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The Wrestler

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The Wrestler Kritik

The Wrestler Kritik

The Wrestler Kritik
0 Kommentare - 05.09.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "The Wrestler" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

Die besten Jahre des Wrestlers Randy "The Ram" Robinson (Mickey Rourke) liegen schon lange hinter ihm. Doch mit diversen Aufputschmitteln hält er sich auch weiterhin im Ring und liefert den ein oder anderen sehenswerten Kampf. Eintes Tages ereilt ihn ein Herzinfarkt und so muss er sich eingestehen, daß er vermutlich nicht wieder in den Ring steigen kann. Nun beginnt er sich zu fragen, was er mit seinem Leben anfangen soll. Denn auch die Beziehung zus einer Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) ist von Konflikten geplagt, während er sich zusätzlich noch in die Stripperin Cassidy (Marisa Tomei) verliebt hat.

The Wrestler erzählt die Geschichte eines abgehalfterten alten Stars, dessen Leben eiegntlich vor dem gesellschaftlichen Ende steht. Im Verlauf gewinnt der Zuschauer Einblicke in den Alltag dieser Stars die Abseits des Rings eigentlich keine soziale Bedeutung besitzten. Dies lässt sich auch eindrucksvoll daran erkennen, daß Robinson verzweifelt versucht sich ein veremtinlich normales Leben mit normaler Arbeit und normalen Sozialen Kontakten aufzubauen. Doch so richtig will das nicht gelingen, holt ihn doch seine Vergangenheit immer wieder ein. Dabei setzt der Film clever eben nicht auf eine bewusste physische Form des Antagonismus, sondern legt dem Protagonisten eben systemische Probleme in den Weg, die er nicht so einfach überwinden kann.

Trailer zu The Wrestler

Gleichzeitig stellt der Film dabei die Frage, wie man überhaupt in Würde altern kann. Sicherlich wird das nochmal erschwert, sobald man in hautengen Kostümen in einen Ring springt. Allerdings ist dies auch eine zentrale Frage unser aller Leben, denn auch wir können nicht genau sagen, ab welchem Punkt wir mit unserer Persönlichkeit, oder unseren "Macken" nicht mehr in diese Welt passen. Noch dazu ist auch die Frage zu beantworten, bei wem letzten Endes das Problem liegt: Ist es das einzelne Individuum, oder eben das System dahinter. Diese Frage kann auch der Film nicht beantworten, denn er leistet sich glücklicherweise keine Moral. Im Gegenteil, er zeigt auf, wie hart das Leben in dieser Welt sein kann und damit bedient er sich klassichen Motiven, die in vielen Filmen über den amerikanischen Traum auftuachen. Das ist in dem Fall nicht sonderlich originell, aber alle mal sehenswert.

Denn Mickey Rourke als Hauptdarsteller zu besetzten, ist in sofern genial, als das es auf einer reinen Meta-Ebene eben genau sein Leben portraitiert. Ein Künstler, der eigentlich eine vielversprechende Karriere vor sich hat und ab einem gewissen Punkt auch alles erreicht, was man erreichen kann. Dennoch scheitert er an diesem Leben: Dorgenexzesse, Kämpfe, die ihn brechen und andere Hürden sind zu groß für diese Figur und so verbringt er seinen Lebtag damit, seinen Unterhalt weiterhin im Ring zu verdienen, ohne dabei in Würde abtreten zu können. Interessant ist dabei auch, daß der Film eben einen Industrie portraitiert, über die man als Zuschauer so gut wie gar nichts weiß, denn im Endeffekt kann niemand genau sagen, was Wrestlern letzten Endes wird und wieviel von dem gezeigten auch wirklich so echt ist. Der Film hat dazu eine ganz klare Haltung, welche auch von Insidern der Branche letzten Endes als akkurat bestätigt wurde. Ob dies allerdings wirklich der Wahrheit entspricht, kann man wohl schwer verifizieren.

Da ist es fast schon brilliant, daß sich Drehbuchautor Robert D. Siegel für Robinsons Gegenpart eine Stripperin sucht, deren Aufgabe es ist, den Schein zu waren. Denn wie auch Robinson, verdient sie eben damit auch ihr Geld. Leider ist der Charakter ansonsten von viel Hollywoodklischees geplagt, die man aus so ziemlich jedem anderen Film kennt. Man bekommt hier letzten Endes keine besonders aufregende Geschichte prsäentiert, dafür aber alle mal Schauspiel auf Augenhöhe nach welchem auch Marisa Tomei eine wirklich starke Präsenz und Performance hervorbringen kann und das obwohl der Film eiegbtlich eher als One-Man-Show konzipiert ist. Und auch in diesem Fall zeigt der Film wie schwer es für die Figur ist, aus ihrem eigenen Trott herauszukommen, ohne dabei das kompülette Leben umzuwerfen.

So schön und anschaulich die Charakterstudie The Wrestler auch ist, so verbohrt und klischeehaft ist auch die Geschichte. Mickey Rourke liefert eine großartige Performance ab und auch Tomei kann glänzen. Der Einblick in diese sehr abstrue Welt gelingt vollkommen, bleibt aber letzten Endes der Phantasie des Zuschauers überlassen wenn es um den Wahrheitsgehalt geht. In einigen Szenen spektakulär, wird der Film immerhin zu einem sehenswerten Werk. Doch im Kern liefert die Geschichte nichts, was man nicht schon mal gesehen hätte.

The Wrestler Bewertung
Bewertung des Films
710
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