Star Trek Beyond

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Star Trek Beyond Kritik

Star Trek Beyond Kritik
1 Kommentar - 23.07.2016 von CSKiwi2
In dieser Userkritik verrät euch CSKiwi2 wie gut Star Trek Beyond wirklich ist.
Star Trek Beyond

Bewertung: 3.5 / 5

Spätestens wenn zu Beginn die Kamera endlich im Anblick der majestätisch durchs All gleitenden Enterprise schwelgt, wird auch für Nicht-Hardcore-Trekkies (zu denen ich mich definitv zählen muss) schnell klar, dass hier zumindest versucht werden soll, keine Massenware abzuliefern. Das gelingt Regisseur Justin Lin über weite Strecken auch ausnehmend gut, was definitv einen Großteil des Charmes von Star Trek Beyond ausmacht.

Trailer zu Star Trek Beyond

So sind es zu Beginn vor allem die Figuren, denen in der Exposition des Films die meiste Zeit gewidmet wird: mittlerweile ist die Crew um Captain Kirk schon fast drei Jahre unterwegs und so langsam aber sicher macht sich die Besatzung, allen voran der gute Captain selbst, verstärkt Gedanken über Sinn und Unsinn ihres Vorhabens.

Während jedoch die Figuren noch mit ihrem Schicksal hadern, übernimmt es der Film selbst, dem Zuschauer eine Antwort zu geben. Es gehört meiner Meinung nach mit zum Spektakulärsten was Star Trek Beyond zu bieten hat, wenn die Enterprise die weit entfernt gelegene Sternenbasis Yorktown ansteuert, um neue Vorräte (und auch neue Kraftreserven?) abzuholen. In dem gigantischen Gebilde im Weltraum wird sofort offenbar, dass die Mission des friedlichen Zusammenlebens im All, welcher sich die Föderation und damit auch die Crew der Enterprise verschrieben haben, eine Utopie ist, die genau an diesem fantastischen Ort bereits Wirklichkeit geworden ist. Doch bevor Kirk und seine Crew endlich ihre Lethargie abschütteln können, um genau dafür mit vollem Einsatz zu kämpfen, dauert es noch eine ganze Weile. Denn kaum angekommen in der fantastischen Welt, rückt die Enterprise erneut aus, dieses Mal zu einer Rettungsmission, die sie in einen unerforschten Nebel und damit dem Bösewicht Krall direkt in die Arme treiben wird.

Es dauert auch nicht lange, bis dieser das erste Mal seine Macht demonstriert und der Film somit auch das erste Action-Feuerwerk zündet. Obwohl von der Idee her ein toller Einfall - die Enterprise wird von einem schwarmähnlichen Gebilde vieler kleiner Raumschiffe angegriffen - fiel mir persönlich die Sequenz etwas zu hektisch aus und der unvermittelte Übergang vom gedankenversunkenen Schwelgen in den unendlichen Weiten hin zum Kampf um Leben und Tod, war mir definitv zu abrupt (was teilweise auch an der in diesem Teil nicht gerade berauschenden 3D-Technik gelegen haben mag). Allerdings ist es Lin hoch anzurechnen, dass er sich dennoch nicht komplett verliert, sondern teilweise wieder zurückfindet zu dem, was am Anfang so vielversprechend begonnen hat.

Die Crew findet sich nach dem Angriff nämlich entweder in kleinen Grüppchen auf der Oberfläche eines fremden Planeten oder in Kralls Gefangenschaft wieder und so muss sich der Film erneut, dieses Mal gezwungenermaßen, auf die Figuren und ihre Suche nacheinander konzentrieren. Hierbei entstehen ein paar durchaus heitere, aber auch einige nachdenkliche Momente, in denen es Lin - vor allem durch die gut gewählten Paarungen der "Kleingruppen" - auf feinfühlige Art und Weise gelingt, noch einmal jene Nähe herzustellen, die am Anfang so wohltuend war. Dabei beweist Star Trek Beyond quasi im Vorübergehen vor allem eines: es muss nicht immer ein Effektespektakel abgefackelt werden, damit das Publikum am Ball bleibt. Manchmal genügt es einfach schon, auch Otto Normalverbraucher zuzumuten, jemanden mehr als nur oberflächlich kennenlernen zu dürfen. Dies hält jedoch nur so lange vor, bis sich die Crew, abgesehen von jenen, die in Gefangenschaft geraten sind natürlich, wieder gefunden hat und nun tatkräftig zur Rettung ihrer KameradInnen schreitet. Es wäre schön gewesen, etwas mehr vom Reifeprozess der Figuren in der Interaktion mit anderen zu sehen, doch dazu ist Beyond dann doch noch nicht bereit. Und so kommt es zur erwarteten Rettungsaktion, die meiner Ansicht nach genau deshalb so gut funktioniert, weil sie eben gerade eher old school als modern-hochglanzpoliert ist.

Interessantwerweise konnte ich es mir jedoch im weiteren Verlauf dann doch nicht ganz verkneifen, ein bisschen an jenes andere Franchise zu denken, für das der Name Justin Lin steht und das sich vor allem der Devise "Höher, Schneller, Weiter" verschrieben hat, denn der große Showdown steht natürlich noch bevor. Hier gleitet der Film teilweise, obwohl es wieder zurück zur spektakulären Yorktown-Basis geht, etwas ins Klamaukige ab und man vergisst vor lauter neuen Einfällen und zu bewältigenden Problemen leicht, was zuvor eigentlich so charmant war. Auch kommt die Motivation des Bösewichtes Krall vor lauter Action dann doch ein bisschen zu kurz, was besonders im Hinblick darauf sehr schade ist, dass genau an jenem Punkt die Geschichte ihren Bogen spannt. Im Kampf gegen Krall tritt die Crew der Enterprise nämlich für jene Utopie ein, die dem Zuschauer am Anfang des Filmes bereits so überwältgend präsentiert wurde. An dieser Stelle hätte es definitv mehr Mutes bedurft, um dies noch genauer herauszuarbeiten, dann wäre der Film meiner Meinung nach insgesamt wesentlich runder geworden.

Alles in allem bleibt also festzuhalten, dass Star Trek Beyond wirklich vieles richtig macht und sehr gute und vor allem abwechslungsreiche Unterhaltung bietet. Die Konzentration auf die Figuren hätte meiner Meinung nach noch etwas konsequenter und durchgehender sein können und an manchen Stellen hätte ich mir definitv mehr Mut gewünscht. Teilweise wirkte der Film nicht ganz in der Balance und ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass zu vielen Einflüssen und Interessengruppen Rechnung hätte getragen werden sollen. Dennoch gibt es von mir 3,5 Hüte.

Star Trek Beyond Bewertung
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710
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1 Kommentar
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ZSSnake : : Expendable
23.07.2016 18:43 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 6.864 | Reviews: 126 | Hüte: 250

Ich würde das Ding ja lesen...aber so ohne Absätze gefällt mir das überhaupt nicht. Editier vielleicht mal welche rein, so als Tipp :-)

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