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96 Hours - Taken 2

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96 Hours – Taken 2 Kritik

96 Hours - Taken 2 Kritik

96 Hours - Taken 2 Kritik
0 Kommentare - 24.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "96 Hours - Taken 2" ist.
96 Hours - Taken 2

Bewertung: 2.5 / 5

Nachdem Bryan Mills (Liam Neeson) seine Tochter retten konnte, arbeitet er nun als Leibwächter für einen Scheich in Istanbul. Maura Hoxha (Rade Šerbedžija), Vater des Kidnappers seiner Tochter Kim (Maggie Grace) schwört Rache für den Mord an seinem Sohn. Als Kim und Leonore (Famke Janssen) ihn Istanbul besuchen, werden Bryan und Leonore gekidnappt. Nun liegt es an Kim, ihre Eltern zu finden.

Vor vielen Jahren, als die sogenannte Shakey-Cam Einzug ins moderne Hollywood-Kino fand, waren Actionfilme in einer Krise. Wenngleich einer der Urväter Paul Greengrass sein Manko bei Die Bourne Verschwörung (2004) und Das Bourne Ultimatum (2007) bedingt durch eine inhaltliche Schwere kompensieren konnte, ging es anderen Vertretern des Genres wie etwa James Bond 007: Ein Quantum Trost (2008) weniger gut. Und so war und ist es heute noch ein ewiges Leid, über Actionfilme zu sprechen, weil das Handwerk sich ja inmitten des Turbokapitalismus stark gewandelt hat. Einer der Vertreter, dieser Zunft war seinerzeit 96 Hours – Taken 2. Nun kann man sagen, daß die Action vielleicht nicht wirklich gut ist, sie ist aber gemessen an Extremen anderer Filme auch nicht auffallend schlecht. Sie ist einfach nur da, während sie natürlich im Vergleich zum direkten Vorgänger nicht mehr diese Härte versprüht, die das Original auch in Sachen Stimmung und derlei Dingen ausgemacht hat. Irgendwie wirkt dieser Film lange nicht mehr so bedrückend, wenngleich die Gefahren die gleichen scheinen. Doch Prostitution, Folter und auch der Tod durch eine Überdosis sind nicht das, was diese Fortsetzung erhielt. Hier wird auch gefoltert, aber mehr die Nerven, als wirklich die Figuren.

Trailer zu 96 Hours - Taken 2

Nun soll das kein Plädoyer für Gewalt oder dergleichen sein, aber die Wirkung, die 96 Hours – Taken 2 erzielt ist ja nicht wirklich erschreckend. Sobald man etwas sieht, ist das eigentlich herkömmliche Action, die keinerlei Härte mehr aufweist. Klar, auch das ist relativ und immer noch von der eigenen Bewertung des Werkes abhängig. Aber man bekommt auch insgesamt den Eindruck, als ginge es diesmal gar nicht so sehr um Action oder irgendwas in der Art. Denn auch hier lässt sich der Film erstaunlich lange Zeit, bis er überhaupt seine Geschichte mal ins Rollen bringt. Das hat natürlich seine Gründe und so liegt es wohl einfach daran, daß der Film ja nicht wirklich etwas erzählt. Es gibt da so einen Vater, der will sich dafür rächen, daß Bryan Mills seinen Sohn umgebracht hat und entführt dafür Mills und dessen Ex-Frau. Die kommen sich dann dabei ein wenig näher und unterdessen versucht die Tochter das Wirrwarr zu lösen. Es scheint fast so, als limitiere sich der Film dadurch, daß er glaube nur, weil der erste Teil von Entführungen, besser gesagt dem Wiederbeschaffen von Menschen handelt, müsse es im zweiten Teil auch so laufen. Das ergibt zwar durchaus Sinn innerhalb des Films, wirkt aber auch indes wieder einmal arg konstruiert. Und das vor dem Hintergrund einer Stadt, die unübersichtlicher auf den ersten Blick gar nicht sein könnte.

Das Hauptproblem am Film stellt aber vor allem das Treiben der Figuren dar. Niemand, keiner von diesen Leuten entwickelt sich irgendwie weiter. Es wird hier mal eine kleine Romanze, oder auch größere Romanze der Tochter angedacht. Dann liebt Mills Ex-Frau plötzlich wieder Mills. Und Mills ist eben Mills. Die Antagonisten bleiben so farblos, wie im Vorgänger und auch so ein zwei Szenen mit guten Freunden von Mills wirken indes eher erzwungen, als tatsächlich sinnig innerhalb des Films. Vielleicht hätte man sich im Vorhinein zum Film auch mal die Frage erlauben lassen, ob das denn für ein Franchise überhaupt taugt. Und dann wäre man im Endeffekt vermutlich auf den Trichter gelangt, daß dem nicht so ist. Es gibt zudem halt auch nicht wirklich eine inhaltliche Aussage, die zum Weiterdenken taugt. Ja, irgendwie ist das schon blöd, wenn man sich mit irgendwelchen Menschenhändlern einlässt. Punkt, wäre ich vermutlich mit ein paar Wochen in der Bücherei und einer philosophischen Debatte mit einem Professor für Menschenrechte auch irgendwann drauf gekommen. Nein, daß ist nun wirklich mehr schwermütig, als substantiell. Zumal die globale Paranoia, die den Hauptcharakter herumtreibt auch zu keinem Zeitpunkt irgendwie kritisch betrachtet wird.

Man fragt sich wirklich, was man damit soll. Nicht falsch verstehen, 96 Hours – Taken 2 ist für seine knapp bemessene Laufzeit durchaus unterhaltsam und im Vergleich zu moderneren Actionfilmen auch noch relativ handgemacht. Wenngleich man da wirklich mehr auch darauf setzten sollte, etwas in besagtem Kernelement erkennen zu können. Auch Liam Neesons Präsenz sorgt grundsätzlich für einen Unterhaltungsfaktor. Aber irgendwie ist das alles im Vergleich doch recht halbgar.

Und so verbleibt man eher mit einem zwiespältigen Blick auf 96 Hours – Taken 2. Es ist ein Film, der nicht wirklich gut ist, aber dafür auch nicht zu lang. Filmisch völlig belanglos und hier und da mal ein wenig dämlich und uninspiriert. Das regt zwar niemanden im negativen Sinne auf, tut es aber auch nicht im positiven.

96 Hours - Taken 2 Bewertung
Bewertung des Films
510

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