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Avatar - Aufbruch nach Pandora

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Avatar - Re-Re-Release in 3D

Avatar - Aufbruch nach Pandora Kritik

Avatar - Aufbruch nach Pandora Kritik
0 Kommentare - 05.10.2022 von Duck-Anch-Amun
In dieser Userkritik verrät euch Duck-Anch-Amun, wie gut "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ist.
Avatar - Aufbruch nach Pandora

Bewertung: 3.5 / 5

Hier ne kleine Kurzkritik, da es der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten dann doch verdient hat nicht nur in einem Kommentar erwähnt zu werden. Im Rahmen des Re-Releases hab ich mir den Fillm nämlich mal wieder angeschaut - dieses und zum ersten Mal allerdings in 3D.

Wenn ich an meine fast 10 jährige Tätigkeit hier auf Moviejones zurückdenke, dann könnte ich das Bild vermittelt haben, dass ich James Cameron Avatar nicht positiv gegenüber stehe. Vielleicht würden manche User mich nach unzähligen Diskussionen sogar als Hater des Films bezeichnen. Dem ist allerdings nicht so. Ja, ich finde nach wie vor, dass dieser immense Erfolg des Films so nicht wirklich gerechtfertigt ist. Cameron hat es sich da sehr einfach gemacht und sich sehr auf den technischen Aspekt des Films konzentriert. Im Gegenzug blieb die Handlung ein Best Of bekannter Filme, wo eine zivilisierte Bevölkerung auf ein indigenes Volk trifft. Selbst die oft so gelobte Kreativität ist eigentlich nur ein Spiegelbild unserer Erde - kombiniert mit anstöpseln (um uns die Verbundenheit der Na´vi mit dem Holzhammer zu zeigen) und fliegenden Steinen. Zoologen könnten ja sogar behaupten, dass das Aussehen der Na´vi konträr zur kompletten Entwicklung der sonstigen Fauna verlief und somit keinen Sinn ergibt^^

Trailer zu Avatar - Aufbruch nach Pandora

Nee im Ernst, die Story ist bekannt, die Schurken "übertrieben" Bond-mäßig böse und die namensgebende Avatar spielen keine Rolle. Anders als Marvel-Filme, Herr der Ringe, Harry Potter oder Star Wars gehört der Film in meinem Repertoir auch nicht zu den "Klassikern", die ich quasi jedes Jahr anschaue.
Warum dies so ist, kann ich nicht mal wirklich erklären. Es sind wohl zu viele Entscheidungen im Unterbewusstsein, die mich nicht wirklich mitfiebern lassen. Es beginnt ja schon bei diesem gesamten Plan der Menschen die Bevölkerung zu umgarnen indem man Avatar in ihr soziales Gefüge integriert - diese Avatar aber eindeutig sich wie Menschen verhalten und kleiden und somit von Beginn an Akzeptanz Probleme haben. Dieses unglaublich kostspielige Experiment endet dann so oder so damit, dass der Mensch die Na´vi und ihre heiligen Orte wegpustet - nur hat man in diesem Szenario Milliarden und Zeit vergeudet. Dafür, dass Cameron sich so viele Jahre Gedanken machte (unterstell ich ihm mal, da er für die Fortsetzung ja nun ebenfalls 13 Jahre brauchte), wirkt es letztendlich nur wie ein cooles Gimmick, indem blaue CGI-Figuren in einer CGI-Umgebung sich besonders für das 3D eignen.

Natürlich kann man dies nun Nitpicking bezeichnen, trotzdem sind es diese kleinen Dinge, die mich irgendwie immer davon abhalten, den Film anzsuchauen. Letzte Woche war es dann doch so weit, der Re-Re-Release erschien in einer begrenzten Kinoanzahl. 2009 hatte ich es verpasst den Film in 3D anzuschauen, den Re-Release 2010 hatte ich nicht auf dem Schirm und erst durch den Erfolg von Avengers - Endgame (wurde der Film da nicht nochmals kurz in den USA gezeigt?) tauchte Avatar wieder öfters in gesprächen auf. Deshalb wollte ich nun die Chance nutzen, den Film auch in 3D anzuschauen (dazwischen immer mal wieder auf DVD, Anm. der Ente).

Und ja, es hilft tatsächlich und macht den Film irgendwie auch besser. Es ist tatsächlich das beste 3D, welches ich je gesehen habe. Wären alle Filme in diesem 3D - ich könnte vielleicht sogar mit dieser Technologie leben und öfters einen Preisaufschlag zahlen. Und doch ist da eine Stimme in mir die sagt, dass dies alles eine nette Spielerei sei, den Film aber nicht wirklich besser macht. Auch dies klingt wieder negativer als es gemeint ist und trotzdem fehlt der letzte Funke. Mehr als einmal kam mir der Gedanke wie dieser Film hätte sein können, wenn Cameron ein real-historisches Epos auf die Leinwand gezaubert hätte - mit ähnlichen Themen und dem gleichen gehobenen Zeigefinger, ohne aber eine künstliche Welt für die Kritik zu erschaffen. Wusste Cameron, dass Jahre später allein der Begriff Indianer bei einigen Leuten schon für Schnappatmungen sorgt und wollte er ein zeitloses Werk schaffen? Oder war ihm doch dieser technologische Fortschritt wichtiger?

Letztendlich wird Avatar nie zu meinen absoluten Lieblingen gehören. Trotzdem konnte ich den Film nach jahrelangem Verzicht nun auf der Leinwand, mit der immer noch tollen Musik und diesmal in überragendem 3D genießen. Aufgrund des Kinoerlebnisses wären sogar 4 Hüte möglich - aber ich weiß, dass es womöglich wieder Jahre dauern wird, bis ich mir den Film nochmals anschauen werde und dann wieder Kritikpunkte finde. Wie diesmal, dass diese Pferde einfach genauso klingen wie die Raptoren aus Jurassic Park ^^

Avatar - Aufbruch nach Pandora Bewertung
Bewertung des Films
710

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