selbst auch immer stelle. In diesem Fall habe ich mich sehr darum bemüht zu betonten, dass es lediglich meine Meinung ist, weil wir hier ja in einem Filmforum unterwegs sind. Grundsätzlich geht es hier ja darum, den Film selbst zu bewerten. Doch wie ich schon schrieb, hat mich dieser Film so dermaßen nachhaltig beschäftigt, dass ich es einfach wichtig fand, meine Meinung zum Thema des Films an die Kritik anzuhängen. Und um ehrlich zu sein, gibt es kaum ein Thema, das mich so sehr wütend macht, wie Religion. Wie du meinem Text entnehmen konntest, bin ich kein religiöser Mensch, respektiere aber die Religiosität anderer Menschen. Um ehrlich zu sein, habe ich mich mit meiner Meinungsäusserung zum Thema Religion sehr zurückgehalten. Wenn ich alles eins zu eins so wiedergeben würde, wie ich es sehe, dann würde das nur dazu führen, dass sich andere User sehr wahrscheinlich angegriffen oder beleidigt gefühlt hätten. Das ist aber nicht meine Absicht. Ich habe zu Beginn meiner Kritik ja geschrieben, dass mich der Film wütend gemacht hat, habe aber nicht dazu geschrieben warum. Letzten Endes ist meine Wut der Fassungslosigkeit geschuldet, dass Menschen so unfassbar dumme Handlungen im Namen der Religion begehen. Ich könnte unendlich viele Argumente und Beispiele nennen, die für mich jegliche Religion ad absurdum führen. Aber wie gesagt, ich glaube, dass das in diesem Rahmen nicht passend ist. Dennoch freut es mich, dass du dich meiner Kritik so intensiv angenommen hast.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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Pantalaimon77 : : Moviejones-Fan
15.12.2017 11:16 Uhr
0
Dabei seit: 08.02.10 | Posts: 76 | Reviews: 1 | Hüte: 2

sublim77: Umso wichtiger war es mir zu betonen, dass ich hier lediglich meine eigene Meinung an die Review anhänge und es mir nicht um irgendeine Stimmungsmache für oder gegen Religion geht.

Die eigene Meinung zu äußern, ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, aber warum muss man es immer entschuldigen, wenn man etwas gegen Religion sagt?

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Pantalaimon77 : : Moviejones-Fan
15.12.2017 11:08 Uhr | Editiert am 15.12.2017 - 11:10 Uhr
0
Dabei seit: 08.02.10 | Posts: 76 | Reviews: 1 | Hüte: 2

Im Kontext dieser Kritik ist Religion wohl eher eine "Geissel", nicht "Geisel" der Menschheit, oder?

Ich frage mich offen gesagt auch, was das soll, die Verfolgung der Christen durch die Japaner zu thematisieren, wo doch gerade das Christentum in der Geschichte so viele andere Religionen verfolgt hat. Das Scheitern der Christianisierung Japans ist in meinen Augen eine Erfolgsgeschichte, trotz des vielen Leids, das dadurch wieder verursacht wurde. Die Verfolgung der Christen in Japan erscheint mir wie eine (prinzipiell berechtigte) Abwehrreaktion gegenüber Eindringlingen, die sich einer fremden Hochkultur überlegen fühlten und meinten, die Heiden im Fernen Osten von ihren "Irrlehren" abbringen zu müssen. Dass die japanischen Machthaber dabei so radikale Maßnahmen anwandten, wie man sie sonst nur aus dem Christentum kannte, ist natürlich sehr traurig und verurteilenswert. Dennoch kann ich sehr oft beobachten, dass polytheistische Religionen weniger dogmatisch sind und mit fremden religiösen Einflüssen besser umgehen können als monotheistische, die keine anderen Götter neben sich dulden.
Ich weiß nicht, ob ich mich mit den beiden Protagonisten identifizieren oder allzu viel Empathie für sie entwickeln könnte, wenn sie als fanatische Missionare auftreten, die alles andere außerhalb ihres Glaubens als minderwertig ansehen. Falls ich mir diesen Film jemals anschauen sollte, wird er mich wohl ebenfalls wütend machen, aber hauptsächlich deshalb, weil er die Kirche als Opfer darstellt, statt als Täter, so wie ich sie selbst sehe.

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luhp92 : : BOTman Begins
13.12.2017 20:15 Uhr | Editiert am 13.12.2017 - 20:16 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.261 | Reviews: 97 | Hüte: 280

Schön, dass dir der Film gefallen hat. Ich selbst emfpand "Silence" leider trotz der guten Schauspielerleistungen, der visuellen Stärken und der eigentlich interessanten, komplexen Thematikm als ziemlich langweilig und streckenweise belanglos. Das Ganze hätte man finde ich auch in einer kürzeren Laufzeit verpacken können.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
13.12.2017 17:24 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.077 | Reviews: 13 | Hüte: 158

@ sublim
Das werde ich gerne tun, denn sehen möchte ich diesen Film nicht wegen Martin Scorese sondern vor allem wegen Shinya Tsukamoto.

Wegen ALITA. Kein Problem. Ich warte ab.

@ Silence
Mein Dank gildet auch dir, dass ich mich abreagieren konnte. Ich schrieb es gerade schon. Vorhin hatte ich mich etwas privates total abgenervt und ich musste Dampf ablassen.

Ich weiß MJ ist nicht der Ort dazu und wiederhole abermals meine Entschuldigung.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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sublim77 : : Moviejones-Fan
13.12.2017 16:53 Uhr | Editiert am 13.12.2017 - 16:58 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 2.543 | Reviews: 21 | Hüte: 162

@MD02GEIST :

Zunächst einmal danke ich dir für die lobenden Worte. Ob nun Hut oder nicht Hut, bin ich schon sehr gespannt auf deine Meinung zum Film. Lass es mich wissen, wenn du ihn gesehen hast.

Dass ich bei der Alita-Kritik noch nicht geantwortet habe stimmt. Ich hatte heute noch keine Zeit alles durchzusehen. Ich wollte aber unbedingt die Kritik zu Silence zu "Papier" bringen, bevor die starken Eindücke des Films verblassen. Eine Antwort folgt aberwink

Mich würde mal interessieren, ob du meine Silence-Kritik komplett gelesen oder die Spoiler ausgelassen hast?

Religion ist immer ein schwieriges und vor allem sehr persönliches Thema. Umso wichtiger war es mir zu betonen, dass ich hier lediglich meine eigene Meinung an die Review anhänge und es mir nicht um irgendeine Stimmungsmache für oder gegen Religion geht. Nachdem ich den Film gesehen hatte, war es mir einfach wichtig, diese persönlichen Gedanken hinzuzufügen. Es schien mir einfach richtig, die starken Emotionen und Gedanken, die letztlich von dem Film ausgelöst wurden und zu sehr langen und interessanten Unterhaltungen bei mir Zuhause geführt hatten, mit dazu zuschreiben. Ansonsten hätte ich irgendwie das Gefühl gehabt, dass diese Review einfach nicht komplett gewesen wäre.

Auf jeden Fall danke ich dir auch, dass du dich meiner Kritik so ausführlich angenommen hast.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
13.12.2017 16:14 Uhr
1
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.077 | Reviews: 13 | Hüte: 158

@ sublim

Eine beeindruckende Kritik. Bitte verzeih mir folgende Dinge im Voraus bevor ich weitermache.
1. Meine Antwort zu deiner ALITA-Kritik hast du gesehen? Du hast - bis jetzt - keine weitere Antwort hinterlassen. Es ist auch keine notwendig, ausgenommen du möchtest noch.

2. Einen Hut werde ich dir dieses Mal nicht geben. Nicht das ich es wollte, sondern aus zwei simplen Gründen. Obwohl das Thema: Christentum und Japan bei mir auch präsent ist, so kenne ich diesen Film selber persönlich noch nicht und kann trotz deiner Kritik noch nicht abschätzen ob wir gleichliegen oder nicht. Und außerdem. Du weißt Hüte kosten mich Punkte und ich gebe gerne Hüte als Zeichen des Lobes, doch ich hier warte meine Sichtung ab bevor ich was tätige.

So und nun deine Kritik an sich. Vom Aufbau und Stil: ein Wort es heißt "entlarven", wie die Larve aus der ein Schmetterling hervorgeht!

An sich sonst flüssig und gut geschrieben, wahrlich ein Schmaus für Augen und den Kopf.

Zum Thema. Ich finde es gut, dass du hier etwas klarstellst, dass eigentlich jedem klar sein sollte. Ich bin auf dem Papier Katholik und wenn nach der Kirche geht; bin ich ein Ketzer. Und das obwohl ich den Namen Johannes des Täufers trage. Schlimmer geht es eigentlich nicht.

Es stimmt was du sagst und jeder soll leben wie er oder sie es für richtig hält, aber zu verleugnen das Religion vor allem alle mono-theoistischen auch zur Machtausübung genutzt wurden und bis heute werden, lässt den Humanisten in mir den Kopf schütteln.

Und nun wegen Japan. Sicher was damals in Japan abging war brutal, keine Frage, aber ich sehe es mal so. Die Japaner haben im Vergleich zu den anderen Völkern es geschafft sich nicht in diesem Maße von einer mono-theoistischen Religion "unterdrücken" zu lassen.

Die Weltgeschichte wäre bestimmt viel friedlicher verlaufen hätten alle mono-theoistischen Religionen sich in Frieden gelassen und kooperiert. Jeder hätte jeden respektiert und nicht Glaubenskriege angezettelt oder gar Genozid (siehe Holocaust). Es hat in der Geschichte funktioniert, wenn auch nur ganz kurz.

So bedauerlich es auch ist, der Mensch scheint nur durch Krieg und Machtausübung voran zu kommen. Und warum das ganze: weil der Mensch es einfach haben will. Viele machen sich keine Gedanken, weil sie meinen es wäre schwer.

Es stimmt es ist schwer, aber darum ist die Erfüllung auch um so größer. Bitte verzeih mir wenn dies schon etwas religiös klingt.

Ich bin halt so erzogen worden, dass man im Leben nichts geschenkt bekommt. Man muss arbeiten und alle "Gutverdiener" haben dadurch einen gewissen Aspekt ihres Mensch-seins aufgegeben.

Reichtum in materialischten Sinne ist okay, solange man sich seiner Verantwortung bewusst ist. Ferner soll niemand aber auch materialistisch arm sein um nur einen Gott zu gefallen.

Und zum Schluss. Das der eigene Körper der größte aller Feinde ist war und ist die dümmste Entscheidung die je ein Mensch fällen konnte, nebst das Gefühl von Gier -> Macht zu kultivieren.

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