Anzeige
Anzeige
Anzeige

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Kritik Details Trailer Galerie News
Die Dinge sind außer Kontrolle...

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Kritik

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Kritik
1 Kommentar - 08.05.2022 von uzuchino
In dieser Userkritik verrät euch uzuchino, wie gut "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" ist.
Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Bewertung: 3.5 / 5

Warnung möglicher Spoiler!

Dr. Strange in the Multiverse of Madness ist der erste von 3 Marvelfilmen in diesem Jahr. Außerdem der zweite Dr. Strange Solo-Film. Lange erwartet und von vielen schnellstmöglich herbeigesehnt, da das Multiversum soviel Potential hat etwas großes für die Fans und Zuschauer zu sein. Und so viel Potential sie zu enttäuschen und alles gegen die Wand zu fahren. Die wie schlägt sich der erste Marvelfilm, der im Gegensatz zu „Spider-Man – No Way Home“ nun nicht mehr nur an der Oberfläche des Multiversums kratzt, sondern die Tür dazu vollständig aufstößt?

Trailer zu Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Fangen wir bei den Charakteren und Darstellern an.

Benedict Cumberbatch sehen wir hier nun zum fünften Mal in seiner Rolle als Dr. Strange. Der Gast-Auftritt in „Thor Ragnarök“ nicht mitgezählt. Über all diese fünf Filme hinweg entwickelt sich der Charakter Dr. Strange zusehends weiter, das jedoch leider sehr langsam und in kleinen Schritten. Das Drehbuch bietet Benedict Cumberbatch jedoch die Möglichkeit verschiedene Facetten und uns sein schauspielerisches Talent zu zeigen, was ihm unglaublich gut gelingt.

Ganz so viele Möglichkeiten facettenreich zu sein wie Benedict Cumberbatch hat Elisabeth Olsen nicht. Diese feiert in diesem Film ebenfalls Ihren fünften Auftritt. An dieser Stelle empfiehlt es sich tatsächlich die 9 Episoden umfassende Serie „Wandavision“ auf Disney+ zu gucken, da man so Ihre Motive besser verstehen und nachvollziehen kann. Denn diese sind äußerst emotional und ohne Sichtung von Wandavision dürfte man als Zuschauer nur da sitzen und sich wundern, warum sie jetzt tut was sie tut. Es fehlt schlichtweg der Zusammenhang. Sie spielt jedoch hervorragend und sticht mit Ihrer Darbietung mehr heraus als jeder andere in diesem Film. Elisabeth Olsen zeigt uns in diesem Film die dunkelste und gefährlichste Seite Ihres Charakters Wanda. Zugleich jedoch auch die verletzlichste und fürsorglichste. Gerade das macht diesen Superhelden Charakter so menschlich.

Rachel McAdams und Benedict Wong kehren in Ihre Rollen als Christine Palmer und Wong. Beide Charaktere sind für die Handlung mal mehr mal weniger relevant. Während der Charakter Wong keinerlei Charakterentwicklung zugeteilt bekam und mehr als Sandsack herhalten durfte, war ein Charakterentwicklung bei Chistine Palmer storybedingt nicht möglich.

Xochitl Gomez als MCU-Neuling America Chavez / Miss America ist der Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Doch leider geht ihr Charakter aufgrund der Screentime anderer Charaktere und der Fülle an Ereignissen leider unter.

Auch Chiwetel Ejiofor als Mordo darf wieder dabei sein. Trotz seines hervoragenden Schauspiels, gibt es hier den größten Kritikpunkt. Am Ende des ersten Teils von 2016 wurde bereits angeteasert, dass sich dieser Charakter gegen seinen Schüler Dr. Strange wenden wird. Bisher hat man sich darauf gefreut die einst miteinander vertrauten Charaktere gegeneinander im großen Stil antreten zu sehen, bleibt einem dies, aufgrund des Drehbuchs verwehrt. Tatsächlich ist das Drehbuch den Zuschauern so fies zugetan, dass nur mal eben nebenbei erwähnt wird, das Mordo bereits mehrfach versucht hat Dr. Strange zu töten. Als langjähriger MCU-Zuschauer fragt man sich dann wann das gewesen sein soll. Kurz nach Dr. Strange aus 2016. Oder während Dr. Strange Thor zu Gast hatte. Oder vielleicht ist es im Infinity War untergegangen. Vielleicht aber auch passierte es nach Endgame, nachdem Dr. Strange 5 Jahre verschwunden war konnte Mordo sich bestimmt an ihm auslassen. Nein, das kann es nicht gewesen sein. Es muss definitiv in der Zeit gewesen sein, wo Dr. Strange in No Way Home abwesend war.

Abwesend waren an einigen Stellen dieses Mal wohl auch die Verantwortlich der VFX. Diese sahen in einem MCU-Film nie künstlicher aus. Jedochbleibt hier zu erwähnen, dass der Film von Anfang bis Ende mit VFX ausgestattet werden musst. Bei einem solchen Fantasie und Zauber umfassenden Film kommen selbst Endgame, Infintiy War oder ein Harry Potter Film. Hier darf man hoffen, dass folgende MCU-Filme wieder eine Schippe drauf legen.

Dafür jedoch sind die Kamerafahrten und -einstellungen ein Hingucker. Neben den altbekannten MCU-Klängen, unterwandert von neuen Tönen, zeigt sich hier wieder einmal die Kreativität der Köpfe hinter diesen Filmen. Seien wir mal ehrlich, einen so musikalisch untermalten Kampf wie in diesem Film gab es bisher noch nicht auf der großen Leinwand.

All dies ist jedoch dem Drehbuch geschuldet, welches eine tolle Geschichte enthält, mit viel Potential, doch hier stimmt etwas nicht. Etwas beißt sich hier. Es ist das Genre. Oder besser gesagt die Genre. Hier trifft nämlich typischer MCU-Superheld auf Horror. Die Produzenten haben schon öfter versucht Genre miteinander zu vermischen. Bisher ging es auch immer auf, doch dieses Mal scheinen entweder die Macher oder der Film nicht zu wissen was sie sein wollen. Das reißt den Zuschauer immer wieder aus dem dynamischen Storytelling. In einem Moment noch Superhelden-Action im nächsten Moment der einsetzende Horror. Gerade dann wenn man sich als Zuschauer auf den neuen Zustand einlassen will wechselt das Genre wieder und wird herausgerissen. Doch der Horror-Anteil funktioniert. Vor allem mit Genre typischen Klängen und musikalischen Untermalungen. Es ist nur so, je länger der Film läuft, desto mehr versucht das eine Genre das andere auszuhebeln und die Kontrolle zu übernehmen. Das Horror-Genre handelt dabei frei nach einem Satz aus dem Film: „Du bist nämlich immer Derjenige, der das Messer führen will.“ Und so ist es. Das MCU will immer das Messer führen. Dabei tut ihm gerade dieser Ausflug in das Horror-Genre so gut. Würden sich nur beide nicht gegenseitig an die Gurgel gehen wollen. Und ganz ehrlich. So manch eine Szene wäre in diesem Film wohl für einen 12 jährigen doch noch zu viel. Disney hat hier also ordentlich etwas gewagt und befand sich vermutlich knapp an der Grenze zum FSK 12. Eine solche Entscheidung zu solch einem Mut sollte belohnt werden um das Studio zu animieren die Komfortzone öfter mal zu verlassen. Also „Gut gemacht“ und bitte mehr davon.

Fazit:
Dr. Strange in the Multiverse of Madness öffnet äußerst gewagt die Tür zum Multiversum und bleibt sich seinen MCU-Wurzeln dennoch treu in einem kurzweiligen, dynamischen und unterhaltenden Film, der Grenzen einreißt.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness Bewertung
Bewertung des Films
710

Weitere spannende Kritiken

Ali Kritik

Ali Kritik

Poster Bild
Kritik vom 27.05.2022 von ProfessorX - 0 Kommentare
Im Jahr 1964 wird Cassius Clay (Will Smith) Weltmeister im Schwergewicht und zu einem gefeierten Superstar. Vom exzessiven Auftritten in Medien, über Affären, bis hin zu weiteren großartigen Boxkämpfen wird aus Clay ein Superstar. Nachdem er zum Islam konvertiert, kämpft er...
Kritik lesen »

Lagaan - Es war einmal in Indien Kritik

RRR in einem Kreuzvergleich

Poster Bild
Kritik vom 27.05.2022 von MobyDick - 1 Kommentar
Also dann der nächste Quervergleich: Diesmal indischer filmischer Revanchismus bzgl. dem englischen Kolonialismus in Indien. ich nehem hierfür exemplarisch zwei Filme: Zum einen Lagaan und zum anderen den deutlich neueren und aktuelleren RRR. Vorab aber ein paar Worte, um das Ganze ein bi&...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
1 Kommentar
Avatar
felkel1982 : : Moviejones-Fan
08.05.2022 23:22 Uhr
0
Dabei seit: 20.06.15 | Posts: 414 | Reviews: 1 | Hüte: 6

@uzuchino

Zum Thema Mordo: Es handelt sich nicht um unseren Doctor Strange (Erde-616), den er versucht hatte, mehrmals zu töten; sondern um den in seiner Dimension (Erde-838). Es ist auch nicht 100prozentig sicher, das es sich um den selben Mordo handelt.

Forum Neues Thema
AnzeigeN