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A Million Ways to Die in the West

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Family Guy erobert den wilden Westen!

A Million Ways to Die in the West Kritik

A Million Ways to Die in the West Kritik
0 Kommentare - 10.10.2014 von Hanjockel79
In dieser Userkritik verrät euch Hanjockel79, wie gut "A Million Ways to Die in the West" ist.
A Million Ways to Die in the West

Bewertung: 4.5 / 5

Eines gleich mal vorneweg: Um den Film so richtig geniessen und innerlich abfeiern zu können muss man minimum so ein halber Fan von Seth MacFarlanes Humor sein, der zugegebener Maßen schon in den TV Serien American Dad und Family Guy sowie dem Ted Film mit dem moralisch versauten sprechenden Plüschteddy des öfteren über die Strenge schlägt, explizit im Fekalienbereich. Hat man damit aber kein Problem und lässt sich darauf ein bekommt man meiner Meinung nach den Top Lacher Film 2014 geliefert und einen der lustigsten Filme mit dem Thema wilder Westen überhaupt. Der wilde Westen und seine ganzen Klitschees werden von Seth MacFarlane sehr intensiv durch den Kakao gezogen, was schon damit anfängt das seine eigene Hauptrolle Albert den wilden Westen hasst wie die Pest und ihm am liebsten entfliehen möchte. Kein Wunder, so ist er doch ein über alle Maßen chaotischer Schafzüchter der seine Schafe so rein gar nicht unter Kontrolle hat. Da macht es sich schon mal das ein oder andere Schaf auf dem Dach seines Hauses bequem oder sie verdienen mit Prostitution mehr wie als Nutztiere und das auf freiwilliger Basis. Der eigentliche Top Star des Filmes ist aber Charlize Theron in ihrer Rolle als Anna die ich in so einer dermaßen lustigen Rolle noch nicht erlebt habe. Das geht schon richtig gut ab und man kann so gut wie gar nichts dazu verraten, außer das sie der ganzen Situation im wilden Westen, besonders ihrem verhassten Ehemann eine gewisse sagen wir es mal treffend "blumige Arschnote" verleiht. Wer es gesehen hat wird wissen was ich meine. Ich hatte gestern Bauchweh und Tränen in den Augen vor lachen. Dazu noch Therons herliche Selbstironie: "Ich sehe aus als hätte mich Jane Austin von oben bis unten vollgekotzt." Oder Amanda Seyfields Rolle als egoistisch selbstherliche Louise, die auf lustig bösartige Weise sogar meine Meinung über die Schauspielerin selbst wiederspiegelt. Selten war mir Seyfield einfach wirklich mal sympatisch. Außerdem gibt es in dem Film drei hochrangig besetzte Cameo Auftritte von den zwei davon solch einen enormen Fanservice für Filmkenner bieten, wie man ihn selten bis gar nicht gesehen hat in all den Jahren des Blockbuster Kinos. Die letzte Zeit z.b. ist ja immer die Rede davon das mittlerweile fast jede große Filmfirma ihr eigenes Filmübergreifendes zusammenhängendes Universum plant. Alleine diese beiden extrem coolen kurzen Cameos, die mich in den Film so begeistert haben, stellen viele der Planungen der Studios schon in den Schatten und man möchte am liebsten nach dem Film genau das weiter ansehen und wünscht sich das Seth MacFarlane mal sein eigenes Crossover auf die Beine stellt. Auch hier kann ich nichts zu verraten. Die Cameos sind einfach zu geil und machen mächtig Spass und Eindruck, als das man nur das geringste Spoilern könnte. Während dem Film wird auch klar warum der Film "A Million Ways to Die in the West" heißt. Die Leute sterben echt die unmöglichsten und dämlichsten Tode, so das alleine so etwas schon für sehr makaber angehauchte Lacher sorgt. Man sollte diesbezüglich etwas vertragen können an schwarzem Humor, besser sogar noch besonders auf den englischen schwarzen Humor stehen. Ja sogar eine mit Special Effects nur so vollgepackte und perfekt animierte Traumwelt bietet der Film den Zuschauern, in der man den wilden Westen als auch die Schafe von Albert in Situationen erlebt, wie man sie so noch nie gesehen hat und nicht im Traum daran hätte denken können das jemand auf solche Ideen kommt es so zu zeigen. Das sind so die richtig intensiven beeindruckenden Pluspunkte des Films die ihn für mich noch um eine ganze Ecke besser machen als MacFarlanes Vorgängerfilm Ted, der dagegen schon wie ein schlechter Film wirkt, bedenkt man den Grad der Steigerung. Den riesen qualitativen Unterschied zu Ted bringen halt auch die ausgesuchten Schauspieler mit rein, die sogar bis hin zu den Cameos absolut Top besetzt sind, so das ich einfach sagen muss, auch wenn ich gleich noch etwas zu bemängeln habe, dass man den Film als Fan von Comedy Sendungen von Pro 7 und Comedy Central einfach gesehen haben muss. Eine absolute Comedy Highlight Rolle hat z.b. "How I met your mother" Star Neil Patrick Harris als Foy, der mir auch schon in den beiden Realfilmen zu "Die Schlümpfe" von Sony sehr gefallen hat, nur hier gefällt er mir am besten in einem Film bisher, auch wenn es für seine Filmrolle teilweise "richtig scheisse" läuft. Überhaupt bringen sich die Top gecasteten Schauspieler in den Film ganz bewusst in so komisch peinliche Situation das man sich echt nur beeindruckt davon fragt: Mein lieber man, das die sich für sowas hergeben, respekt an Seth MacFarlane das er die Leute überreden konnte so etwas für ihn mit sich machen zu lassen! Jetzt zu meinem eigentlich kleinen Kritikpunkt, der aber immerhin dafür sorgt das ich, obwohl ich von dem Film schwärmen könnte bis ins nächste Jahrzehnt, doch einen halben Punkt abziehen muss. Seth MacFarlanes Humor ist wie immer. Das macht vor allem ganz speziell seine Rolle als Albert deutlich und etwas berechenbar bzw. vorhersehbar wie er handelt oder welche Art von dummer Bemerkung gleich wieder kommen wird/kommen muss. Ein Family Guy im wilden Westen halt, der ab und zu ausgerechnet (oder zum Glück, je nachdem) weniger witzige Situationen so tod redet, das man denkt: Komm ist gut jetzt, nächste Szene bitte, danke. Auch an Family Guy typischen Furz Witzen und Ekelhumor wird nicht gespart. Das führt alles dazu das Leute die American Dad und Family Guy als TV Serien schon nicht leiden können auch diesen Film höchstwahrscheinlich hassen werden. Jedenfalls eher als ihn zu mögen. Auch macht MacFarlane zum Teil den Fehler wie viele Regisseure altbewährtes mit Lieblingsdarstellern neu aufzukochen, so das man sich daran langsam satt gesehen hat. So bringt Giovanni Ribisi (Edward) z.b. eine ähnliche Tanzeinlage wie im Film Ted und ein weniger guter Cameo von den insgesamt dreien ist auf ähnliche Weise aus dem Ted Film von dieser Wiederverwertung auch betroffen. Für Nicht Fans vom ziemlich derben Seth MacFarlane Humor sind das mit Sicherheit Stimmungskiller. Ich finde es zwar schade, kann aber auch absolut nachvollziehen wenn es halt so ist wie es ist, da sich MarFarlane ganz bewusst intensiv um seine Fanbase mit dem Film kümmert. Ich würde mir auch von MacFarlane wünschen das er dieses "auf manchen Witzen rumreiten bis sie absolut nicht mehr witzig sind" einfach mal lernt zu lassen, aber was solls, lassen sich denn andere Regisseure ändern oder lernen mal dazu? Ich habe noch keinen gesehen der von seiner Art Filme zu machen abweicht. Im Grunde genommen muss ich aber als Fazit sagen: Wer diesen Film nicht sieht verpasst, so paradox das auch klingen mag, alleine schon wegen zweier Hammergeiler Cameos die einen Filmuniversen übergreifenden Eindruck hinterlassen, als auch wegen einer Charlize Theron und Liam Neeson in ihren bis jetzt lustigsten Rollen, einen super Comedy Film. Für mich der einzig echte reine Comedyfilm in 2014, wo ich so richtig herzhaft lachen konnte, abgesehen von Guardians of the Galaxy natürlich aber der will ja auch nicht nur Comedy, sondern ein Space Cowboy Abenteuer in bester Han Solo Manier sein bzw. ist eine Comicverfilmung, also ein völlig anderes Genre. Um es deutlicher zu machen: Family Guy, American Dad, Ted, wenigstens etwas davon sollte man mögen sonst ist der Film absolut nichts für ihn oder sie. An alle anderen: Lasst euch dieses Comedy Highlight nicht entgehen. Alleine die beiden endgeilen Cameos haben schon jetzt Filmgeschichte geschrieben für mich und Charlize Theron, Liam Neeson, Neil Patrick Harris und Seth MacFarlane sind jeden Cent dafür wert.

A Million Ways to Die in the West Bewertung
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910
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