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Spider-Man 3 - No Way Home

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Spider-Man: No Way Home Kritik

Spider-Man 3 - No Way Home Kritik

Spider-Man 3 - No Way Home Kritik
0 Kommentare - 23.06.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Spider-Man 3 - No Way Home" ist.
Spider-Man 3 - No Way Home

Bewertung: 4 / 5

Nachdem Peter Parker (Tom Holland) vor der ganzen Welt als Spider-Man enttarnt wurde, kann er nicht mehr unerkannt durch die Straßen von New Yorks. Die Gesellschaft ist gespalten und so glauben Peter einige Menschen, daß er nicht für den Tod von Mysterio verantwortlich ist, während andere, ihn anfeinden. Besonders der Journalist J. Jonah Jameson (J.K. Simmons) tut alles, um den Ruf von Spider-Man zu zerstören. Ein wenig Normalität bieten seine Freunde MJ (Zendaya) und Ned (Jacob Batalon), die allerdings auch von der Öffentlichkeit angefeindet werden. Daher entschließt sich Peter Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) aufzusuchen, damit dieser dafür sorgt, daß die ganze Welt weiß, wer Spider-Man ist.

Wenn man eine Geschichte plant, dann sollte man sich auch überlegen, wie man sie schlüßig zu Ende erzählt. Nachdem Spider-Man: Far From Home (2019) seinerzeit den Zuschauer mit offenen Kinnladen und Fragezeichen zurückließ, hatte man eventuell erwartet, daß das Gesehene in dem nunmehr dritten und letzten Teil der sogenannten Homecoming-Trilogie zu einem wirklich durchdachten Ende kommt. Allerdings ist das in diesem Film nicht der Fall. Gerade die Ausgangslage, die die Geschichte schließlich dann so richtig ins Rollen bringen soll, wirkt in weiten Momenten als ein geschriebener Kniff, über den der Zuschauer weitestgehend hinwegsehen soll. So funktioniert der gesamte Film eigentlich nur dann, wenn man das Geschehen der Geschichte auch wirklich abkaufen möchte. Weiterhin wirkt es fast so, als habe man dafür sogar die Kernkompetenz einer Figur komplett ad absurdum geführt, nur damit dieser Film in irgendeiner Form von innerer Logik funktionieren kann.

Trailer zu Spider-Man 3 - No Way Home

Dann wiederum haben die großen Blockbuster der Moderne ein Problem, welches auch Spider-Man: No Way Home nicht gänzlich loswird. So liegen die Schwächen des Films eigentlich darin, die gesamte Geschichte in eine komplett andere Wahrnehmung verklären zu wollen. Denn eigentlich ist das, was passiert, keineswegs lustig. Doch die Figuren, gerade auf der Schurkenseite, aber auch im direkten Umfeld von Spider-Man reißen Witze ohne Ende. Nun mögen viele Zuschauer wahre Dramatik nicht sehen wollen und daher ist es wohl auch kein Wunder, daß selbst in den härtesten Momenten immer und immer wieder ein Lacher hervorkommt. Allerdings ist das ein Schicksal, welches bereits Filme wie Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017), Thor: Tag der Entscheidung (2017), Star Wars: Die letzten Jedi (2017), aber auch Avengers: Endgame (2019) ereilte. Ab einem gewissen Punkt darf man Schmerz auch mal Schmerz sein lassen und diesen Bogen überspannt No Way Home zwar durchaus gekonnter als seine Kollegen, allerdings stößt der Humor auch hier zu Weilen ein wenig sauer auf, weil er so zu Weilen dermaßen banal herüberkommt und eigentlich nur noch gähnende Leere und Totenstille herrschen.

Hinter all diesen Erheiterungsversuchen versteckt sich überdies aber auch ein ernster Film, mit ernsthaften Konsequenzen, die so in diesem Ausmaße zum einen noch nie Teil der filmischen Aufarbeitung des Spider-Man-Stoffes waren und darüber hinaus eben auch funktionieren. Wenn dieser Peter Parker leidet, dann leidet sein Zuschauer mit ihm. Das ist indes nicht nur grundsätzlich mutig, weil es das gesamte Spider-Man-Universum auf den Kopf stellt, auch ergibt es innerhalb der Handlung so viel Sinn und ist für die Figuren, die es betrifft eben auch der nächst logische Schritt, weil die Figuren eben zu weiten Teilen auch auserzählt sind. Das wird dann stark gespielt und Tom Holland kann hier zeigen, daß er durchaus ernste Szenen tragen kann. Allgemein ist der gesamte Cast über jeden Zweifel erhaben. Man muss sich das nur mal auf der Zunge zergehen lassen und wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Willem Dafoe, Jamie Foxx, Alfred Molina und viele weitere geben sich die Klinke in die Hand, um auch die Bedeutung, die Spider-Man außerhalb der subkulturellen Erarbeitung hat, eben in filmischer Hinsicht zu feiern.

Und gerade wenn die Geschichte sich entfaltet, funktioniert das großartig. Während Spider-Man 3 (2007) noch damit haderte zu viele Schurken auf einmal zu etablieren, so genießt Spider-Man: No Way Home eine Art Vorarbeit und kann sich damit auf das wesentliche, nämlich die Geschichte fokussieren. Gleichzeitig ist trotz der Vielzahl an Figuren eben gerade der Aspekt der Charakterisierung einzelner Figuren, aber auch der Weitererarbeitung des Peter Parks, nichts davon wirklich zu kurz gekommen. So bekommt die Geschichte, gleichwohl sie ziemlich simpel konzipiert wurde, ob der Fülle an Figuren und Expositionen genügend Raum, um auch den Zuschauer darin abtauchen zu lassen. Auch untergeordnete Themen, die sich nun wie ein roter Faden durch das Marvel Cinematic Universe ziehen und ihren Höhepunkt sehr wahrscheinlich in Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022) finden werden, greift der Film ziemlich gut auf und macht sie zur Tugend für weitere Werke im Universum. Dadurch verbleibt die Geschichte natürlich relativ Actionarm, was dem MCU allerdings auch nicht schadet, sondern den Film dadurch ein wenig von Genre-Kollegen abhebt.

Darin finden zudem ohne Ende Easter-Eggs und Querverweise auf Comics, Filme, Serien und vieles mehr Platz, ohne daß das Gezeigte überladen wirken würde. Gerade Fans der bisherigen Spider-Man-Werke werden sich im Film nicht sattsehen können und so wird der Film eben mehr zu einem wahr gewordenen Fan-Traum, als zu einem Film für die breite Masse, wodurch sich abermals der Mut des Filmes kennzeichnet.

Möglich erscheint nun alles, wenn man Spider-Man: No Way Home gesichtigt hat. Nie waren die Einsätze höher. Nie konnte man diese Dinge so bestaunen und dann wieder, sind es vor allem die Fans, die durch diesen Film beglückt werden. Der Film hat zwar eben die typischen MCU-Probleme, ist aber durch Fallhöhen, Schauspieler und vieles mehr eben nicht nur einfach ein weiterer Film der Reihe.

Spider-Man 3 - No Way Home Bewertung
Bewertung des Films
810

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