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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

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"Ich soll nicht lügen!"

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 Kritik

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 Kritik
2 Kommentare - 19.12.2010 von HeedlessQ
In dieser Userkritik verrät euch HeedlessQ, wie gut "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

!Meine Kritik kann Spoiler enthalten! „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1” ist ein Film des Regisseurs David Yates, der bereits die Ehre hatte die zwei Vorgänger zu verfilmen. Es ist die Verfilmung des letzten Bandes der Harry-Potter-Reihe, der in zwei Teilen verfilmt wird. Nun gebe ich meine Meinung zu diesem Film preis. [b]Inhalt:[/b] Harry bekam von Dumbledore einen lebenswichtigen Auftrag: Er muss Voldemorts Horcruxe finden, um ihn sterblich zu machen. Zusammen mit Ron und Hermine kehrt er nicht nach Hogwarts zurück, sondern macht sich auf die Suche nach diesen Artefakten. Der Weg ist beschwerlich, da sie mit allerhand Schwierigkeiten konfrontiert werden. Aber es tut sich eine neue Frage auf: Was sind die Heiligtümer des Todes? Wie passen sie in die Geschichte hinein und was wird ihre Bedeutung sein? Eigentlich würde ich den Vergleich mit dem Buch ans Ende setzen. Es gehört für mich zur Rezension, da ich beides kenne und diesen Vergleich anstellen kann. Allerdings möchte ich es hier schnell aus dem Weg schaffen, denn die Teilung erlaubt es den Machern sich sehr genau an die Vorlage zu halten und es zeigt sich auch. Keine Schlüsselszene aus dem Buch fehlt und es wirkt, als habe man sich die Geschichte zu Herzen genommen. Von dieser Seite kann ich bei bestem Willen keine Kritik, nur Lob äußern. Also steigen wir in den Film ein. Die Story schließt Altbekanntes wie Hogwarts, etc. aus. Ein Grund , weswegen das Buch getadelt wurde. Wichtig an dieser Tatsache ist aber, dass es nötig macht die die drei Hauptpersonen mehr denn je zu belasten. Diese Aufgabe wird gut erfüllt, aber Luft nach oben ist immer noch da. Dies ist bedingt durch die Schauspieler. Gerade Daniel Radcliffe erinnert mich mit seinem Gesichtsausdruck an Frodo aus „Der Herr der Ringe”. Emma Watson ist eindeutig besser als ihre männlichen Kollegen, aber Rupert Grint kann doch mehr überzeugen als der Harry-Darsteller. An und für sich sind die Leistungen ausreichend, um uns durch den Film zu geleiten, was auch daran liegen mag, dass man bereits sechs Filme mit ihnen hinter sich gebracht hat. Jetzt sage ich noch etwas zu den anderen Schauspielleistungen, die keine so große Rolle in diesem Film spielen, aber doch erwähnt werden sollten. Die Auftritte sind, dafür umso prägnanter. Ralph Fiennes spielt Lord Voldemort und darf am Anfang böses Charisma versprühen. Rhys Ifans als Xenophilius Lovegood hebt die Tragik der Figur gut hervor und bleibt dem Zuschauer länger im Gedächtnis. Jason Isaacs und Tom Felton als Lucius und Draco Malfoy haben sehr eindringliche Szenen, die eine sehr interessante Perspektive auf die Herrschaft Voldemorts. Einst seine loyalen Anhänger bangen sie nun um seine Anerkennung. Natürlich ist da noch Helena Bonham Carter als Bellatrix Lestrange, die wohl einen einschüchternden Einblick in ihren Charakter gibt. Trotz einer kurzen Leinwandzeit für alle können sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Kommen wir zur Story. Diese ist, wie oben erwähnt, sehr nahe am Buch angelegt. Viel mehr Raum wird den Entwicklungen zugestanden als in den zwei Vorgängern. Wobei das auch nur zum Teil stimmt. Der Beginn des Films ist sehr rasant und in schnellem Tempo erzählt. Erst nach der Flucht in die Wälder wird es gemütlicher. Hier dominieren eindeutig Landschaftsaufnahmen und die Beziehung zwischen den Protagonisten. Rons Weggang kommt nicht aus dem Nirgendwo, sondern wird plausibel dargelegt. Außerdem ist der Ort der Teilung mit Bedacht gewählt worden. Der obligatorische Cliffhanger bereitet den Nachfolger gut vor und beendet den Film. Ich hatte Befürchtungen, er höre einfach auf. Sprechen wir nun über das Optische und Stilistische. Die Ländereien, die in der zweiten Hälfte des Films von Kameramann Eduardo Serra eingefangen werden, sind wunderbar und helfen ein Feeling zu bekommen, das sagt: „Wir haben Hogwarts verlassen” Wir müssen auf das Schloss verzichten, aber werden gut vertröstet. Das Ministerium wird gezeigt als alles übernehmende Macht und die Angestellten tragen Uniformen, die – natürlich – Nazis erinnern. Diese Allegorie wurde gut im Film veranschaulicht. Des Weiteren wäre da die Darstellung des geöffneten Horcrux, die ich anfangs für ein wenig übertrieben befand, weil ein Horcrux für mich immer etwas subtiles hat. Allerdings habe ich mich damit angefreundet und muss sagen, dass diese Stelle gut die Emotionen zeigt und die Gefahr dieser Gegenstände demonstriert. Abschließend ist noch die Geschichte der drei Brüder, die einen eigenen kleinen Film darstellt. Stilistisch stark an Puppentechnik angelehnt, könnte die Szene direkt aus „Nightmare before Christmas” entsprungen sein. Mich hat sie vollkommen zufrieden gestellt und gibt sehr gut wider, was denn nun die Heiligtümer sind. Soviel zum Positiven, aber eine Kritik sollte auch Negatives enthalten und dem wenden wir uns in den nächsten Absätzen zu. Zu aller erst gibt einige Sachen, die nicht oder unzureichend erklärt werden. Beispielsweise ist der Zwei-Wege-Spiegel, der Harry von Sirius im Buch „Harry Potter und der Orden des Phönix” übergeben wird, einfach da. Sein Auftauchen wird mit keiner Silbe erwähnt und ich wusste damals im Kino zu „Harry Potter 5”, dass das Wegfallen dieser Szene Schwierigkeiten verursachen wird. Gleiches gilt für das Auge von „Mad-Eye”. Ich dachte ein kurzer Satz wird ihm gewidmet, aber seis drum. Des Weiteren gab es Charaktere, die aus dem Nichts aufgetaucht sind (Mundungus Fletcher, Bill Weasley,...). Dies zieht sich noch weiter durch den Film, wird aber erst bei der Schlange Nagini im Haus von Bathilda Bagshot deutlich, allerdings störte mich an dieser Stelle etwas Anderes, was ich im nächsten Absatz beschreibe. Manche Sachen sind absolut miserabel geschnitten. Dies möchte ich an zwei Beispielen deutlich machen. Erstens die Szene, in der Harry zu den Weasleys flüchtet und letztlich Voldemort begegnet, habe ich nicht die geringste Ahnung, was passiert ist. Ich sah grünes und rotes Licht und dann zusammenfallende Stromleitungen. Ohne Buch hätte ich keine Ahnung, was passieren sollte. Vielleicht habe ich nicht aufgepasst, aber ich fand sie schlecht geschnitten. Zweitens, die vorher erwähnte Darbietung mit Nagini. Das Ende dieser ist ebenso schlecht, das ich nicht im Geringsten wiedergeben kann, was genau zu sehen war. Möglicherweise ist das eine persönliche Sichtweise, die keiner teilt, aber so kam es mir vor. Die Musik war für mich nur gefühlloses Geklimper. Das Hauptthema habe absolut vermisst. John Williams fehlt mir wirklich, er hatte seine besondere Art bei jedem Film.   Ein weiterer Kritikpunkt für mich: Der Humor. Ich meine das ernst. Außerdem denke ich nicht an Szene, wie Harry seinen neuen Zauberstab ausprobiert. Das war völlig in Ordnung. Nervend und störend waren „Witze”, die in ernste Situationen hinein gebaut wurden, um die Stimmung zu lockern. Dazu gebe ich wieder zwei Beispiele. Das erste Mal, wo es wirklich störend war, ist diejenige, wo wir das Zaubereriministerium betreten. Auf der einen Seite haben wir die Bedrohung durch die Todesser. Die Anspielungen wurden oben schon erwähnt. Und diese Szene, die den Grundstein für die Unterdrückung durch die dunklen Zauberer liegt, da wir zum ersten Mal es wirklich erleben, wird durch Humor aufgelockert. Einigen hat es möglicherweise gefallen, für mich ließ es die Todesser als lächerlich wirken. Getoppt wurde dies nur durch die drei, wie sie ohne Vielsafttrank fliehen können. Weiteres Beispiel, wo es nur die Atmosphäre zerstört hat. Im Hause der Malfoys wurde erst Wurmschwanz auf eine unnötige Art betäubt und Dobby macht auch noch dumme Oneliner. Was wirklich schade war, denn seine Sterbeszene ist die emotionalste des Films Die Frage, ob das Buch eine Teilung nötig hatte, ist diskutabel. Die Vorlage bietet sicherlich genug Material dafür, aber ehrlich gesagt war vieles im Buch mehr psychologischer Natur bzw. Aufklären von übriggebliebenen Sachen als wirklich Plot. Die Inszenierung hat es aber gerechtfertigt, obwohl es aus meiner Sicht trotzdem möglich gewesen wäre einen Film zu machen. [b]Fazit:[/b] Ein auf das Ende einstimmender Film, der unterhält, nicht langweilt und sich – endlich – wieder  an das Buch hält. Von meinen Kritikpunkten war mir eigentlich der letzte am wichtigsten, aber trotz allem kann ich den Film jedem Potter-Fan empfehlen. Es ist definitiv nicht der beste Film der Reihe, aber ich rezensiere nur Teil 1, also kann sich das noch ändern. Für mich sind es am Ende 7 von 10 Punkten. Herr Yates ist meiner Meinung nach immer noch nicht der richtige Mann.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 Bewertung
Bewertung des Films
710

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2 Kommentare
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mclolli : : Moviejones-Fan
18.01.2011 22:12 Uhr
0
Dabei seit: 17.01.11 | Posts: 24 | Reviews: 1 | Hüte: 0
Ich muss ehrlich sagen, dass ich die unaufgeklärten stellen im film für unüberbrückbar halte.letzendlich ist es ja schließlich eine literaturverfilmung;und dazu gehört nun mal auch gekürzte szenen und konversationen und-wie hier erwähnt- fehlende sachverhältniserklärungen!
Nun ja,aber ich stimme den seltsamen schnitt mancher szenen völlig zu,obwohl ich zuvor nicht darauf geachtet habe...alles in einem würde ich sagen, dass es sehenswert ist,wenn man ein fan istsmile
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Tim : : King of Pandora
06.01.2011 11:46 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.962 | Reviews: 192 | Hüte: 80
Kann man mitgehen bei der Kritik. Fand den Film aber stimmiger als viele der letzten Potter-Teile. Mag sein das die Story sich etwas zieht, aber wer die Bücher mag, den stört das eigentlich auch nicht.
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