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Batman Begins

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Der Auftakt einer unglaublichen Trilogie

Batman Begins Kritik

Batman Begins Kritik
1 Kommentar - 06.03.2022 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Batman Begins" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Batman Begins ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2005 und der Auftakt der sogenannten The Dark Knight Trilogie von Christopher Nolan. Diese Kritik ist voller Spoiler.

Wie die Zeit doch vergeht. Im Sommer dieses Jahres ist Batman Begins schon 17 Jahre alt. Eine Zeit in der sich in der Filmwelt sehr verändert hat. Franchises waren Anfang/Mitte der 2000er langsam im Kommen, hatten aber noch nicht dieses Ausmaß wie heute. Es gab deutlich weniger Produktionen, keine Streaminganbieter, keine Smartphone, keine sozialen Netzwerke in der heutigen Form und vor allem hielt 2005 kein Mensch Batman für cool.

Trailer zu Batman Begins

Die Joel Schumacher Filme 1995 und 1997 haben dafür gesorgt, dass es kein großes Interesse an dem dunklen Ritter gab. Trotzdem wurde eine Neuverfilmung angekündigt und im Jahr 2004 wurden erste Bilder geleakt, welche Eindrücke vom neuen Batmobil zeigten. Der Panzer sorgte für viel Skepsis und man wusste nicht so recht, was man von diesem Film halten sollte. Christopher Nolan war zu dieser Zeit unbekannt. Cineasten haben Memento und Following wahrgenommen, einige sahen Insomnia. Aber die breite Masse wusste nicht, wer das ist.

Das Ergebnis im Jahr 2005 ist bekannt. Der äußerst realistische Ansatz wurde weltweit gefeiert und geschätzt. Zwar war Batman Begins kein großer Klassenschlager, aber ein Achtungserfolg für Nolan und er bereite den Weg für den Auftakt einer beispiellosen Trilogie, welche ihren Höhepunkt drei Jahre später mit The Dark Knight feiern sollte. Batman war wieder beliebt, er wurde sogar zum Kultobjekt.

Die einzelnen Filme der The Dark Knight Trilogie haben unterschiedliche Schwerpunkte. Batman Begins beschäftigt sich damit, die Beweggründe für Bruce Wayne zu legen, warum er so eine wahnsinnige Idee bekommt. Dabei wird natürlich der tragische Tod seiner Eltern gezeigt, aber Bruce Motive sind vielschichtiger. Sinnt er zunächst nach Rache wird ihm durch Freundin Rachel bewusst, dass Rache Probleme nicht löst, dass man von ihr aufgefressen werden und sich in ihr verlieren kann. In seinem selbstgewählten Exil lernt er, dass es wichtig ist seine Ängste zu erkennen, sich ihnen zu stellen. Die eigenen Ängste treiben Batman an, zeitgleich richtet er sie gegen seine Widersacher. Unterstrichen werden soll das durch Theatralik. Mit dieser Theatralik möchte er nicht nur die Furcht der Gegner stärken sondern ein Symbol schaffen.
Denn Bruce Wayne glaubt an seine Stadt, an die Gesellschaft und an die ehrlichen Bürger. Mit einem Symbol mag er den Menschen etwas zum Aufschauen geben, eine Leitfigur in düsteren Zeiten.
Exemplarisch dafür der Junge am Balkon, welcher Batman zufällig entdeckt. Dieser Junge steht sinnbildlich für John Blake, welcher ca. 10 Jahre später in Batmans Fußstapfen tritt.

Geschützt wird Bruce in seiner Jugend vor allem von seinem Vater Thomas Wayne. Es ist seine Leitfigur, er schaut zu ihm auf. Thomas Wayne steht für alles aufrichtige, woran Bruce später glaubt und wofür er sich selbstlos aufgibt. So stark wie diese Figur in Batman Begins geschrieben ist, so sehr kann man über Thomas Wayne in Joker den Kopf schütteln. Aber das ist ein anderes Thema.
Wenn man den Vater lobt muss man den Umgang mit der Mutter jedoch kritisieren. Hier sieht man relativ gut, was Nolan insbesondere früher vorgeworfen wurde. In seinen Filmen war oft wenig Platz für starke Frauen. Martha ist eine Randfigur und hat für Bruce kaum eine Bedeutung. Erst durch den dritten Film bekommt sie ein kleines bisschen Futter.
Trotzdem gibt es eine zweite prägende Leitfigur an Bruce Seite: Alfred. Der treue Butler sorgt sich einerseits selbstlos um den Wayne Nachkömmling, das hält ihn aber nicht davon ab, ihn in vielerlei Hinsicht zu kritisieren und zu hinterfragen. Trotzdem nimmt man Alfred zu jedem Zeitpunkt ab, dass ihm Bruce wichtiger ist als alles andere und dass er an ihn glaubt und ihn bei aller Kritik respektiert. Das als kleine Andeutung zum kürzlich gestarteten The Batman.

Es ist spannend zu sehen wie Bruce sich nach seiner Rückkehr nach Gotham zunächst ein Lagebild macht. Wer ist mit wem verbandelt? Wer hat welchen Einfluss? Wem könnte er vertrauen? So wird Jim Gordon zu seinem wichtigsten Verbündeten im aktiven Kampf gegen das Verbrechen.
Ebenso spannend ist anzusehen wie damals scheinbar nebensächlich Elemente platziert werden, welche für die späteren Filme wichtig wurden. Beispielsweise konnte erst durch den Börsengang in Batman Begins die Firma im dritten Film Pleite gehen. Ebenso erfahren wir nebensächlich, dass schon in diesem Film an verschiedenen Umweltprojekten gearbeitet wurde. Der Fusionsgenerator lässt grüßen.

Batman Begins zeigt nicht nur, dass die Eltern von Bruce ermordet wurden und er nach Vergeltung aus ist. Der Film baut ein vielschichtiges Bild für Bruce Motive und seine Glaubenssätze auf. Mit diesem Film kann man verstehen, warum er in The Dark Knight blind seiner Stadt vertraut sich nicht gegenseitig in die Luft zu jagen und man versteht ebenso, wie selbstlos er in The Dark Knight Rises in das anarchischste Gotham zurückkehrt um das Terrrorregime zu stoppen. Der Filmname mag auf dem ersten Blick einfallslos klingen, aber tatsächlich ist Batman Begins mehr als eine 0815 Auftaktstory.

Batman Begins Bewertung
Bewertung des Films
910

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
06.03.2022 23:35 Uhr
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Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.429 | Reviews: 153 | Hüte: 457

Im letzten Jahr hatte ich Kritiken zu The Dark Knight und The Dark Knight Rises geschrieben. Zu Batman Begins kam ich nicht so recht. Aber The Batman hat mich die Woche etwas angetrieben und hier also auch meine Kritik zum ersten Film der Trilogie. Wieder mit ein paar anderen Schwerpunkten.

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