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The World's End

Kritik Details Trailer Galerie News
Sinnfreie Kneipentour oder niveauvoller Spaß?

The World's End Kritik

The World's End Kritik
8 Kommentare - 02.02.2014 von AldrichKillian
In dieser Userkritik verrät euch AldrichKillian, wie gut "The World's End" ist.
The World's End

Bewertung: 4.5 / 5

Nach den komödiantischen Klassikern „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ schickte Regisseur Edgar Wright mit „The World´s End“ den abschließenden Teil seiner Cornetto-Trilogie in die Kinos. Dementsprechend sind die Erwartungen an den letzten Film enorm hoch. Doch kann auch der dritte Film der losen Trilogie die Stärken der Vorgänger weiterführen und mehr als nur eine sinnlose Komödie darstellen, oder endet der Streifen in niveaulosen Witzen? [b][u]Handlung:[/b][/u] Die vier Freunde Andy, Steven, Oliver und Peter aus Kindertagen wollen unter der Führung des noch immer kindlichen Gary King eher unfreiwillig in ihre Heimatstadt Newton Haven zurückkehren, um eine unvollendete Angelegenheit endgültig abzuschließen: Sie wollen die „Goldene Meile“ bestehend aus zwölf Kneipen abarbeiten, welche vorsieht, in jedem Pub ein Glas Bier zu trinken. Während es die Jugendfreunde in den 1990er Jahren nicht geschafft haben, dieses Vorhaben bis zum Ende durchzuziehen, befinden sie sich diesmal auf dem richtigen Weg und können die Kneipentour vollenden, wenn da nicht die Einwohner der kleinen englischen Stadt wären, welche ihre Probleme mit den Trinkenden hat... [b][u]Kritik:[/b][/u] Dabei beginnt der Film mit einem kleinen Prolog, welcher dem Zuschauer die erste Kneipentour im Jahre 1990 aufzeigt und somit die Charaktere gekonnt durch nette Kommentare des Erzählers Gary King näher bringt und die Beweggründe dessen erläutert. Als King den Entschluss gefasst hat, seine alten Jugendfreunde wieder zusammenzubringen, besucht er jeden dieser Freunde in ihren neuen Leben und diese Sequenzen können als erstes Highlight des Filmes angesehen werden, da diese die Figuren kurz, aber ausreichend charakterisieren und einen Hintergrund geben, was man bei sonstigen Komödien vermisst. Außerdem bekommt der Zuschauer die aus dem Prolog bekannten Freunde weiterentwickelt und in ihrem seriösen Arbeitsleben zu sehen, während Gary King sich in keinster Weise verändert hat, also immer noch der zurückgebliebene Draufgänger ist. Allerdings funktionieren diese verschiedenen Charaktere nur aufgrund der perfekten Besetzung, denn der Einfaltspinsel und Anführer der Truppe Gary King wurde vom britischen Darsteller Simon Pegg („Star Trek“; „Mission: Impossible III“) mit einer unfassbaren Leichtigkeit, sowie einer genialen Mimik und Gestik dargestellt, welche diese Figur authentisch und sogar liebenswert darstellen lässt. Desweiteren spielt Nick Frost („Paul“; „Attack the Block“) Kings gereiften, besten Freund Andy Knightley etwas zurückhalten, was aber zum Gesamtbild der Kneipentrinker passt und auch in seinen zahlreichen Actionszenen überzeugen kann. Neben diesem Duo der Vorgängerfilme der Trilogie darf man sich auch wieder auf Martin Freeman („Die Hobbit“-Trilogie) als mysteriösen Geschäftsmann Oliver mit wiederholt guter schauspielerischen Leistung und auf Eddie Marsan („Sherlock Holmes“) als schüchternen Peter freuen. Der letzte im Bunde stellt Paddy Considine („Hot Fuzz“) als den fitnessbegeisterten Steven dar, welcher eine wichtige Rolle innerhalb der Gruppe inne hat und sogar eine Liebesbeziehung zur Jugendliebe Sam Chamberlin eingehen darf. Diese Sam wurde von Rosamund Pike („James Bond: Stirb an einem anderen Tag“) verkörpert, welche zwar in desinteressierten Momenten überzeugen kann, jedoch leider nur einen einzigen Gesichtsausdruck zu Stande bringt, was im Endeffekt zu wenig ist, wenn man ihre Performance mit den restlichen Schauspielern vergleicht. Neben diesen genannten Hauptdarstellern, welche allesamt im Fokus stehen und niemand mit größerer Screentime bevorzugt wird, selbst Anführer Gary nicht, gibt es den ein oder anderen überraschenden Auftritt weiterer britischer Charakterdarstellern. Bei jedem einzelnen Protagonist darf man eine Entwicklung miterleben, welche im Prolog der Jugendjahre beginnt, mit der Einführungssequenz fortgesetzt wird, dann jedoch in der Heimatstadt noch weiter vorangetrieben wird. Dadurch stehen die im ersten Moment witzigen Figuren in deutlich tieferen Konflikten, die Persönlichkeit wird dadurch aufgezeigt und sind äußerst passend, wenn auch archetypisch, gezeichnet. Diese tiefe Charakterarbeit ist dem Drehbuch zu verdanken, welches von Regisseur Edgar Wrigth und Hauptdarsteller Simon Pegg verfasst wurde, welches voller gehalt-, sowie inhaltsvollen Dialoge besteht. Doch während die Freundesgruppe erstklassig gezeichnet wurde, fehlt es den Einwohnern der Kleinstadt an Hintergrund und die Beweggründe der „neuen Einwohner“, um nicht zu stark auf Spoiler einzugehen, werden leider in nur ein, zwei Sätzen offenbart, was zwar durchaus vollkommen ausreichend ist, jedoch ein wenig mehr Informationen nicht schlecht gewesen wären. Da es sich hierbei um den Abschluss der „Blood and Crime“-Trilogie handelt, wurden auch zahlreiche Elemente der beiden Vorgängerfilme wieder aufgegriffen und sorgen mit Szenen wie dem Zaunsprung oder dem legendären Erscheinen des Cornetto-Eises für gelungene Insider-Gags. Aber dennoch schafft man einen eigenständigen Film und selbst diese Anspielungen sind lustig für diejenigen, welche „Shaun of the Dead“ oder „Hot Fuzz“ nicht kennen. Außerdem kann man mit einem gelungenen Humor aufwarten. Genau dieser bildet nämlich das Herzstück dieser Komödie und lebt nicht vom aktuell häufig aufkeimenden Fäkalhumor wie man ihn aus „Hangover“ kennt, sondern von charmanter Situationskomik und gut auf den Punkt gebrachtem britischem Wortwitz, welcher nicht aufdringlich, sondern äußerst dezent inszeniert wurde und nicht krampfhaft versucht, komisch zu sein. Aufgrund dieses Humors ist die erste Hälfte des 109 minütigen Streifens mehr als witzig, während dann die Handlung einige Wendungen durchlebt und man sich immer weiter von der Komödie entfernt und in einem Sci-Fi Horrorfilm landet, doch selbst diese ernsthaftere und atmosphärisch düsterere zweite Hälfte liefert immer noch zahlreiche, lustige Momente die im Gedächtnis bleiben. Dieser schwierige Spagat zwischen Humor und Sci-Fi schafft der Regisseur Wright jedoch fabelhaft und kann dadurch den Spannungsaufbau immer weiter vorantreiben. Wer keinerlei Trailer vor dem Ansehen kannte, dürfte durch diesen raschen Umschwung ziemlich überrascht sein und dadurch wird der aufkommenden Ermüdungserscheinung der Kneipentour gekonnt entgegengesetzt. Spätestens an dieser Stelle merkt man als Anseher auch, dass die Sauftour dazu dient, um die Geschichte zusammenzuhalten und dementsprechend nicht einfach nur einen niveaulosen Alkoholtrip darstellt, was auf manche Personen zu Recht abstoßend gewirkt hätte, doch dieses Motiv ist nur der Hintergrund der viel größeren Handlung. Durch diesen inhaltlichen Wechsel bekommt man als Zuschauer allzu viele Actionsequenzen präsentiert, welche sich vor allem auf Faustkämpfe konzentrieren und diese stark überzeichnet sind und unsere liebgewonnene Charaktere heroisch darstellt, doch das symbiosiert ausgezeichnet mit dem restlichen Humor und parodiert auf charmante Weise auch den ein oder anderen Kung-Fu Streifen, natürlich immer wieder mit einem zwinkernden Auge. Darüber hinaus machen diese Kampfszenen einfach nur Spaß aufgrund einer gelungenen Choreographie, welche auf der einen Seite abwechslungsreich und etwas gewalttätig härter ist, auf der anderen Seite jedoch wirklich komödiantische Elemente beinhaltet. Diese Choreographien wurden hierfür vom Stuntteam des legendären Jackie Chan inszeniert und das merkt man tatsächlich in einem positivem Sinne. Außerdem gelingt es Regisseur Wright, welcher demnächst den Marvel Streifen „Ant-Man“ inszenieren wird, eine fühlbar dichte Atmosphäre aufzubauen, sei es eine in Erinnerungen schwelgende im Prolog, eine locker amüsante während der Kneipentour oder eine düster bedrohliche Atmosphäre während der Actionsequenzen, sowie der endgültigen Schlusssequenz, welche noch einmal eine komplett andere Stimmung erzeugt. Doch trotz dieser Vielzahl an unterschiedlichsten Gefühlen und Emotionen ist im Endeffekt ein äußerst stimmiger Film entstanden und auch hier ist der Spagat und die fließenden Übergänge zwischen den Atmosphären gelungen. Genau diese Atmosphären werden durch eine präzise und detaillierte Inszenierung Wrights erzeugt, denn die kompletten Umgebung sind voller minimaler Details, welche hin und wieder humorösen Hintergrundes sind, oder auch als Vorrausdeutung für die Handlung dienen, wie die Statue der modernen Kunst im Stadtpark, welche jedoch keine Spannung nehmen, da diese sowieso erst als solche entlarvt werden, wenn man in der Handlung an diesem Punkt angelangt. Vorallem hat es sich ausgezahlt, dass Wright den Großteil der Geschichte an originalen Drehorten in Südengland gedreht hat und somit eine authentische Umgebung erschaffen konnte. Die musikalische Untermalung steuert ebenfalls ihren Beitrag zur dichten Atmosphäre durch zeitlich passende Songs wie „This Corrosion“ von Kings Lieblingsband „Sisters of Mercy“ oder „Step Back in Time“ von Kylie Minogue, welche die Stimmung etwas aufheitern, durch ihre Songtexte jedoch auch inhaltliche Überschneidungen zur Freundesgruppe zulässt. Neben diesen 90er Jahre Songs gibt es jedoch auch noch komponierte Filmmusik von Steve Price, welche vorallem in den Kampfszenen Spannung erzeugt, jedoch auch das Augenzwinkern beinhaltet und in den zahlreichen ernsthafteren Momenten die melancholische Stimmung aufgreift. Eine weitere Stärke der Visualisierung ist die Kameraführung durch Bill Pope, welche im Prolog einen angepassten Farbfilter und eine dementsprechende Filmkörnung besitzt und den zeitlichen Charme der 90er Jahre auf den Zuschauer überträgt. Aber auch die restlichen Kameraeinstellungen sind gelungen und können mit faszinierenden Fahrten während den Kampfsequenzen überzeugen, aber auch mit kurzen Momentaufnahmen. Dabei hilft der Schnitt durch Paul Machliss, welcher für fließende Übergänge zwischen einzelnen Szenen sorgt, selbst wenn diese an unterschiedlichen Orten stattfinden und mit ziemlich schnellen, modernen Schnitten während der Bierglasfüllung unterhalten kann. Außerdem kommen für die zweite Hälfte des Filmes und insbesondere der Schlusssequenz zahlreiche visuelle Effekte zum Einsatz, welche zwar spärlich eingesetzt werden und somit nicht die Authentizität oder den Charme rauben, sondern perfekt in das Gesamtbild passen und trotz des geringen Gesamtbudgets des Filmes von jediglich 20mio US-Dollar kann das CGI sich im Vergleich zu teuren Blockbustern sehen lassen. Wie es die tiefe Charakterzeichnung und Vielzahl an ernsteren Tönen bereits angedeutet haben, gibt es auch in „The World´s End“ einige gesellschaftskritische Ansätze und das ist für eine Komödie äußerst selten und spricht eindeutig für den Film. [u][b]!!ACHTUNG!!DIESER ANALYSE-TEIL ENTHÄLT MASSIVE SPOILER! WER NICHTS VON DER HANDLUNG ERFAHREN MÖCHTE, SOLLTE ZUM FAZIT ÜBERGEHEN![/b][/u] So wird beispielsweise die industrielle Entwicklung und Globalisierung stark in die Kritik genommen, welche sich in der Heimatstadt Newton Haven darin wiederspiegelt, dass zahlreiche, einst familiäre, Pubs von einer großen weltweiten Kette aufgekauft werden und der Gast unter dieser Kommerzialisierung leidet und einen Einheitsbrei angeboten bekommt. Außerdem setzt sich der Film kritisch mit dem heutigen Wunsch nach Jugend und Perfektion auseinander und dem Druck der Gesellschaft sich weiterzuentwickeln. Desweiteren wird mit dem Immobilienmakler Oliver mit einem Handy-Headset bereits gezeigt, dass er sich immer weiter vom ursprünglichen Menschen entfernt und bereits der Technologie komplett verfallen ist, sogar bevor er von den roboterhaften Aliens überhaupt umgewandelt wird. Sehr nachdenklich ist auch die apokalyptische Finalszene, in der gezeigt wird, wie das Ende unserer Zivilisation aussieht, es ist nämlich keine Zerstörung der Welt selbst oder ein großes Massensterben, sondern das Ende der Menschen kommt mit dem Ende der Technologie und darauf hin müssen alle Menschen wie in Urzeiten biologisch und einfach leben. Die Moral oder Aussage des Filmes liegt ganz klar auf der Hand, denn man sollte einfach einmal aus dem grauen Alltag ausbrechen und seinen langersehnten Wünschen nachgehen oder alte Freunde wieder einmal besuchen. [u][b]Fazit:[/b][/u] Mit „The World´s End“ ist Edgar Wright ein mehr als würdiger Abschluss seiner kleinen Trilogie gelungen und hat einen überaus eigenständigen, charmanten, abwechslungsreichen und vorallem lustigen Film inszeniert, welcher sehr tiefe Charakterarbeit und einige Überraschungen zu bieten hat und aufgrund einer perfekten Laufzeit von 109 Minuten auch keinerlei Längen besitzt. [u][b]Bewertung:[/u] 9/10 Punkten[/b] für eine niveauvolle Komödie, welche nicht nur Anhänger der beiden Vorgänger in seinen Bann ziehen wird. Unbedingt anschauen!

The World's End Bewertung
Bewertung des Films
910
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8 Kommentare
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sittingbull : : Häuptling
10.02.2014 21:10 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.341 | Reviews: 6 | Hüte: 42
@Aldrich
"The Doors" sind einfach total genial! Ich würde mir echt wünschen dass auch mal mehr solche rockigen Bands in den Soundtracks berücksichtigt werden.

Ja du hast schon recht dass die Kneipentour nicht allein für den Film gereicht hätte und das was danach gefolgt ist war ja alles andere als schlecht aber wie gesagt: für ne 9/10 braucht es für MICH noch etwas mehr.

Trotzdem ein guter Film und vor allem eine gute Kritik von dir (dass mit den Absichten der Autoren empfand ich zumindest so...alles sehr logisch und so!) smile Top!
Mach das mit den Spoilern einfach so wie du magst! Du warnst ja immer ausreichend und deshalb mach ich mir da keine Sorgen.

Dass mit den Komödien ist echt so ne Sache. In den letzten Jahren kam da einfach viel Schwachsinn in die Kinos und da tut so ein Film einfach total gut. Wenn er dann auch noch handwerklich so toll gemacht ist ist das noch besser!

Ich hoffe dass auch die deutschen Filmemacher mal wieder ne erfrischende Komödie auf den Weg bringen (hab Fack Ju Göthe noch nicht gesehen aber ich würde mir irgendwie nen 3. Wixxer wünschen laughing)

Naja...ich lass dann schon mal den DeLorean warm laufen tongue-out
Hau rein!
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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AldrichKillian : : Black Panther
10.02.2014 18:36 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.209 | Reviews: 20 | Hüte: 149
@sittingbull:

Vielen herzlichsten Dank für deine Ausführliche Rückmeldung zur Kritik und zum Film selbst!

Der Soundtrack war auch für mich einwandfrei und auch "The Doors" trägt natürlich dazu bei und das macht eben auch den tollen Charme der ersten Hälfte aus, die wirklich äußerst gelungen ist, ich den Umschwung in ein anderes Genre jedoch auch nicht schlecht fande, denn die Kneipentour war zu diesem Zeitpunkt eigentlich ausgereizt und hätte nur noch wenig Potenzial gehabt.

Dass man aus meiner Kritik die Absichten der Filmemacher herausliest ist schön zu lesen, auch wenn diese zum Großteil meine persönliche Interpretation dieser Stilmittel sind und ich natürlich nicht weiß, ob sich diese mit Edgar Wright überschneidensmile

Mit deiner Bewertung des Filmes kann ich auch gut leben und kann diese nachvollziehen und es gibt nur eine Handvoll Komödien, welchen ich die neun Punkte verleihen würde und die meisten davon schon gar nicht aus den letzten Jahrzehnten stammen, einfach weil mich dieser Film postitiv überrascht hat, charmant ist und auch wenn er vielleicht wirklich der schwächere Teil der Trilogie ist, immer noch sehr gut ist.

Also Danke für deine lange Rückmeldung voller Vorfreude auf deine nächste Kritiksmile

@Han:

Auch dir danke ich natürlich für deine Rückmeldung und es freut mich vorallem, dass du wieder meiner Kritik folgen und dieser nachvollziehen kannst, auch wenn du anderer Meinung bist, das freut mich wirklich sehr.

Selbstverständlich kann ich auch bei dir verstehen, dass es dir zu viele Wiederholungen und Anspielungen auf die anderen beiden Vorgänger gab, aber das war eben der Plan von Wright von Anfang an und ehrlich gesagt sehe ich lieber diese Andeutungen wie eine Hommage an die älteren Klassiker, als einen Film in einer losen Trilogie, welche keine einzige Verknüpfung bietet oder in komplett andere Richtungen geht.
Aber dein Einwand kann ich komplett nachvollziehen, auch wenn ich das eben nicht so schlimm finde.

@ sittingbull & Han: bezüglich der "Spoiler-Kritiken":

Bei dieser Kritik hatte ich es ehrlich gesagt auch erst im Sinn, eine Kritik nach meinem typischen Schema mit Spoiler zu verfassen, doch andererseits wollte ich auch einfach Werbung für diesen Film machen, vorallem da dieser eher zu den unbekannteren Werken gehört und ich deswegen auf die Spoiler verzichtet habe.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich dieses Konzept ohne Spoiler bei jedem neuen Film anwenden werde, da ich diese bei Filmen wie "Hobbit" einfach brauche, wie ihr ja zuletzt gelesen habt, und ich eher von Kritik zu Kritik in Zukunft entscheide, ob ich Spoiler verwende oder doch ohne auskomme.

Vorallem bei meiner nächsten Kritik, welche jedoch noch ein Weile in der Warteschleife steht, werde ich zu meinem alten, spoilerhaften aber scheinbar willkommenen Schema mit Spoiler zurückkehren, da es sich um einen alten Klassiker handelt, welchen sicherlich 90% der User schon gesehen haben und durch die Spoilerwarnung kann ich eben auch näher auf die Handlung und deren Stärken oder Schwächen eingehen.
Also danke für euer Verständnis!

PS: Wenn ihr die unterstrichenen Wörter richtig ordnet, seht ihr schon, welches mein geplantes nächstes Projekt sein wirdsmile
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Han : : Space Cowboy
10.02.2014 11:57 Uhr
0
Dabei seit: 14.04.13 | Posts: 1.977 | Reviews: 8 | Hüte: 102
@Aldrich:
Mal wieder eine klasse Kritik von Dir! Die Umstellung auf einen kleineren Spoilerteil finde ich sehr gut, da es hier sich hierbei um einen relativ neuen Film handelt, den viele sicher noch nicht kennen. Bei etwas älteren Klassikern, wie Du sie bisher eher kritisiert hast, stellt das mMn weniger ein Problem dar.

Witzigerweise ist es auch wieder so wie bereits bei Skyfall: Ich stimme Deiner Argumentation in allen Punkten zu. Dennoch berwerte ich den Film etwas schlechter. Liegt für mich hautpsächlich daran, dass The Worlds End zwar immer noch sehr witzig war, aber sich vieles wie eine Wiederholung aus den den beiden Vorgängern der Blood & Ice-Cream-Trilogie anfühlte. Für mich daher der schwächste der Trilogie, dennoch absolut sehenswert. Vor allem wegen der von Dir schon klasse beschriebenen Figuren-Konstellation und dem dann doch sehr unerwarteten Ende. smile

Hier mal mein Cornetto-Rankung:
Hot Fuzz: 9/10
Shaun of the Dead: 8/10
The Wolrds End: 7/10

"In der Geschichte passiert alles zweimal. Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce." - J.J. Abrams

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sittingbull : : Häuptling
10.02.2014 11:49 Uhr | Editiert am 10.02.2014 - 11:52 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.341 | Reviews: 6 | Hüte: 42
@Aldrich

So mein Lieber. Gestern hab ich mir den Film endlich angeguckt und in Folge darauf deine Kritik gelesen.

Du fängst den Sinn und den Inhalt des Films sehr gut ein und lieferst dadurch eine sehr schöne und gute Kritik ab.
Man kann alles nachvollziehen und erfährt eben viele Absichten der Filmemacher. Deine Interpretationen sind auch klasse und ich würde das vollkommen unterschreiben. Zudem gehst du auch auf die wichtigen Punkte ein (Kamera, Musik, Drehbuch, etc...)
Dein Stilwechsel gefällt mir durchaus sehr gut! Willst du das beibehalten? Ich hatte davor ja bekanntlich keine Probleme mit deinen Werken aber das musst du natürlich selbst wissen.

Ja also deine Kritik ist echt mal wieder top, bis auf eine Sache:
The Doors muss im Soundtrack erwähnt werden! laughing Der Alabama Song war einfach so passend laughing

Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint obwohl der Song schon echt gut gepasst hat ;)

Meine Meinung zu dem Film deckt sich zum Großteil mit deiner Meinung. Ich fand den Film gerade am Anfang bis zur ersten "Einwohnerkonfrontation" in der Toilette richtig genial. Ich konnte wirklich lachen und auch meine Eltern die ich zum mitschauen bewegen konnte waren begeistert. Es war einfach ein frischer guter Humor, der sich von der breiten Masse unterschied. Irgendwie intelligent und sehr schlagfertig kam das rüber.
Gerade deshalb schon mal Daumen hoch!

Ab dann wird der Film wie du korrekt anmerkst zunehmend zum Sci-Fi-Horror und dieser grandiose Humor geht leider etwas flöten (meine Vater meinte bei der Hälfte so: "Ach es war bisher so ein schöner Film..." laughing)
Ich persönlich hatte damit kein so großes Problem. Es war halt vollkommen überdreht und geradezu wahnwitzig und ich konnte das auch einordnen. Aber so großartig fand ich das nicht.
Positiv sind auf jeden Fall noch die ganzen Darsteller, die eigentlich fast ausnahmslos brillieren (Rosamunde Pike fällt tatsächlich etwas ab aber ansonsten mag ich sie eigentlich schon)
Der Soundtrack war gut, die Kamera war gut. Hast du ja alles schon perfekt rezensiert.

[spoil]Das Ende im Pubkeller fand ich schwach aber dafür war die Post-Apokalypse genial erzählt.[/spoil]

Wenn er das Niveau von der ersten Hälfte gehalten hätte wäre es ohne Probleme eine meiner Lieblingskomödien geworden, dadurch dass der Film in der 2. Hälfte aber ein bisschen "abdriftet" bleibe ich bei 7,5/10.
Erfrischend anders und gut aber in meinen Augen etwas "schlechter" als Hot Fuzz
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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AldrichKillian : : Black Panther
09.02.2014 13:06 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.209 | Reviews: 20 | Hüte: 149
@Peralk:

Noch einmal danke für deine Rückmeldung und Meinung zum Film, welche sich wohl mit meiner positiven Meinung ziemlich deckt und das freut mich, da ich "The Worlds End" ja eine relativ hohe Punktzahl vergeben habe.
Außerdem bedanke ich mich für deine netten Worte gegenüber der Kritik selbst, jetzt wo du den Streifen ja komplett gesehen hast weiß ich das auch sehr, sehr gut einzuordnensmile

Eigentlich bin ich überhaupt kein Anhänger von den meisten Komödien dieser Tage, da sie alle nach dem gleichen Schema ablaufen, keine Überraschungen bieten und der Humor oftmals leider sehr anzüglich ist.
Bei diesem Film hier war das jedoch nicht der Fall und konnte mich wirklich packen und positiv überraschen, da er vielseitig, tiefsinnig und überraschend war und es gibt sicherlich einige, welche meine Bewertung zu hoch sehen werden und den Film eher mittelmäßig finden, aber ich war einfach überrascht und begeistert und du ja scheinbar auch.
Außerdem freut es mich, dass du nun "The Worlds End" ebenfalls in deiner DVD-Sammlung hastsmile
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AldrichKillian : : Black Panther
05.02.2014 13:42 Uhr | Editiert am 05.02.2014 - 13:43 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.209 | Reviews: 20 | Hüte: 149
@Peralk:

Danke für deine Rückmeldung und dass du meinen Inhalt weitesgehend zustimmen kannst ohne den Film gesehen zu haben freut mich natürlich.
Außerdem freut es mich, dass du meinen Stilwechsel gelungen findest und diesen werde ich in Zukunft auch weiter beibehalten und nicht zurück zum alten Schema kehren.

Der Hauptgrund für meine Spoilerwarnung war ja in der Vergangenheit vorallem der Analyse-Teil, welcher jedoch immer sehr gut ankam und dieser auch weiterhin Teil meiner Kritik sein wird, jedoch dann auch wieder wie bei dieser Kritik mit Spoiler-Markierung, welche man einfach überspringen kann.

@sittingbull:

Ich freue mich selbstverständlich schon auf deine Rückmeldung, auch wenn diese Kritik sogar gelesen werden könnte, wenn du den Film nicht kennst, jedoch ist es vermutlich besser, diesen Film unvoreingenommen angesehen zu werden.
Für den Film wünsche ich dir viel Spaß und gute Unterhaltung, welche der Film jedoch allemal bieten solltesmile
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sittingbull : : Häuptling
04.02.2014 18:09 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.341 | Reviews: 6 | Hüte: 42
Hab mir den Film heute gekauft. Wenn ich ihn geguckt habe gibts ne Rückmeldung Kollege!
Hau rein
Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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AldrichKillian : : Black Panther
02.02.2014 14:36 Uhr | Editiert am 02.02.2014 - 14:37 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.13 | Posts: 2.209 | Reviews: 20 | Hüte: 149
Nachdem ich das Box Office Tippspiel und kurz darauf sogar das Fanpaket zum Film "The World´s End" gewonnen habe, war es fast schon eine Pflicht, diesem Film eine Kritik zu widmen und da mir der Streifen so gut gefallen hat, fiel mir diese auch gar nicht schwer.

Aufgrund der Tatsache, dass es sehr viele Menschen geben wird, welche diesen Film nicht kennen und ich deshalb ein bischen Werbung für diese gelungene Komödie betreiben möchte, habe ich dieses Mal als Premiere auf meine üblichen Spoiler weitestgehend verzichtet, damit jeder diese Kritik lesen kann.
Aber da es sich gerade bei diesem Streifen anbietet, gibt es auch wieder meinen typischen Analyse-Teil mit einigen Spoilern, darauf wird jedoch explizit hingewiesen.

Ich würde mich wirklich sehr über Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschlägen zur Kritik freuen, natürlich interessiert mich auch eure Meinung zum Film selbst. Schon einmal ein Danke im Vorraus.
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