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Deadpool 2

Kritik Details Trailer Galerie News
X-Men heißt Familie

Deadpool 2 Kritik

Deadpool 2 Kritik
5 Kommentare - 22.05.2018 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92, wie gut "Deadpool 2" ist.
Deadpool 2

Bewertung: 3.5 / 5

"Deadpool 2" ist ein Film für Leute wie mich, die mit dem ersten "Deadpool" nicht allzu viel anfangen konnten.

Während sich Teil 1 noch an einer Dekonstruktion des Superheldenfilms versuchte, nur um dann doch dem gleichen Schema zu folgen, leugnet Teil 2 sein Dasein als Superheldenfilm nicht und kann deswegen viel befreiter aufspielen als sein Vorgänger. Szenen mit dem Durchbrechen der vierten Wand und parodistische Elemente (Highlight: "James Bond: Skyfall") lassen sich hier natürlich trotzdem finden, fügen sich allerdings organisch und humoristisch-effektiv in die Handlung ein und halten sich insgesamt angenehm in Grenzen. Ansonsten ordnet "Deadpool 2" glücklicherweise nicht alles dem Humor unter, sondern findet auch Platz für Dramatik, nimmt seine Charaktere ernst und hinterfragt sie, im Gegensatz zu Teil 1 atmet Teil 2 den Geist der X-Men-Filme.

Mein Lieblingszitat aus dem Film in abgewandelter Form: "Deadpool ist ein Mensch, der seinen Schmerz durch das Prisma des Humors filtert."

Nach einem tragischen Verlust möchte Wade Wilson am liebsten sterben, nur wie soll das funktionieren, wenn seine Superkraft ihn zur Unsterblichkeit zwingt? Seine Superkraft entpuppt sich letztendlich als seine größte Schwäche. Angelehnt an "Und täglich grüßt das Murmeltier" stellt "Deadpool 2" die Frage, wie oft man sterben bzw. sein Leben verändern muss, bis man mit seiner Liebe wiedervereinigt wird, Frieden mit sich selbst und der Trauer gefunden hat und zu einem besseren Menschen geworden ist. So arbeitet Deadpool z.B. als X-Men, geht ins Gefängnis und möchte den gefolterten und seelisch gebrochenen Teenager Russell Collins (Julian Dennison, "Hunt for the Wilderpeople") vor dem Wahnsinn und Mordabsichten bewahren. *SPOILER*: Die Gruppe aus alten Freunden, neuen Kollegen und erbitterten Feinden wächst zu einer Familie zusammen und ohne es zu wissen oder zu wollen, schenkt sie Wade Wilson neue Lebenskraft und bewahrt ihn vor dem Suizid. *SPOILER ENDE*

Wie ich es schon zu "X-Men: Apocalypse" schrieb:
X-Men heißt Familie <3

Prinzipiell lässt sich "Deadpool 2" sehr gut mit "Thor: Ragnarok" vergleichen. Ein Film mit dem Herzen am rechten Fleck, der sich hier und da über das Mutterfranchise lustig macht und ein alternatives Heldenteam anbietet. Die X-Force sind die Revengers des XCU, wenn man so möchte mit Deadpool als Thor und eine Kombination aus Colossus und Cable (klasse wie immer: Josh Brolin) als Hulk, Domino (Zazie Beetz, "Atlanta") ist abseits davon definitv die Schwester im Geiste von Valkyrie!

Nach dem ersten Teil, den Trailern und dem sonstigen Marketing zur Fortsetzung sowie David Leitchs "Atomic Blonde" hätte ich es nicht für möglich gehalten, nach den ersten gelesenen Kritiken (u.A. jene von Moviejones) hegte ich Hoffnungen und nun kann ich es bestätigen: "Deadpool 2" ist ein guter Superheldenfilm, den es sich lohnt anzusehen!

Deadpool 2 Bewertung
Bewertung des Films
710
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5 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
23.05.2018 16:08 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.037 | Reviews: 130 | Hüte: 314

@Tarkin

Ich habe auch erst im Nachhinein darüber gelesen (Abspann, Internet), bei der Zweitsichtung konnte ich dann Brad Pitt erkennen und mit etwas Wohlwollen auch Matt Damon und Alan Tudyk. Die beiden waren hinter ihren Masken schon sehr gut versteckt^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Tarkin : : Moviejones-Fan
23.05.2018 10:43 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 656 | Reviews: 0 | Hüte: 8

Ach ja, die Ankuftsszene! Mehr Terminator ging nicht.

Ich habe weder Matt Damon erkannt noch Brad Pitt als Vanisher in der Stromleitung. laughing

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luhp92 : : BOTman Begins
23.05.2018 02:09 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.037 | Reviews: 130 | Hüte: 314

@Tarkin

Oder die Ankunftsszene von Cable, in der er die Rednecks Matt Damon und Alan Tudyk nach dem Jahr fragt und ihnen danach den Wagen stiehlt.

Ich mochte Russell, das liegt unter Anderem aber auch an seinem Schauspieler Julian Dennison, der mir schon in Taika Waititis "Hunt for the Wilderpeople" gefiel. Den Namen Firefist finde ich albern^^

Danke für den Hut!

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Tarkin : : Moviejones-Fan
23.05.2018 01:19 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 656 | Reviews: 0 | Hüte: 8

Die eine Szene in der Cable in seinem Zimmer sitzt und einen Drink nimmt, kommt auch optisch sehr nah an Terminator 1 heran. War wohl Absicht.

Mir persönlich war Firefist sehr unsympatisch. An Wades Stelle hätte ich Cable geholfen den kleinen Nervtöter zu entsorgen.

Deine Kritik ist superb.

Hut!

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luhp92 : : BOTman Begins
23.05.2018 00:29 Uhr | Editiert am 23.05.2018 - 00:59 Uhr
1
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.037 | Reviews: 130 | Hüte: 314

Nachdem ich gestern mit zwei Freunden in der deutschen Fassung war, habe ich mir den Film heute mit meiner Cousine im englischen Original angesehen. Sowohl die Stärken als auch die Schwächen haben sich verfestigt, tendenziell würde ich eher zu 6,5/10 Punkten neigen.

Wie schon nach der Erstsichtung bin ich auch nach der Zweitsichtung der Ansicht, dass man "Deadpool 2" ebenso gut aus der Sicht von Cable hätte erzählen können. Der gute "Terminator" aus der Zukunft, der Jagd auf den bösen "John Connor" als Teenager macht. Darf man einen Teenager in der Gegenwart für seine Taten in der Zukunft umbringen? Dürfte man Hitler als Kind umbringen, um den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust zu verhindern? Schade, dass die Macher darauf nicht näher eingegangen sind und schade, dass die Hitler-Szene von den Fox-Produzenten aus dem Film gestrichen wurde!

Hier ein entsprechender, nicht-autorisierter Werbespot für Mercedes Benz:
https://www.youtube.com/watch?v=bEME9licodY

Wie dem auch sei, Cable und Russell verdienen eine eigene Kritik und weil es sich hier nunmal um einen Deadpool-Film handelt, bin ich in meinem gestrigen Review nur auf seine Sicht und auf seinen bzw. den Haupt-Handlungsstrang eingegangen. Zum Einen weil ich das Review nicht zu unfokussiert und ausufernd werden lassen, zum Anderen weil ich gestern Nacht auch irgendwann schlafen gehen wollte^^

P.S.: Eine Entscheidung, die ich - und auch Ryan Reynolds - nicht so toll finden:
Die zweite Abspannszene, die mal wieder beweist, dass einschneidende Geschehnisse in heutigen Franchise-Comicverfilmungen keinen Bestand haben dürfen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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