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Retten, was noch zu retten ist

Doch am Ende? The Weinstein Company meldet Insolvenz an (Update)

Doch am Ende? The Weinstein Company meldet Insolvenz an (Update)
4 Kommentare - Mi, 07.03.2018 von R. Lukas
Harvey Weinstein ist Geschichte, unter Maria Contreras-Sweet soll alles besser und anders werden, vor allem für die weiblichen Angestellten. Ein neuer Name soll der Weinstein Company auch helfen.
Doch am Ende? The Weinstein Company meldet Insolvenz an

Update 3: Was für ein irres Hin und Her! Nun ist der Deal, der die Weinstein Company retten sollte, doch geplatzt, bereits zum zweiten Mal. Das gaben die erhofften Abnehmer Maria Contreras-Sweet, Ron Burkle und Lantern Capital bekannt. Sie haben enttäuschende Informationen über die Durchführbarkeit dieser Transaktion erhalten und infolgedessen entschieden, sie abzubrechen, erklärt Contreras-Sweet im Namen der Investorengruppe.

Was genau vorgefallen ist, versucht Deadline noch zu ergründen, aber es geht wohl um einige nicht offengelegte Verbindlichkeiten der Weinstein Company, die gerade erst aufgedeckt wurden. Nun steht der schwer angeschlagenen Produktionsfirma das gleiche Insolvenzverfahren bevor, das MGM vor mehreren Jahren durchlief. An Bietern, die an ihren Vermögenswerten interessiert sind, mangelt es jedoch nicht. Sie treffen sich jetzt in Los Angeles, darunter Lantern Capital (erneut), Miramax, Lionsgate, Vine Investments und Critical Content.

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Update 2: Gerade noch mal die Kurve gekriegt. Die stark insolvenzgefährdete Weinstein Company hat eine Einigung erzielt und verkauft ihre Vermögenswerte an eine Investorengruppe, an deren Spitze Maria Contreras-Sweet und Ron Burkle stehen - ein positiver Ausgang unter unglaublich schwierigen Umständen, lautet das Resümee.

So ist es dieser Investorengruppe gestattet, ein Studio unter weiblicher Führung zu gründen, dessen Regisseure mehrheitlich Frauen sind. 150 Angestellte behalten ihre Jobs, es wird ein Fonds eingerichtet, um die Opfer sexueller Belästigung zu entschädigen, und Kleinunternehmen, denen die Weinstein Company noch Geld schuldet, werden jetzt geschützt.

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Update: Jetzt scheint das Ding doch durch zu sein. Die Weinstein Company muss Insolvenz anmelden, nachdem sich der Verkauf der Firma an die Investorengruppe von Maria Contreras-Sweet zerschlagen hat. Obwohl die Gespräche schon recht weit vorangeschritten waren, sind sie offenbar nun gescheitert, da sich die Investorengruppe weigerte, die aufgerufenen 500 Mio. $ sofort zu berappen.

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Während andere Hollywood-Studios expandieren oder sich gegenseitig aufkaufen, plagen die Weinstein Company ganz andere Sorgen. Mit Harvey Weinstein, dem einflussreichen Produzenten und Mitbegründer der Firma, die (noch) seinen Namen trägt, fing die #MeToo-Welle überhaupt erst an, als ihm immer mehr Frauen vorwarfen, sie sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben. Nur der erste Sex-Skandal von vielen, wie wir heute wissen.

Weinstein wurde gefeuert, aber die Weinstein Company geriet dennoch in Verruf. Einfach so weitermachen geht nicht, deshalb versucht man sich so weit wie möglich von den hässlichen Vorkommnissen zu distanzieren - mit einer sichereren und komfortableren Arbeitsumgebung für Frauen und einem neuen Namen. Die neue Weinstein Company soll unter der wohl künftigen Inhaberin Maria Contreras-Sweet private Stillzimmer, drei kostenfreie Mahlzeiten pro Tag und einen offenen, allumfassenden Arbeitsplatz bieten. Außerdem plant Contreras-Sweet, einen Multi-Millionen-Dollar-"Opfer-Fonds" für Harvey Weinsteins Anklägerinnen einzurichten, in den sie selbst um die 20 Mio. $ einzahlt.

Die Weinstein Company wird ihre Büros in Beverly Hills räumen und vermutlich in die Räumlichkeiten in Los Angeles umziehen, die zuvor die inzwischen stillgelegte Produktionsfirma Broad Green Pictures bewohnt hat. Und dann wäre da natürlich noch die Namensänderung, Marketingfirmen haben Vorschläge wie "Wonder Hill", "Assembly Hall" oder "Creative Trade Studios" unterbreitet. Außerdem soll die neue Filmabteilung des Unternehmens die Filme, die kürzlich vom Startkalender genommen wurden, neu datieren und ins Kino bringen. Dies beträfe Maria MagdalenaWar with Grandpa und The Upside, das Ziemlich beste Freunde-Remake.

Quelle: Deadline
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4 Kommentare
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Poncho : : Moviejones-Fan
02.03.2018 09:50 Uhr | Editiert am 02.03.2018 - 09:50 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.17 | Posts: 121 | Reviews: 0 | Hüte: 4

"… dessen Regisseure mehrheitlich Frauen sind …"

Quoten sind jetzt nicht so unbedingt ein Zeichen für gesellschaftliche Entwicklung, aber vielleicht eine Gehhilfe für den richtigen Weg.

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GreenFairy : : Moviejones-Fan
27.01.2018 03:38 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 15 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Wieso nicht unter dem neuen Namen "#MeToo Productions"?

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
26.01.2018 15:27 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.100 | Reviews: 135 | Hüte: 312

Erinnert mich an die Sache mit der Citybank, die ihre Kunden damals beklaute (überzeichnet gesagt) und dann kurz danach dann als Targobank weitermachte und versuchte das miese Immage durch möglichst viel Plakativität überzutapezieren.

Die Bestrebungen in allen Ehren, find ich ja super, dass man sich da bemühen und kümmern will, aber grade im aktuellen Klima ist das so ein offensichtlicher Saubermann-Marketingmove, dass es schon fast anbiedernd wirkt. Soll nicht heißen, dass daran was Verwerfliches wäre, aber auf so plumpe Weise versuchen, den Mist vergessen zu machen, der passiert ist, finde ich eben moralisch sehr zwielichtig. So ein offenes Rufen "Guckt mal, wir sind nicht mehr die Gleichen, wir machen jetzt alles anders" klingt für mich immer irgendwie unaufrichtig.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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MobyDick : : Moviejones-Fan
26.01.2018 14:40 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.566 | Reviews: 24 | Hüte: 134

Die neue Weinstein Company soll unter der wohl künftigen Inhaberin Maria Contreras-Sweet private Stillzimmer, drei kostenfreie Mahlzeiten pro Tag und einen offenen, allumfassenden Arbeitsplatz bieten.

Der Satz ist vollkommen in Ordnung, aber ich habe den Satz mehrmals anfangen müssen, bis ich ihn verstanden habe, mußte vorher immer bei private Stillzimmer abbrechen, weil das so gar nicht zum vorher Geschriebenene passte.

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