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Black Panther

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Die Katze zeigt ihre Krallen

Black Panther Kritik

Black Panther Kritik
0 Kommentare - 28.02.2018 von theduke
In dieser Userkritik verrät euch theduke, wie gut "Black Panther" ist.
Black Panther

Bewertung: 5 / 5

Kritik ohne Spoiler.
Die Katze kann kratzen und fauchen.

Kann die Katze wirklich zubeißen und krallen? Ja das kann dieser Kater, und nicht nur er, sondern auch sein Gefolge, denn unüblich ist es kein weißer Marvel Held, dessen Gefolge fast aus weißen (und einem grünen Helden) Männern und wenigen Frauen begesteht, sondern genau anders herum. Eben halt total Black Cast, mit einer Vollbesetzung aus Frauen und Mädels, die alle mehr als nur taff sind. Wo Warner Bros. mit DC Wonder Woman bereits 2017 vorlegte, sie aber ihre weibliche Gefolgschaft bald hinter sich gelassen hat, trumpft Blacky durch den kompletten Film mit kraftvoller durchgehender Weiblichkeit auf. Ist der Kater rollig? Das werde ich hier sicher nicht verraten, die Miezen sind es auf jeden Fall, und diese pflegen ihr Fell.

Grobe Inhaltsangabe lasse ich weg, denn die dürfte ja schon bekannt sein.
Auch auf die Schauspieler gehe ich nicht ein, denn dieser Besatz benötigt soviel Lobesworte, die diese Kritik sprengen würde. Hier spiegeln sich zum ersten mal nur meine Eindrücke wieder, wo immer noch mein Herz pocht.

Ein Traum ging in Erfüllung. Nachdem ich vor ca 45 Jahren das erste mal ein Black Panther Comic in den Händen hielt, war ich ein Fan dieser Mieze, denn er gehörte in meine pers. Rangliste damals schon zur Oberliga der Superhelden. Es stand auf der selben Stufe wie Batman, Spider, Thor, Green Lantern oder Arrow.
Als Kevin Feige vor ca 4 Jahren zukünftige MCU Filme ankündigte und diese Raubkate dazu gehörte, war es um mich geschehen.
Feige drohte Disney dann mit seiner Kündigung und mir ahnte schlimmes, doch wie bekannt, wende sich ja alles nun zum Guten.

Da der Film in unserem Kino nicht als 2D Version lief, war die Wartezeit natürlich ewig lange, doch diese ist seit Heute nun vorbei.
Um die Trailer 2017 kam auch nicht nicht herum, die Spannung in mir war zu groß, doch entstanden durch diese Clips auch leichte Zweifel und Enttäuschungen, weil er viel SciFi zu besitzen schien, sowie Raumschiffe und Superwaffen. Wo ist meine Dschungelkatze, wo mein Afrika, wo die Wildnis, der Dschungel, die "Serengeti" die ich noch aus den Heften kannte.
Das MCU ging zudem, seit dem zweiten Teil der Guardians in eine kindliche Schiene die mir absolut nicht mehr gefiel. Wird diese Linie nun wieder beibehalten?
In einem Interview zum Film sagte Ryan Coogler klar und deutlich, er habe im Vorfeld viele Reisen nach Afrika unternommen um Eindrücke über diesen Kontinent zu sammeln, die Gepflogenheiten der Einheimischen, die Kultur und die Bräuche kennenzulernen. Ich hakte das als typische Filmwerbung ab.
So manche Kritik bemängelte auch die Filmmusik, ebenso wieder einen typischen 08/15 Bad Boy und nicht ganz gelungene Computer Effekte.
Auch das man sich nicht an die Comics hält.

Das Kino verdunkelte sich. Eine liebevolle Vaterstimme erklärte die Urgeschichte und die Entstehung des Landes Wakanda. Ein kleiner Bub stellte seinem Vater Fragen und hörte ihm zu. "Ein Meteor schlug auf unser Land, die Vorfahren untersuchten ihn, und bemerkten welche Kräfte ihn ihm steckten. Stämme bekriegten sich. Menschen wurden von Dämonen beeinflusst, bis Krieger zu dem Gott Panther sprach und dieser Mann zum ersten Black Panther wurde, und sich 4 Stämme um sich scharte. Nur ein Volk wehrte sich immer wieder. Andere Völker kamen auf unseren Kontinent, es gab Kriege, jeder versuchte an das Vibranium zu gelangen, so schotteten wir uns ab, und versteckten Wakanda von der Außenwelt" (ist nur mein grober Umriss des Intro)
Marvel hat selten solche gute Intros, wenn dies nicht sogar das beste aller Filme war.

Der Film hatte kleine aber gute Rückblenden, ohne das der Zuschauer denken könnte, man möchte mit Rückblenden nur Story sparen und Filmlängen gewinnen. Also kein Aufwasch von Civil War zu sehen.

Meine Frau weiß wie nah ich am Wasser gebaut bin, aber so hat sie mich auch noch nie erlebt. Es gab doch keine Trauer, keine Hochzeit, sondern nur afrikanischen Gesang. Was also ist denn mit mir los? Sie konnte es nicht wissen, wie sehr mein Herz an diesen Helden aus meiner Comic Kindheit hängt. Folgende Szenen waen dafür verantwortlich.
T´Challa kehrt mit Okoye und Nakia im Shuttle nach Wakanda zurück, fliegt durch eine Wasserfallschlucht 8welcher mich sehr an die Victoria Falls erinnert) und steigt daraus empor um auf dem Wasser zu landen. Danach die Versammlung von nur 3 von 4 Völker von Wakanda um an der Krönung ihres neuen Königs T´Challa teilzunehmen. Die total gelungene afrikanische Musik, die mich ein wenig an König der Löwen erinnerte, erreichte mein Herz.


Plötzlich tritt das vierte Volk ans Tageslicht. M´Baku, Anführer des Volkes Jabari fordert vor der entgültigen Krönung T´Challa zum Kampf heraus.
Schei. ist das gei... gelungen. Das ist mein Black Panther, das ist mein Afrika aus den Comics. Ich hatte Gänsehaut und Tränen, also Brille runter ..schnief, schnief.
Es war dieses Identische Gefühl aus meinen Kindertagen.
Selten das ein Regisseur im Vorfeld nicht übertrieben hat, denn von A-Z hatte Ryan hier echt eine steile Nummer abgeliefert

Immer wenn es mal fast zu sehr ins SciFi abrutschen, war diese seichte, manchmal auch bedrohlich afrikanische Musik zu hören und die Optik wechselte auch wieder total in Richtung Brauchtum, urige Folklore Kleidung und i.d. afrk. Kultur.


In den Trailer wirkte die gezeigte Stadt recht unpassend, im Film jedoch erkennt man wie die Stadt Birnin Zana von der Optik her doch einen gwissen Hauch und Flair von Afrika besitzt, ohne zu sehr fortgeschritten zu wirken. Ein kleines bisschen Augenzwinkern konnte ich mir aber trotzdem nicht verkneifen, weil mich Birnin ein wenig an ein kleines Coruscant (SW) erinnerte. Ist aber mit einen lieben Schmunzeln gemeint.
Auch der oft bemängelte moderne Soundtrack den man bei der Verfolgung von Klaw zu hören bekam, fand ich genial gelungen, wobei ich kein Fan solcher Musikstücke bin. Selbst der Abspann steckte voller Musik der es in sich gehabt hat.
Hier wurde echt die Waagschale gehalten.
Die Kleidung, der Look, die Farben, der typische Teller im Mund (der ja real bei afrikanischen Völkern üblich ist) war gigantisch gut gemacht und traf wieder passend den schwarzen Kontinent. Was wohl nur wenige Zuschauer bemerkt haben dürften, war ein Nama Buschmann Akzent mit den Klicklauten bei der Aussprache.

Die überlegene Technik des geheimen Staates wurde gut in die Story eingebunden, erklärt und umgesetzt, ohne daß diese übertrieben wirkte.
Fehler an den Computer Effekten konnte ich keine erkennen. Klar sah man es, wenn T`Challa an der Kante des Wasserfalles stand und der Hintergrund Unreal schien, doch es wirkte nicht störend.
Die Stunts konnten sich durch die Bank sehen lassen, und selten das man in Filmen solche Solo Kämpfen zu sehen bekommt, wo der Regisseur verschiedene Kampfstile einstudieren ließ. Capoeira, Moringue waren deutlich eingebunden.

Was die typischen MCU Bad Boys angeht, die Marvel Disney in fast allen MCU Filmen einfach nur abrattert, weil diese eben mal wichtige Gegner in den Comics waren, kann sich auch die Katze nicht dagegen sträuben.
Hatte Ulysses Klaw doch schon bei AoU (oder nicht auch schon eine kleine Rolle bei Winter Soldier?) einen Auftritt, wurde ihn hier fast ein bisschen zuviel Augenmerk gewidmet, die man besser in einen Killmonger Jadaka hätte stecken müssen, aber das ist hier wirklich nur eine sehr kleine Kritik. Der Hintergrund, die Beweggründe von Erik Stevens waren besser hinterleuchtet, als so mancher anderer Bösewicht des MCU, etwas mehr wäre aber trotzdem noch einen Tick besser.

Über die Andeutung nach dem Abspann sage ich nichts, weil dieser Auftritt von .. schockte mich postiv, und könnte das werden, was ich schon seit 3 Jahren immer wieder sagte. Ein neuer Stern am Himmel der seine eigene Scheibe bekommt.

Guter Humor ist, wenn man den Zuschauer nicht zum lachen zwingt. Diese Satz sollte sich mal Gunn / GotG V2 und Waititi /Thor Ragnarok auf die Stirn schreiben, den Coogler voll und ganz beherrscht. "Prinzessin Shuri bezeichnet Agent Ross ohne Absicht als Koloniator" Kinder wollen das Shuttle bei Ebay verkaufen, oder die kleine Anlehnung an James Bond und Q usw usw. Es sind kleine Witze die endlich mal wieder nicht kindisch ohne Hirn wirken.

Der Film greift endlich mal wieder Marvel Aspekte auf, wo Helden sich selber hinterfragen und nicht nur Held sein wollen. Eine Figur, der seine Gegner aufsucht und um Hilfe bittet. Ein Agent Ross, der unfreiwillig zum Randhelden wird, ein N´Jadaka der seine Fehler einsieht, eine Garde die ihre Seite wechselt, ein M´Baku der über seinen Schatten springt, und der Film auch mal falsche Fährten legt. In meinen Augen hat Regisseur hier bestimmt die MCU Vorgängerfilme angeschaut, Fan und Filmkritiken betrachtet, sich belesen, und die Fehler anderer Regisseure vermieden.

Points. Während der langen Heimfahrt, redeten wir beide lange über den Film. Wieder ein Held den sie nicht kannte. Die Trailer sah sie sich vorher ja auch an, dachte aber, der BP reiht sich in das bekannte Schema ein. Das er dann so heiß und anders sein wird, mit dieser ungewöhnlichen Geschichte, dem Erzählstrang, diese Optik und sogar noch ein Blick auf die Natur und die Schönheit dieses Landes, damit hat sie nicht gerechnet.
Diesen Worten schließe ich mich an. Alleine die Traumsequenzen von T´Challa zu Chaka, wo die "Geister Panther in der Schirm Akazie sitzen, mit dieser dämmernden Hintergrundkulisse sind es wert den Film zu sehen.
Volle Punktzahl von uns beiden, und zwar in allen Kategorien.

Übrigends hat das Spielcassino von Busan einerseits ein Kopfgeld ausgsetzt und ein Hausverbot fürn Herrn Stan Lee ausgesprochen, der dort eine Unmenge an Chips gestohlen hat.

Black Panther Bewertung
Bewertung des Films
1010
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