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"Black Panther" ftw!

Hier die Nominierungen für die Golden Globes 2019!

Hier die Nominierungen für die Golden Globes 2019!
90 Kommentare - Do, 06.12.2018 von R. Lukas
Vor den Oscars kommen traditionell die Golden Globes, und vor Bekanntgabe der Oscarnominierungen werden logischerweise die für die Globes bekannt gegeben. Genau das ist jetzt geschehen.
Hier die Nominierungen für die Golden Globes 2019!

Die Nominierungen für die Golden Globes 2019 wurden verkündet, einen Monat, bevor der wohl zweitwichtigste Filmpreis nach den Academy Awards zum 76. Mal verliehen wird. Am 6. Januar 2019 führen dann Andy Samberg und Sandra Oh (selbst nominiert) durch die Veranstaltung. Bei den Filmen führt Vice - Der zweite Mann das Feld mit insgesamt sechs Nominierungen an, gefolgt von The Favourite - Intrigen und IrrsinnGreen Book - Eine besondere Freundschaft und A Star Is Born mit jeweils fünf. Und: Black Panther ist als bester Film nominiert! Bei den Dramen, muss man dazusagen, denn das ist ja keine Selbstverständlichkeit.

Die Nominierten der Kategorie Film:

Bester Film (Drama)

  • Black Panther
  • BlacKkKlansman
  • Bohemian Rhapsody
  • If Beale Street Could Talk
  • A Star Is Born


Bester Hauptdarsteller (Drama)

  • Bradley Cooper - A Star Is Born
  • Willem Dafoe - At Eternity’s Gate
  • Lucas Hedges - Der verlorene Sohn
  • Rami Malek - Bohemian Rhapsody
  • John David Washington - BlacKkKlansman


Beste Hauptdarstellerin (Drama)

  • Glenn Close - Die Frau des Nobelpreisträgers
  • Lady Gaga - A Star Is Born
  • Nicole Kidman - Destroyer
  • Melissa McCarthy - Can You Ever Forgive Me?
  • Rosamund Pike - A Private War


Bester Film (Komödie/Musical)

  • Crazy Rich
  • The Favourite
  • Green Book
  • Mary Poppins’ Rückkehr
  • Vice


Beste Hauptdarstellerin (Komödie/Musical)

  • Emily Blunt - Mary Poppins’ Rückkehr
  • Olivia Colman - The Favourite
  • Elsie Fisher - Eighth Grade
  • Charlize Theron - Tully
  • Constance Wu - Crazy Rich


Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical)

  • Christian Bale - Vice - Der zweite Mann
  • Lin-Manuel Miranda - Mary Poppins’ Rückkehr
  • Viggo Mortensen - Green Book
  • Robert Redford - Ein Gauner und Gentleman
  • John C. Reilly - Stan & Ollie


Bester Animationsfilm

  • Die Unglaublichen 2
  • Isle of Dogs - Ataris Reise
  • Mirai
  • Chaos im Netz
  • Spider-Man - A New Universe


Bester fremdsprachiger Film

  • Capernaum - Stadt der Hoffnung
  • Girl
  • Werk ohne Autor
  • ROMA
  • Shoplifters - Familienbande


Beste Nebendarstellerin

  • Amy Adams - Vice
  • Claire Foy - Aufbruch zum Mond
  • Regina King - If Beale Street Could Talk
  • Emma Stone - The Favourite
  • Rachel Weisz - The Favourite


Bester Nebendarsteller

  • Mahershala Ali - Green Book
  • Timothée Chalamet - Beautiful Boy
  • Adam Driver - BlacKkKlansman
  • Richard E. Grant - Can You Ever Forgive Me?
  • Sam Rockwell - Vice


Beste Regie

  • Bradley Cooper - A Star Is Born
  • Alfonso Cuarón - ROMA
  • Peter Farrelly - Green Book
  • Spike Lee - BlacKkKlansman
  • Adam McKay - Vice


Bestes Drehbuch

  • ROMA
  • The Favourite
  • If Beale Street Could Talk
  • Vice
  • Green Book


Beste Filmmusik

  • Marco Beltrami - A Quiet Place
  • Alexandre Desplat - Isle of Dogs - Ataris Reise
  • Ludwig Göransson - Black Panther
  • Justin Hurwitz - Aufbruch zum Mond
  • Marc Shaiman - Mary Poppins’ Rückkehr


Bester Originalsong

  • "All the Stars" - Black Panther
  • "Girl in the Movies" - Dumplin’
  • "Requiem for a Private War" - A Private War
  • "Revelation" - Der verlorene Sohn
  • "Shallow" - A Star Is Born
Quelle: Variety
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90 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
08.12.2018 18:57 Uhr | Editiert am 08.12.2018 - 19:30 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.567 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@sublim77

Zu den neuen "Star Wars"-Filmen:
Die Sache ist meiner Meinung nach die, dass der "übertriebene Feminismus" eben gar nicht so übertrieben ist, wie du das immer darstellst. Die Frauen und Männer werden normal dargestellt, ich fühlte mich als Mann da nie angegriffen oder minderwertig dargestellt. Sicherlich gibt es auch Männer, die ihre männliche Überlegenheit und Machotum wegen so einer "feministischen Propaganda" in Gefahr sehen, das sind für mich dann aber armselige Kreaturen.

Wie ich es ja schon öfter schrieb, mit L3 in "Solo" wurden für mich genauso dieser übertriebene Feminismus kritisiert.


Zu "Black Panther":

Auch hier hast du meiner Einschätzung nach ein verzerrtes Bild. Es gibt genügend negative Kritiken zum Film, die eben auch darauf eingehen, dass der Film möglicherweise nur wegen seines schwarzen Casts so gut bewertet wird. Es ist jetzt keine Seltenheit und nicht verboten, das zum Ausdruck zu bringen.

Ich habe, zumindest in Deutschland, noch nichts dazu gelesen, dass man als Rassist bezeichnet wird, nur weil man "Black Panther" nicht mag. In den USA kommt das sicherlich vor, ich halte solche Aussagen auf jeden Fall für genauso absurd wie du. Manche Organisationen kommen mir da durchaus so vor, wie ein schwarzer Ku-Klux-Klan.

@Petra82: Welche Inhalte und Rollen werden denn über Gebühr aufgebauscht, hochstilisiert und zeugen von einer Realität, die es so nicht gibt und auch nicht geben wird, nur weil man sie abbildet? Dass in den USA unter Trump (analog: AfD in Deutschland, Front National in Frankreich, PiS in Polen, AKP in der Türkei, Fidesz in Ungarn) Rassismus, Nationalimus und Isolationismus wieder größer geschrieben werden, dürfte hier hoffentlich niemand leugnen. Gleiches gilt für den Umstand, dass der Reichtum und Fortschritt westlicher Gesellschaften zu einem nicht geringen Teil auf der Ausbeutung afrikanischer Länder basiert und sich da Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft (Infrastruktur, Bildung, Medizin, etc) entwickeln sollte.

"A Wrinkle in Time" und "The Nutcracker" sind sowohl bei den Kritikern als auch am Box Office - erster mehr, letzterer weniger - durchgefallen, von Filmen dieser Art wird man in Zukunft wohl nichts befürchten müssen.


Zu Justizbeamten in Filmen:

Gerade du bist da doch sehr sensibel, wenn z.B. Polizisten als schlecht oder schwach dargestellt werden, wie man zuletzt bei "Atomic Blonde" ja sehr gut sehen konnte. Wie kommt es, dass du dich hier dann jetzt für eine politisch unkorrrekte Darstellung stark machst?

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.12.2018 17:19 Uhr | Editiert am 08.12.2018 - 18:20 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 333 | Reviews: 11 | Hüte: 22

Sublim77:

Zu deinen Ausführungen.

"In Episode VII ist es Finn, der nicht fassen kann, wie gekonnt sich Ray verteidigt, Später Han, der aus dem Staunen nicht mehr rauskommt, wie sehr sie sich mit dem Falken auskennt. "

Ich würde auch staunen, die Frau kann halt für sich sorgen. Etabliert Rey weiter als Protagonistin. Und Han staunt, weil sich jemand so gut mit seinem Schiff auskennt, das warum ist eigentlich gut etabliert. Aber man sollte erwähnen, dass beide Szenen sich genauso abspielen würden, wenn Rey ein schmächtiger Mann wäre. Dass Rey eine Frau ist, ist für den Ablauf der Szene irrelevant, an keiner Stelle wir dies ausdrücklich hervorgehoben oder uns "ins Gesicht gedrückt".

Die beiden anderen Szenen ebenso, wenn Charaktere überrascht sind, dass andere Charaktere gut kämpfen können, was vorher nicht etabliert war, hat das nichts mit dem Geschlecht zu tun.

L3 war einer der nervigsten Charaktere in Star Wars seit Jar Jar Binks, hier gebe ich dir allerdings recht. Allerdings gibt es auch die Theorie, dass L3 als "fuck off" für diese toxischen Nerds eingebaut wurde, aber in einer Diskussion mit Silencio wurde dies als nicht ganz in die Timeline passend halb verworfen.

"Die Krönung ist aber Star Wars 8, in dem es kaum eine Szene gibt, in der Frauen nicht den Tag retten. "

Joar, ich zitiere mal meine Freundin, als ich ihr sagte dass es Leute gibt, die sich über zu viele Frauen in Last Jedi beschweren. "Pffff... Wir leben halt im Jahre 2018, da sollte das normal sein. Erbärmlich."
Es sind also mehr Frauen aktiv in Last Jedi? Big deal... Das einem das aber so dermaßen auffällt, und man sich dran stört, da sind wir wieder beim Thema gebrochene Normen. Nochmal, ich werfe dir ausdrücklich nicht vor ein Frauenfeind zu sein. Und wieder, niemand thematisiert das ausdrücklich, und der Film würde mit vertauschten Geschlechtern genau so ablaufen. Es sind halt mehr Frauen da, und der Film behandelt es als komplett normal.

Ist das so ok für dich? Ich bin offiziell der Meinung, dass ich deine Meinung nicht teile. Du darfst deine Meinung gerne teilen, aber ich darf auch widersprechen, und vice versa. Ich finde deine Kommentare am Anfang immer noch unmöglich, aber das renkt sich wieder ein.

Es gibt übrigens eine Szene, in der Disney Feminismus wirklich unbeholfen forciert, und zwar im Live Action "Die Schöne und das Biest". Da wird der Versuch er Protagonistin (name? eh...) einem Mädchen lesen beizubringen, von einem Mann ziemlich abfällig kommentiert. Die Szene führt ins nichts und wurde auch von Frauen eher negativ aufgenommen. Fociert und holprig.

Edit

OK sorry für ein paar der Spitzen des letzten Kommentars, ich bin den Kommentaren historisch gefolgt und war noch am rauchen... hättest du deine Ausführungen früher geschrieben hätte ich definitiv anders reagiert.

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.12.2018 16:43 Uhr | Editiert am 08.12.2018 - 21:24 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 333 | Reviews: 11 | Hüte: 22

Ok, weiter gehts, von hinten...

Silencio (gestern 10:26):

Exzellent argumentiert, wie gewohnt. Hut. Danke für die Schützenhilfe!

"Ich habe sehr lange überlegt, ob und wie ich auf all deine Fragen und Aussagen antworten will. Letzendlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es nur eine richtige Antwort geben kann:

42."

Ei jetzt hat ers dir aber gegeben... aber so richtig. Ich meine man könnte sich auch Gedanken machen, warum man sich angeblich mit den bösen feministischen Einflüssen in Last Jedi so auskennt, aber nach zweimaligem Auffordern auch nur blöd kommen kann... Oder man macht es sich einfach und nenne Leute anderer Meinungen einfach eine "Posse".

Sublim77:

Also nochmal zum Vokabular.. Eine Provokation/Kritik ist keine Beleidigung. Frotzeln, provozierren, kritisieren gehört zu jeder Diskussion etc. dazu. Kann man auch ignorieren.

Der Kommentar war ganz allgemein an diese toxischen Kommentare zum angeblichen Feminismus in Last Jedi gedacht, die ich für nicht haltbar finde. Das ist meine Meinung, und du hast offensichtlich erkannst das wir nicht auf einem gemeinsamen Nenner sind. Wie gehst du also damit um? Du schreibst auf die schnodderigste, herablassendste Weise diesen Dünnschiss Murks, und begründest dass meine Ansicht Dünnschiss ist, weil ich "andere Meinungen nicht zulasse". Nun ich kann meine Meinung hart vertreten, aber das ist A) falsch und spekulativ B) kommt dir scheinbar nicht die Idee, dass die Logik auch andersherum funktioniert. Aber nein, du bist im Recht. Und ich komme dir noch entgegen und frage dich um deine Meinung... Daraufhin folgt von dir dieses Pamphlet, dass Silencio ja schon geschreddert hat, in dem du A) einfach nicht auf mich eingehst und irgendwas beantwortest B) wieder in so einem beleidigenden Ton von Pseudowissenschaften und Possen sprichst, wieder ohne gescheite Begründung. Und jammerst dann noch dabei, PolCor würde die Meinungsfreiheit begrenzen, während ich dich gerade nach deiner gefragt habe, während du über meine Meiung einfach drübertrampelst.
Ein Meisterstück an unfreiwilliger Komik wink

Ich denke, dass mir als ich gestern heimkam, und diese anmaßende, miserabel argumentierte und durchaus beleidigende Nachricht gelesen habe, echt der Kragen geplatzt ist, kann der ein oder andere nachvollziehen. Ehrlich gesagt bin ich immer noch stinkig... Aber ich lese jetzt mal deine Ausführungen, ich hoffe du akzeptierst wenn ich kommentiere.

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
08.12.2018 16:19 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Sully:

Auch dir kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich habe es schon oft gesagt und werde auch nicht müde es zu betonen, ich bin ein sehr offener und toleranter Mensch. Meine Familie ist Multi-Kulti. Franzosen, Belgier, Polen, alles vertreten. Mein Freundeskreis ist bunt, wie er bunter nicht sein könnte, soviel Nationen, dass ich garnicht erst mit Aufzählen anfange. Die Frauen in meinem Freundes -und Familienkreis sind allesamt selbstständige, selbstbewusste und erfolgreiche Powerfrauen. Sie teilen alle durch die Bank weg meine Ansichten zum Thema. Vor allem sind sie sich (und hier gehe ich noch einmal auf die Ausführungen von Petra82 ein) der nicht wegzuleugnen Unterschiede, die nun mal biologisch vorgegeben sind, bewusst. Es ist wie Petra gesagt hat, Gleichberechtigung bedeutet eben nicht Gleichheit (Danke für diesen Satz, der eigentlich alles sagt, was es zu sagen gibt).

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
08.12.2018 15:57 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 11:10 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Petra82:

Ich kann garnicht genug zum Ausdruck bringen, wie dankbar ich für deine Ausführungen bin, denn dir gelingt es wesentlich besser als mir, haargenau das zum Ausdruck zu bringen, was ich jedes einzelne Mal (offensichtlich stümperhaft, sonst würde man mich nicht jedes Mal so missverstehen) sagen will.

Du triffst es haargenau auf den Punkt. Ich kann dir wirklich nur voll und ganz zustimmen. Wenn man mehrere Hüte für einen Beitrag geben könnte, hättest du von mir mindestens zehn.

Es gibt wirklich so vieles, was ich dir dazu gerne sagen möchte, aber ich denke, ich habe schon alles gesagt, wessen ich auszudrücken fähig bin.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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Sully : : Elvis Balboa
08.12.2018 14:46 Uhr | Editiert am 08.12.2018 - 14:46 Uhr
1
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.874 | Reviews: 30 | Hüte: 379

@Petra82

Sehr gut auf den Punkt gebracht. Hut! Ich selbst mache in den relevanten Punkten schon mein ganzes Leben lang keinen "qualitativen" Unterschied zwischen Mann und Frau und verstehe trotzdem wovon Sublim77 redet. Eigentlich wundert es mich eher, wie man ihn überhaupt dermaßen missverstehen kann. Dass allen die eine differenziertere Ansicht haben, gleich jedes Mal pauschal irgendetwas unterstellt wird, dass dem Kritisierenden gerade ins Bild passt, ist mittlerweile schon eine richtige Seuche geworden.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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Petra82 : : Schneefeger
08.12.2018 14:31 Uhr
4
Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 1.841 | Reviews: 15 | Hüte: 49

@sublim77:

Ich habe mich zwar nur kurz geäußert, eigentlich ist es ein sehr komplexes Thema, aber ich stimme dir tatsächlich in vielen Punkten zu. Ich nutze den Thread hier mal um auszuholen. Erinnere mich, dass du vor vielen Monaten mal über die körperlichen Unterschiede bei Frauen und Männern gesprochen hast und wie gefährlich es sein kann, wenn körperliche Überschätzung (weil frau ja alles genauso kann wie ein Mann) mitunter zu riskanten Situationen führt.

Was ich sagen will, ich begrüße es, dass wir Frauen heutzutage (grade in unseren Breiten) mehr Rechte haben, auch wenn noch sehr viel zu tun ist. Gleichsam sehe ich aber auch, dass viele Gleichberechtigung mit Gleichheit verwechseln und dass es zudem schwierig wird, wenn in Film und Serie suggeriert wird, dass wir alle gleich sind. Um mal einen Satz einer Freundin zu zitieren, als es in einer Diskussion um Rassismus ging: "Wir sind gleichwertig, aber wir sind nicht gleich." Ich finde, hier steckt viel Wahrheit drin.

Um zum Thema Holzhammer zurückzukommen, ich bin wahrlich kein Freund von politischer Korrektheit. Inzwischen frage ich mich manchmal, ob es heutzutage noch Humor wie den von Monty Python geben könnte (UK), Les Inconnus (FR) oder Samstag Nacht, weil so unfassbar darauf geachtet wird, bloß niemanden anzugreifen. Sicherlich sollten starke Frauenrollen, ob in "Star Wars" oder wo auch immer, vorkommen. Wenn es aber dermaßen forciert wird und Filme wie "Das Zeiträtsel", in denen so wahnsinnig Wert auf Diversität gelegt wird, dass man brechen möchte, immer mehr zunehmen, dann sehe ich schwarz für die Zukunft. Es kommt zur Gleichschaltung und hinzu kommt, dass wir so viele Momente erleben werden, in denen ein Witz, ein unerwartetes Moment, eine andere Position abseits der "Norm" zu einem Aufreger hochstilisiert werden und die Urheber stets gefordert werden, öffentlich Abbitte zu leisten, anstatt mal eine Position einzunehmen, die eben nicht der Masse gefällt. Natürlich meine ich damit nicht, dass rassistisches, sexistisches etc. Gedankengut salonfähig sein soll, aber man sieht wunderbar an "Black Panther", dem zitierten "Zeiträtsel" oder zuletzt "Der Nussknacker" wohin das Ganze führt - Inhalte und Rollen werden über Gebühr aufgebauscht, hochstilisiert und zeugen von einer "Realität", die es so nicht gibt. Und auch nicht geben wird, nur weil man sie abbildet. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es mir nicht um die Fantasie in den Geschichten und Märchen geht. 

Ehrlich, ich brauche als Frau keinen Film, der mein Ego streichelt. Wer mir blöd kommt, ob Mann oder Frau (!), mit dem/der diskutiere ich oder weiß mich zur Wehr zu setzen. Schade für alle, die ihre Stimme nicht erheben und sich bauchpinseln lassen müssen von solchen Medien. Vielleicht muss ich jünger sein, aus einer anderen Nation kommen oder einfach anders geprägt sein, um emotional aufgewühlter zu sein, das will ich nicht mal abstreiten. Aber ich, so wie ich bin und meine Lebenserfahrung gesammelt habe, möchte einfach nicht zu den sog. Berufsempörten gehören, den Schreihälsen, die alles und jeden im Internet niedermähen in Shitstorms oder auf die Barrikaden gehen, weil sich mal jemand im Ton vergreift oder eine Rolle nicht meiner Erwartung entspricht. Maßvolles Verhalten war noch nie unsere Stärke, aber gesellschaftliche Änderungen werden nicht greifbarer, indem man eine Realität vortäuscht, die so nicht existiert. "Du kannst alles schaffen" wird auch nicht wahrer, je häufiger man es repetiert.

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

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Silencio : : Moviejones-Fan
08.12.2018 13:43 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 958 | Reviews: 41 | Hüte: 78

freeek:

"Ich halte auch nichts von Esoterik, ich finde aber bei der Darstellung der Navi und ihrer Riten hat man sich mehr von afrikanischen Kulturen und amerikanischen Ureinwohnern inspirieren lassen."

Also: Ich weiß das, weil das ja ein "Anti-Kolonialismus"-SciFi-Film sein will und er sich dementsprechend auch an den Völkern orientiert, die am meisten unter Kolonialismus zu leiden hatten. Wovon man sich hat inspirieren lassen, steht allerdings nicht im Gegensatz dazu, dass das nicht trotzdem Esoterik sein könnte. Es gibt genug Esoteriker, die sich auf "Naturvölker" beziehen und da ihre eigene verquere Philosophie daraus machen.

"Und ja es stimmt der Fortschritt wird in diesem Fall abgelehnt, verstehe aber nicht ganz warum du das so negativ siehst. Im Film wird ja gesagt, dass die Ressourcen der Erde praktisch erschöpft sind und auf Pandora könnte sich ja dann diese Geschichte wiederholen. Und überhaupt einfach der fehlende Respekt gegenüber einer neuen Welt mit all ihren Lebewesen. Oder siehst du das wirklich ganz anders?"

Hm. Was heißt ganz anders? Wenn wir da jetzt über meine persönlichen Ansichten reden wollen, müsste ich mich ziemlich fest im Camp Fortschritt platzieren (was auch jeder tun sollte, der mal Antibiotika genommen hat... oder gerade die Heizung anhat... und generell nicht in den Garten geht zum Kacken...). Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass ich deswegen Umweltzerstörung oder Kolonialismus gutheiße.

Die Krux an Camerons Film ist ja folgendes: die Probleme, vor denen die Menschheit in "Avatar" steht, sind keine wahllos aus der Luft gegriffenen. Cameron will sich ja mit aktuellen Themen auseinandersetzen. Seine Lösung in "Avatar" für diese Probleme ist dann aber kein nachhaltigeres Leben für die Menschheit, sondern eine Abkehr von "moderner" Gesellschaft und ein verträumter Blick in die "Natur".

"Ja es stimmt die Story ist an sich nicht die tiefgründigste. Die Paralellen zu Pocahontas und Der mit dem Wolf tanzt sind offensichtlich"

Das ist mir im Grunde ja egal, die meisten Genrestories sind nicht neu. Er hängt an das Gerüst nur nichts besonders gutes.

"Aber das mit dem menschenfeindlich seh ich persönlich anders. Die Menschen haben auf der Erde viel falsch gemacht und sind im Begriff auf Pandora diese zu wiederholen. Dass sich so ein Muster schon oft gezeigt hat sieht man auch in der Menschheitsgeschichte. Am Ende sind es aber ja nicht alle Menschen die auf der Seite der Antagonisten stehen, nur, und das sieht man ja leider auch immer wieder, es müssen oft schlimme Dinge passieren bis der Großteil einer Gesellschaft sich wandelt und erkennt was da eig schief läuft."

Menschenfeindlich wird er nicht dadurch, dass die Menschheit (meinetwegen: die vermeintliche menschliche Natur) der Antagonist ist. Er wird es durch seine undifferenzierte und simple Kritk an der Menschheit. Mal abgesehen davon, dass ich so eine Kritk von jemandem, der Werbung für Rolex macht, auch nicht besonders ernst nehmen kann...

"Vielleicht aber zeigen die Fortsetzungen da dann einen differenzierteren Ansatz. Wer weiß, möglicherweise kommen die Menschen und die Navi am Ende des letzten Films zu einem friedlichen und respektvollen Einklang."

Zugegeben: das wäre durchaus möglich und ich halte den Cameron auch für intelligent genug, das hinzukriegen. Der Cameron ist ja nicht dumm (ich kann jedem nur mal seine Audiokommentare ans Herz legen), er macht nur sehr simple Filme. Aber da können wir nur spekulieren und an DIESEM Film ändert das auch erst mal nichts.

Bevor es zu Verwirrungen kommt: simpel ist nicht immer gleichbedeutend mit schlecht, es gibt durchaus Cameron-Filme, die ich mag...

MJ-Pat
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Kayin : : Schneemann
08.12.2018 13:36 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.269 | Reviews: 2 | Hüte: 105

@sublim77

Danke für den Hut

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
08.12.2018 13:19 Uhr | Editiert am 08.12.2018 - 13:47 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.809 | Reviews: 29 | Hüte: 285

@Petra82:

Ich finde es wirklich toll, dass sich endlich mal eine Frau zu dem ganzen Thema äussert. Ich kann noch so oft beteuern, dass so ziemlich jede Frau in meinem Umfeld von dem ganzen überzogenen "Feminismus-Thema", wie auch von den ganzen anderen überzogenen Themen, genervt ist. Aber das hat nicht halb so viel Substanz, als wenn es eine Frau selbst äussert. Danke dafür.

@Kayin:

Auch von mir einen Hut für deine Ausführungen. Ich stimme dir da voll und ganz zu.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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Kayin : : Schneemann
08.12.2018 12:58 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.269 | Reviews: 2 | Hüte: 105

@raven13

Danke für den Hut.

Ja, der letzte Absatz war meine Meinung, hatte ich vergessen zu erwähnen.

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
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freeek : : Moviejones-Fan
08.12.2018 12:24 Uhr
0
Dabei seit: 14.12.15 | Posts: 35 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@Silencio

Ich halte auch nichts von Esoterik, ich finde aber bei der Darstellung der Navi und ihrer Riten hat man sich mehr von afrikanischen Kulturen und amerikanischen Ureinwohnern inspirieren lassen. Und ja es stimmt der Fortschritt wird in diesem Fall abgelehnt, verstehe aber nicht ganz warum du das so negativ siehst. Im Film wird ja gesagt, dass die Ressourcen der Erde praktisch erschöpft sind und auf Pandora könnte sich ja dann diese Geschichte wiederholen. Und überhaupt einfach der fehlende Respekt gegenüber einer neuen Welt mit all ihren Lebewesen. Oder siehst du das wirklich ganz anders?

Ja es stimmt die Story ist an sich nicht die tiefgründigste. Die Paralellen zu Pocahontas und Der mit dem Wolf tanzt sind offensichtlich. Aber das mit dem menschenfeindlich seh ich persönlich anders. Die Menschen haben auf der Erde viel falsch gemacht und sind im Begriff auf Pandora diese zu wiederholen. Dass sich so ein Muster schon oft gezeigt hat sieht man auch in der Menschheitsgeschichte. Am Ende sind es aber ja nicht alle Menschen die auf der Seite der Antagonisten stehen, nur, und das sieht man ja leider auch immer wieder, es müssen oft schlimme Dinge passieren bis der Großteil einer Gesellschaft sich wandelt und erkennt was da eig schief läuft.

Vielleicht aber zeigen die Fortsetzungen da dann einen differenzierteren Ansatz. Wer weiß, möglicherweise kommen die Menschen und die Navi am Ende des letzten Films zu einem friedlichen und respektvollen Einklang.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
08.12.2018 12:19 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 532 | Reviews: 15 | Hüte: 51

@ Kayin:

Hut für deine tolle Erläuterung, weshalb "First Man" ein extrem guter Film ist und weshalb er definitiv besser als "Black Panther" ist.

Deinem letzten Absatz kann ich nur bedingt zustimmen. Ja, es gibt diese momentane "Marvel-Formel", was vielen nicht so passt. Aber abseits von dieser Marvel-Formel gibt es meiner Meinung nach noch genügend tolle Filme, die nicht nach der Marvel-Formel entstanden sind. Aber mit der Marvel-Formel lässt sich nun einmal gut Geld verdienen, und damit werden unter Anderem auch wieder Perlen finanziert. Eigentlich finde ich, dass der Filmmarkt zur Zeit gut funktioniert und dennoch sehr abwechslungsreich ist. Ich z. B. liebe das MCU und auch die DCEU-Filme. Es gibt in meinen Augen bisher keinen schlechten Film. Black Panther ist zwar für mich nicht der beste Film des MCU, aber dennoch gefällt er mir. Und Abnutzungserscheinungen sind bei mir noch immer Fehlanzeige. Ich freue mich auch jetzt schon auf die nächste Phase nach Avengers: Endgame.

Aber nichtsdestotrotz haben diese MCU-Filme bei "Bester Film" meiner Meinung nach nichts verloren, denn dazu fehlt es ihnen an Perfektion und Tiefe. Da treten dann Filme wie "First Man" auf den Plan, die eine völlig andere Wirkung auf mich als Zuschauer haben als ein Marvel-Film.

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Petra82 : : Schneefeger
08.12.2018 11:52 Uhr
1
Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 1.841 | Reviews: 15 | Hüte: 49

@sublim78:

Ich breche mal eine Lanze für dich, als Trägerin eines Doppel-X-Chromosoms. Ich teile diese Ansicht und empfinde es ebenso übertrieben, wie seit längerem mit der Keule versucht wird, bloß ja nicht anzuecken und es allen recht zu machen. Von diesem "Überfilm" BP gar nicht erst zu reden...

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

MJ-Pat
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Kayin : : Schneemann
08.12.2018 11:24 Uhr
2
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 1.269 | Reviews: 2 | Hüte: 105

@luhp92

Ich versuche mal zu erklären, warum First Man für mich um Lichtjahre besser ist, als BP

Zuerst einmal gibt es da den Hauptcharakter, der, wie man vllt weiß, auch im wahren Leben nicht gerade der Emotionsbolzen war. Ein in sich gekehrter, abgeklärter und besonnener Mann mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Vllt war es genau das, was ihn für diese Mission qualifizierte, eben kein Draufgänger, wie Jack Yeager oder ein Macho, wie Grissom. Die Tatsache, dass er sich nach dem Tod seiner Tochter in die Arbeit stürzt und sich dadurch total auf seine Qualifikation als Astronaut fokussiert, macht ihn im wahren Leben eben genauso gefühlskalt, wie ihn Gossling auch im Film spielt. Wie du siehst, ist der Charakter NA nicht gerade ein Musterbeispiel für einen spannenden Charakter, den man in einen Film einbauen könnte. Auch die Geschichte ist jedem auf der Welt bekannt, die Unfälle, die Beinahunfälle und natürlich die Mondlandung selbst. Daraus ein spannendes Drehbuch zu schreiben, anschließend die ganze Atmosphäre zu jeder Szene richtig zu gestalten und umzusetzen, die Actionszenen nicht mit viel CGI und eher durch Kameraarbeit zu inszenieren, die Enge der Kapseln dem Zuschauer rüber zu bringen und zum Schluss noch die bekannteste und meist gesehene Abenteuerreise der Menschheit, spannend rüber zu bringen, ist in meinen Augen ein Meisterwerk des Filmschaffens.

Sorry, ein Vergleich jetzt noch mit BP passt einfach nicht, dafür ist BP einfach zu platt und unbedeutend,dass man ihn in diesem Post noch mit Argumenten unterfüttern könnte.

Wie gesagt, sowohl Hollywood als auch die Kinobesucher sind "marvelisiert", es ist fast unmöglich geworden, einen Blockbuster zu machen, ohne irgendwelche Elemente des MCU DCEU oder anderen Comicverfilmungen oder SW einzubauen.

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
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