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Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten

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Die Wilden Kerle 4 - Kritik

Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten Kritik

Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten Kritik
0 Kommentare - 13.08.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten" ist.

Bewertung: 1.5 / 5

Nach ihrem Sieg über die Biestigen Biester haben die Wilden Kerle an einem neuen Tunier teilgenommen. Für den sogenannten Freesytle-Soccer-Poaklmüssen sie gegen die Wölfe von Ragnarök antreten. Leon (Jimi Blue Ochsenknecht), Vanessa (Sarah Kim Gries), Maxi (Marlon Wessel), Marlon (Wilson Gonzalez Ochsenkencht) und die anderen machen sich auf den Weg nach Ragnarök um die Herausforderung anzunehmen. Dabei wird Marlon von der Fremden Horizon (Anne Mühlmeier) verführt und wendet sich gegen seine Freunde.

Was einst so unschuldig als Fußballfilm für die ganz Kleinen anfing ist im nummehr vierten Teil der Reihe eine Fantasy-Kitsch-Oper für intellektuelle Fehlzündungen. So ziemlich alles an diesem Film wirkt wie ein Fremdkörper und man kann nur hoffen, und man kann nur hoffen das der Chestbuster auch dem geneigten Zuschauer irgendwann aus der Brust springt. Denn diese Kombination aus verschiedensten Genres und verschiedensten Charakterklischees ist kaum mehr auszuhalten.

Das fängt schon bei den Konflikten an. Das Teenie-Chaos wird perfekt wenn Marlon glaubt sein Bruder habe sich in Horizon verliebt, Leon eigentlich nur mit Vanessa zusammensein will, Vanessa Verlustängste um Leon hat, da sie auch glaubt er habe sich in Horizon verliebt, Maxi ganz nebenbei jetzt plötzlich auch Gefühle für Vanessa hat und so weiter und so fort. Was wirkt wie eine ganze Staffel einer RTL-Telenovela sollte im Kern eigentlich mal etwas mit Fußball zutun gehabt haben. Dabei haben die Schauspieler große Probleme damit die wirklich furchtbaren Dialoge auch noch rüberzubringen.

Natürlich kommt es dann, wie es kommen muss und so zerstreiten sich die Brüder Leon und Marlon, sodass sie einander nun bekämpfen. Das dieser Umstand ungefähr für zehn Minuten eine Pseudo-Dramatik erzeugt, schockiert auch wirklich nur die ganz kleinen. Von großem Kino ist das jedoch weit entfernt. Und von Kino im Allgemeinen auch. Denn die gesamte Produktion, ihre Darsteller, ihre Sets und alle Gegenstände wirken so Cartoonhaft, daß man eigentlich nicht glauben kann, daß sowas auf der großen Leinwand endet.

Dazu gesellt sich eine neue Form des Fußball. Teenager, die auf Motorrädern durch weite Landschaften streifen und dabei Fußballschußwaffen an ihrem Arm tragen, um so den Ball fortzubewegen. Über die physikalischen Gegebenheiten, oder auch die Tatsache, daß der nun schwer beledigte Bruder Marlon ohne große Probleme die nötigen Techniken drauf hat um dieses Spiel zu spielen streite man an der Stelle besser nicht, aber diese Inszenierung durch Joachim Masannek ist an Peinlichkeit einfach nicht mehr zu überbieten. Was nutzt es einem ein Studium absolviert zu haben, wenn man nichts von dem versteht, was man studiert hat.

Und da jede Rocker/Fußball/Rebllen/Soldaten-Truppe auch einige Techniknerds braucht, hat der Film hier ebenfalls die Klischeetonne zum überlaufen gebracht. Natürlich sind Raban und Joschka prädestiniert dafür, diese Rollen zu übernehmen. Wobei auch Markus jetzt neuerdings seine Ausbildung zum Mechaniker absolviert hat. Fehlt nur noch, daß sich Raban irgendwo reinhacken muss und das Drama ist perfekt.

Zudem umgibt den Film - wie auch seine beiden Vorgänger - nun wieder etwas mystisches. Die mystischen Wölfe, die nichts besseres zutun haben, als starkpubertierende Kinder im Freestyle-Fußball zu besiegen. Auch die sagenumwobene Horizon tut ihr übriges, um diesem Fantasy-Schlock die Krone aufzusetzen.

Was ist das. Eine Frage die man sich stellen muss, wenn man sich mit Die Wilden Kerle 4 befasst. Wer wird angesprochen, wenn Jugendliche das Ende der Welt im Fußball beschwören, sicher sind es nicht die Eltern, die sie aus diesem Tagtraum wecken sollten. Schade eigentlich, daß auch dieser Film für Kinder konzipiert wurde, so könnte er doch mit etwas mehr Blut und Gewalr eine der interessantesten Produktionen der Deutschen Filmgeschichte sein. Doch Pustekuchen, was einst mal mit Fußball begann, ist nur noch Marginal Thema dieser Reihe und die hölzern wirkenden Schauspieler tun ihr übriges, um für einen verfrühten Herzstillstand zu sorgen, wenngleich das ganze noch unglaublich kreativ ist.

Die Wilden Kerle 4 - Der Angriff der Silberlichten Bewertung
Bewertung des Films
310
DVD & Blu-ray

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