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Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt

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Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt Kritik

Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt Kritik

Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt Kritik
0 Kommentare - 05.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt" ist.

Bewertung: 3 / 5

Nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie möchte Tommy (Thom Mathews) sich davon überzeugen, daß Jason (C.J. Graham) wirklich nicht mehr am Leben ist. Also macht er sich auf den Weg nach Crystal Lake und gräbt dort die Leiche des Mörders aus. Durch die Ausgrabung erweckt er Jason aber dummerweise wirklich wieder um Leben und beschert ihm zusätzlich Kräfte. Nun geht Jason wieder ahnungslosen Teenagern nach, während Tommy versucht ihn zu stoppen.

Ab wann sind Vergleiche eigentlich berechtigt? In einer Zeit die er unseren, wo man so viel Vergleichspotential serviert bekommt und jede Kleinigkeit eine Parallelwelt aufmacht, nach welcher die eine Realität noch schwieriger zu filtern ist, ist das sicherlich eine interessante Frage. Vergleiche gibt es am laufenden Band und es ist sicherlich auch eher eine philosophische These, sich damit zu befassen und ihre Sinnhaftigkeit zu erläutern. Nun gibt es da aber etwas, was sich anbietet. Die Wiedergeburt, das Aufstehen von den Toten, daß einen dazu führt, daß man selbst nun untot ist. Einen Grund gibt es dafür, keinen sehr sinnigen. Und einen weiteren gibt es auch, einen durchaus sinnigen. Da geht es offenkundig natürlich nur ums Geld und auf einer anderen sucht man eine Erlösung im Tod. Man kann das nun also auch metaphorisch deuten und es wäre vielleicht so ein wenig wie bei Harry Potter und der Orden des Phönix (2007), wenn es darum geht, die Dualität zwischen Jason und Tommy zu erläutern. Fast wahnhaft sucht er also nach Antworten im Ende und löst mit dieser Suche einen neuen Anfang aus. Auch das ist deutlich deutbar, wenngleich damit auch nur noch weiter bestätigt wird, daß man sich in diesem Film noch mehr als ohnehin schon in die Richtung eines Trash-Films bewegt. Falls das denn je zur Debatte stand.

Der Abschluss mit Traumata ist durchaus ein spannendes Thema. Schließlich entscheidet der Umgang damit, ob man eher Vulnerabel oder Resilient veranlagt ist. Daher ist es eigentlich auch so wichtig gesund zu sein. Falls das jemals zur Debatte stand. Tja und dann ist das eben Tommy, der selbst im Tod nicht an den Tod glaubt. So ein wenig ironisch und übertragbar ist das auch auf unsere Zeit. Denn dadurch, daß man Fakten lange Zeit hinauszögert, oder negiert, kreiert man überhaupt die allergrößte Katastrophe. Ich erspare mir jetzt mal genau zu erklären, was damit gemeint ist. Denn eigentlich ist es im Film ja offenkundig. Diese Ansätze, die der Film dann wiederum mit herrlich absurden Tötungen und mehr noch völligem Fehlverhalten der Figuren kombiniert, sorgt dafür, daß den Machern nach dem Vorgänger Freitag der 13. – Ein neuer Anfang (1985) abermals eine herrliche Komödie gelingt. Da ist es dann auch fast egal, daß der Film eigentlich das Finale vom Vorgänger so ein bisschen an die Seite stellt und ignoriert. Klar, jemand, dem Kohärenz wichtig ist, der wird sich den Kopf schütteln müssen. Und ja, man redet hier sicherlich nicht von einem guten Film. Doch wie schon des Öfteren erwähnt, daß tut man definitiv bei keinem der Freitag der 13.-Filme und insofern begibt man sich zumindest auf ein Level, wo man noch halbwegs zustimmen kann.

Dadurch, daß das Blutbad auch nicht lange auf wich warten lässt, daß die Geschichte sich als hauchdünn entpuppt und man ohnehin mehr auf Absurdität, als auf Inhalt setzt, bleibt dieser Film natürlich auf einem gewissen Niveau und kann sich aber sehr einfach wegschauen lassen, weil er eben auch nicht besonders lang andauert. Es ist eine Komödie, darüber muss man sich im Klaren sein, selbst, wenn es die Macher vielleicht nicht sind. Es ist erstaunlich, daß der Film währenddessen versucht, etwas zu erzählen. Ja, es ist wie in der Schule, wenn man sich die schlechte Note abholt und diesen abgedroschenen Satz am Vorbeigehen des Lehrerzimmers vernimmt. Sie sind definitiv stehts bemüht und daher kann man dem Film da kaum böse sein. Da wird dann die eigene Zeit sinnlos aufs Korn genommen und natürlich gibt es dann den ein oder anderen Verweis auf James Bond. Mitunter kommt man sich so vor, als schaute man gerade eine Spoof-Komödie im Stile von Die nackte Kanone (1988). Also ziemlich schräger Scheiß, mit dem der Film aufwartet. Das zeigt natürlich auch das inhaltliche Armutszeugnis und man kann sich sicher sein, daß der Film das vor allem dadurch kompensiert, daß Jason hier im Stile eines Cartoons mit schlechtem Benehmen wahllos Leute massakriert. Wie er dorthin gelangt bleibt offen, was er will ebenso. Doch es passiert halt.

Unterdessen ist natürlich klar, daß sich die Filmreihe dabei auch zwangsläufig weiterentwickelt. Denn so richtig übernatürlich waren die Filme wohl bis dato nicht. Einen tieferen Sinnzusammenhang sollte man vermutlich dabei nicht suchen. Wenngleich das natürlich in die Zeit eines Nightmare – Mörderische Träume (1984) passt. Das Maß in dem hier wieder Idiotie und Wahnsinn regieren ist herrlich. Das passt dann auch zum Charme der 1980er, in denen man tatsächlich noch in Werken wie Texas Chainsaw Massacre 2 (1986) absurd experimentierte. Wem es am Ende dabei gelingt, noch irgendeinen tieferen Sinn zu finden, der muss ein Genie sein, oder wirklich starke Nerven haben.

Ob noch irgendwas in der Welt von Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt ergibt, oder eben nicht? Nun ja, nein. Tut es nicht. Aber es ist auch egal, weil die seltsame Blutorgie hier durchaus Spaß macht und deshalb kann man sich das durchaus geben.

Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt Bewertung
Bewertung des Films
610

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