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Ghost Rider - Spirit of Vengeance

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Ordentlicher Geisterfahrer- Kritik zur MJ- Kritik

Ghost Rider 2 Kritik

Ghost Rider 2 Kritik
3 Kommentare - 31.03.2012 von patertom
In dieser Userkritik verrät euch patertom, wie gut "Ghost Rider - Spirit of Vengeance" ist.
Ghost Rider 2

Bewertung: 3.5 / 5

[u][b]Handlung:[/b][/u] [u][b][/b][/u] Johnny Blaze (Nicolas Cage), der vor langer Zeit einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, um die Seele seines Vaters zu retten, treibt sich in der Zwischenzeit in Osteuropa herum und versucht seinen "Fluch", zum Ghost Rider zu werden und dadurch die Seelen böser Menschen zu ewiger Verdammnis zu zwingen, endlich loszuwerden. Doch gerade zu dieser Zeit hat es der Teufel auf seinen eigenen Sohn abgesehen, um noch stärker zu werden und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Somit hat der Ghost Rider also eine neue Aufgabe. Er muss den Jungen um jeden Preis vor den Handlangern des Satans beschützen... [u][b]Kritik:[/b][/u] [i]Neveldine und Taylor distanzieren sich dabei wohltuend vom ersten Teil. Zwar wird man mitten hineingeworfen in die Geschichte, aber eine wirkliche Fortsetzung ist Ghost Rider 2 nicht. Das macht bereits der Anfang klar, in dem die Wandlung zum Ghost Rider kurz erklärt wird. Ereignisse und Figuren aus dem Vorgänger spielen keine Rolle, die einzige deutliche Verbindung ist Nicolas Cage, der als Ghost Rider auch eine sichtbare Verwandlung durchmachen durfte. Sah der flammende Schädel im ersten Film noch aus, als entstammte er dem Merchandising-Sortiment des London Dungeon, wagten sich die Macher bei der Fortsetzung an ein deutlich feurigeres, realistisches und vor allem cooleres Aussehen. Wenn jetzt der Ghost Rider samt Schädel in Flammen steht, möchte niemand mehr vor Scham im Boden versinken, nein das sieht cool aus, da möchte man glatt selbst brennen.[/i] Bevor ich mir Ghost Rider 2 angesehen habe, dachte ich nur, dass mich da nun wieder ein typisch blöder, langweiliger Cage Film erwartet, wie das in den letzten Jahren leider häufig der Fall war (bestes Beispiel ist hierfür sicherlich "Drive Angry") Aber nein. Es lief alles anders... Der Film hat mich von der ersten Minute an überrascht und konnte mich durchaus gut unterhalten. Vielleicht war ich im Nachhinein auch so begeistert, da ich vermutlich mit allzu tiefen Erwartungen an den Film herangegangen bin und nie im Leben dachte, dass da was vernünftiges bei rauskommen könnte, auch wenn der erste Ghost Rider Teil, der allerdings auch viele Jahre zurückliegt, überzeugen konnte. [i]Mehr Action hätte Ghost Rider 2 gebrauchen können, aber woran der Film krankt ist die Story. Sicher, niemand erwartet hier tatsächlich ein Meisterwerk, aber etwas mehr als das Gebotene hätte es sein können. Vor allem, da die Schauspieler durchaus zu mehr fähig sind. Am besten kommt noch Nicolas Cage (Lord of War - Händler des Todes) weg, der die seelischen Probleme von Blaze gut darstellt. Auch Idris Elba, der demnächst in Prometheus zu sehen ist und 2011 in Thor als Heimdall brillierte, zeigt eine wirklich überzeugende Leinwandpräsenz. Nur wird diese nicht gänzlich ausgenutzt, was ebenfalls auf Ciarán Hinds zutrifft. Nach großartigen Leistungen wie als Cäsar in der Erfolgsserie Rom muss er sich in Ghost Rider 2 mit platten Texten herumschlagen, die seiner nicht würdig sind. Nein, die Story hinkt an allen Ecken und Enden und wirkt schwer vertraut. Dies wäre nicht so schlimm, würde dem Zuschauer genug geboten, um darüber hinwegzusehen. Doch die drei bis vier Actionszenen sind hier einfach nicht genug und bereits der Schauplatz lässt die Ursache vermuten. Nicht die Story verlangt den Einsatz in Osteuropa, es ist das Budget. Den Geldmangel sieht man Ghost Rider 2 leider fast überall an. Statt der ursprünglich geplanten 135 Mio. $ standen der Produktion nur 75 Mio. $ zur Verfügung. Zu wenig für einen modernen, effektlastigen Film. Immerhin, das was im Film zu sehen ist, sieht normalerweise gut aus und ist realistischer als im Vorgänger. Doch was nützt das, wenn dann Teile des Films glatt anderen Werken entnommen sein könnten. Die Verfolgungsjagd samt Kämpfen in und auf Autos könnte glatt Matrix Reloaded entstammen, nur technisch nicht so ausgereift, und wenn Blaze versucht, väterlichen Kontakt zu Danny aufzubauen, fühlen wir uns unweigerlich an den Terminator und John Connor erinnert. Wobei hier nicht zwangsläufig schlecht plagiiert wird.[/i] Zu erst einmal zur Story. Ja! Sie ist einfach gestrickt, nichts weltbewegendes, und man merkt, dass die Story kein Nolan Niveau hat, aber dennoch ist sie halbwegs gelungen und sorgt für etwas Spannung, was bei so manchen Cage Filmen in letzter Zeit nicht mal annähernd der Fall war. Gerade die Effekte können sich sehen lassen und verbessern den Film ungemein. Der Ghost Rider sieht wirklich wie der Hölle entsprungen aus. Er ist sehr gut "animiert" und wirkt echt (bedrohlich). Aber nicht nur der Ghost Rider ist gelungen, sondern auch das Paket aus guten Explosionen und dem Rest stimmt. Der "metallige" und lautere Soundtrack tut sein übriges zu einer gelungenen Untermalung des Streifens. Die Darsteller kommen insgesamt recht überzeugend rüber, auch wenn der Teufeldarsteller Ciarán Hinds nicht gerade glaunwürdig wirkt und teils doch lächerlich rüberkommt. Cage kann ein bisschen seines Könnens aufblitzen lassen, erreicht aber auch nicht sein Niveau, das er noch vor Jahren bei den "National Treasure" Filmen hatte. Idris Elba, der den Franzosen Mureau mimt, spielt ganz gut und bringt die Sypmatien auf seine Seite. Die Nebencharaktere spielen durchschnittlich gut. Insgesamt erfährt man aber zu wenig über die Charaktere, weshalb sie auf einem Niveau verharren, das sie weder interessant noch groß relevant für den Zuschauer erscheinen lässt. Generell fehlt es dem Film an Witz und guten Gags, was ein bisschen Schade ist, denn man hätte bei der ein oder anderen Szene sicherlich noch einen guten Spruch oder Gag einbauen könnten. So kommt der Film fast immer ernst rüber, was ihm zwar nicht schadet, aber ein klein wenig Auflockerung, wie es sie nur selten gibt, hätte Ghost Rider 2 sicherlich noch etwas besser gemacht und für Abwechslung gesorgt. Die Rückblenden auf Johnny Blaze Leben sind ein kleines Highlight des Filmes. Diese comicartigen Szenen, die einfach nur toll aussehen, machen richtig Laune beim Zusehen und man hofft nur, dass man doch noch einige dieser Sehenswürdigkeiten den Film über sieht. [u][b]Fazit:[/b][/u] [i]Ghost Rider 2 ist besser geworden als der letzte Auftritt von Johnny Blaze, ein guter Film wurde es dennoch nicht. Zu viele Kompromisse wurden eingegangen, zu platt und vorhersehbar ist die Geschichte. Da ist 3D nichts weiter als ein zusätzliches Gimmick, welches den Aufpreis nicht rechtfertigt. Was bleibt, ist ein Film, der durchaus seine Momente hat und in geselliger Runde sicherlich Spaß macht, der aber besser nicht im Kino, sondern daheim geschaut wird. Wer jedoch zwei Stunden vor der Großleinwand den Kopf abschalten will und bereit ist, die genannten Schwächen zu akzeptieren, kann auch den Kinobesuch wagen. Denn so wie Ghost Rider 2 nur besser werden konnte als der Vorgänger, kann auch das Kinojahr 2012 ab jetzt nur besser werden. [b]2,5 von 5 Hüten[/b].[/i] Aufgrund der vielen schlechten Kritiken ging ich auch ziemlich pessimistisch an die ganze Sache heran, was vielleicht sogar ganz gut war. Denn so erschien mir der Film durchaus sehenswert und unterhaltsam. Auch wenn die Darsteller und die Story nicht das gelbe vom Ei sind, sondern eher mittelprächtig, dafür aber unter anderem die Actionszenen toll aussehen, genauso wie die Effekte und Animationen, der Soundtrack passend ist und die Kameraführung zum (halbwegs guten) Gelingen des Filmes beiträgt, erhält der Film von mir [b]6.5/10 Punkte[/b]. (Jeder kann gerne, je nach dem er etwas mit dieser Comicfigur anfangen kann oder aber einen großen bogen um sie macht, gut und gerne noch einen Punkt abziehen bzw. drauflegen.)

Ghost Rider 2 Bewertung
Bewertung des Films
710

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3 Kommentare
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LinQ : : Lord Helmchen
01.04.2012 01:00 Uhr | Editiert am 01.04.2012 - 03:58 Uhr
0
Dabei seit: 30.06.11 | Posts: 1.391 | Reviews: 0 | Hüte: 13
Produktionskosten laut Sony: 57 Millionen Dollar
Einnahmen bis jetzt: 122,01 Mio Dollar
Sieht also gut aus, für Teil 3^^
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cayman2300 : : Rocker
31.03.2012 18:09 Uhr | Editiert am 31.03.2012 - 18:09 Uhr
0
Dabei seit: 20.05.11 | Posts: 1.480 | Reviews: 49 | Hüte: 10
@LinQ

Also du nimmst mir die Worte förmlich aus dem Mund ;)
Der Film hat gut unterhalten und bot ein paar echt gute Gags. Gerade das erste Aufeinandertreffen mit dem Rider war echt bombig. Die Rock-Musik und dann dieser Wahnsinn, geil laughing

Aber ob eine Fortsetzung kommt?
Der Film hat ja nur knapp 25 Millionen mehr eingenommen, als er gekostet hat und außerdem hat er ja nicht mal die Hälft Eingenommen, was sein Vorgänger geschafft hat. Schade, aber es ist ja nicht so schlimm, da der Film ja die Geschichte eigentlich abgeschlossen hat.

@ptertom

Interessant geschriebene Kritik, bin mal deiner Meinung ;)
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LinQ : : Lord Helmchen
31.03.2012 17:47 Uhr
0
Dabei seit: 30.06.11 | Posts: 1.391 | Reviews: 0 | Hüte: 13
Danke Patertom,
kann mich deiner Kritik nur anschliessen. Trotz der begrenzten Mittel kam ein überraschend guter Film heraus. Die Kameraführung erinnert mich ein bischen an "Evil Dead", und verleiht dem Film einen dreckigen Touch, im positiven Sinne. Die Comic-Schnipsel und die guten Effekte lassen über die wenigen Schwächen hinwegsehen. Ich hab mich gut unterhalten gefühlt. Außerdem hätte ich mir für Christopher Lambert etwas mehr Screentime gewünscht. Teil 3 kann also kommen, vielleicht mit etwas mehr Budget?
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